Der schmale Grat Blu-ray

Original Filmtitel: The Thin Red Line (1998)

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Verkauf:
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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Polnisch DD 5.1
Thailändisch DD 5.1
Türkisch DD 2.0
Ungarisch DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (traditionell), Chinesisch (vereinfacht), Griechisch, Hebräisch, Isländisch, Koreanisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Slowenisch, Thailändisch, Türkisch, Ungarisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
171 Minuten
Veröffentlichung:
03.05.2013
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Blu-ray Bewertungen

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bewertet am 05.10.2020 um 14:43
#5
Der schmale Grat ist einer der Antikriegsfilme die schonungslos das Grauen und die Sinnlosigkeit jedes Krieges aufzeigen. Im Krieg gibt es keine Gewinner, niemals, es gibt immer nur Verlierer, egal wie sehr man sich auch bemühen mag. Befehl und Gehorsam, Ehre und Vaterland, Rache und Vergeltung prägen einen Krieg und jeden der sich darin befindet wird zermalmd körperlich oder selig, hier kommt niemand unversehrt wieder raus und braucht oftmals den Rest seines Lebens um die Geschehnisse zu verarbeiten.

Der schmale Grat zeigt diesen Wahnsinn in unerbittlichen Bildern und einem perfekt dazu komponierten Score von Hans Zimmer, denen sich kein Zuschauer auch nur im Ansatz entziehen kann. Man bekommt hier keinen reißerischen Krachbumm Kriegsfilm gezeigt, sondern einen Film der auf wahren Begebenheiten des Buchautors James Jones beruht und einiger Kriegsereignisse auf einer strategischen japanischen Insel.

1942 im Pazifik. Die US Marine braucht Unterstützung im zweiten Weltkrieg von einer US-Schützenkompanie, der C-Kompanie. Diese landet auf der Insel Guadalcanal, dort haben sich Japanische Truppen auf einem 210 m hohen Hügel verschanzt und kontrollieren so den gesamten Pazifik um die Insel herum. Um ungehindert agieren zu können ist es somit unbedingt notwendig diese Anhöhe einzunehmen.

Was zunächst relativ einfach zu sein scheint, erweist sich als schwieriger als geplant und im Sperrfeuer der Japaner sterben Welle auf Welle die Gis. Cpt. Staros (Elias Koteas), will dem Gemetzel ein Ende bereiten und verweigert einen Befehl für einen Frontalagriff des Karriersüchtigen Col. Tall (Nick Nolte). Col. Tall fühlt sich seit Jahren übergangen und wittert in dem Angriff seine große Chance zum Kriegsheld zu werden, dafür ist er bereit einen hohen Blutzoll zu zahlen.
Der Film ist sehr realistisch inszeniert, dadurch bekommt der Zuschauer eine Ahnung von der Dramatik die einem solchen Ereignis innewohnt. Jeder Soldat muss in jedem Moment damit rechnen von diesen unsichtbaren Gegner zerfetzt zu werden. Man nimmt als Zuschauer Teil an der Angst jedes einzelnen, die in Monologen über den Sinn und Unsinn des Krieges philosophieren, die von dem karrieregierigen Colonel in den Tod getrieben werden nur um sein persönliches Ziel zu erreichen.
alt textAber ganz so einfach ist das natürlich nicht. Sicher, kein Captain möchte seine Mannschaft in den sicheren Tod schicken, nur wie kommt man aus diesem Dilemma als Soldat raus, er zeigt auf mit welchen inneren Widersprüchen die Soldaten zu kämpfen haben. Jeder Krieg fordert Opfer, wie viele Opfer ist man bereit zu bringen. Wieviele Menschenleben ist ein "Sieg" wert.? Ist man überhaupt bereit Opfer zu bringen?

Malick erzählt den Zuschauer eine sehr facettenreiche Geschichte die fern jeder Effekthascherei die Frage vom Wert des Individuums im Krieg, vom Zusammenhalten, von Sinn und Unsinn unmenschlicher Angriffsbefehle schonungslos offenlegt.

