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Das Testament des Dr. Mabuse Blu-ray

Original Filmtitel: Das Testament des Dr. Mabuse

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Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.19:1)
Schwarzweißfilm:
Schwarzweißfilm
Video-Codec:
Spieldauer:
121 Minuten
Veröffentlichung:
29.10.2021
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STORY
10
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Filmemacher Fritz Lang zählt unbestritten zu den größten Genies aus den Anfangstagen des Kinos. Meisterwerke wie „Die Nibelungen“, „Metropolis“ und „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ gehen auf das Konto des gebürtigen Wieners. Doch er ist auch für einen der bekanntesten und gefürchtetsten Verbrecher der Filmgeschichte verantwortlich, den gefürchteten Doktor Mabuse. In vier Filmen ließ Lang das verbrecherische Genie auf die Menschheit los. Nun bringt Atlas Film den ersten Tonfilm mit dem hypnotischen Superhirn als Standard-Blu-ray Disc auf den Markt, nachdem der Titel zuvor bereits in Form eines Mediabooks veröffentlich wurde. Was der Film zu bieten hat und wie sich die technische Seite der Blu-ray Disc schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Superbösewicht Dr. Mabuse (Rudolf Klein-Rogge) befindet sich in der Irrenanstalt von Prof. Baum (Oscar Beregi), allerdings ist er – trotz Inhaftierung – nach wie vor gefährlich. Wie in Trance beginnt er Verbrechen auf Papier zu schreiben, die sich dann zum Schrecken von Inspektor Lohmann (Otto Wernicke) auch tatsächlich exakt so ereignen. Hat das kriminelle Genie einen Weg gefunden, durch die Zellenwände hindurch seine Opfer zu manipulieren? Es hat zumindest den Anschein. Doch als Dr. Mabuse stirbt, und die Verbrechen dennoch weitergehen, steht auch der geniale Kriminologe vor einem unlösbaren Rätsel… Mit „Das Testament des Dr. Mabuse“, seinem zweitem Tonfilm nach dem phänomenalen Meisterwerk „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ legte Lang die Fortsetzung seines Stummfilm-Zweiteilers „Doktor Mabus – Der Spieler“ nach, und hob das kriminelle Genie damit endgültig auf das Podest der legendärsten Filmbösewichte aller Zeiten. In der Rolle des manipulativen und gerissenen Doktor Mabuse trat erneut Rudolf Klein-Rogge in Erscheinung, und auch wenn er sich primär darauf beschränkt im Bett zu sitzen, flößt der Charakter dem Zuschauer eine Furcht ein, wie es heutige Filmbösewichte kaum noch vermögen. Als Gegenspieler trat Otto Wernicke auf, der seine Rolle des Inspektor Lohmann, welche er bereits zuvor in „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ verkörperte, wieder aufnahm, und all seine beliebten Marotten weiterführte. Als dritter im Bunde agiert Oscar Berengi als Psychiater Dr. Baum, dessen Undurchsichtiges Spiel erst nach und nach offenbart wird. Aber: Was macht diesen Film, der inzwischen fast 90 Jahre auf dem Buckel hat, auch für heutige Zuschauer noch sehenswert? Zum einen ist es die Darstellung der Polizei und ihrer Ermittlungen, die – anders als in vielen ähnlichen Titeln dieser Zeit – eben nichts dem berühmten „Kommissar Zufall“ überlässt, oder an den Haaren herbeigezogene Beweise ins Feld führt, sondern stattdessen mit (zugegebene zeitgenössischer) CSI-mäßiger Ermittlungsarbeit zum Ergebnis kommt. Otto Wernicke ist dabei als barscher, aber cleverer Inspektor ideal besetzt. Zum anderen ist es die Schnitt- und Kameratechnik, die damals wegweisend war, und auch heute noch sehenswert ist. Legendär ist zum Beispiel auch die finale Verfolgungsjagd, die man einfach gesehen haben muss um sie zu glauben.
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Die Ganoven hingegen, die zum einen arg klischeehaft und zum anderen teilweise typisch-tollpatschig sind, regen hie und da eher zum Schmunzeln ein. Vor allem wenn man einen recht jungen Theo Lingen dabei sieht, wie er über Sinn und Zweck seiner „Arbeit“ nachdenkt, während er mit zwei Würsten kämpft, die einfach nicht im Topf bleiben wollen, dann hat das schon ein wenig von dem Charme, den man auch in späteren Filmen von etwa Kurt Hoffmann wiederfindet. Last But Not Least wäre da natürlich auch noch die Veröffentlichungsgeschichte des Films, denn es dürfte ja inzwischen allgemein bekannt sein, dass man dem Film Anti-Nazi-Propaganda unterstellte, zumal Joseph Göbbels den Film verbieten ließ, obwohl er ihn gut fand. All diese Punkte sollen an dieser Stelle aber nicht angesprochen werden, da sie zum einen ein Stückweit spekulativ und zum anderen nichts über die Qualität des Films aussagen. Und diese ist – gelinde gesagt – meisterhaft, und auch wenn „Das Testament des Dr. Mabuse“ nicht Fritz Langs bester Film ist, so gehört er doch ganz klar zu den Top-5, und sollte in keiner gut sortierten Filmsammlung fehlen.

