Werbung – Durch Käufe bei unseren Partnern Amazon, JPC, Saturn, MediaMarkt, Zavvi, Media-Dealer.de uvm. erhalten wir Provisionen über Affiliate-Links. Sie unterstützen damit die Redaktion von bluray-disc.de. Preise und Verfügbarkeit ohne Gewähr.

Speak No Evil (2024) Blu-ray

Original Filmtitel: Speak No Evil (2024)

Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Englisch (Hörfilmfassung) DD 5.1
Französisch Dolby Digital Plus 7.1
Französisch (Hörfilmfassung) DD 5.1
Italienisch Dolby Digital Plus 7.1
Spanisch Dolby Digital Plus 7.1
Untertitel:
Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
110 Minuten
Veröffentlichung:
19.12.2024
 
STORY
7
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Nach ungefähr 2 Jahren erfährt der von Drehbuchautor und Regisseur Christian Tafdrup erfolgreiche dänische Psychohorror „Speak No Evil“ (2022) ein gleichnamiges amerikanisches Remake. Während im Original eine dänische auf eine eher untypische niederländische Familie trifft und sich durch ihre eigenen sozial auferlegten Regeln letztlich in höchste Gefahr begibt, lässt James Watkins, der in der Neuauflage ebenfalls für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet, Engländer auf Amerikaner treffen – der Rest bleibt vom erzählerischen Hauptfaden ähnlich. Universal Pictures Home Entertainment brachte das Remake Ende 2024 auf den deutschen Markt – im HD Keep Case und mit ein paar Extras ausgestattet. Kann die amerikanische Variante gegenüber dem dänischen Original bestehen, dieses sogar übertreffen – oder liegt letztlich doch nur ein unnötiger Abklatsch vor? Wir wagen den Vergleich und schauen unter Einhaltung aller Regeln auch auf die technische Qualität der Blu-ray.

Story

    Familie Dalton nimmt den dringend benötigen Urlaub vom Alltag. Vater Ben (Scoot McNairy) muss nach einer Kündigung seines Jobs erst einmal durchschnaufen. Nicht weniger reif für einen Ausflug nach Italien ist seine Frau Louise (Mackenzie Davis), die für ihn seinerzeit nicht nur ihren Beruf aufgab – es scheint auch gehörig zu kriseln in ihrer Ehe. Davon nicht unbelastet ist ihre zwölfjährige Tochter Agnes (Alix West Lefler), die die Geschehnisse auf ihre Weise verarbeitet. Im Urlaub trifft diese eher zurückhaltende englische Familie auf ein weitaus offeneres Paar mit ihrem Sohn. Während der äußerst extrovertierte Paddy (James McAvoy) direkt Kontakt aufnimmt und auch seine Frau Ciara (Aisling Franciosi) eine urig freundliche Ader zu besitzen scheint, ist deren Sohn Ant (Dan Hough) auffällig ruhig und introvertiert. Er scheint neben einer laut Paddy krankhaften Verkürzung der Zunge auch unbekannte Dinge verarbeiten zu müssen. Nach einer Einladung auf deren einsamen Wohnsitz entschließt sich Familie Dalton nach anfänglicher Skepsis letztlich dazu, Paddy’s Familie für ein Wochenende zu besuchen. Dort zeigen sich zwischen den beiden Familien allmählich extreme Unterschiede auf die Sicht der Welt, aber vor allem auch, wie Anstandsregeln im sozialen Miteinander gelebt oder konsequent ignoriert werden. Doch irgendetwas scheint darüber hinaus nicht zu stimmen – und Ant versucht, den Daltons auf seine stille Art vor etwas Schrecklichem warnen zu wollen…
    Speak No Evil 1.webp
    Regisseur James Watkins hatte bereits mit seinen Erstlingswerken „Eden Lake“ (2008) und „Die Frau in Schwarz“ (2012) bewiesen, dass er im Horrorbereich durchaus unterhalten kann. Auch Hauptdarsteller James McAvoy nimmt man spätestens nach seinen Auftritten in M. Night Shyamalans „Split“ (2016) und „Glass“ (2019) ab, auch bösen Charakteren glaubwürdig Tiefe zu verleihen. Und auch, wenn es sich bei „Speek No Evil“ um ein Remake eines gerade mal zwei Jahre älteren Films handelt, gelingt ihm ein durch und durch spannender und nervenaufreibender Psychohorror. Dabei wird schon sehr früh klar, dass die amerikanische Familie rund um Oberhaupt Paddy eher ungewöhnlich ist und letztlich mehr als unbequem wird. Wie im Original verstricken sich die Daltons durch ihre eigenen Benimmregeln mehr und mehr in einen Wochenendaufenthalt, der sich immer mehr von seinem ursprünglichen Anreiz einer Auszeit hin zu einem Psychospiel entwickelt, bei dem es am Ende um das eigene Leben geht.
    Speak No Evil 2.webp
    Im Vergleich zur Vorlage nimmt aber die sozialkritische Komponente nicht mehr den größten Platz ein und hinterlässt letztlich keine sich dem Schicksal ergebende Familie, sondern lässt im eher typisch amerikanischen Stil die Daltons sich zur Wehr setzen, was insbesondere im letzten Drittel des knapp zweistündigen Films zu sehen ist. Bis dahin erzählt Watkins recht ausgiebig das Aufeinandertreffen der beiden Familien, sowie die immer deutlicher werdenden Unterschiede. Das Ganze spitzt sich dann zu, wenn zusehends harte Kritik an der gegenseitigen Kindererziehung geäußert wird. Für den Zuschauer ist diese Art der Einhaltung von Anstandsregeln im positiven Sinne mühsam mitanzusehen. Gerne möchte er Ben zurufen, Paddy einmal gehörig die Meinung zu sagen – oder im späteren Verlauf einfach abzureisen. Doch diese Unfähigkeit allein aus erzieherischem Anstand geboren ist es, die an den Nerven des Zuschauers nagt und die Spannung nach oben steigen lässt. Wird später ein noch viel dunkleres Geheimnis gelüftet und vor allem Louise genötigt, um ihre Familie zu kämpfen, werden die üblichen – dem Zuschauer einiges abfordernde – nicht immer nachvollziehbare Reaktionen aufgetischt. So laufen sie manchmal scheinbar mit offenem Visier in ihr vermeidbares Unglück hinein; dem Spannungsbogen kommt das zugute.
    Speak No Evil 3.webp
    Ist am Ende ein Film besser als der andere? Schwer zu sagen: die Neuauflage von „Speek No Evil“ ist ein nervenaufreibender und unterhaltsamer Psychohorror, der wunderbar für sich stehen kann und dem man die amerikanische Verarbeitung des Originals in einigen Momenten klar ansieht. Dadurch gewinnt dieser bei aller Ähnlichkeit an eigenem Charakter. Alle Darsteller können überzeugen, es bleibt bis zum Schluss spannend und der Zuschauer wird gut unterhalten. Nur die am Ende hier und da eingestreuten Gore-Effekte hätte das Remake nicht gebraucht und driftet dadurch unnötig in leichten Splatter ab.

