2001 - Odyssee im Weltraum Blu-ray

Original Filmtitel: 2001: A Space Odyssey

2001-Odyssee-im-Weltraum.jpg
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch PCM 5.1
Englisch DD 5.1
Französisch DD 5.1
Italienisch DD 5.1
Spanisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Italienisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Koreanisch, Schwedisch, Spanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.20:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
148 Minuten
Veröffentlichung:
07.12.2007
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Blu-ray Bewertungen

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bewertet am 09.10.2017 um 17:50
#148
Ich habe noch nie einen solch abgefahrenen Film gesehen. Er ist in jeder Hinsicht beeindruckend! Ich werde zwar nicht schlau aus dem Ende, aber das ist auch gerade das Spannende dabei. Die Bilder/Aufnahmen sind sehr beeindruckend und die Musik untermalt dies hervorragend. Technisch ist der Film, trotz des Alters, in allen Belangen exzellent, lediglich in 2 Szenen weißt das Bild leichte Mängel auf.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 5
Player:
Darstellung:
( 11")
gefällt mir
0
bewertet am 10.01.2017 um 20:12
#147
Damals als der Film erschienen ist glaub ich das er als Meisterwerk galt, aber im jetzt sind die ganzen Bilder nichtmehr spektakulär. Ich hab noch keinen anderen Film gesehen der sich so gezogen hat wie dieser, vor allem die ersten 50 Minuten und die letzten 30 Minuten waren wirklich anstrengend. Der mittlere Abschnitt mit dem Hal 9000 war das einzige was ich gut fand. Für mich ist der Film nichts und für die Story kann ich nicht mehr als 2 Punkte geben. Bild und Ton sind für das Alter aber wirklich gelungen. Extras befriedigend.
Story mit 2
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Sony PlayStation 4
Darstellung:
LG 55LM660S (LCD 55")
gefällt mir
0
bewertet am 12.03.2016 um 14:10
#146
2001 gilt als Meilenstein der Kinogeschichte und ist einer der ganz großen Klassiker des Sci-Fi Genres, zurecht. Trotzdem stehe ich dem Film recht zwiegespalten gegenüber. Viele technische Aspekte sind wirklich herausragend und waren damals ihrer Zeit voraus. Die Weltraumaufnahmen und Kulissen sind wirklich klasse und realistisch gehalten, man stand auch in Kontakt mit der NASA. Kubrick ist jetzt nicht mein Lieblings Regisseur, aber er bringt einige sehr ungewöhnliche Kamerapositionen mit ein die den Film visuell sehr außergewöhnlich machen. Auch heute wirkt der Film über weite Strecken optisch sehr ansprechend und hat immer noch seine ergreifende Momente. der HAL 9000 ist auch heute noch eine bemerkenswerte Persönlichkeit.

Auf der anderen Seite ist der Film nicht so leicht konsumierbar. Manche Passagen ziehen sich ganz schön und die letzte halbe Stunde hat schon was von einem LSD Trip. Bis heute weiss man nicht so genau was einem der Regisseur hier sagen wollte. Diese Eigenwilligkeit passt zu Kubrick, macht es beinah 50 Jahre später aber manchmal etwas schwierig den Film ins Herz zu schließen. Soll heißen, es gibt Genre-Vertreter die ich deutlich lieber schaue, auch wenn ich der Bedeutung des Filmes natürlich bewusst bin. 4/5

---

Bild: Beim Bild hat sich Warner wirklich Mühe gegeben. Für einen so alten Film wurde hier wirklich perfekt restauriert. Keine Verschmutzung, dafür sehr hohe Schärfe und kräftige Farben. Klasse. 5/5

Ton: Der deutsche 5.1 Mix geht für das Alter absolut in Ordnung. 4/5

Extras: Die Disc beinhaltet eine Menge Dokus zur Entstehung des Filmes. Da ist für jeden was dabei. 3/5
Story mit 4
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Philips BDP3300
Darstellung:
Philips 52PFL5605H (LCD 52")
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0
bewertet am 28.09.2015 um 21:20
#145
Eine bemannte Mission zum Jupiter wird vom Supercomputer HAL9000 geleitet und durch eine Fehlfunktion sabbotiert. Der Rechner wird zur Gefahr für die gesamte Mannschat.

2001 - Odyssee ins Weltraum ist ein wahrhaftig zeitloser Klassiker, der mit unglaublichen Modellen und Raumschiffen ein echtes Gefühl für Weite und Schwerelosigkeit vermittelt. Die rotierenden Sets sind atemberaubend und absolut glaubwürdig. Der Film ist ein Epos und eine Oper, der Bilder, orchestrale Musik oder die Abwesenheit von Musik und Dialogen nutzt, um seine Geschichte zu erzählen und sienen Zuschauer gefangen zu nehmen. Es handelt sich fraglos um den einflussreichsten Science Fiction Film aller Zeiten, der gleichzeitig Spielraum für Interpretationen lässt - ganz große Filmkunst von einem der größten Regisseure.

Die Bildqualität der Blu-ray ist exzellent und lässt keinenfalls vermuten, dass es sich um einen Titel aus dem Jahre 1968 handelt. Der Transfer bietet eine knackige Schärfe, einen starken Schwarzwert und leuchtende Farben. Echte Referenz für Klassiker.

Der deutsche Dolby Digital 5.1 Ton ist ebenfalls fantastisch und überzeugt mit starker orchestraler Musik und einer atmosphärischen Geräuschkulisse.

Die Ausstattung ist sehr umfangreich und bietet zahlreiche Extras, lediglich ein Wendecover fehlt wie bei Warner üblich.

