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Miami Vice Blu-ray

Original Filmtitel: Miami Vice

Miami-Vice.jpg
MARKTPLATZ
Verkauf:
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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS 5.1
Italienisch DTS 5.1
Spanisch DTS 5.1
Japanisch DTS 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Koreanisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Niederländisch, Portugiesisch, Chinesisch (traditionell)
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
132 Minuten
Veröffentlichung:
23.10.2008
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STORY
9
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
7
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Michael Mann gilt unter Actionfilm-Enthusiasten als feste Größe. Mit Titeln wie "Heat" und "Collateral" schuf er zwei außergewöhnliche und von der Kritik mit viel Lob bedachte Thriller. Umso erfreulicher war dann die Meldung, dass Mann auf dem Regiestuhl für "Miami Vice" Platz nahm. Wer also erwartet hatte, dass bei der Kinoversion nur einen Abklatsch der gleichnamigen und lauwarmen "Beach-Boy-Serie" um die beiden Cops "Sonny" und "Tubbs" herauskommen würde, sah sich getäuscht. Erfreulicherweise schlug der Regisseur neue Wege ein und schuf einen ideal besetzten, harten und vor allem realistischen Undercover-Thriller. Eben einen richtigen "Mann-Film". Nur Nostalgiker werden wohl dem Soft-Image der Serie nachweinen und sich ihre Krokodilstränen mit ihren schrillen und quietschbunten Hawaii-Hemden trocknen. Da das Studio Universal lange Zeit exklusiv dem HD DVD Lager angehörte, kamen zuerst auch nur HD DVD Fans in den Genuss der HD-Auswertung dieses Films, wenn auch mit starken Abstrichen bei der Qualität. Besonders die magere Bonusausstattung und die schlechte Bildqualität wurden damals bemängelt. Nun sind wir also gespannt, wie Universal sein Blu-ray Debüt abgibt und ob aus den Fehlern der HD DVD Auswertung gelernt wurde.

Story

James „Sonny” Crocket (Colin Farrell) und Ricardo Tubbs (Oscar-Preisträger Jamie Foxx), zwei Cops des MVPS (Miami Vice Police Squad) werden mitten bei einem Einsatz von einem ihrer verdeckten Informanten per Funktelefon darüber informiert, dass dessen Tarnung aufgeflogen sei. Monate zuvor hatten sie ihn für einen geheimen Einsatz an das FBI abgestellt. Durch eine undichte Stelle müssen Informationen durchgesickert sein, die nun zu katastrophalen Folgen führen, denn kurz darauf sterben mehrere FBI-Agenten im Kugelhagel. Sonny und Tubbs übernehmen daraufhin diesen Fall und lassen sich als Undercover-Agenten in das Kartell des Drogenbarons Jesús Montoya (Luis Tosar) einschleusen, immer in dem Wissen, die Feinde auch im eigenen Lager sitzen zu haben. Aus dieser Grundkonstellation heraus, schafft Michael Mann einen knallharten Undercover-Thriller, der weniger durch überraschende Wendungen, als durch einen weit gefassten Spannungsbogen punkten kann. Besonders bei der Auswahl der Schauspieler hat er dabei ein glückliches Händchen bewiesen. Bis in die kleinste Nebenrolle können die Darsteller überzeugen. Vor allem Luis Tosar, als abgebrühter und nie aus der Ruhe zu bringender Drogenboss, kann mit einer wahnsinnigen und angsteinflößenden Ausstrahlung glänzen. Die einzelnen Charaktere sind überdurchschnittlich gelungen und glaubhaft, was vor allem dem starken Drehbuch des Regisseurs zu verdanken ist. Da passt einfach alles. Die Dramaturgie ist perfekt abgestimmt. Lediglich der Liebesbeziehung zwischen Sonny und Isabella (Gong Li), der Finanzexpertin des Drogenbarons, wird etwas zuviel Platz eingeräumt, wodurch der Film manchmal etwas an Dynamik verliert. Trotzdem kommt nie Langeweile auf, auch wenn die Action-Sequenzen etwas zahlreicher hätten ausfallen können. Durch die markante Kameraarbeit von Oscar-Preisträger Dion Beebe erhält der Film noch dazu einen sehr realistischen Look, welcher ihm aber bei der nun folgenden Bildbewertung leider auch zum Verhängnis wird.

Bildqualität

Wie bereits in "Collateral" setzte Regisseur Mann auch bei "Miami Vice" auf den Einsatz von HD-Handkameras. Was dem Film teilweise zu einem sehr realistischen Look verhilft (manchmal denkt man, dass mit einer Handy-Kamera gefilmt wurde), führt beim HD-verwöhnten Betrachter schnell zum Stirnrunzeln. Das wird gleich zu Beginn in den dunklen Disco- und Nachtszenen deutlich. Starkes Graining, Artefakte, unsaubere Kanten, verwaschene Farben, schlechter Schwarzwert, geringer Kontrast, Halo-Effekte – also so ziemlich alles, was man auf einer Blu-ray nie zu sehen hofft, wird einem hier geboten. Zum Glück ist das aber nicht über die gesamte Länge des Films der Fall. Vielmehr wechseln sich die einzelnen Aufnahmetechniken regelmäßig ab und weisen somit die Bildqualität eindeutig als ein Stilmittel des Regisseurs aus. Universal kann man da keinen Vorwurf machen, da aus so einem Quellmaterial kein besseres Ergebnis erzielt werden kann. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, vor allem bei den stark verrauschten Nachtaufnahmen. Die Bildqualität wird wohl deshalb ab Veröffentlichung der Blu-ray sehr viel Kritik einstecken müssen. Dies wird dem Gesamtwerk aber nicht gerecht, denn gerade die im klassischen Verfahren gedrehten Szenen bieten HD-Feeling nahe am Referenzniveau. Die Farben wirken dabei sehr natürlich, feinste Details werden durch zum Teil sehr gute Schärfewerte plastisch hervorgehoben. Die Panoramaaufnahmen von Florida sind besonders überwältigend, seien es das Meer, die Keys oder das Lichtermeer von Miami bei Nacht. Dabei wird besonders in einigen Szenen der geniale Blick von Regisseur und Kameramann deutlich. Ungewöhnliche Perspektiven und die Kombination von Sonnenuntergangsaufnahmen, Gewitter und Lichteffekten schaffen ganz besondere visuelle und akustische Erfahrungen. Wer so an den Film herangeht, wird auch nicht enttäuscht werden, im Gegenteil. Das VC-1 codierte Bild im Format 2,40:1 und 1080/24p kann dabei mit durchgängig hohen Datenraten punkten. Nur selten werden weniger als 30 Mbps erreicht.

