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Die rechte und die linke Hand des Teufels (Neuauflage) Blu-ray

Original Filmtitel: Lo chiamavano Trinità

Exklusive Produktfotos:
Disc-Informationen
deutsche Kinofassung, Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 / 24 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
114 Minuten
Veröffentlichung:
09.11.2025
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STORY
8
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Auch wenn das legendäre und schlagkräftige Duo Terence Hill und Bud Spencer seinen Anfang in den 1960er Jahren mit einer noch eher ernsten Westerntrilogie von Regisseur und Drehbuchautor Giuseppe Colizzi hatte, erlebten sie ihren Durchbruch mit der Westernkomödie „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ (1970) und deren Fortsetzung „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1971). Nicht nur der mutige Schwenk von Enzo Barboni aka E. B. Clucher, weg von harten Schießereien mit anschließendem Blutbad hin zu weitaus gewitzterem Vorgehen, humorvoller im Ton und mit vier Fäusten die Gegner in die Flucht zu schlagen, sollte sich auszahlen.

„Die rechte und die linke Hand des Teufels“ erlebte seit seinen ersten Heim-Auswertungen eine abenteuerliche Fahrt: während in den 80ern VHS-Kassetten neben schlechter Bildqualität unter willkürlichen Kürzungen und falschem Bildformat leideten, waren die DVDs aus den Häusern ems und 3L in den 2000ern zwar besser, aber immer noch leicht gekürzt – und auch die erste Blu-ray von 2013 hatte mangels eines vernünftigen Ausgangsmaterials eine vergleichsweise mäßige Bildqualität, zusätzliche Szenen aus der italienischen Fassung gab es nur im Extrabereich. Es dauerte bis 2025, ehe über Retrogold auf Basis eines guten HD-Masters der Versuch erfolgte, diesen Klassiker endlich auch in Deutschland ungeschnitten und in bester Qualität zu präsentieren. Neben einer Bandbreite von diversen und schnell ausverkauften limitierten Editionen brachte WME Film Klassiker im November eine darauf basierende Blu-ray im HD Keep Case für kleineres Geld heraus. Hat „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ geschlagene 55 Jahre nach seiner Uraufführung endlich eine würdige Veröffentlichung für den Heimbereich bekommen?

