The Circle (2017) Blu-ray

Original Filmtitel: The Circle (2017)

The-Circle-2016-DE.jpg
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
110 Minuten
Veröffentlichung:
26.01.2018
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Blu-ray Bewertungen

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bewertet am 21.12.2018 um 12:13
#3
The Circle hat in vielen Fällen schlechte Kritiken bekommen. Ein Film, der sich nicht an seine Buchvorlage hält, in dem der Buchautor das Drehbuch mitgeschrieben hat, fällt bei der Mehrzahl der Kritiker durch.
Im Text zum Prädikat besonders Wertvoll steht jedoch folgendes:

„In der Dystopie, die in einer nur ein paar Jahre entfernten Zukunft angesiedelt ist, wird die Privatsphäre der Kunden durch neue Technologien, die die Firma 'The Circle' (die an Apple, Google und Facebook erinnert) entwickelt und sehr effektiv einsetzt, immer mehr untergraben. [...] James Ponsoldt erzählt hier intelligent und hält eine feine Balance zwischen den Thriller Elementen und der genau durchdachten Vision von einer zukünftigen Welt, in der alle Alles sehen und wissen können”.
Das Buch wurde ein Hit und erreichte Millionen Leser. Der Film wagt es den Überwachungsansatz durch die Medienkultur der großen wie Google, Facebook und Apple in Form eines anderen Ansatzes zu beschreiben und sich vom geraden Weg des Buches zu entfernen. Das geht natürlich gar nicht, oder?.

Natürlich geht das und ich bin einer der Zuschauer, die einen Film, der oftmals einen anderen Dramaturgieverlauf wie ein Buch um zu gelingen und ein großes Publikum zu erreichen, nicht danach zu werten, wie passgenau der Film in die Fussstapfen des Buches passt. Warum soll man ein Buch nicht nur als sogenannte Starthilfe nutzen.
Die Zielgruppe des Films ist natürlich Emma Watson geschuldet schon einmal vorprogrammiert. Die Generation Harry Potter ist es, die man hier gezielt ansprechen will. So ist der Film auch aufgebaut und bedient sich vieler aktueller Elemente der etwas älteren Jugend.

Mae Holland fristet ein eher trostloses isoliertes Beschäftigungsd asein in einem typischen amerikanischen Großraumbüro um ihre Eltern finanziell zu unterstützen, damit ihr Vater seine Erkrankung MS finanziert bekommt.
Durch ihre Freundin Annie die im Unternehmen The Circle bereits in einer leitenden Funktion tätig ist bekommt Mae eine Chance dort eine Beschäftigung zu bekommen. Der Ort erscheint gegenüber der Wirklichkeit klinisch rein und immer vollkommen und bereitet den Beschäftigten reichliche Möglichkeiten auch neben ihrer Arbeit dort viel Zeit zu verbringen. Enthusiastisch geht sie ans Werk.
Geführt wird das Unternehmen von, Eamen Bailey und Tom Stenton, zwei älteren Herren im Vergleich zu den ganzen enorm jungen Mitarbeitern im Circle.

Der Film bedient sich bildlich einiger Metaphern. So erinnert die gesamte Erscheinung von The Circle an eine Sekte, alle sind dort immer gut gelaunt und sterben ständig die Verbesserung des Systems zum Wohle des Volkes an. Die Vorstellung von Neuerungen, wie Überwachungstechniken, natürlich zum Wohle aller erinnern oder auch an den Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, wenn Tom Hank (Eamen Bailey) als Vater des Circle in Steve Jobs Manier seine neueste Errungenschaft seinen Jüngern präsentiert, die diese enthusiastisch abfeiern. Spätestens hier muss man eigentlich Gänsehaut bekommen, denn der Ansatz des Überwachungsstaates, der ja auch nur das Beste für sein Volk möchte um es vor den Gefahren des Lebens und sich selbst zu schützen wird hier schon früh im Film auf die Spitze getrieben. Sehr subtil versucht der Führer, seine ihm hörigen Jünger von seinen neusten Ideen zu überzeugen.
Die Konzentration im Film liegt einzig allein darauf, dem Zuschauer zu zeigen, was mit einer geschliffenen Rhetorik auch heute alles möglich zu sein scheint. Ein Gegenpol ist aber leider nur zaghaft in den Film eingebaut. Das kann man ihm vielleicht vorwerfen. Oder man hat bewusst darauf verzichtet um die Obsession zu verdichten. Wie auch immer. Hierdurch fehlt es dem Film jedoch an einem gewissen Spannungsbogen, so wird ihm vorgeworfen. Aber muss jeder Film diesen obligatorischen Spannungsbogen besitzen, der im Finale dann alles wieder ins Lot bringt oder kann man nicht auch einmal genau das zeigen, was eigentlich der Grundansatz jeder Überwachung ist. Ein gleichgeschaltetes Volk, das willenlos seinem Guru folgt und das sich fern jeder Kritik in Situation treiben lässt, die es nicht mehr im Griff hat und dadurch Menschenleben in Gefahr bringt, voller Hysterie nur das Ziel vor Augen.