Die Monologe aus dem Off sowie die Dialoge sind ein wichtiger Teil des Films, die man konzentriert beobachten muss um alle Aussagen des Filmes erfassen zu können. Teilweise erfolgen abrupt Rückblenden ins private einzelner Soldaten, die Entfremdung mit seinen Liebsten die hilflos zu Hause sitzen während sie ständig damit rechnen müssen eine Todesnachricht zu erhalten treibt sie in die Arme eines Tröster, der dann evtl. auch wiederrum in den Krieg entsandt wird und so dreht sich das Rad des Kriegswahnsinns immer weiter. Jedoch letztendlich kann und will der Film diesen Konflikt nicht auflösen und nicht beantworten. Er lässt uns am Ende mit unseren eigenen Gedanken über den Wahnsinn des Krieges Mann gegen Mann zurück.


Heute werden im Regelfall Kriege anders ausgetragen. Der Schützengraben hat weitesgehend ausgedient. Es gibt Drohnen und satellitenüberwachte Drohnenangriffe die mit chirurgischer Präzision den Gegner zu eliminieren verstehen. Somit ist "Der schmale Grat" sozusagen ein Relikt aus einer anderen Zeit und bietet eigentlich keinen besonderen Fingerzeig mehr, denn die Kriegsstruktur gibt es im wesentlichen so fast nicht mehr und wenn, dann ist sie ein kleiner Teil einer vorbereiteten Gesamtoperation.

Dennoch ist "Der schmale Grat" ein Film, den jeder gesehen haben sollte, zeigt er uns doch eindrücklich die Fratze der Unmenschlichkeit eines unmenschlichen sinnlosen Kampf um die Teritorialmacht eines kleinen Einod im Pazifik. Heute wäre das Thema schnell ohne Menscheneinsatz erledigt.

Ton:
Alles das wird mit einem grandiosen sich jedoch hier einmal nicht in den Vordergrund spielenden Score von Hans Zimmer untermalt, der nicht umsonst eine Oscarnominierung erhalten hatte. Der Film verläuft längere Zeit eher tonal beschaulich und der Score dringt nur ganz sanft ans Ohr des Zuschauers, dafür aber um so intensiver bzw. immersiv möchte man doch jedes Terz bzw. Quinte des Score in sich wirken lassen. Später wird der Score etwas lauter und intensiver, bleibt aber dennoch immer eher vornehm im Hintergrund, begleitet das gesehene aber formidabel. Terry wie Hans den Regisseur liebevoll nennt ist hierfür förmlich bei Hans eingezogen um den zum Film perfekt passenden Score zu finden.

Die Surroundeffekte sind sehr realistisch nicht reißerisch übertrieben wie so oft "fordern" aber dennoch jeden meiner Lautsprecher, hierbei werden neben dem sehr realistische Gefechtsfeuer auch jedes kleine Umgebungsgeräusch wahrnehmbar. Man bewegt sich quasi mit durch die hohen Gräser im Unterschlupf und sitzt neben den Gardisten.

Terry wolkte bewusst kein zelebriert kein Effektfeuerwerk, das einem oft in Kriegsfilmen mit Ohrenbetäubendem Lärm die Sinne raubt. Hier bewegt sich der Ton eher auf leisen Sohlen und bricht nur kurz und heftig einmal aus.
Das Gegenstück hierzu ist Dunkirk, hier darf Hans Zimmer aus dem soundtechnischen vollen schöpfen.

Bild:
Das Bild ist in weiten Teilen sehr scharf und weist eine sehr gute Bilddynamik auf. Es gibt aber auch einige Fokusfehler, die auf der großen Leinwand.besonders auffallen. Die Farben wirken bewusst ein Spur entsättigt sind aber kräftig genug um realistisch zu wirken, hierdurch kommen die Geschehnisse fast dokumentarischen beim Zuschauer an. Das Bild hat einen hohen Kontrast der es sehr plastisch erscheinen lässt. Der Schwarzwert ist zudem sehr gut und zeigt sehr viel Durchzeichnung auch in dunklen Bildteilen. Hierdurch wird der Zuschauer noch mehr Teil der Szenerie.