Story

    Die Rechte und die Linke Hand des Teufels 1.jpg
    Nach längerer gemütlicher Reise kommt ein junger Mann (Terence Hill), den man unter dem Namen „der müde Joe“ oder auch „die rechte Hand des Teufels“ kennt, in einem kleinen Städtchen an – im Gepäck einen verwundeten unschuldigen Mexikaner. Dort trifft er auf seinen Bruder (Bud Spencer), „die linke Hand des Teufels“. Dieser gebürtige Pferdedieb hat aus unglücklichen Umständen heraus die Position des örtlichen Sheriffs angenommen und wehrt seitdem die Attacken des ansässigen Major Harriman (Farley Granger) durch den Einsatz von Waffen und Fäusten erfolgreich ab. Nicht gerade erfreut über das Auftauchen seines Bruders, offenbart ihm „der Kleine“, dass er und seine ankommenden Kumpanen Frank (Ezio Marano) und Timmy (Luciano Rossi) drauf und dran sind, eine prächtige Pferdeherde zu stehlen, die sich in der Nähe befindet. Aber die Dinge entwickeln sich völlig anders: Joe macht die Bekanntschaft der hübschen Mormonenschwestern Sarah (Gisela Hahn) und Judith (Elena Pedemonte), die mit ihrer Gruppe unter der Führung von Bruder Tobias (Dan Sturkie) auf einer Lichtung dabei ist, eine Gemeinde aufzubauen – offensichtlich gegen dem Wunsch des Major. Dieser setzt alles daran, die Siedler aus dem Tal zu vertreiben und erhält dazu unerwartete Hilfe durch eine terrorisierende Banditengruppe, angeführt von dem wilden und unberechenbaren Mezcal (Remo Capitani). Für die linke und die rechte Hand des Teufels gibt es folglich keine andere Möglichkeit, als den Siedlern gegen die bösen Schergen zu helfen.
    Die Rechte und die Linke Hand des Teufels 2.jpg
    Unter den Fans des Duos Bud Spencer („Die fünf Gefürchteten“) und Terence Hill („Django und die Bande der Gehenkten“) wird „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ als Klassiker gefeiert, mit dem die Kombination aus Buddy-Movie und Westernkomödie ihren Ursprung nahm. Was sich bereits mit ihren gemeinsamen Auftritten in „Gott vergibt… wir beide nie!“ und dessen beiden Fortsetzungen mehr als andeutete, fand nun seinen Höhepunkt: zwei Brüder, die grundsätzliche Gegensätze darstellen, sich auf die Nerven gehen und ärgern, kommen nur zu zweit und miteinander zur Bestform und lehren die Bösewichte das Fürchten. Auch wird die Charakterzeichnung bereits hier zementiert: Bud Spencer ist groß und stark, aber mit einer gewissen Naivität gesegnet, wohingegen Terence Hill den gewitzten und äußerst agilen Schlaufuchs mimt, der sowohl seinem behäbigen Bruder, als auch den Gangstern immer einen Schritt voraus zu sein scheint. In ihrer ersten Westernkomödie passen alle Zutaten wie die Faust aufs Auge. Da wäre eine undurchsichtige Gruppe um den bösen Major, wunderbar Gentleman-like dargestellt von Farley Granger, den wir zuvor aus den Filmen „Cocktail für eine Leiche“ und „Der Fremde im Zug“ her kannten. Einer seiner Helfer Jeff soll unser geliebtes Duo fortan auf dessen filmischen Reisen als leidgeplagter Prügelknabe begleiten: Riccardo Pizzuti wächst als immerwährender Gegner zu prinzipiell gleichem Ruhm auf, bekommt dafür aber regelmäßig auf die Neune. Und mit der Besetzung des kindlich-verrückten Bandenboss Mezcal kommt es im Tal der Siedler zu einer historisch lustigen Begegnung zwischen Remo Capitani („Vier für ein Ave Maria“) und unserem geliebten Duo, bei der es zu einer folgenschweren Möchtegern-Ohrfeige an Bud kommt. Von den ersten ausartenden Massenprügeleien werden wir in Folgefilmen als wiederkehrendes Filmelement nicht genug bekommen können. Ob hier oder bei einer Kneipenschlägerei kommt auch der gefürchtete Dampfhammer von Bud Spencer prominent zum Einsatz, gegen den niemand eine Chance hat und der den Gegner mit sofortiger Wirkung ins Land der Träume schickt.
    Die Rechte und die Linke Hand des Teufels 3.jpg
    Voller Vergnügen schauen wir uns die einzelnen Handlungsstränge und Motivationen der Charaktere an, lauschen den ersten bissigen verbalen Auseinandersetzungen der Brüder, genießen das Zusammenspiel zwischen den eigentlich friedliebenden, hart arbeitenden Siedlern und deren letztlich notwendiger Kampfausbildung durch die beiden Brüder – und lachen bei den genial in Szene gesetzten Prügeleien. Hier passt die Mischung aus guter Handlung, herrlichem Humor und schlagkräftigen Auseinandersetzungen. Sollten Fans diesen mit einer FSK-Freigabe von 16 Jahren recht hoch eingestuften Westernklassiker tatsächlich noch nicht gesehen haben, ergeht hiermit quasi ein Doppelbefehl, dies schleunigst nachzuholen. Motivierendes Zitat von Bud Spencer dazu zum Schluss, nachdem sich sein Bruder im Ort niedergelassen hat: „Einen Laden verwüstet, zwei Männer beinahe zu Krüppeln geschlagen, einem die Eier weggeschossen, ein Toter und das alles in zwei Stunden! Zwei Stunden habe ich dich allein gelassen, aber das hat genügt.“ 