Aber auch danach wird in jeder Steigerung der vollkommenen Überwachung immer noch etwas Positives gesehen. Die Führer des Circle schaffen es durch ihre freundliche und sanfte väterliche Art immer mehr von diesem Überwachungsstaat ins Volk zu implizieren. Sie bedienen sich hier einem euphorisierten Bienchen Namens Mae, die fast unreflektiert zunächst alles in sich hinein saugt, während ihre Freundin langsam im Sumpf des Circle unterzugehen scheint und von der Lebensfrohen ebenfalls euphorisierten Führungskraft des Circle zu einem Circle Zombie mutiert, der dem Druck der Innovationen nicht mehr stand halten kann.

Mae gibt sich vollkommen zunächst den Möglichkeiten hin und erkennt erst spät, dass sie nur benutzt wurde. Aber anstatt aus dem Circle zu fliehen, dreht sie den Spieß um und macht auch die Führer zum gläsernen Menschen im Circle.

Wir sind am Arsch sagt einer der Führer, bevor auch sie der eigenen Überwachung zum Opfer fallen, denn im Gegensatz zu den Jüngern konnten sie immer noch im Verborgenen agieren, das ist damit vorbei.


Nun kann man dem Film natürlich Vorhaltungen machen. Jedoch dass, was er eigentlich darbieten wollte, einen massiven Fingerzeig auf den vollkommenen Überwachungsstaat, das ist ihm m.E. gelungen, auch das es ab einem bestimmten Punkt kein Zurück mehr gibt. Sieht man sich an, wie gläsern wir Menschen schon geworden sind in wenigen Jahren und wie gläsern wir noch werden in der Zukunft, dann kann man oder muss man sich fragen, ist der Point of no return schon erreicht?

Sicher im Moment können wir uns noch teilweise ausklinken aus dem System der ständigen Erreichbarkeit, das müssen wir uns unbedingt auch für die Zukunft erhalten. Der Mensch braucht seine Intimsphäre, indem keiner hineinsehen kann, sonst funktioniert er nur noch als gleichgeschaltetes Neutrum. Aber wer will das schon.


Ansichtssache:

Der Film zeigt in einer klaren schnörkellosen Struktur, was passiert, wenn wir die Social Medias nicht ständig hinterfragen. Diese haben eine ganz besondere Verantwortung dem Nutzer gegenüber. Facebook gerät immer öfter in die Kritik, da Nutzerdaten gegen seinen Willen genutzt werden. Erst jetzt ganz aktuell gibt es wieder so einen Fall indem viele Bilder vom Nutzer auf fremden Servern landen.

Hier zeigt der Film gut, wie weit es kommen kann, wenn man ihnen keine Haltelinie zeigt.

Film: 3,5 von 5 (etwas mehr Spannung hätte geholfen mehr Zuschauer zu begeistern, die doch etwas antiquierte Technik hätte mittels schon neuer bekannter Techniken ergänzt werden können, aber vielleicht gab es auch keine Freigabe)

Bild : 4,5 von 5 ( wesentliche Mängel sind nicht erkennbar)

Ton: 4 von 5 ( gut und mit einem angenehmen Score versehen macht der Ton als Untermalung nichts falsch. Jedoch hätte ich von Danny Elfman etwas mehr erwartet. Seine Handschrift ist nicht erkennbar)

Fazit:

Ein Film, der das Buch nicht voll übernimmt und sich wagt einen etwas anderen Ansatz zu wählen, dessen Drehbuch aber auch die Handschrift des Buchautors trägt, wie man lesen konnte, kann man kritisch sehen, jedoch finde ich es, bezogen auf die Zielgruppe der besonders betroffenen Jugend, lobenswert überhaupt dieses kritische Thema so zu verfilmen, das es nicht zu tröge wird. Ein Film, den man vielleicht zweimal sehen muss um alle Feinheiten zu erkennen.
Story mit 4
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Sony S790/X800/X700 4K
Darstellung:
Optoma HD33/83
gefällt mir
0
bewertet am 21.08.2018 um 10:15
#2
Starbesetzte und gediegene Bestseller-Verfilmung. Der Blick in die mediale Zukunft fällt aber extrem blutleer und teilweise recht langatmig aus. Das desaströse Ende gibt dem Streifen noch den letzten Nackenschlag. Hier wäre sicher mehr möglich gewesen. Ganz knappe 3 Punkte.

Auch technisch ist Verbesserungspotenzial vorhanden. Die Kontrastwerte sind nicht optimal. Bei den wenigen dunklen Szenen gehen doch einige Details verloren. Der Sound ist eher unspektakulär. Die Ausgewogenheit stimmt. Die Dialoge sind sehr gut.
Story mit 3
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 4
Extras mit 2
gefällt mir
0
bewertet am 03.02.2018 um 17:09
#1
Ein echt cooles Drama mit einer bezaubernden Emma Watson und einem coolen Tom Hanks.

Die Story ist echt unterhaltsam, gut sie Haut jezze einen nicht um aber sie macht laune. Das Bild macht einen wundervollen eindruck, Schärfe und Farben harmonieren wundervoll zusammen. Der schwarze der ist etwas zu krass, das merkt man intensiv an den dunklen scenen im Film. Der Sound kommt kraftvoll und verständlich rüber
Story mit 4
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 3
Player:
Samsung BD-F7500
Darstellung:
Samsung UE-48H6470SS (LCD 48")
gefällt mir
1
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3 Bewertung(en) mit ø 3,83 Punkten
 
STORY
3.7
 
BILDQUALITäT
4.7
 
TONQUALITäT
4.3
 
EXTRAS
2.7

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