2001 - Odyssee im Weltraum ist ein Klassiker, ein Meilenstein und ein Kunstwerk. Es lohnt sich, sich etwas Zeit zu nehmen und dieses Epos in High Definition zu genießen.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 5
Player:
Panasonic DMP-BDT500
Darstellung:
Samsung UE-55ES7090 (LCD 55")
gefällt mir
2
bewertet am 09.01.2015 um 11:06
#144
Einer der besten Filme die je gedreht wurden!!! Viele sagen das sie die Story nich verstehen...Herzlichen Glückwunsch so soll sein :D...Einer der Produzenten sagte einmal "Sollte es jemals jemanden geben der den Film vollkommen versteht, dann haben wir was Falsch gemacht"...Und genauso ist es...Die Blu-Ray besticht durch ein tolles Bild & guten Ton...Auch die Extras sind hochinterressant...allerdings nur wenn man den Film auch mag :)
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Philips BDP2100
Darstellung:
Sonstiges
gefällt mir
2
bewertet am 16.11.2014 um 23:35
#143
So!nach jahren habe ich mich an den Film getraut und bin froh damals nicht auf der Welt gewesen zu sein und erst recht nicht im Kino.Leider bin ich von den Film enttäuscht worden.Ich kann nicht verstehen warum viele den Film gut finden und als Meilenstein bezeichnen und besten Sci.fi-Film den es gibt.
Zugegeben sind einige Sachen der Zeit weit vorraus(einige Möbelstücke Technicksachen u.s.w.).Von der Story her bin ich nicht mitgekommen.Aber es gibt halt Filme die einige gut finden und die anderen überhaupt nicht.Mir war der ganze Film zu langlebig und zog sich wie Kaugumie.
Story mit 1
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 3
Extras mit 3
Player:
Panasonic DMP-BDT500
Darstellung:
Panasonic TX-37LZ8F (LCD 37")
gefällt mir
0
bewertet am 24.05.2014 um 12:15
#142
Man liebt ihn oder man haßt ihn. Das sind die einzigen zwei Möglichkeiten bei diesem Film. Ich bin nach wie vor am rätseln, was Kubrick alles mit diesem Meisterwerk aussagen wollte und dürfte damit wohl auch nicht ganz alleine sein.

Was aber für mich feststeht, ist, dass hier einer der besten Sciene Fiction Filme überhaupt gedreht worden ist. Bildgewaltig und musikalisch unübertroffen. Es müssen halt nicht immer abgedrehte Waffen und Laser- bzw Photonengeschosse sein, die einen Science Fiction ausmachen.

Das Bild ist sehr gut. Im Vergleich zur DVD noch einmal ein guter Sprung nach oben. Tolle Schärfe und ein Detailreichtum mit fast keinen Schwächen. Hier hätte ich mir einen noch größeren Schirm oder eine Leinwand gewünscht.

Der Ton lebt hier vor allem von dem genialen Soundtrack. Das wenige Gesprochene ist immer sehr gut verständlich.

Die Extras sind klasse und man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, diese anzusehen.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Panasonic DMP-BDT100
Darstellung:
Panasonic TX-P50VT20E (Plasma 50")
gefällt mir
2
gelöscht
gelöscht
bewertet am 16.05.2014 um 12:16
#141
Für mich der beste Film überhaupt.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 4
Player:
Pioneer BDP-440
Darstellung:
Sharp LC-46D65E (LCD 46")
gefällt mir
1
bewertet am 16.03.2014 um 18:19
#140
Der Film ist 'ne Bombe - keine Frage. Wer damit nix anfangen kann, den verstehe ich. Ändert nix an meiner Bewertung. Wenn man dieses Film schaut und hört, dann weiss man wieder das Kino mehr sein kann als ein bissl rumgeballert auf der Leinwand.
Imo ist der Film mehr als ein schlichter Kinofilm. Es ist ein Erlebnis. Und wer das nicht "nacherleben" kann, der wird dem Film wohl max. 1 Stern geben. Ich kann es erleben und da bleibt nix ausser der Höchstwertung. Der Ton ist eine Granate (unbedingt die englische Tonspur hören!!), das Bild ist ok, aber nicht gut und auch nicht schlecht.
Story mit 5
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 5
Extras mit 3
Player:
LG BH6420P
Darstellung:
Epson Epson EH-TW6100
gefällt mir
3
bewertet am 09.03.2014 um 17:00
#139
Ich gehöre wohl zu den wenigen Menschen die mit dem Streifen nix anfangen können.Zu Anfangs die Weltraumbilder waren grandios... aber so eine unausgewogene Story vor allem zum Schluss hin hab ich selten gesehen.
Mag 1968 ja der Renner gewesen sein ,und die Farben sind für diese Zeit fantastisch .Nicht falsch verstehen ich schaue gerne Sci Fi aber Klassiker hin oder her - ich find den langweilig .
Story mit 2
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 3
Extras mit 4
Player:
Panasonic DMP-BDT110
Darstellung:
Panasonic TX-P50VT20E (Plasma 50")
gefällt mir
0
bewertet am 04.03.2014 um 14:53
#138
Oh Mann .... was soll man dazu schreiben. Interpretieren möchte ich (kann ich) das sicher nicht. Es gibt aber viele Rezensionen die ich für sehr gelungen halte.
Ich möchte dann auch lieber etwas über das visuelle und aber auch audio-visuelle Erlebnis sprechen, welches man hier erfahren kann. Absolut beeindruckend!
Die technische Aufbereitung ist ebenso hervorragend und kann absolut überzeugen. Tadelloses Bild und Ton. Unglaublich das der Film schon 45 Jahre auf dem Buckel hat.
Definitiv ein Meilenstein der Filmgeschichte!
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Philips BDP7700
Darstellung:
Philips 42PFL9900D (LCD 42")
gefällt mir
3
bewertet am 21.02.2014 um 13:10
#137
Ich kannte den Film bislang nicht, aber jetzt muss ich sagen es ist ein wahrer SciFi-Klassiker, der wohl ein Vorbild für alle Top-Filme dieses Genres war die diesem folgten. Zwar gibt es wenig Dialoge, dafür aber umso mehr faszinierende Bild untermalt mit klassicher Musik.
Die Bildqualität ist einfach grandios, es ist quasi nicht zu erkennen, dass der Film mittlerweile fast 50 Jahre auf dem Buckel hat. Ähnliches gilt auch beim Ton, wobei die hier natürlich die Dialoge etwas abfallen.
Die Zahl der Extras wiederum kann sich durchaus sehen lassen.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Yamaha BD-S673
Darstellung:
LG 47LM760S (LCD 47")
gefällt mir
3
bewertet am 06.02.2014 um 01:57
#136
Also: Dieser Film wird gewiss nicht jeden begeistern! "2001 - Odyssee im Weltraum" war damals, als er gedreht wurde, wohl moderne Kunst. Es gibt wenig Dialoge und noch weniger Handlung. Für damalige Verhältnisse war die Technik wirklich klasse. Ich habe im Vorfeld nicht gewusst auf was ich mich einlasse, habe mir auch extra nicht die Inhaltsbeschreibung durchgelesen und wollte mich von dem Film gefangen nehmen.
Dies klappte dast 2 Stunden gut, doch die letzte halbe Stunde, als klar wurde, dass jetzt, nach 25 Minuten am Anfang, wieder für den Rest des Films wahrscheinlich, bis auf die Musik, Stille herrscht, wurde auch mir etwas langweilig und ich fiberte auf den Abspann hin.
Für Ungeduldige ist der Film nichts, genauso wenig für Leute ohne Fantasie oder die eine schlüssige Handlung wollen. Außerdem bietet der Film ein offenes Ende, das Raum für allerlei Spekulationen lässt.

