Die Macher von kindgerechten Filmen wie „Die Dschungelhelden“ und „Terra Willy“ brachten 2022, inspiriert von der griechischen Mythologie, sowie klassischen Abenteuerfilmen wie „Jason und die Argonauten“ (seinerzeit und auch heute noch grandios durch die von Ray Harryhausen eingesetzte Stop-Motion-Technik) eine Geschichte auf die große Leinwand, die das Heldentum einer kleinen Maus in den Mittelpunkt setzen sollte – „Die wilden Mäuse“ waren geboren. Plaion Pictures veröffentlicht diesen für die ganze Familie konzipierten Animationsfilm im Standard Keep Case auf Blu-ray. Ob sich dieser gegenüber der starken Konkurrenz von Disney & Co. durchsetzen und eigene innovative Ansätze liefern kann, zeigt die folgende Rezension.
Story
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Für Pattie ist es völlig normal, dass sie als kleines Mäuslein von einem Kater namens Sam aufgezogen wird. Sam, der sich ansonsten oftmals gegenüber Patties Bekanntschaft erklären muss, sie nicht fressen zu wollen und Vegetarier zu sein, hat sich einen Narren daran gefressen, sie so wohlbehütet und geschützt aufwachsen zu lassen, wie es für ihn möglich ist. Doch die Abenteuerlust von Pattie macht es ihm dabei nicht leicht, möchte sie doch ihrem Vorbild des griechischen Helden Jason nacheifern und in weiter Ferne tollkühne Abenteuer mit einer eigens zusammengestellten Crew erleben. Als ihr zugegeben in die Jahre gekommener Held es aber durch den Zorn des Gottes Poseidon wieder auf die Reise verschlägt, um diesem ein ähnliches Denkmal wie Zeus zu setzen, hält Pattie es nicht mehr an Land – sie möchte zusammen mit Jason und seinen Argonauten den wichtigen Dreizack auf einer fernen Insel finden und allen Gefahren trotzen.



Bildqualität

Tonqualität

Ausstattung
- 8 Making of – Clips (16:19 Min.)
- Originaltrailer (02:01 Min.)
- Deutscher Kinotrailer (01:14 Min.)
- Bildergalerie (06:17 Min.)

Fazit
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Langweiliger, innovationsloser Animationsstreifen um eine kleine abenteuersuchende Maus, dessen leicht wirrer Drehbuchmix aus Erd- und Götterwelt kombiniert mit einer spannungsarmen Regie die Charaktere in die Bedeutungslosigkeit reisen lässt. Bild und Ton überzeugen, ein paar Extras offenbaren die eigentliche Absicht der Macher. Wer bereits alle Werke von Disney und anderen Studios gesehen hat, sollte lieber auf deren neue Veröffentlichungen warten – oder nochmal Ray Harryhausens „Jason und die Argonauten“ anschauen. „Die wilden Mäuse“ hingegen sind bestenfalls bedeutungslos nett.
(Dominik Böhler)
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