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Der Gott des Gemetzels Blu-ray

Original Filmtitel: Carnage

Gott-des-Gemetzels.jpg
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD HR 5.0
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Englisch DTS-HD HR 5.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
80 Minuten
Veröffentlichung:
10.05.2012
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STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Das französischsprachige Theaterstück Le dieu du carnage aus dem Jahre 2006 entwickelte sich schnell zu einem der weltweit am häufigsten aufgeführten Theaterstücke und schaffte es unter dem Titel The God of Carnage schnell in die Theater des Broadways. Es war deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Regisseur findet, der sich dem Stoff annimmt. 2011 war es dann so weit, die Filmumsetzung Gott des Gemetzels von Roman Polansiki fand mit einer Starbesetzung (u.a. Kate Winslet, Jodie Foster und Christopher Waltz) den Weg in die Kinos und ist mittlerweile auch auf Blu-ray Disc erhältlich.

Story

Ein Streit unter Kindern endet damit, dass ein Junge dem anderen mit einem Stock einen Zahn ausschlägt. Wenig später treffen sich die Eltern des „Opfers“, Penelope (J. Foster) und Michael Longstreet (J. C. Reilly) in ihrer Wohnung mit den Eltern des „Täters“, Nancy (K. Winslet) und Alan Cowan (C. Walz). Eigentlich wollen die beiden Paare das scheinbar einfache Thema schnell abhaken und die Cowans wollen direkt wieder gehen, bleiben dann durch eine Verkettung von Umständen aber doch für einen Kaffe zu Besuch. Während der Anwalt Alen immer wieder durch geschäftliche Anrufe abgelenkt wird, möchte die idealistische Penelope erreichen, dass der Cowen-Junge sich für seine Tat entschuldigt. Die Situation spitzt sich immer weiter zu, bis es zu einem verbalen Gemetzel kommt… Man merkt Polanskis Film zu jedem Zeitpunkt an, dass er auf einem Theaterstück basiert und über weite Strecken fühlt sich Gott des Gemetzels dann auch mehr wie ein Theaterstück denn wie ein „richtiger“ Film an. Die Handlung spielt in einer einzigen Wohnung (+ der Flur und zwei Szenen im Park) und es treten gerade einmal vier Charaktere mit Sprechrollen auf, die Handlung findet in Echtzeit statt. Der Fokus liegt bei dem Film als ganz klar und eindeutig auf den (geschliffen und äußerst geistreichen) Dialogen, welche unterschwellig trotz des anhaltenden Versuchs, die höflichen Umgangsformen zu wahren, die Abneigung deutlich macht, welche die beiden Paare gegenseitig füreinander empfinden. Trotz der nicht zu verleugnenden Herkunft aus dem Theater nutzt Polanski geschickt die Möglichkeiten des Mediums Films, setzt er doch sehr bewusst Nahaufnahmen der Schauspieler ein, um die Emotionen deutlich einfangen zu können und die ganze absurde Situation noch absurder scheinen zu lassen. Der Zuschauer spürt förmlich, dass die kritische Situation sich zwangsläufig zuspitzen muss, und so kommt es dann auch: Im Verlaufe des Films wird die Sprache zwischen den vier höchst unterschiedlichen Charakteren deutlicher, die Gräben werden tiefer und die Fronten bei Bedarf auch schon mal gewechselt. Natürlich lebt so ein charakterzentrierter Film von den Schauspielern, die das Geschehen zum Zuschauer transportierten müssen, und hier hat Polanski beim Casting ganze Arbeit geleistet: Das Schauspielquartett gehört zu den besten Darstellern ihrer Generation und es ist eine Freude, den Vier hier bei der Arbeit zuzusehen. Besonders beeindruckend ist die Performance von Jodie Foster, die das fast unmögliche Kunststück schafft, den eigentlich kaum zu ertragenden Gutmenschen Penelope gleichzeitig Glaubwürdig und Verletzlich darzustellen. Noch großartiger ist allerdings die Performance von Christoph Waltz, der als zynischer und erfolgsgeiler Anwalt (der erst gar keinen Hehl daraus macht, wie wenig ihn dieser „Familienkram interessiert“, sich dann aber an der eskalierenden Situation beinahe erfreut), den anderen Darstellern in einigen Szenen regelrecht die Show stiehlt und auch mit Abstand am meisten Lacher auf sich verbuchen kann. Hart an der Grenze zum Overacting (in ein, zwei Szenen überschreitet sie die Grenze leider) bewegt sich hingegen Kate Winslet, die weniger subtil und nuanciert spielt als Kollegin Foster, aber dennoch überzeugt. John C. Reilly ist hervorragend wie (fast) immer und es ist eine Freude ihm zuzusehen, wie sein zunächst vernünftig wirkender Charakter Michael mehr und mehr alle Hemmungen fallen lässt und er zum regelrechten Ekelpaket wird. Trotz der im Grunde sehr ernsten und sozialkritischen Thematik ist Gott des Gemetzels in Summe mehr eine Komödie denn ein Drama, wobei auch die Bezeichnung „Satire“ nicht völlig deplatziert ist. Zu lachen gibt es jedenfalls reichlich, die Pointen sitzen und der Film ist mit 80 Minuten angenehm kurz, so dass er sich trotz ein paar inhaltlichen Wiederholungen (z.B. der mehrfach versuchte Aufbruch der Gäste) nicht unangenehm zieht. Das Ende ist etwas abrupt, macht aber ebenso wie der im ersten Moment seltsam anmutende und möglicherweise irreführende Titel (im Grunde ist das, was die vier „Erwachsenen“ hier abliefern, sehr wohl das titelgebende „Gemetzel“) durchaus Sinn.