Mir hat der Film ganz gut gefallen und ich gebe ihm 3/5 Computerkerne.

Story 3/5: Keine wirklich schlüssige Handlung und allerlei Raum für Spekulationen. Allerdings kommt, durch gut gewählte Musik und Bilder, sehr viel Atmosphäre auf, was den Film eben ausmacht
Tonqualität 4/5: Die Musik ist passend gewählt, wiederholt sich aber auch. Die Sprecher sind gut, wenngleich die Stimmen sehr leise abgemischt sind
Bildqualität 3/5: Für damalige Verhältnisse überragend, heutzutage natürlich veraltet. Auch hier viele Wiederholungen.
Story mit 3
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 4
Player:
Darstellung:
( 11")
gefällt mir
0
bewertet am 02.01.2014 um 11:03
#135
2001-Odyssee im Weltraum
1968
USA/Frankreich /Großbritannien
Stanley Kubrick
=> Blu-Ray Single Disc Amaray in Stanley Kubrick Box

„In einem unendlichen und ewigen Universum ist alles möglich.“

- Stanley Kubrick

Stanley Kubricks 2001-Odyssee im Weltraum ist eine harte Kopfnuss für jeden Kinogänger, der an entspannte Komödien oder Action und Science-Fiction ohne großartigen Tiefgang gewohnt ist. Der Regisseur zeigt uns das Weltall von einer neuen Seite und erfindet das Genre mal eben neu. Er achtet akribisch genau auf physikalische Korrektheit und versucht anders als andere SF-Vorreiterfilme mal möglichst realistische Darstellungen von Dingen, die damals nicht nur eine recht neue und unbekannte Erfahrung waren, sondern auch schwer in einem Film einzufangen waren. 2001 ist ein einziger Trip, das trifft es sehr gut.

Der Film, der lose auf den Prosa-Werken von Arthur Clarke beruht, mit dem Kubrick auch zusammen das Drehbuch entwickelte, ist in mehrere Kapitel eingeteilt. Im ersten Teil, dem „Dawn of Man“ beschauen wir ganze 25 Minuten lang eine Gruppe friedlicher Menschenaffen in der Vorzeit, die gemeinsam mit einigen Wildtieren friedlich koexistieren. Später nach einem Sprung ins Jahr 2000 treffen wir den Wissenschaftler Dr. Floyd, der auf dem Weg zur Mondstation Clavius ist, wo ein eigenartiger Monolith auf der Mondoberfläche gefunden wurde. Im zweiten Teil, der „Jupiter Mission“, beginnt die eigentliche Haupthandlung des Films: eine bemannte Mission zum Jupiter, bei der zwei Astronauten, Dr. Dave Bowman und Dr. Frank Poole, sowie der intelligente und mit eigenem Bewusstsein ausgestattete Bordcomputer HAL an Bord eines riesigen Raumschiffs sind. Der Rest der Crew ist in einem sogenannten Kryoschlaf und wird erst bei Ankunft auf dem Jupiter „reaktiviert“.

Kubrick, der für seinen Film detailreichste Qualitätskontrolle aller Bereiche der Produktion wie sonst kein anderer Regisseur betrieb, und seine Vorhersagen für die Technikfortschritte der nächsten Jahre in diesem Film werden auch stets gelobt – ich meine, der Streifen erschien 1968 und wurde in den 3 Jahren zuvor produziert. Und genau das ist ja das Interessante am Film: wandeln wir hier schon auf dem Mond herum, fand die tatsächliche Mondlandung der Amis ja erst nach Erscheinen dieses Streifens statt. Beratend für Kubrick standen auch echte Physiker und Astronomen zur Stelle – und exakt diese angebrachte Genauigkeit macht 2001 zu einem Meilenstein, finden wir ja in jedem Science-Fiction-Film, gaukelt er uns auch noch so sehr einen gewissen Realismus und ein Könnte-Sein vor, irgendeinen Haken, der uns vor lauter Träumen und Staunen trotzdem immer ins Gedächtnis ruft, dass es ja doch so etwas niemals geben wird. Hier ist es anders. Gewisse Aufmachungen mögen alt aussehen. Und dass wir kein CGI-vollgepfropftes Effektmonstrum erwarten dürfen, ist auch klar. Aber beschaut man Bilder der Sets erkennt man schon den für die 60er neuartigen Kunst- und Effektschritt, den Kubrick ohne große Hürden getan hat.