Ansichtssache:


Film: 5 von 5 ( da er sich nicht in den Vordergrund spielt)

Bild: 4,5 von 5 ( weil es einfach gut ist)

Ton: 5 von 5 ( weil er sich auch zurücknehmen kann in den richtigen Momenten.)

Fazit:
Der schmale Grat kam zusammen mit dem Soldat James Ryan in die Kinos. Trotz zahlreicher Oscarnominierungen konnte der Film keinen der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen. Der Soldat James Ryan dagegen bekam gleich 5 Oscars. Sicher hat der Soldat James Ryan bestimmt auch jeden dieser Oscars verdient. Es ist einfach Pech das zur gleichen Zeit direkt zwei sensationelle Antikriegsfilme um die Gunst der Juroren buhlen mussten. Das Publikum hat dem Film mit seiner guten Quote gezeigt, das auch ohne einen fulminanten Hauptdarsteller ein Film funktionieren kann. Trotz des auch hier prominent besetzten Films, indem die prominentesten Akteure kleinere Nebenrollen übernommen haben, kommt es darauf auch gar nicht an. Hier steht nicht das Individium im Vordergrund sondern das Zusammenspiel der Akteure ist hier der Protagonist, wenn man das an dieser Stelle überhaupt sagen kann. Nicht das Einzelschicksal ist hier hervorzuheben, sondern der Erfolg der gesamten Kompanie gegen einen perfekt positionierten Gegner. Der Tod des einzelnen wird dem Gesamterfolg der Mission untergeordnet, die unter keinen Umständen scheitern darf, denn die Insel war im zweiten Weltkrieg für die Amerikaner strategisch enorm wichtig. Um das zu erreichen werden den Soldaten Verdienst Medailen und höchste Auszeichnungen versprochen um sie gefügig zu machen und um die unabdingbaren Opfer somit billigend in Kauf nehmen zu können.
Hans Zimmer hat zudem mit seinem sehr intensiven Score besonders dazu beigetragen, das der Film immer die innere Balance behält und so trotz meistens eher im Hintergrund stehender Klangsphären die momentane Stimmung schonungslos offengelegt. Nicht umsonst war der Ton von Hans Zimmer oscarnominiert.
Der schmale Grat ist trotz desc Alters von schon 22 Jahren immer noch aktuell in seiner Antikriegsaussage. Es ist zudem kein Film, den man mal Abends so in den Player schiebt um sich berieseln zu lassen. Es ist ein Film, der volle Konzentration erfordert und auf den man sich einlassen können muss. Hier scheint jeder seine eigene Schlacht zu kämpfen, jedoch nur zusammen können sie überleben.
Es ist ein Film mit melancholichem Antikriegstiefgang, der hauptsächlich zwischen den sogenannten Zeilen seine Stärke offenbart und somit ein Kleinodmeisterwerk geworden ist.
Für Fans von Apocalypse Now oder ähnlichen Filmen ein Must See auch noch heute. Wer eher nur unterhalten werden will und ein Kriegsactionbombast sehen möchte, sollte sich was anderes suchen oder aber einmal unbedingt über seinen persönlichen Tellerrand schauen.
Story mit 5
Bildqualität mit 4
Tonqualität mit 5
Extras mit 3
Player:
Sony S790/X800/X700 4K
Darstellung:
Optoma HD33/83
gefällt mir
1
bewertet am 17.05.2020 um 18:50
#4
Mit The Thin Red Line habe ich jetzt meinen ersten Terrence Malick Film gesehen.
Seine stolze Laufzeit von 171 Minuten hatte mich bisher lange abgeschreckt und mir war bewusst,weshalb Malicks Werke oft so stark polarisieren.
Nun,wo ich ihn gesehen habe, bin ich echt stark hin- und hergerissen,wie ich den Film jetzt eigentlich fand.
