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Der Ruhm meines Vaters + Das Schloss meiner Mutter (2-Film Collection) Blu-ray

Original Filmtitel: La gloire de mon père + Le château de ma mère

Disc-Informationen
Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Französisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
207 Minuten
Veröffentlichung:
26.09.2024
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STORY
6
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Am 28. Februar 1895 wurde Marcel Pagnol als Sohn eines Schullehrers in Frankreich geboren. Nach einer recht glücklichen und unbesorgten Kindheit entwickelte er sich zum Dramaturgen und produzierte Ende der 1920er Jahre Stücke wie „Jazz“, „Topaz“ und „Marius“. Der damit verbundene Erfolg gab ihm die Möglichkeit, einige davon auch auf die große Leinwand zu bringen – fortan war er bis Mitte der 50er Jahre als Regisseur tätig. Bekannte Filme seinerzeit sind „Das Mädchen und der Scherenschleifer“ (1937), „Die Tochter des Brunnenbauers“ (1940) oder auch „Topaze“ (1951) – allesamt mit Schauspiellegende Fernandel in der Hauptrolle, den man hierzulande vor allem als „Don Camillo“ kennt. Nicht minder bekannt – und in Frankreich sogar zur Standardlektüre an Schulen geworden – sind seine Ausflüge als Schriftsteller, dort die autobiographischen Werke Ende der 50er Jahre, in denen er von seiner Kindheit, dem Familienleben und die Ausflüge in die Provence berichtet, die sein Leben prägen sollten. Die ersten beiden Werke, „Der Ruhm meines Vaters“ und „Das Schloss meiner Mutter“ wurden viele Jahre später, 1990 kurz hintereinander von Regisseur Yves Robert verfilmt, der zuvor mit Werken wie „Fisch oder Fleisch“ mit Louis de Funès, „Der Krieg der Knöpfe“ oder „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ mit Pierre Richard bekannt wurde. Nach mehreren Veröffentlichungen auf DVD bringt nun Pidax im Vertrieb der Al!ve AG beide Filme als Double-Feature auf einer Blu-ray in HD heraus. Die folgende Rezension klärt, ob die Verfilmungen auch heute noch begeistern können und der technische Transfer als gelungen bezeichnet werden kann.

Story

    Marcel Pagnol (Benoît Martin, später Julien Ciamaca) erzählt von seiner Kindheit: er kommt als Sohn von Joseph (Philippe Caubère) und Augustine (Nathalie Roussel) zur Welt. Durch den Lehrerberuf seines Vaters lernt Marcel sehr früh Lesen und Schreiben und entwickelt auch sonst den Drang, mehr im Leben kennenzulernen. Da kommt es wie gerufen, als seine Eltern ein Haus in der Provence mieten, das sie fortan als Ferienwohnsitz nutzen. Dort angekommen, lernt er nicht nur die einprägsame und wunderschöne Landschaft kennen, sondern macht auch Bekanntschaft mit Lili (Joris Molinas) – es entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden Jungs, die fortan zusammen die Natur erkunden, während sein Vater mit Onkel Jules (Didier Pain) auf Rebhuhnjagd geht. Jahre später, Marcel ist mittlerweile 10 Jahre alt, zieht die Familie erneut auf das Anwesen. Die Landschaft ist so schön wie eh und je – und während auch Lili weiterhin dort lebt, lernt Marcel ein Mädchen namens Isabelle Cassignole (Julie Timmerman) kennen und verliebt sich in sie. Doch diese Erfahrung bringt auch ihre Kehrseite mit sich. Die Erzählung seiner Kindheit blickt aber auch noch weitere Jahre in die Zukunft, die durchaus auch Schicksalsschläge mit sich bringt.

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      Auch wenn Marcel Pagnol in Deutschland nicht den Bekanntheitsgrad wie in seinem Heimatland Frankreich erreichte, machte doch die Verfilmung zweier seiner Bestseller über dessen Kindheit neugierig. Und so wird die Zeit um 1900 sehr liebevoll wiedergegeben, die gerade heute im Zeitalter von Smartphones und wachsender Automatisierung nostalgisch anmutet, wenn beispielsweise von ersten Telefonen gesprochen wird, um über weite Strecken in der Lage zu sein, miteinander zu sprechen. Auch wird schnell klar, dass das Elternhaus mit einem Schullehrer und einer Schneiderin zwar nicht allzu viel Geld einbringt, trotzdem aber reich an Gefühlen und Harmonie ist. Man kann sich recht gut vorstellen, dass die ersten Jahre von Marcel so oder ähnlich verlaufen sein könnten, in denen er sich sehr belesen und wissbegierig zeigte, um dann später seine Liebe für die Natur in der Provence zu entwickeln. Auch schön und nostalgisch sind die guten Nebenbesetzungen wie beispielsweise die des Postboten, gespielt von Michel Modo, den wir unter anderem von zahlreichen „Gendarm“-Filmen mit Louis de Funès her kannte – oder auch Jean Carmet als Wachmann, der ebenfalls neben dem französischen Komödienstar in „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ in hohem Alter um die Wette furzte. Man muss an der Stelle auch festhalten, dass alle Schauspieler eine gelungene und glaubhafte Leistung vollbringen, immer mit einem leichten Hang zur theatralischen Übertreibung. Am Ende ist es aber nicht dieses Schauspiel, sondern die inhaltliche Leere, die heute zu mäßiger Begeisterung beim Betrachten führt: sowohl Pagnol’s erste Jahre, als auch die Zeit in der Provence wirken wie eine arg gemütliche Nacherzählung ohne Spannungsbogen. Die Familie zieht umher, der Vater geht auf die Jagd, sein Sohn befreundet sich mit einem ortsansässigen Jungen…und das ist dann auch schon die Geschichte des ersten Films – zu wenig, um auch heute gut zu unterhalten.
      Der Ruhm meines Vaters 2.jpg
      Umso ernüchternder ist dann die Fortsetzung, bei der die Familie ohne große Überraschung nach kürzester Zeit wieder in die Provence reist – und Marcel als ersten quasi Spannungsbogen wieder seinen Freund Lili trifft. Wenn dann die eigenwillige Isabelle dazukommt, wirkt die Geschichte ihrer Familie schon fast etwas gekünstelt und aufgesetzt, ihr Schauspiel auch sehr theaterhaft. Aber bis auf einen Zeitraffer, der dann auch das Thema Tod ins Spiel bringt, bleibt es auch hier beim Zeigen der Natur. Für Freunde eines Mindestmaßes von Handlung oder gar Spannungsaufbau sind beide Filme nicht zu empfehlen, wer aber einfach eine ruhige Heilewelt-Reise und schöne Landschaftsbilder auf Basis der Kindheitserinnerungen des vor allem in Frankreich bekannten Marcel Pagnol erleben möchte, bekommt hier insgesamt knapp 3,5 Stunden entspannendes Filmmaterial.