2001: Odyssee im Weltraum stellt oberflächlich zunächst einmal den Konflikt Mensch VS. Unbekannte Macht dar – wobei auch nicht klar ist, ob wir diese unbekannte Macht fürchten sollten. In jedem Fall ist die schlichte Darstellung der Monolithen als… naja, rechteckige, schwarze Pappwand mit eigenwilliger Musikuntermalung echt verstörend, wenn man sich auf den Film und die Gesamtstimmung einlässt. Das wirkt dann schon eindrucksvoller auf die Psyche der Zuschauer als jede grüne Gummikreatur mit riesigen Augen. Diese Monolithen sind die Schlüsselobjekte, in deren Präsenz sich jedes Mal eine Bewusstseinsänderung der Menschen vollzieht, wenn sie zu nahe kommen, und sind der eigentliche Kern des Films. Kubrick brauchte keine kleinen Männchen und Weltallbestien, um dem Zuschauer zu zeigen, dass hier außerirdische Mächte am Werk sind. Er zeichnet auf surreale, gleichwohl glaubwürdige Art und Weise einen Blick in die Zukunft für die Menschheit, der tagelang zum Denken anregen möchte. Die Jahresangabe ist hier tatsächlich nur ein Wort. Er liefert neue Ideen darüber, was ein Film eigentlich ist und sein kann. Kubrick greift auch gerade in den Startlöchern stehende technische Bereiche wie das Videotelefon, damals natürlich im Alltag kaum realisierbar, oder die erste „singende Maschine“, die den gleichen Song „Daisy, Daisy“ (im Deutschen: Hänschenklein) wie HAL kurz vor seinem „Ableben“ singt. Der Film ist zeitlos – Kubrick hatte bereits in den späten 60ern erkannt, dass die Zukunft, nicht allzu fern, von Technik bestimmt werden wird und wir bald alle nur noch auf Bildschirme starren. Es gilt: alles wirkt irgendwie frisch und aktuell. Da vergisst man doch glatt, dass 2001 auch schon wieder 10 Jahre hinter uns liegt. Und Kubricks Visionen der Zukunft bald 50.

Die schauspielerische Leistung der agierenden Charaktere, die rückblickend auch keine sonderlich bekannten Akteure sind und waren, ist wirklich gut, aber wir dürfen nicht vergessen: das Zwischenmenschliche und der Dialog stehen für Kubrick im Hintergrund. Es ist vielmehr ein Fest der Sinne. Musik und Bild malen hier das Prosawerk von Arthur Clarke. Keine Erklärungen und lästige Reden. Der Film ist was fürs Auge und fürs Ohr. Sprache wird hier zu einer Begleiterscheinung degradiert. Der legendäre Filmanfang, bei dem wir unseren Planeten Erde beschauen und auf epische Weise Richard Strauß’ „Also sprach Zarathustra“ zu hören bekommen verrät schon einen Großteil von Kubricks Hang zur Musik in seinem Werk. Wir bekommen während des Films tonnenweise, handlungslose, detailreiche Raumschiffszenen und Außenaufnahmen der Raumstationen zu Gesicht, die mit klassischer Musik untermalt sind. Allein diese Tatsache macht 2001: Odyssee im Weltraum schon zu einem besonderen Filmerlebnis, verbindet gerade dieser Film die unendlichen Weiten des Weltraums und den großen technischen Fortschritt dieser mit einem eher nostalgischen, weniger modernen Hintergrundscore. Andererseits – und da kann ich jeden, der diese Meinung teilt, absolut verstehen – kann das auch echt ermüdend sein. Wie so oft kommt das wohl auf den Zuschauer an. In jedem Falle aber liegt der Fokus darauf, die nach Wissen dürstenden Menschen ohne viel Emotion darzustellen. Den Computer HAL werte ich auch als Charakter an Bord: mit seiner penetranten Stimme, die zugleich beruhigend und oftmals ein wenig mit Humor gespickt wirkt, bei der jedwede Information, ob positiv oder negativ, immer im gleichen Tonfall herüberkommt. Grandios, dafür verliert man aber auch nach und nach das Vertrauen in des Menschen Hoffnungsträger: er macht sich Sorgen über die Mission, ist von sich selbst als allwissend überzeugt, unterstellt stets menschliches Versagen und kehrt sich später ja sogar gegen die Besatzung, als er merkt, dass er ausgeschaltet werden soll. Hier wird auch die Frage aufgeworfen, ob eine Maschine von Menschenhand eigentlich ein Eigenleben entwickeln und sich tatsächlich gegen ihre Erbauer wenden könnte – jedenfalls ist der Film realistisch genug aufgemacht, um diese philosophische Frage überhaupt stellen zu können, was es in anderen SF-Filmen ja – Friede-Freude-Eierkuchen-sei-D ank – gar nicht erst gibt. Zuletzt äußert er sogar Angst – eine wesentlich menschlichere Darstellung als die der Astronauten selbst. [Verweis auf O-Ton! HALs Originalstimme ist um Längen besser!] Arthur Clarke nennt HAL by the way einen Future-Frankenstein, der mehr sei als kalkulierbare Schaltkreise. Kubrick will wegkommen von dem ganzen zweitklassigen SF-Kram, der bis dato kursierte. Was gab es denn auch vor diesem Film außer ein paar trashiger Monsterfilme? Er zeigt eine andere Art Wissenschaftler. Farblose, geradezu maschinäre Gestalten. Da nimmt HAL schon fast eine weitaus menschlichere Opferrolle ein. Im Making of wird sogar von einer Schaltkreis-Vergewaltigung gesprochen. Gegen Ende des Films befinden wir uns übrigens im absoluten Drogentrip: während Dave den Jupiter erreicht und in die Nähe im All frei schwebenden, dritten Monolithenplatte kommt, bricht auf uns kaskadisch ein Sturm aus tausenden Farbeimern ein und wir finden uns in einem sehr schicken Hotelsaal wieder, gewiss ein Fantasieprodukt Daves. Die danach folgende poetisch-parabolische Verwandlung stellt das Ende des Films dar. So viel sei gesagt: wir dürfen wieder puzzlen und uns den Kopf zerbrechen. Da ist auch kaum verwunderlich, dass sich viele Jugendliche (bedenkt man die Jahreszahl) vorher zum Pott rauchen trafen, um den Film – sagen wir: „anders“ im Kino zu erleben.