Bildqualität

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    Nach dem Einlegen der Blu-ray und dem Gang über das eher mäßige Menü scheinen sich beim Intro unsere schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten: was man hier zu sehen bekommt, ist weder restauriert, noch wirklich gut anzuschauen. Das Bild ist während den Credits noch voller Schmutz und hat mit Unschärfe zu kämpfen. Das große „Aber“ kommt allerdings schnell, sobald der müde Joe das Haus des Gastes betritt und sich zunächst den Staub von seinen dreckigen Klamotten abklopft: nicht nur, dass gefühlt zum ersten Mal das korrekte Bildformat den Blick in die kleinsten Ecken öffnet, erstrahlt Terence Hill in einer bis dato nie gesehenen Schärfe. In den Nahaufnahmen sehen wir jede noch so kleine Schweißperle auf seinem Gesicht oder das der anderen Gäste im Raum – und der Bohneneintopf, den er in seinem ausgehungerten Zustand aus der Pfanne isst, sah nie so scharf aus. Der Kontrast ist gut eingestellt, ebenso der Schwarzwert – so werden auch in dunklen Bereichen Details sichtbar und man geht als Fan in so mancher Szene auf Entdeckertour von bisher einfach nicht sichtbaren Dingen. Die Farbgebung ist oftmals kräftig ausgefallen und gefällt durchgehend mit ihrer natürlichen Wiedergabe. Bei aller berechtigter Euphorie müssen aber auch die eher negativen Punkte angesprochen werden: wirklich schmutzbefreit ist das Bild nicht. Durchgehend werden wir Flecken aus dem Ausgangsmaterial sehen, die allerdings nicht wirklich stören, sondern zusammen mit dem sichtbaren Filmkorn einen insgesamt kernigen und authentischen Filmeindruck vermitteln. Wirklich zu meckern ist da nur ein hier und da etwas unstetes Bild – es kommt zuweilen zu einer Art kurzem Bildwabern, das sich aber ebenso schnell wieder legt. Es sei an dieser Stelle zusammenfassend klar gesagt: mit diesem Transfer haben wir es zum ersten Mal nicht mit einer unglücklichen Restaurierung schlechten Materials zu tun, sondern mit einer HD-Qualität, die andere Filmveröffentlichungen von Spencer-Hill schon längst hatten. Bitte genießen!

Tonqualität

    Die Rechte und die Linke Hand des Teufels 5.jpg
    Zunächst ein paar Worte zur Deklaration: die Tonangaben sind recht abenteuerlich, weil widersprüchlich: im Blu-ray-Menü wird hier von PCM (Deutsch und Englisch) und Dolby Digital (Italienisch) gesprochen, während auf dem Backcover durchgehend DTS-HD Master Audio 2.0 geschrieben wird. Richtig ist laut Player-Angabe, dass der deutsche, englische und italienische Ton in Dolby Digital 2.0 (Mono) vorliegt. Dieser hat mit Blick auf die deutsche Synchronfassung den aus älteren Veröffentlichungen wahrgenommenen eher dumpfen Eindruck abgelegt, wirkt aber in Summe nicht großartig aufbereitet. Erneut kommt es hier im Hochtonbereich zu erwarteten Zischlauten, die Stimmen sind aber gut verständlich. Der Score aus der Feder von Franco Micalizzi bleibt vor allem für die beschwingte gepfiffene Intromelodie im Gedächtnis, erhält hier aber leider nicht die benötigte Bassuntermalung, sondern bleibt eher dünn. Im Gegensatz zur englischen Tonspur, die im Vergleich durch ihre authentische und von Hintergrundrauschen weitgehend befreite Art noch etwas mehr gefällt. Löblich: deutsche Untertitel werden sowohl für die deutsche Synchro, als auch Originalfassung angeboten, die sich inhaltlich durchaus voneinander unterscheiden. Nicht löblich: englische und italienische Untertitel fehlen.