Bildqualität

    Der Ruhm meines Vaters 3.jpg
    Das Bild beider Filme überrascht: eine gute Schärfe zeigt sich bereits zu Beginn bei den Anfangs-Credits und der scharfen Textdarstellung. Später überzeugen vor allem Nahaufnahmen durch feine Details – hier spürt man die HD-Auflösung. Weitere Auffälligkeit ist die anfangs zurückhaltende Farbgebung. Zwar werden die Farben soweit natürlich wiedergegeben, allerdings erscheint vor allem die Landschaft etwas trübe, als ob zuweilen Grün- oder Rottöne fehlen würden. Der Kontrast ist ordentlich, allerdings lässt der Schwarzwert gerne in dunklen Bereichen Details verschwinden. Das ist beispielsweise in der Szene zu sehen, als ein Klassenfoto mit Marcel aufgenommen wird oder im Anschluss die Schüler in einheitlich dunkler Kleidung im Klassenraum sitzen. Ebenfalls auffällig ist in anderen dunklen Szenen ab und zu auftretendes digitales Rauschen. Filmkorn ist sichtbar, manchmal wurde aber scheinbar ein Rauschfilter eingesetzt – dann ist davon wenig zu sehen, aber es entstehen die gefürchteten wachsartigen Objekte. Insgesamt aber eine noch gute Leistung, mit der erwähnten guten Schärfe, sowie einem stabilen und weitgehend von Schmutz befreiten Bild liegen beide Filme für ihr Alter sehenswert auf Blu-ray vor.

Tonqualität

    Der Ruhm meines Vaters 4.jpg
    Beim Ton überzeugt vor allem die französische Fassung, aufgebohrt im Format DTS-HD Master Audio 5.1 – sie transportiert vor allem die Musik auf allen Kanälen deutlich und recht voluminös hörbar – und erzeugt dadurch auch ein räumliches Gefühl. Die Stimmen verbleiben dabei im Centerbereich, Umgebungsgeräusche breiten sich meistens auf den Frontkanälen aus. Hätte die deutsche Synchronfassung nur eine ähnliche Aufarbeitung erfahren, es wäre eine gute Bewertung herausgesprungen. Leider zeigt sich diese Fassung vorab mit DTS-HD Master Audio 2.0 eingeschränkter, Räumlichkeit stellt sich nicht ein – nur manchmal erklingt ein Anflug von Stereo. Stimmen – vor allem die des Erzählers – wirken dabei oft belegt und etwas dumpf – der Tieftonbereich leidet etwas. Was im ersten Film noch soweit erträglich ist, wird gerade in der Fortsetzung hörbar schlechter. Hier gehen beim Erzählen Wortteile unter, es entsteht der Eindruck einer schlechten analogen Kassetten-Aufnahme. Insgesamt pendelt sich der Ton im befriedigenden Bereich ein. Schön: es liegen sowohl deutsche, als auch französische Untertitel vor.

Ausstattung

  • Original Kinotrailer (02:00 Min.)
Kaum Extras: einzig ein Trailer hat sich auf die Scheibe verirrt. Immerhin gibt’s noch ein Wendecover – und die Blu-ray bleibt frei von Werbung. Das Menü ist sehr schlicht und besteht aus einem kleinen Balken mit den Wahlmöglichkeiten zwischen den beiden Filmen, Sprachen und Untertiteln, sowie dem Trailer. Ganz schlicht, aber auch ebenso einfach in der Navigation und unauffällig. Eine Kapitelübersicht fehlt.

Fazit

    Zwei Verfilmungen der glücklichen Kindheitstage von Erfolgsautor, Produzent und Regisseur Marcel Pagnol werden hier auf einer Blu-ray in guter Bildqualität und passend aufgefrischtem Originalton präsentiert. Leider fällt die deutsche Synchronspur im Vergleich durch ihren oftmals dumpfen Ton ab, außer einem Trailer bietet die Scheibe keine Extras. Für eine ruhige und nostalgische Reise zurück zum Anfang des 20. Jahrhunderts empfehlenswert, allerdings darf man weder echte Handlung, noch Spannung oder dergleichen erwarten. (Dominik Böhler)
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5 von 10

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