Trotz der losgetretenen Kino-Revolution ist Kubricks Meisterwerk nichts für schwache Nerven: wer einfache Kost erwartet, ist hier Fehl am Platz. Der Film ist absoluter Mindfuck, Philosophie, eine Parabel auf das Leben, die Unendlichkeit und Unsterblichkeit. Mehr dazu später. Vor allem aber ist 2001 eines: und zwar unheimlich. Porträtiert der Film ja nicht nur die Einwirkung auf den Fortschritt und die ganze Evolution der Menschheit durch eine unbekannte, wohl außerirdische Macht, symbolisiert durch die verschiedenen, schwarzen Monolithen, sondern zeigt auch noch auf, dass eine Schöpfung der Menschen wie der Supercomputer HAL sich gegen seine Herren auflehnen kann und der Film somit einen der ersten Science-Fiction-Filme darstellt, wo nicht die Menschen die Technik meistern und nur von ihr profitieren; dafür aber Grenzen aufdeckt und Befürchtungen, der technische Aufschwung unserer Zeit bringe nicht nur Gutes, in den Raum stellt. Überhaupt war mir persönlich den ganzen Film durch sehr unbehaglich zu Mute. Mir lief jedes Mal ein kalter Schauer über den Rücken, wenn die psychedelische, das Hirn zermürbende Musik beim Anblick der mysteriösen Monolithen einsetzt, die wie ein Mark und Bein durchdringender Chor von Stimmen wirkt. Das beunruhigt da doch mehr als jeder Grusel-Schocker, vor allem bei geeigneter Anlage. Ebenso die penetrierenden Kameraeinstellungen in unserem Trip-Finale von den Augen von Dave und diese kurzen verkrampften Gesichtseinblendungen während unserer künstlerischen Bilderflut; all das kommt so bedrohlich herüber, wie es so manch ein Horrorfilm nicht drauf hat.

„So groß die Dunkelheit auch sein mag – wir müssen selbst für Licht sorgen.“

Kubrick bricht alle Tabus, weswegen der Film auch zu Beginn als gescheiterter Kunstfilm gebrandmarkt wurde. Zu Beginn beispielsweise sehen wir… nichts. 3 Minuten lang. Begleitet – wie sollte es anders sein? – von klassischer Musik. Später dann während des „Dawn of Man“ natürlich keine Dialoge. Der erste gesprochene Satz kommt erst nach 25 Minuten. Des Weiteren finden wir mittlerweile genauso berühmte wie unkonventionelle Schnitte – der sich drehende, von einem Menschenaffen in die Luft geworfene Knochen geht nahtlos über in ein längliches Raumschiff im Orbit der Erde von ähnlicher Form. Und dazu wird man nicht schlecht staunen, was wir für einen Film vom Ende der 60er alles an Special Effects erwarten dürfen: Riesige, sich drehende Sets um möglichst realistisch die Schwerelosigkeit im Jupiterraumschiff, der Discovery, darzustellen. Außerdem noch hervorzuheben sind HALs rote Lampen-„Augen“ und die hektische Zoom-Szene, durch welche sich der Zuschauer dauernd beobachtet und wie auf dem Präsentierteller fühlt; und die Szene, in der Dave wegen Reparaturen mit der Sonde außen am Raumschiff operiert, während der komplette Stille herrscht und wir minutelang nur die lauten Atemgeräusche Daves zu hören bekommen, wodurch wir uns wie mit im Raumanzug fühlen. Für einen Film, der bald 50 Jahre auf dem Buckel hat, sind das bestimmt revolutionäre Effekte gewesen. Geworben wurde auch auf einigen Filmplakaten zu 2001 mit dem Spruch: „Der Schlachtruf einer ganzen Generation.“

Bezüglich der Effekte empfehle ich wärmstens, sich am reichlichen Bonusmaterial der Blu-Ray (wohl auch DVD) satt zu sehen – es gibt ein Making of, Interviews, in welchen übrigens auch Ikonen wie James Cameron (Terminator, Titanic, Avatar), Steven Spielberg (E.T., Indiana Jones, Jurassic Park) oder George Lucas (Star Wars-Reihe) ihren Senf dazu geben – und ja, sie alle wurden in ihren einschneidensten Werken zutiefst allein von Kubricks Pionierlauf im Science-Fiction-Ichmachallesan ders-Vorhaben durch diesen Film geprägt. Und nicht zuletzt einige Kurzdokus über extraterrestrisches Leben und Kommentare anderer Mitwirkender des Films – und sogar Kommentare von den Statisten, die in den Affenkostümen gesteckt haben – wenn das nicht heiter wird! Das restaurierte Bild der Blu-Ray ist eine herrliche Referenz für Filme dieser Zeit, ebenso der aufbereitete Sound, bei dem sich ehrlich eine gute Anlage anbietet.