Bildqualität

    Speak No Evil 4.webp
    In den vor allem in der ersten Hälfte zahlreichen Tagesaufnahmen sind brillant. Wunderbar kräftige Farben lassen den italienischen Urlaubsort mit seinen rustikalen Bauten und herrlichen Landschaft in aller Pracht erstrahlen. Dazu gesellt sich eine Schärfe, die in Nahaufnahmen die feinsten Haarsträhnen von Louise oder Ciara ebenso darstellt wie den Strohhut von Agnes Dalton oder die karierten Tischdecken im Restaurant. Aber auch in den weit entfernten Aufnahmen von Landschaften werden Details von Bäumen, Häusern oder auch Autos auf den Straßen sichtbar. Der schöne Kontrast, kombiniert mit einem guten Schwarzwert und dem Einsatz von Scharf-Unscharf-Einstellungen liefert tolle Bilder. In den Nachtaufnahmen, die in der zweiten Filmhälfte zunehmen, werden Details in dunklen Stellen schonmal etwas unterschlagen – insgesamt ist auch leichtes Filmkorn zu sehen, begleitet von auftretendem leichtem Kantenflimmern. Insgesamt aber macht das Bild fast alles richtig.

Tonqualität

    Speak No Evil 5.webp
    Hier unterscheidet sich der englische Originalton im Format Dolby TrueHD 7.1 von den in Dolby Digital Plus 7.1 abgemischten Synchronfassungen. Während im Englischen die Stimmen druckvoll abgemischt jederzeit klar zu verstehen sind, wurde unter anderem die deutsche Fassung zu leise abgemischt. Hier leidet die Verständlichkeit, sobald sich der Score und/oder Umgebungsgeräusche dem Geschehen hinzugesellen. Qualitativ überzeugen die Synchronisationen, umso störender ist die dadurch entstandene Unausgeglichenheit zum Rest. Der Score selbst wird in allen Fassungen sehr klar und mit Volumen wiedergegeben, hier gibt es nichts zu meckern. Echte Effektszenen, die vom Raumklangpotential profitieren, gibt es hingegen selten, wie beispielsweise in der Teichszene gegen Ende oder grundsätzlich dem Showdown. Dann läuft das Geschehen unterstützt mit dem nötigen Bass im Raum ab, insgesamt hätte man allen Tonspuren gewünscht, sich noch mehr auf die hinteren Kanäle zu verteilen. Zusätzlich liegt für beeinträchtigte Personen im Englischen und Französischen eine Hörfilmfassung vor. Auch löblich: zu allen Sprachen gibt es die passenden optionalen Untertitel.