Bildqualität

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Das Bild befindet sich im korrekten Ansichtsverhältnis von 1,19:1 auf der Disc, was bedeutet, dass am linken und rechten Bildrand schwarze Balken entstehen. Die Grauabstufungen des feinkörnigen Schwarz-Weiß-Bilds sind sauber und ordentlich. Das gleiche gilt für die Schärfe, die zwar hie und da ein wenig zu wünschen übriglässt, aber das ist nicht auf den Transfer, sondern auf das Ausgangsmaterial zurückzuführen. Dieses wurde gut restauriert und auch wenn sich ab und an Beschädigungen wie Laufspuren und ähnliches (insbesondere am Bildrand) zeigen, darf man hier von einer wunderbaren Arbeit reden, die kaum besser hätte gemacht werden können.

Tonqualität

Akustisch gibt es auch nicht viel auszusetzen, außer dass der Ton mitunter etwas suboptimal abgemischt wurde, wodurch die Lautstärke ein wenig schwankt, was insbesondere bei Dialogen negativ auffällt. Zudem macht sich in manchen Szenen ein verhältnismäßig lautes Hintergrundrauschen bemerkbar, welches zwar nicht wirklich stört, aber dennoch auffällig ist. Wenn man allerdings bedenkt, dass es sich hierbei um eine rund 90-jahre alte Aufnahme handelt, sollte man das ganze vielleicht ein wenig relativieren.

Ausstattung

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Leider enthält die Blu-ray Disc neben dem Hauptfilm nur noch eine Handvoll Hinweisen auf andere Titel des Publishers – allerdings keine Trailer, sondern lediglich Coverabbildungen. Schade, denn hier hätte man mit Sicherheit das eine oder andere Extra, entweder über den Film, oder über den Regisseur, die Restaurationsarbeit oder, oder, oder finden lassen. Zumindest liegt dem Keep Case (welches über ein FSK-freies Wendecover verfügt) noch ein informatives Booklet bei, wofür wir an dieser Stelle einen Bonuspunkt vergeben.

Fazit

Technisch und inhaltlich entspricht die Veröffentlichung dem vor einiger Zeit herausgegebenen Mediabook, so dass all jene, die keines bekommen haben (oder sich lieber Keep Cases in den Schrank stellen) voll auf ihre Kosten kommen. Lediglich die im Mediabook enthaltene DVD fehlt hier, aber das ist wohl leicht zu verschmerzen. Bild und Ton sind dem alter entsprechend hervorragend ausgefallen, so dass Fans vollends zufrieden sein dürften. Der Film selbst ist ein cineastisches Meisterwerk, das seinerseits für Furore sorgte und auch heute noch zu unterhalten versteht. Freunde des klassischen Thrillers kommen ebenso auf ihre Kosten wie Gruselfreunde, und jeder, der eine Cineastische Ader besitzt, dürfte um eine Anschaffung kaum herumkommen. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 29.10.2021

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