„Der schlimmste Fakt über das Universum ist nicht dessen Feindseligkeit, sondern seine Gleichgültigkeit.“

Fazit : Zuschauer mit zu engem Kragen und zu kurzem Geduldsfaden wird der Film total gegen Strich gehen. 2001 ist so facettenreich, dass man wahrscheinlich selbst in weiteren 50 Jahren noch immer darüber Nachgrübeln kann, was der Film uns im Grunde sagen will. Feststehend ist, dass er unkonventionell, neu, noch immer aktuell und definitiv ob der experimentellen Ader wegen schon alleine sehenswert ist. Auch, dass der offene und intellektuelle Zuschauer gar nicht intellektuell genug sein kann, um über derartig tiefschürfende, interpretierbare Existenzfragen zu einer klaren Antwort zu gelangen. Ist es nun die darwinsche Ansicht des Kampfes der Spezies gegen Individuum, Schöpfer gegen Schöpfung, Hang zur natürlichen Selbsterhaltung, Versinnbildlichung der Evolution oder die Verrohung und Verdammung der Menschheit durch die Inspiration, zum ersten Mal zu töten – sei es nun mit einem Knochen ein Urzeit-Tapir oder indem man die Speicherchips eines Supercomputer-Gedächtnisses entfernt – ob das symbolische Ende nun außerirdische Präsenz durch Einpflanzung der Vorstellung eines menschenvertrauten Saales wie bei einem Eisbären im Zoo, dem eine falsche Heimat vorgegaukelt wird, suggerieren soll, die Gefahr des Fortschritts oder am Ende doch nur eine nichtswollende Hypnose darstellt - ich weiß es nicht. Aber ich rate jedem, sich dieses surreale Weltall-Meisterwerk von Kubrick anzusehen und sich selbst wie ich über lange Zeit das Hirn zu zermartern. Es lohnt sich.

„Denn mehr kann ein verantwortungsvolles Gehirn wirklich nicht anstreben.“

- Supercomputer HAL

Ich gebe 10/10 Punkten.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 5
Player:
Philips BDP3100
Darstellung:
Philips 42PFL5405H (LCD 42")
gefällt mir
7
bewertet am 10.11.2013 um 10:34
#134
Die Effekte sind gemessen am Alter des Films hervorragend. Ein wirklich gestochen scharfes Bild mit satten Farben präsentiert sich auf dem Schirm. Jedoch hat mir persönlich der Filminhalt nicht zugesagt. Ich habe drei Anläufe an drei unterschiedlichen Tagen gebraucht, da ich immer wieder eingeschlafen bin.

Der Film mag ein Kunstwerk sein. Aber auch das soll es geben: Kunst die nicht jeden Geschmack trifft. Da der Filmkauf jedoch auf Grund der immer wieder geschalteten Angebote diverser Händler günstig zu haben ist, stellt dies keinen Beinbruch für mich da.
Story mit 1
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 3
Extras mit 3
Player:
Panasonic DMP-BD60
Darstellung:
Panasonic TX-P42S20E (Plasma 42")
gefällt mir
1
bewertet am 05.11.2013 um 12:17
#133
Kubricks Visionärer Klassiker bleibt durch seine bis ins kleinste Detail vollendete architektonische Ästhetik sowie der Sensibilisierung des Bewustseins für das Unaussprechliche, bis heute ein unerreichter Meilenstein der Kinogeschichte.
Stringenter Minimalismus geht hier mit vollendeter Geometrie eine Symbiose ein, die Bilder von so schlichter Schönheit erzeugen, daß sie sich mitlerweile als legändere Ikonen der cinematographen Bildsprache etabliert haben.
Die "Handlung" wird dabei durch die nicht näher definierte Funktion eines plötzlich auftretenden Steinmonolithen durchlaufend von einem Unterstrom des Mysteriösem und Unerklärlichem getragen und mündet in einem kryptischen Bilderreigen, der sich ebenfalls einer finalen Interpretation entzieht, den Zuschauer jedoch auf eine Ebene jenseits des intellektuellen Verstehens, in die Bereiche des intuitiven Erahnens zu katapultierten vermag....

So einfach und klar die Formensprache, so komplex und kryptisch stellt sich im Gegensatz dazu die Handlung dar.
Im Groben geht es aber um die Bewußtwerdung des Menschen, bzw. die Evolution des Bewußtseins an sich.

In grauer Vorzeit lebten unsere behaarten Vorfahren mehr oder weniger einfach in Gruppen zusammen, die sich mit dem Verdauen von Kräutern, dem Bewachen der Wasserstelle und den Zwistigkeiten mit dem Nachbarstamm zufrieden gaben.
Als jedoch eines Morgens ein schwarzer Monolith im Gehege steht und die Primaten mit diesem in Kontakt treten, erwacht ihr Bewußtsein aus dem Dämmerschlaf von Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung. Ein kreativer Funken blitzt auf, und die Primaten entdecken ihre Umwelt manipulativ zu gestalten: Ein alter Tierknochen wird als Waffe "zweckentfremdet". Die Gnade des Verstehens wird von Beginn an, typisch für diese Spezies, hauptsächlich in den Dienst der Machtausübung und Unterdrückung, der Unterstützung von Trieben und Instinkten, der Gier nach mehr und Selbsbehauptung, gestellt.

