Tokyo Decadence (Deluxe Edition) (Limited Mediabook Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Topâzu

Tokyo Decadence
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Verkauf:
1 Mitglied verkauft
Disc-Informationen
Uncut, 2 Discs, BD (2x), enthält Bonus-Disc, 16:9 Vollbild, Extras in HD (teilweise), Media Book,
Limitiert auf 2.000 Exemplare!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Originalfassung:
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Japanisch DTS-HD MA 2.0

Deutsche Kinofassung:
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Japanisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Originalfassung:
Deutsch, Englisch

Deutsche Kinofassung:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.66:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
112 Minuten
Veröffentlichung:
16.12.2016
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STORY
8
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Im Dezember 2016 veröffentlichte Turbine Medien im Vertrieb von Rough Trade Distribution das kontroversen japanischen Erotikdrama Tokio Dekadenz von Regisseur und Drehbuchautor Ryu Murakami in Form einer auf 2000 Stück limitierten 2-Disc Mediabook Deluxe Edition. Nun, ein knappes Jahr später, legt Turbine den Titel erneut auf, diesmal allerdings in einer etwas abgespeckten Version und in Form einer Limited FuturePak Edition. Diesmal ist nur eine Disc mit dem Film in der längeren Schnittfassung (112:29 Minuten) enthalten. Für alle, die den inzwischen 25 Jahre alten Film nicht kennen, nehmen wir diesen nun einmal unter die Lupe, und werfen dabei gleich einen Blick auf die technische Seite der Blu-ray Disc.

Story

Das auf BDSM-Praktiken spezialisierte Callgirl Ai (M. Nikaido) erfüllt als Sexsklavin ihren wohlhabenden Kunden jeden noch so ausgefallenen Wunsch. Während sie sich für Geld erniedrigen lässt, hängt sie mit ihren Gedanken jedoch stets bei ihrer großen und unerfüllten Liebe, die ihr die Kraft gibt, selbst die größten Demütigungen durchzustehen. Dabei rutscht sie jedoch immer weiter in einen Sumpf aus Drogen und Sex ab. Einen Film wie Tokio Dekadenz in einigen wenigen Zeilen zu beschreiben oder ihn gar objektiv zu bewerten, dürfte nahezu unmöglich sein. Oberflächlich betrachtet handelt der Film von einer Frau, die ständig ihrer großen und unerfüllten Liebe hinterher trauert, und dabei als Prostituierte für selbsternannte Perverse ein Tabu nach dem anderen bricht. Von banalen BDSM-Praktiken bis hin zur totalen Unterwerfung, über Drogenmissbrauch, Natursektspiele, Strangulationssex bis hin zur vorgetäuschten Nekrophilie – hier ist alles dabei, was man sich nur vorstellen kann. Wer bisher nur die Grauschattierungen von E.L. James kannte bekommt hier anschaulich gezeigt, dass deren seichte Trivialerzählung nur ganz dezent an der Oberfläche kratzt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ryu Murakami, der diesen auch als Drehbuch adaptierte und auf dem Regiestuhl Platz nahm, um seinen eigenen Roman auf die Leinwand zu bringen. Der Film wurde seit seiner Uraufführung kontrovers diskutiert: Im Jahr 1992 wurde Murakami mit dem Preis für die beste Regie beim Filmfestival in Taormina ausgezeichnet, in manchen Ländern ist er jedoch bis zum heutigen Tag verboten. Die im Film gezeigte Sexualität, die – obwohl sie den Dreh- und Angelpunkt der Handlung bildet – nie übermäßig visualisiert wird, dient dabei als Metapher für die Gesellschaftsstruktur im Japan der 1990er Jahre, ist aber nach wie vor noch immer aktuell. Wer sich den Film also in der Hoffnung auf einen „Softporno“ ins Haus holt, oder einfach nur etwas mehr über sadomasochistische Praktiken wissen möchte, wird nur bedingt auf seine Kosten kommen. Erotisch sind die dargestellten Szenen nämlich zu keiner Zeit, vielmehr geht es hier um den abartigen Moloch der Großstadt, die Unterwerfung der Ware Mensch, die Abhängigkeit und natürlich um unerfüllte Träume. Im Grunde genommen könnte man unendlich viel in den Film hineininterpretieren, und je öfter man ihn sieht, je mehr man sich mit der Materie beschäftigt, desto mehr offenbart sich das, was Roman-, Drehbuchautor und Regisseur Murakami damit ausdrücken wollte. Aus rein unterhaltungstechnischer Sicht gesehen bietet Tokio Dekadenz hingegen nicht allzu viel. Die Handlung ist dramaturgisch nicht sonderlich ansprechend und lebt primär von seinen einzelnen Szenen und Bildern. Die darstellerischen Leistungen sind okay, werden allerdings nur selten wirklich ausgereizt, und mancher Darsteller – gerade wenn wir hier auf die illustren Kunden zu sprechen kommen – neigen zu starkem Overacting. Als Kunstwerk betrachtet ist Tokio Dekadenz allerdings ein kleines Meisterwerk, wobei Kunst natürlich auch immer ein Stückweit im Auge des Betrachters liegt. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass dem Publikum hier „nur“ die längere Schnittfassung präsentiert wird, und nicht die rund 23 Minuten kürzere deutsche Kinoversion, die in der Erstauflage im Mediabook noch zusätzlich enthalten war. Natürlich ist es sinnvoll einen Film in der Wunschfassung des Regisseurs zu veröffentlichen, allerdings wirken einige der „neuen“ Szenen ein wenig langatmig und bremsen die Handlung aus meiner Sicht ein wenig aus.