Tonqualität

Bei den Tonformaten bietet Universal leider nur Standardkost und ausnahmslos im DTS-Format an. Lediglich die englische Tonspur ist davon als DTS-HD Master Audio 5.1 verfügbar. Dabei zeigt sich der Ton vor allem sehr frontlastig. Die Dialoge sind sauber und verständlich abgemischt, allerdings vermisst man eine gewisse Weiträumigkeit im Gesamtklangbild. Nur in den Actionsequenzen können vereinzelt Akzente gesetzt werden, diese aber dann besonders eindrucksvoll. Klanglich hervorzuheben ist hierbei vor allem der Shootout am Ende des Films. Bei diesem werden alle Kanäle voll in das Geschehen auf der Leinwand eingebunden und er stellt somit den akustischen Höhepunkt dar. Bereits in "Heat" hatte Michael Mann mit einem Wahnsinns Street-Shootout einen Meilenstein in der Soundchoreographie setzen können. Bei ‚Miami Vice’ ist ihm dies nun ein weiteres Mal in beeindruckender Weise gelungen. Ein Effektgewitter der ganz besonderen Art, das man einfach erlebt haben muss.

Ausstattung

Die HD DVD musste in diesem Testteil heftigste Kritik einstecken, hatten es doch gerade einmal 2 Extras der DVD-Auswertung auf die HD DVD geschafft. Die Blu-ray Gemeinde darf hier leider nur etwas aufatmen. Das Zusatzmaterial ist zwar um einiges umfangreicher als auf dem Konkurrenzformat ausgefallen, allerdings hat sich Universal hier aber auch nicht besonders viel Mühe gegeben. So wurden einfach die Extras der DVD übernommen, aber dafür auch nur im Standard-DVD Format 480p MPEG-2 und, was noch viel schlimmer ist, im Bildformat 4:3. Dies auf einer Blu-ray Disc anzubieten, ist eigentlich eine Frechheit. Universal sollte hier schnellstens nachbessern. Auch vermisst man Blu-ray exklusive Features wie z.B. einen Bild-in-Bild-Kommentar mit Regisseur Michael Mann, welcher mit Sicherheit sehr interessant geworden wäre. Einzig und allein eine Lesezeichenfunktion bietet Universal zusätzlich an, deren praktischen Nutzen man durchaus in Frage stellen kann. Das Universal das auch besser kann, beweist der Hersteller mit der guten Bonus-Ausstattung der Blu-ray Veröffentlichung von "American Gangster". Im stylisch animierten Universal-Standard-Menü (dieses sieht auf allen Universal Blu-rays gleich aus) findet man sich schnell und unkompliziert zurecht. Allerdings hat die Bedienung mit einer gewissen Cursor-Trägheit zu kämpfen. Auch noch erwähnenswert dürfte sein, dass es wieder einmal nur die Kinofassung von "Miami Vice" auf die Disc geschafft hat. Die um ganze 12 Minuten längere Unrated Director’s Edition wird den Kunden hierzulande immer noch vorenthalten. Das ist besonders ärgerlich, da andere Studios zeigen, dass es durchaus möglich ist, zwei Filmfassungen auf einer Blu-ray unterzubringen (z.B. SONY mit Spiderman 2 und Spiderman 2.1).

Fazit

Michael Mann ist unbestritten ein Meister seines Fachs. Dramaturgie, Charakterzeichnung, Soundchoreographie und Kameraarbeit suchen seinesgleichen. Die mitunter unorthodoxe Handhabung von alternativer Kameratechnik birgt einen gewissen Reiz, führt aber gerade im HD-Zeitalter zu mitunter ungewohnt schwachen optischen Ergebnissen. Diese sollten aber Niemanden davon abhalten, sich den überzeugenden Film anzusehen. Universal kann mit einer der ersten Blu-ray Veröffentlichungen leider noch nicht alle hochgesteckten Erwartungen erfüllen, zeigt aber gute Ansätze. Für die Zukunft muss vor allem im Ausstattungsbereich noch Einiges getan werden. Keines der amerikanischen Blu-ray Disc Features wurde übernommen (U-Control: Bild-in-Bild, Technische Spezifikationen der Autos und Boote, GPS-Feature, Biografien, Produktionsfotos). Das ist enttäuschend. Für Fans von harter Actionkost ist Michael Manns Film eine echte Empfehlung wert, wenn auch das Abwarten auf die Veröffentlichung der Unrated Director’s Edition auf Blu-ray Disc durchaus seine Berechtigung hat. (aw)

Kaufempfehlung

 
8 von 10
geschrieben am 08.10.2008

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128 Bewertung(en) mit ø 3,53 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
3.3
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
2.8

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