4 Millionen Jahre und 100.000 Kriege später, wir befinden uns im Jahr 2001, taucht erneut ein Monolith auf. Diesmal auf dem Erdtrabanten. Den Menschen ist augenblicklich klar, daß dieser dort nur von einer fremden Intelligenz deponiert worden sein konnte.
Da der Monolith aber keine Antworten auf die Fragen liefert, wer ihn dort hingestellt haben mag, stattdessen jedoch Radiosignale in Richtung Jupiter sendet, beschließt man, ein bemanntes Raumschiff, die Discovery, auf eine Aufklärungsmission dorthin zu senden.
An Bord der Discovery befinden sich außer den zwei aktiven Besatzungsmitgliedern Mike und Dave, noch 3 weitere Astronauten, die jedoch in Tiefschlaf versetzt wurden, sowie der Computer HAL 9000. Dieser perfekteste und technisch versierteste Computer der Welt, beobachtet und analysiert die Besatzung, gleich einem allsehendem Auge, durch Kameraobjektive in jedem Winkel des Raumschiffes.
Als die Crew jedoch beschließt HAL auf Grund einer erstmalig registrierten technischen Fehleinschätzung des Computers, im Notfall abzuschalten, sieht dieser das Raumschiff und die Mission in Gefahr und schaltet auf Gegenangriff.
HAL es schafft tatsächlich, Mike im Rahmen eines fingierten Reperaturmanövers ins All hinauszuschleudern. Dave, jedoch kann sich den Tötungsbemühungen des Computers entziehen und es gelingt ihm mit Mühe und Not, HAL abzuschalten und den Jupiter zu erreichen.
Dort schwebt erneut ein schwarzer Monolith inmitten den Weiten des Weltalls.
Als Dave den Monolithen ins Visier nimmt, wird er Zeuge mystischer Farb- und Formenexplosionen, die von dem Quader ausgehen. Diese symbolisieren so etwas wie die Schöpfung des Universums und stellen die Entstehung und Evolution der Planeten im Zeitraffer dar. Am Ende steht Dave's Raumkapsel in einer sterilen, weißen Wohnung, in der er, sichtlich vorgealtert, sich selber als alten Mann, als sterbenden und schließlich als Fötus sieht. Das Bewußtsein Dave's hat nach dem Offenbarungserlebnisses der Schöpfung unsere bekannten räumlichen und zeitlichen Dimension hinter sich gelassen.
Zum Schluß schwebt ein riesiges Embryo direkt neben der Erde durch das All. Dave wird als neues, kosmisches Wesen, wiedergeboren. Die Mysterien der Schöpfung der Planeten und der des Lebens werden als Gleichbedeutend und Ebenbürtig angesehen.

Die Phantasmagorie am Ende des Films läßt sich aber auf Grund des überwiegend visuellen Aspektes und der kryptischen Symbolsprache jedoch sicherlich nicht erschöpfend analysieren. Ich berufe mich daher auf das (nachträglich verfaßte) Buch 2001 von Co Autor Arthur C. Clark.
Eindeutig jedoch ist, daß der Film an dem Mysterium der Schöpfung, der Mensch- und Bewußtwerdung im speziellen, und des Lebens im allgemeinen, rührt. Es ist der gelungene Versuch, unter Mißachtung gewohnter Wahrnehmungs- und Denkprozesse, die Sensoren für das Wunder der Existenz zu öffnen und den Zuschauer so auf eine spirituelle Reise zu schicken, deren Wert sich allerdings ausschließlich nur an dem eigenem zutage gefördertem inneren Reichtum bemessen läßt. Für Befürworter vorgekauter cineastischer Kost gibt's hier nichts zu holen. Für diese Spezies gibt's nur ein paar sich lausende Affen, eine Walzer tanzende Raumstation, einen kaputten Computer, Weltraumdisco mit Lasershow, Frühstück bei Opa und ein Monsterbaby welches am Ende die Erde angreift. Und dann, grad wos so spannend wird ist Schluß. Gute Nacht Kevin und Chantal. Hoffentlich haben die Nachos geschmeckt!

Natürlich ist 2001 aber auch zum Großteil ein ästhetisches Manifest. Visuelle Exaktheit und der Einsatz klassischer, schwebender Themen genoß bei Kubrick höchste Priorität. So ist es sicher, entgegen anderen Behauptungen, kein Zufall, daß sich Kubrick als Untermalung seiner schwerelos im All tanzenden Raumstationen gerade für die Musik des Walzerkönigs Johann Strauss ausgesucht hat. Denn gerade beim Walzer soll das Tanzpaar ja gleich der Schwerelosigkeit über das Parkett schweben.


Obwohl mitlerweile 45 Jahre alt, wurde nach 2001 nie wieder ein Scince Fiction Film von annährender Seriösität gedreht. Kein anderer Scince Fiction Film hat sich je wieder so eng an die physikalische Realität gehalten. Kein anderer Scince Fiction Film hat so demonstrativ auf technisches Brimborioum und Alien Schnick Schnack verzichtet und sich so der raumfahrerischen Realität verschrieben.
Wenn man den Astronauten minutenlang bei ihren Weltraumspaziergängen zuschaut und außer ihrem gepreßten Atem nichts, aber auch rein garnichts hört, wird die Stille und die Leere des Weltraumes erst begreifbar. Was die einen also als maximale Langeweile betitteln, da sie einfach die betäubende Filmmusik oder den überraschenden Klingonenangriff vermissen, ist für die anderen stilistisches Stilmittel in Perfektion und somit höchster Genuß.

Somit ist 2001 so etwas wie ein Rohrschachklecks für Filmfreunde. Auf Grund der Priorität der Bilder und der unterlassenen Interpretation der selben, kann ein jeder nach seiner Fasson reininterpretieren und genießen, was er möchte. Wer da nichts hat, muß sich mit der Handlung begnügen und ist der Gelackmeierte. Um so reicher jedoch das philosophische und spirituelle Innenleben ausgestattet ist, um so mehr Eigenes findet man auch in den Bildern als Subtext wiedergespiegelt.

So dürfte auch der Entstehungszeitpunkt, 1968, nicht ganz unerheblich für das Renommee des Filmes gewesen sein. Denn zu einer Zeit, als eine halbe Generation selbst auf intergallaktischen (psychedelischen) Trip und Selbstfindungsreise war und daher das Intellektuelle Leben die wildesten Blüten trieb, war die kosmisch- esoterische aufgeladene Weltraumreise naturgegeben ein gefundenes Fressen und idealer Nährboden für die exotischsten Zeitgenossen und spinnerten Philosophien jeglicher Colleur.