Bildqualität

  • AVC-Codiertes Bild mit einer Auflösung von 1920x1080p; Ansichtsverhältnis 2,34:1
  • generell hervorragende Bildqualität mit sehr guter Schärfe und brillanter Detailzeichnung in den Nahaufnahmen (der Fokus liegt oftmals direkt auf den Schauspielern, sodass Hintergründe gewollt verschwimmen)
  • hervorragende Farbgestaltung mit gesättigten und sehr natürlichen Farben sowie perfektem Schwarzwert
  • leichtes, niemals störendes Filmkorn sorgt für einen filmischen Look
  • keine Bildfehler und keine Kompressionsprobleme
Der Gott des Gemetzels sieht auf Blu-ray phantastisch aus und verfügt über ein Bild nahe der Referenzklasse mit hervorragender Schärfe und toller Farbgebung.

Tonqualität

  • deutsche und englische Tonspur im 5.0 DTS-HD MA Format (in vergleichbarer Qualität)
  • wenig Musik und recht wenige, aber dafür sehr präzise Surround-Effekte
  • generell dialogorientierter Film ohne hohe Dynamik
  • durchgehend perfekte Dialogwiedergabe
  • mangels Tieffrequenzkanal kann der Subwoofer ausgeschaltet bleiben (der Film bietet aber auch keine Gelegenheit für einen Basseinsatz)
Die front- bzw. centerlastige Tonspur ist der Machart des Films geschuldet, da dieser großen Wert auf seine Dialogwiedergabe legt. Qualitativ ist die wenig spektakuläre HD-Tonspur dennoch ausgesprochen gut.

Ausstattung

  • insgesamt 30 Minuten Interviews mit den vier Hauptdarstellern in HD. Die Interviews sind nicht uninteressant, aber etwas trocken
  • Kinotrailer und „Schauspielerinformation“, wobei es sich dabei um eine simple Aufzählung der wichtigsten Filme handelt.
  • Hörfilmfassung für hörgeschädigte
Die Ausstattung ist enttäuschend und kaum der Rede wert, es gibt weder ein Making-Of, noch einen Audiokommentar. Immerhin liegen die wenigen Extras in HD vor.

Fazit

Im Bezug auf die visuellen Qualitäten ist Gott des Gemetzels hervorragend auf Blu-ray umgesetzt, das tolle Bild ist nahe an der Referenzwertung. Die ruhige, dem Film angemessene HD-Audiospur konzentriert sich auf den Center-Kanal und verfügt gar nicht erst über einen Tiefbasskanal, der hier aber auch nicht nötig ist. Die Ausstattung ist allerdings ziemlich mager und passt deshalb nicht ganz zu dem technisch eigentlich sehr guten Gesamteindruck. Wer bei dem Gedanke, sich ein Theaterstück am Fernsehen anzuschauen, nicht in nackte Panik verfällt, sollte unbedingt einen Blick auf Der Gott des Gemetzels werfen: Der Film ist großes Schauspielkino mit geschliffen Dialogen und gut sitzenden Pointen. Auch wenn der Besuch im Theater möglicherweise (noch) einen Tick lohnenswerter sein mag, holt Polanski sehr viel aus der Vorlage raus und sorgt für kurzweilige, durchweg vergnügliche 80 Minuten. (jos)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

Beamer: Epson TW 9000 3D-Beamer Blu-ray Player: Sony Playstation 3/Panasonic BDT110EG 3D AV-Receiver: Onkyo 608 Boxensystem: Teufel System 5 THX Select 7.2-Konfiguration
geschrieben am 22.05.2012

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21 Bewertung(en) mit ø 3,83 Punkten
 
STORY
4.6
 
BILDQUALITäT
4.2
 
TONQUALITäT
3.8
 
EXTRAS
2.7

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