Am 28. Februar 1895 wurde Marcel Pagnol als Sohn eines Schullehrers in Frankreich geboren. Nach einer recht glücklichen und unbesorgten Kindheit entwickelte er sich zum Dramaturgen und produzierte Ende der 1920er Jahre Stücke wie „Jazz“, „Topaz“ und „Marius“. Der damit verbundene Erfolg gab ihm die Möglichkeit, einige davon auch auf die große Leinwand zu bringen – fortan war er bis Mitte der 50er Jahre als Regisseur tätig. Bekannte Filme seinerzeit sind „Das Mädchen und der Scherenschleifer“ (1937), „Die Tochter des Brunnenbauers“ (1940) oder auch „Topaze“ (1951) – allesamt mit Schauspiellegende Fernandel in der Hauptrolle, den man hierzulande vor allem als „Don Camillo“ kennt.
Nicht minder bekannt – und in Frankreich sogar zur Standardlektüre an Schulen geworden – sind seine Ausflüge als Schriftsteller, dort die autobiographischen Werke Ende der 50er Jahre, in denen er von seiner Kindheit, dem Familienleben und die Ausflüge in die Provence berichtet, die sein Leben prägen sollten. Die ersten beiden Werke, „Der Ruhm meines Vaters“ und „Das Schloss meiner Mutter“ wurden viele Jahre später, 1990 kurz hintereinander von Regisseur Yves Robert verfilmt, der zuvor mit Werken wie „Fisch oder Fleisch“ mit Louis de Funès, „Der Krieg der Knöpfe“ oder „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ mit Pierre Richard bekannt wurde.
Nach mehreren Veröffentlichungen auf DVD bringt nun Pidax im Vertrieb der Al!ve AG beide Filme als Double-Feature auf einer Blu-ray in HD heraus. Die folgende Rezension klärt, ob die Verfilmungen auch heute noch begeistern können und der technische Transfer als gelungen bezeichnet werden kann.
Story
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Marcel Pagnol (Benoît Martin, später Julien Ciamaca) erzählt von seiner Kindheit: er kommt als Sohn von Joseph (Philippe Caubère) und Augustine (Nathalie Roussel) zur Welt. Durch den Lehrerberuf seines Vaters lernt Marcel sehr früh Lesen und Schreiben und entwickelt auch sonst den Drang, mehr im Leben kennenzulernen. Da kommt es wie gerufen, als seine Eltern ein Haus in der Provence mieten, das sie fortan als Ferienwohnsitz nutzen. Dort angekommen, lernt er nicht nur die einprägsame und wunderschöne Landschaft kennen, sondern macht auch Bekanntschaft mit Lili (Joris Molinas) – es entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden Jungs, die fortan zusammen die Natur erkunden, während sein Vater mit Onkel Jules (Didier Pain) auf Rebhuhnjagd geht.
Jahre später, Marcel ist mittlerweile 10 Jahre alt, zieht die Familie erneut auf das Anwesen. Die Landschaft ist so schön wie eh und je – und während auch Lili weiterhin dort lebt, lernt Marcel ein Mädchen namens Isabelle Cassignole (Julie Timmerman) kennen und verliebt sich in sie. Doch diese Erfahrung bringt auch ihre Kehrseite mit sich. Die Erzählung seiner Kindheit blickt aber auch noch weitere Jahre in die Zukunft, die durchaus auch Schicksalsschläge mit sich bringt.


Bildqualität

Tonqualität

Ausstattung
- Original Kinotrailer (02:00 Min.)
Fazit
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Zwei Verfilmungen der glücklichen Kindheitstage von Erfolgsautor, Produzent und Regisseur Marcel Pagnol werden hier auf einer Blu-ray in guter Bildqualität und passend aufgefrischtem Originalton präsentiert. Leider fällt die deutsche Synchronspur im Vergleich durch ihren oftmals dumpfen Ton ab, außer einem Trailer bietet die Scheibe keine Extras. Für eine ruhige und nostalgische Reise zurück zum Anfang des 20. Jahrhunderts empfehlenswert, allerdings darf man weder echte Handlung, noch Spannung oder dergleichen erwarten.
(Dominik Böhler)
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