Das Bild ist Top und so gerät das Ende erstmals zum verdienten Spektakel...
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Sony PlayStation 3
Darstellung:
Panasonic TX-P42GT20E (Plasma 42")
gefällt mir
4
bewertet am 23.03.2013 um 00:42
#132
Eine der besseren Single Amaray Ausgaben. Hier stimmt wirklich alles.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 5
Player:
Darstellung:
( 11")
gefällt mir
1
bewertet am 03.03.2013 um 19:18
#131
Story: Die Story von 2001 - Odyssey im Weltraum in einem kurzen Abschnitt zusammen zu fassen fällt recht schwer. Im Allgemeinen geht es um eine Mission zum Jupiter im Jahre 2001. An Bord der Discovery One sind die Mitglieder Frank Poole und Dave Bowman, sowie drei weitere Wissenschaftler, die allerdings in Tiefschlafkammern liegen, um nach der sehr langen Reise wieder erweckt zu werden. Das Schiff wird vom Supercomputer HAL 9000 autonom gesteuert. Die offizielle Mission besteht im wirtschaftlichen Erkunden des Jupiters. Doch eigentlich wollen die USA den Zusammenhang zwischen einem großen Monolithen, der auf dem Mond gefunden wurde, und dem Jupiter ergründen. Eine lange und unerwartete Reise beginnt.

Schauspielerleistu ngen: Der Kultregisseur Stanley Kubrick griff für seinen Film auf relativ unbekannte Schauspieler zurück, die ihren Bekanntheitsgrad durch den Film zwar steigern konnten, dennoch konnten sie sich im ganz großen Hollywood Geschäft nicht durchsetzen. Keir Dullea spielt Dr. David Boweman und somit die Hauptfigur. Die Schauspieler sind in diesem Film aber eher sekundär, da der Film eine derartige Stimmung erzeugt, dass die Schauspieler in den Hintergrund treten.

Hintergrundinformat ionen: 70% des Filmes finden ohne Dialog statt.

Bewertung: Kubrick inszeniert mit diesem Klassiker der Filmgeschichte eine visuelle Reise, die den Zuschauer mitnimmt in einen Strudel von Farben, verzerrten Bildern und pompöser Musik von Richard Strauss. Kubricks Werk ist ein visionäres, alle zur damaligen Zeit nutzendes Gemälde, der den Zuschauer mitreißen kann, wenn man sich auf ihn einlässt. Für Zuschauer, die nach dem Ende des Filmes, nicht mehr nachdenken wollen, ist dieser Film nicht zu empfehlen. Avantgarde und Kino gehen hier Hand in Hand. 2001 Odyssey im Weltraum ist kein Popcornkino und auch kein gemütlicher Samstagabendfilm. Er ist ein Klassiker, den jeder Filmfreund gesehen haben muss.Scienefiction Fans sei gesagt, dass die Handlung zwar im Weltraum spielt, dennoch ist das Setting nur eingebettet in das große Gesamtbild. Einen vergleichbaren Film gibt es bis heute nicht.
Story mit 4
Bildqualität mit 3
Tonqualität mit 3
Extras mit 4
Player:
Panasonic DMP-BD45
Darstellung:
Samsung LE-40A559 (LCD 40")
gefällt mir
3
bewertet am 24.12.2012 um 08:03
#130
Ich habe lange gezögert mir diesen, mir bestens bekannten, 'Film auf BD zuzulegen, weil ich Warner nicht bei deren Schlamperei im Tonbereich unterstüzen möchte.
So ist es leider auch hier - die deutsche DD Fassung hängt mal wieder meterlang hinter der englischen PCM Fassung nach... Warum liebe Warners könnt ihr nicht mal Liebe zur BD walten lassen und auch im Ton vernünftige SyncroSpuren machen? Beim Herrn der Ringe geht das doch auch...ok,ok, da ist mehr Umsatzvolumen...

Der Ton:
geht, ist aber nicht berauschend in der deutschen Version. Wer kann sollte das englische Original hören.

Der Film:
genug über die Company gemeckert - hier muss mal ein großes Lob her!
Ein wirklich hervorragend (im Wortsinn!) gelungener Transfer auf BD. Wie Kino!
Wenn man nicht sehen würde, daß mit Modellen gerabeitet wurde (was ja durchaus Charme hat) und nicht wie heutzutage im Computer animiert wird, hätte der Streifen auch im 21. Jahrhundert gedreht sein können.
Da Kubrick viel Wert auf die Bilder legt wäre ein schlechterer Transfer aber auch Verrat an der Sache gewesen.

Die Story:
Bildgewaltig

Die Extras:
schon interessant, einfach mal ein paar Dekaden zurückschauen zu können. Man bedenke: der Film ist gedreht worden bevor der erste Mensch auf dem Mond war.

Fazit:
trotz unbefriedigendem Ton ein muss in der Sammlung.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 2
Extras mit 4
Player:
Philips BDP3200
Darstellung:
Acer
gefällt mir
1
bewertet am 30.11.2012 um 05:40
#129
Das muss man gesehen haben um es zu glauben! Wenn man bedenkt dass der Film von 1968 ist und sieht was die hier an Bild-Qualität rausgeholt haben, ist das echt der Wahnsinn!
Der Film selbt ist für die einen langweilig, für die anderen Faszination pur. Und wenn man ihn auf BR zum erstmal wieder schaut, ist das gleich nochmal ein ganz neues Filmerlebnis. Zurücklehnen und staunen und genießen.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Samsung BD-E5300
Darstellung:
Samsung UE-37ES5700
gefällt mir
1
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148 Bewertung(en) mit ø 4,02 Punkten
 
STORY
4.1
 
BILDQUALITäT
4.5
 
TONQUALITäT
3.8
 
EXTRAS
3.7

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