Mit dem nunmehr 37. abendfüllenden Spielfilm des Marvel Cinematic Universe (MCU) wird dessen inzwischen sechste Phase eingeleitet. Während es für das MCU der erste Auftritt der „Fantastic Four“ ist, ist es für die vier Superhelden im Allgemeinen bereits schon das vier Mal, dass sie auf der großen Leinwand zu sehen sind. Wobei, der allererste Versuch, der 1993 startete und lediglich zum Erhalt der Lizenz gedreht wurde, verschwand nach einer einzigen Aufführung in den Archiven. Während die 2005 und 2007 entstandenen Adaptionen unter gleicher Besetzung deutlich respektablere Erfolge einheimsen konnte, gilt die 2015er Neu-Interpretation bei vielen hingegen als weniger beliebt. Regisseur Matt Shakman, der bisher vor allem im Serien-Umfeld zu finden war, soll nun mit einem weiteren Neustart der „Fantastic Four“ für deren Durchbruch auf der Kinoleinwand sorgen. Mit knapp 522 Millionen US-Dollar, welcher der Film weltweit an den Kinokassen einnahm, hat man zwar keinen Flop hingelegt, ist aber eben auch noch ein gutes Stück von der Milliarden-Grenze, die der ein oder andere Beitrag des MCU schon eingefahren hat, entfernt. Vielleicht hilft ja die Heimkino-Veröffentlichung dem Titel im Nachhinein zu weiteren Erfolgen. Herausgeber WALT DISNEY STUDIOS HOME ENTERTAINMENT lässt den Streifen hierzulande durch seinen Partner LEONINE wieder auf Blu-ray und 4K Ultra HD in den Handel bringen, wobei die ultra-hochauflösende Variante in ihrer Erstauflage mit einer Sonderedition im Steelbook-Format bedacht wird. Ob die sechste Phase damit einen furiose Auftakt erfährt, soll mit dem nachstehenden Review geklärt werden.
Story



Bildqualität

Tonqualität

Ausstattung
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- Lernt die erste Familie kennen (9:08 Min.)
- Fantastischer Futurismus (13:04 Min.)
- Vom Jenseits und darunter (9:37 Min.)
- Pannen vom Dreh (2:56 Min.)
- Gelöschte Szenen (6:25 Min.)
- Regisseur Matt Shakman und Szenenbildner Kasra Farahani

Fazit
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Der Start von Phase 6 des Marvel Cinematic Universe (MCU) ist vielleicht nicht allzu spektakulär und überraschend ausgefallen, dennoch aber sehr sympathisch und unterhaltsam gelungen. Dafür, dass man die Geschichte der „Fantastic Four“ doch nun schon einige Male zu sehen bekam, bietet man hier dennoch genügend Eigenständigkeit, sodass die knapp zwei Stunden im Nu verflogen sind. Pedro Pascal, Vanessa Kirby, Joseph Quinn und Ebon Moss-Bachrach harmonieren sehr gut zusammen und machen definitiv Lust auf mehr – was dann auch spätestens in der Mid-Credit-Szene in Aussicht gestellt wird. Technisch überzeugen die blauen Scheiben aus dem Hause DISNEY wieder mit einem sehr guten Bild und einem doch mal druckvolleren Ton, wobei sich die UHD zum einen nicht allzu weit von der recht gut gelungenen Blu-ray absetzen kann, bietet diese doch schon kontrastreiche Farben, eine gelungene Schärfe und ein durchweg gute Detaillierung. Einige Unschärfen in Randbereich sowie erkennbare CGI-Effekte trüben des Erlebnis dabei glücklicherweise nur marginal. Schade nur, dass man bis dato die vorhandenen IMAX-Szenen lediglich dem Streaming-Anbieter DISNEY+ vorbehält und sie nicht auch der hier vorliegenden Veröffentlichung bereitstellt. Im Bonusmaterial bekommt man dann noch einige interessante Hintergrund-Informationen zu den Figuren sowie Impressionen der Dreharbeiten geliefert, sodass man hier ruhig einen Blick riskieren sollte. Bleibt also abzuwarten, wie man das Quartett weiter ins MCU integriert, was dann aller Voraussicht nach in „Avengers: Doomsday“ der Fall sein wird.
(Jörn Pomplitz)
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Kaufempfehlung
Testgeräte
TV: LG OLED 77C47LA
Player: Oppo UDP-203
AVR: Yamaha RX-A1080
Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2
Center-Lautsprecher: Canton Vento 866
Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507
Subwoofer: SVS SB-2000 Pro