Ausstattung

  • Audiokommentar von Autor und Regisseur James Watkins
  • Featurette: Kernfamilien (08:53 Min.)
  • Featurette: Ein grauenvoller Höhepunkt (05:21 Min.)
  • Featurette: Das Gutshaus des Horrors (04:00 Min.)
Speak No Evil 6.webp
Beim überschaubaren Bonusmaterial überzeugt der Audiokommentar von James Watkins mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln. Er liefert einige inhaltliche oder technische Details zu den einzelnen Aufnahmen, erzählt hier und da von der Zusammenarbeit der Produktionsfirma – und wagt auch an manchen Stellen den Vergleich zum dänischen Originalfilm. Freunde der Blu-ray müssen allerdings zu Beginn überhören, dass er hier „nur“ von dem Kommentar zur DVD spricht. Die drei Featurettes – allesamt in HD gedreht – sind dann doch eher werbelastig ausgefallen, wenn Schauspieler und Macher sich gegenseitig loben bis hin zur geeigneten Wahl des einsam gelegenen Horrorhauses. Immerhin wird währenddessen die ein oder andere Aufnahme vom Set gezeigt. Das letztlich Universal-typische Menü bietet sämtliche Auswahlmöglichkeiten über Icons, die Extras sind direkt auswählbar – und während des Films wird dieser verkleinert eingebettet in das Menü. Der vom Cover übernommene Hintergrund von James McAvoy ist dabei sehr schlicht ausgefallen.

Fazit

    Gelungenes Remake eines Psychohorror, bei dem das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Familien, bei denen eine ein dunkles Geheimnis verbirgt, in einem Fiasko zu enden droht. Hochspannend mit routiniert eingestreuten Handlungen wider aller Logik, die an den Nerven der Zuschauer nagen werden, kann die Neuauflage für sich bestehen. Dazu passt ein sehr gutes Bild, der Ton der Synchronfassungen lässt Stimmen etwas zu leise abgemischt zurück, ansonsten glänzt auch dieser durch seine klare, dynamische Form. Bei den Extras kann vor allem der Audiokommentar überzeugen. (Dominik Böhler)
    (weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

Samsung BD-H6500 Sony BDP-S6700 Samsung UE55H6470 Onkyo TX-NR 828 Teufel System 6 THX 5.2-Set
geschrieben am 14.01.2025

Speak No Evil (2024) Blu-ray Preisvergleich

12,16 GBP *

ca. 14,03 EUR

Versandkosten unbekannt

13,80 CHF *

ca. 15,26 EUR

Versand ab 12,00 €

17,99 EUR *

Versand ab 3,00 €

* Alle angegebenen Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Eventuelle anfallende Versandkosten wurden im Preisvergleich nicht berücksichtigt, beachten Sie hierzu die jeweiligen Shop AGBs. Kurzfristige Änderungen der Preise sind möglich. Bei Preisen, die aus Fremdwährungen errechnet wurden, kann es zu Abweichungen kommen. Beachten Sie weiterhin, dass bei Bestellungen außerhalb der EU zusätzlich Zollgebühren entstehen können.
3 Bewertung(en) mit ø 3,46 Punkten
 
STORY
3.3
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
2.5

Film suchen

Preisvergleich

amazon.de
9,99 EUR*
icon-chart-grau.svg
icon-shopping-cart.svg
jpc
9,99 EUR*
icon-chart-neutral.svg
icon-shopping-cart.svg
rarewaves
12,16 GBP*
icon-chart-negativ.svg
icon-shopping-cart.svg
1advd
13,80 CHF*
icon-chart-neutral.svg
icon-shopping-cart.svg
cede
13,99 EUR*
icon-chart-neutral.svg
icon-shopping-cart.svg
für 9,99 EUR Versand ab 2,99 € Reminder (vor)bestellbar / wieder auf Lager JETZT SUCHEN BEI
* Die Preise von Amazon sind nicht in der Preisverfolgung/-grafik enthalten.

Preisüberwachung

Bitte registrieren Sie sich, um diese Funktion zu nutzen!
* Die Preise von Amazon sind nicht in der Preisverfolgung/-grafik enthalten.

Filmempfehlungen

Zu dieser Blu-ray können wir auch folgende Filme empfehlen:

Blu-ray Sammlung

49 Mitglieder haben diese Blu-ray:

sowie weitere 46 Mitglieder

Diese Blu-ray ist 5x vorgemerkt.