Bildqualität

Das Bild liegt im Format 1.66:1 (mit schmalen Balken am linken und rechten Bildrand) vor und ist im Großen und Ganzen ganz ordentlich, kann es aber mit aktuellen Produktionen keineswegs aufnehmen und vermittelt nur selten echtes HD-Feeling. Die Schärfe bewegt sich zwar überwiegend im oberen Mittelfeld, driftet dabei aber häufig ab und zeigt immer wieder sehr weiche, verwaschene Bilder, was zu einem Teil an dem Ausgangsmaterial liegen und zum anderen Teil Stilmittelbedingt sein dürfte. Die Farben sind verhältnismäßig blass, dafür aber sauber und in den „normalen“ Handlungsszenen auch überwiegend natürlich. Allerdings kommen stilmittelbedingt immer, wenn Ai die Wünsche ihrer Kundschaft befriedigt, wieder diverse Filter zum Einsatz. Der Kontrast geht in Ordnung, der Schwarzwert ist leider sehr wechselhaft und hätte allgemein etwas kräftiger sein dürfen. Zudem kommt in dunkleren Szenen eine relativ starke Körnung zum Vorschein, und hin und wieder „pumpt“ das Bild in dunkleren Szenen auch ein wenig. Verunreinigungen oder altersbedingte Beschädigungen wurden dafür fast komplett entfernt. Gemessen am Alter und den Produktionsbedingungen gibt es hier aus technischer Sicht also trotz einer verhältnismäßig geringer Bewertung nicht viel auszusetzen.

Tonqualität

Der Ton liegt in deutscher und japanischer Sprache im Format dts-HD Master 2.0 vor, und für Freunde des Originaltons wurden deutsche und englische Untertitel beigesteuert. Ebenso wie das Bild ist auch der Ton recht ordentlich ausgefallen und lässt die Dialoge jederzeit glasklar und sehr frisch erklingen. Die Dynamik lässt auch leiseste Klänge gut klingen und auch wenn die hinteren Kanäle nicht ins Geschehen mit einbezogen werden, breitet sich der Ton über eine „breite Bühne“ aus. Darüber hinaus kommt der kühle Soundtrack von Ryuichi Sakamoto ebenfalls sehr gut zur Geltung, und die deutsche Synchronisation ist ebenfalls sehr gelungen, schießt aber aufgrund der Entstehungszeit szenenweise etwas über das Ziel hinaus.

Ausstattung

Im Bonussektor erwarten uns ein achtminütiges japanisches Werbefeature zum Film, sowie der Trailer in deutscher und japanischer Sprache.

Fazit

Bild und Ton des kontroversen Erotikdramas können sich – in Anbetracht des Alters und der Produktionsbedingungen – absolut sehen lassen, auch wenn der Gesamteindruck nicht immer ganz HD-würdig ausfällt. Das Bild hätte hie und da etwas schärfer und knackiger sein dürfen, an dem Ton gibt es allerdings nichts auszusetzen. Leider ist das magere Bonusmaterial alles andere als zufriedenstellend und wird dem Titel nicht wirklich gerecht. Der Film selbst ist eher als Kunstwerk denn als Mainstream-Unterhaltungsfilm zu betrachten, und zeigt die Schattenseiten der japanischen Gesellschaft in Form von Sadomasochistischen Sexualpraktiken, die zwar den Kern der Handlung bilden, aber nie pornografisch oder erotisch wirken. Ein Film, der die Gemüter spaltet, den man entweder Lieben oder Hassen kann, der aber definitiv eine cineastische Meisterleistung darstellt. (Michael Speier)
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6 von 10

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geschrieben am 16.12.2020

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