Ausstattung

  • Deutscher Trailer (02:55 Min.)
  • Comedy Trailer (03:11 Min.)
  • DVD Trailer (02:02 Min.)
  • Englischer Trailer (02:58 Min.)
  • Italienischer Trailer (03:00 Min.)
  • Bildergalerie (01:08 Min.)
  • Artworkgalerie (03:12 Min.)
  • Schnittvergleich (05:29 Min.)
  • Aushangfotos (02:16 Min.)
  • Behind the Scenes Galerie (01:09 Min.)
  • Deutscher Vorspann (03:32 Min.)
Die Rechte und die Linke Hand des Teufels 6.jpg
Teilweise als „umfangreiches Bonusmaterial“ angepriesen, muss man relativieren: unterm Strich bekommen wir als Fan hauptsächlich Trailer und Bildergalerien präsentiert, zusammengetragen aus älteren Veröffentlichungen. Das heißt nicht, dass diese nicht uninteressant sind: es sei auf den „Comedy Trailer“ hingewiesen, der ordentlich zum Gerücht beitrug, es gäbe hier wie auch bei der Filmfortsetzung eine zweite Synchronisierung mit Arnold Maquis (für Bud Spencer) und Thomas Danneberg (für Terence Hill) nach einer Dialogregie eines Rainer Brandt – denn diese haben tatsächlich damals diesen Trailer eingesprochen – und ja, da kann man beim Zuhören in den 3 Minuten durchaus ins Träumen geraten. Die Bildergalerien weisen leider überwiegend eine mäßige SD-Bildqualität auf und machen deshalb nicht allzu viel Spaß. Nett ist die Gegenüberstellung der ungekürzten finalen Schlägereiszene mit der geschnittenen Variante der deutschen Kinofassung, der im wahrsten Sinne des Wortes früher die Lichter ausgehen. Wer will, kann dann noch den deutschen Vorspann dem Film vorschalten, wobei es dann zu einer kurzen Unterbrechung kommt – das wäre technisch besser gegangen. Das Menü wirkt leider recht billig und scheint für die DVD-Technik ausgelegt, denn jeder Wechsel in ein Sub-Menü erfolgt mit einer Unterbrechung von Bild und Ton. Auch ist unklar, weshalb man nur in manchen laufenden Extras mit der Skip-Taste weiterspringen kann, andere diese Funktion aber verweigern. Wendecover-Freunde werden vermutlich nicht ganz glücklich: während dadurch auf der Front das FSK-Logo wie erwartet verschwindet, gehen leider auf der Rückseite sämtliche technische Angaben zur Blu-ray wie Laufzeit, Bildformat und Sprache verloren.

Fazit

    Es musste 55 Jahre dauern: endlich kann man als Fan von Bud Spencer und Terence Hill deren erste erfolgreiche Westernkomödie „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ in der Kombination ungeschnitten, mit deutschem Ton und in guter HD-Qualität genießen. Kleinere Szenen und die finale Schlägerei liegen nun vollständig vor, dabei begeistert das Bild (außer beim In-/Outro) durch seine hohe Schärfe und kräftige Farbgebung. Auch wenn der deutsche, sowie italienische Monoton altersbedingt keine Bäume ausreißen, liegen sie hiermit vollständig auf Disc, die englische Fassung ist sogar noch ein Tick besser. Das Bonusmaterial bleibt mit diversen Trailern und Bildergalerien überschaubar, die Menüführung der Blu-ray begeistert nicht. Aber letzte Punkte sind tatsächlich egal: liebe Fans – kauft euch diese Scheibe und genießt „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ wie noch nie zuvor. (Dominik Böhler)
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7 von 10

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1 Bewertung(en) mit ø 3,50 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
3.0

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