Die Erzählweise ist ganz sicher nichts für jedermann.Durch den Film ziehen sich viele poetische Monologe einzelner Charaktere,die malerische Aufnahmen untermalen.Auch wenn ich es stellenweise echt stark inszeniert fand,fühlte es sich nach dem zehnten Monolog aber auch langatmig an.Die fast drei Stunden vergehen nicht wie im Flug.Man springt vom Kriegsgeschehen in den nächsten bedeutungsschwangeren Monolog rein.Der Cast hat einige große Namen dabei,wobei hier keiner im Mittelpunkt steht.Mal sieht man den einen Soldaten,mal den anderen und mal alle zusammen.Auch wenn die Gefechtsszenen gut gemacht sind,steht die Action absolut nicht im Vordergrund.Viel mehr steht der Kontrast zwischen Kriegsgeschehen und der wunderschönen Natur im Mittelpunkt.Die einzigartigen Bilder profitieren noch zusätzlich von einem viel zu wenig erwähnten Soundtrack von Hans Zimmer.
Wie mir dieser Film mal wieder gezeigt hat,ist mir eine klare Narrative doch sehr wichtig.Ich verstehe die 5-Sterne-Wertungen durchaus,kann mich aber nicht ganz anschließen.Bilder,Atmosphär e,Inszenierung usw. sehe ich durchaus auf diesem Niveau.
Als Gesamtpaket hat mich der Film aber nicht so sehr abgeholt wie andere Anti-Kriegsfilme.
Ich empfehle dem Film mal eine Chance zu geben und dann selber zu entscheiden,ob einem die Erzählweise von Malick gut unterhält oder doch eher langweilt.
Ich gebe Der Schmale Grat (The Thin Red Line) 3,5 Punkte.
Story mit 4
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Sony UBP-X700
Darstellung:
Samsung Q70R
gefällt mir
0
bewertet am 28.05.2014 um 20:14
#3
Der schmale Grat ist für mich einer der besten Kriegsfilme, die es gibt. Er behandelt die Schlacht zwischen Japan und den USA um die Insel Guadalcanal, die sich 1942 während dem 2. Weltkrieg zugetragen hat. Neben der Klasse Story ist der Film zudem auch erstklassig besetzt und liefert mit seinen knapp 3 Stunden auch eine Menge Stoff.
Das Bild ist absolut Brillant, hier gibts nichts zu Meckern. Der Ton ist ebenfalls Top, wenn auch nicht ganz auf dem absoluten Höchstniveau.
Die Extras bewegen sich in der Summe aus Masse und Klasse im normalen Bereich.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Yamaha BD-S673
Darstellung:
Samsung UE-55F7090 (LCD 55")
gefällt mir
0
bewertet am 28.09.2013 um 18:34
#2
Ton: sehr gut
Bild: sehr gut
Extras: kein Wendecover
Story: eine weltklasse Story über den krieg auf einer insel zwischen Japan und Amerika ich kann einfach nur sagen ein wahsinns Film den man haben muss fast in der Sammlung !! :)
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 5
Extras mit 3
Player:
Darstellung:
Panasonic
gefällt mir
0
Abe
bewertet am 05.09.2013 um 17:25
#1
Über den Film muss man nicht mehr viel sagen, einfach nur ein meisterwerk.
ich hätte mir gewünscht, das alle dvd-extras den weg auf die blu ray gefunden hätten (den soundtrack) ansonsten sind die extras solide, das Bild sehr gut und der Ton brauchbar.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Sony PlayStation 3
Darstellung:
Samsung UE-40D6200 (LCD 40")
gefällt mir
0
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5 Bewertung(en) mit ø 4,25 Punkten
 
STORY
4.8
 
BILDQUALITäT
4.8
 
TONQUALITäT
4.4
 
EXTRAS
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