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Eine Million Minuten Blu-ray

Original Filmtitel: Eine Million Minuten

Exklusive Produktfotos:
Disc-Informationen
deutsche Kinofassung, Uncut, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
125 Minuten
Veröffentlichung:
06.06.2024
 
STORY
6
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
In seiner Zeit als Wissenschaftler beschäftigte sich Wolf Küper in der Region Afrikas mit der Artenvielfalt und deren Beeinträchtigung durch den Klimawandel. Später agierte er als Gutachter in Umweltprogrammen der Vereinten Nationen. Doch ein privater Einschnitt mit seiner Tochter bewegte ihn dazu, diese Karriere zu beenden. Stattdessen wandte er sich dem Lehramt an einer südafrikanischen Schule zu – und fasste seinen Lebenslauf 2016 in dem Buch „Eine Million Minuten“ zusammen, das unter anderem den schweren Spagat zwischen Karriere und Privatem thematisiert. Dieser autobiographische Bestseller wurde schließlich 2024 unter der Regie von Christopher Doll mit Tom Schilling und Karoline Herfurth in den Hauptrollen verfilmt – und lockte über 1,1 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos. Warner Home Video bringt im Vertrieb von Universal Pictures Home Entertainment „Eine Million Minuten“ in einer Standard Edition auf Blu-ray heraus. Ist die Verfilmung gelungen – und kann sie technisch überzeugen?

Story

    Sie scheinen ein Leben nach Maß in Berlin zu führen: Wolf Küper (Tom Schilling) legt bei den Vereinten Nationen eine beachtliche Karriere hin, seine Frau Vera (Karoline Herfurth) kümmert sich um ihre beiden jungen Kinder Nina (Pola Friedrichs) und Simon (Piet Levi Busch). Doch bei näherer Betrachtung zeigen sich Risse in ihrer Beziehung: Wolfs Arbeit nimmt einen Großteil seines Lebens ein und bestimmt sein Handeln – nur selten findet er Zeit mit seiner Familie, während Vera am undankbaren Alltag im Haushalt und Aufziehen ihrer Kinder, insbesondere mit Nina, die mit einer Entwicklungsverzögerung zu kämpfen hat, zusehends verzweifelt. Eines Abends äußert Nina ihren Wunsch, eine Million Minuten mit ihrer Familie verbringen zu wollen. Diese Worte prägen sich in das Gedächtnis von Wolf ein, so dass er zu einer völlig abgedrehten Idee kommt: er beschließt, diesen Zeitraum von umgerechnet knapp zwei Jahren komplett mit der Familie zu verbringen und auf Reisen zu gehen. Doch bereits kurz nach Reiseantritt deuten sich erneut die wohlbekannten Risse an, die die Familie in Berlin erleben musste.
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    Alleine dass der Film auf einem autobiographischen Bestseller basiert, bei dem ein erfolgsgetriebener Mensch eine – ähnlich der Verfilmung gezeigten – extreme Entscheidung zwischen Beruf und Familie traf, macht neugierig. Die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist als Basisthema sowieso ein Dauerbrenner, der sich in vielen Haushalten wiederfindet. Wie viel Karriere verträgt eine Ehe, wann hat sich ein Vater zu weit von seinen Kindern entfernt und die besten Momente im Leben verpasst? Was ist das beste Maß für Glück im Alltag? All diese Fragen wirft der Film auf, wenn auch am Beispiel einer nichtdurchschnittlichen Familie. Das Einkommen des Vaters als Beschäftigter bei den Vereinten Nationen und die Möglichkeit, mehr oder weniger zwei Jahre am Stück mit der Familie an Orte wie Thailand und Island zu reisen, dürften sich nur wenige Familien in dieser Form erlauben können. Und so wirkt der Auszug aus einer recht noblen Berliner Wohnung hin zu den offenen tropischen Stellen in Thailand sehr radikal, fast schon unwirklich und für Normalverdiener unnahbar.
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    Dennoch nimmt man vor allem Karoline Herfurth ihre Darstellung der gestressten Hausfrau und Mutter, die wieder Zeit in ihren ehemaligen Beruf der Architektin investieren möchte, jederzeit ab. Und auch Tom Schilling, dessen Rolle als Vater in den Mittelpunkt des Films gerückt wird, nimmt man zumindest den inneren Konflikt ab, wie viel Karriere er noch leben kann, ohne dass seine Familie auseinanderbricht – auch wenn einige Dialoge etwas hölzern wirken. So geht es also recht schnell zu exotischen Orten mit Bambushütten und glasklarem Meer, in dem Nina zu ihrer Überraschung direkt vor ihren Füßen einen Schwarm Fische beobachten kann. Auch sonst sollte der Film analog der Buchvorlage die Vater-Tochter-Beziehung deutlicher fokussieren, allerdings stellt sich genau hier ein Glaubwürdigkeitsproblem heraus: ist Wolf wirklich an dem Erfolg seiner Tochter interessiert oder will er nur eine schnelle Lösung, um wieder nach Berlin fliegen zu können? Und genau hier öffnet der Film einen neuen Handlungsstrang und erweitert mit der Finanzierung der Reise per „Home Office“ das im Buch vorkommende Kapitel „Work Life Balance“. Was zunächst als kluger Schachzug erscheint, verändert aber den Mittelpunkt der Geschichte. Weiterhin geht es zwar auch um Nina und ihre Beziehung zu ihrem Vater, aber oftmals scheint wichtiger zu sein, wie Wolf noch die Arbeit von der Ferne meistert und sich selbst verwirklicht.
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    Damit rückt der Vater letztlich zu stark in den Vordergrund und darf auch im späteren Reiseverlauf in Island den orientierungslosen Mann repräsentieren, der ohne Arbeit keine Wertschätzung zu erfahren scheint. Dass dabei die bisherige Leistung seiner Frau ungewürdigt bleibt, formt eine doch recht einseitige Betrachtung der an sich so ernsten Probleme. Auch die später einsetzenden klischeehaften Momente der Eifersucht durch den gutaussehenden Isländer Einar (gespielt vom ehemaligen isländischen Fußballspieler Rúrik Gíslason) wirken recht aufgesetzt. Einzig die Momente mit dem gehbehinderten Siggi (Tommi Thor Gudmundsson), die sich wieder auf Ninas Entwicklung konzentrieren, bleiben authentisch und berühren den Zuschauer. So bleibt die unnahbare Odyssee einer noch unnahbareren Familie, deren Thematik einer kranken Tochter und dem Verbringen gemeinsamer Zeit deutlich mehr Gewicht gut zu Gesicht gestanden hätte.

Bildqualität

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    Ein Top-Bild, wie man es von einer aktuellen Produktion erwartet – genau das wird geboten. Beste Schärfe, toller Kontrast und Schwarzwert, wenig Filmkorn und ein in sich ruhendes und klares Seherlebnis bringen vor allem die Schauspieler in ihren Nahaufnahmen hervorragend zur Geltung. Auch die Berliner Wohnung wird in ihren warmen Farben stilvoll ausgeleuchtet, aber die wahre Pracht spielt sich wenig später auf der Reise in Thailand ab: kernig knackige Bambushütten, Sandstrand, das kristallklare blaue Meer und die exotischen Waldregionen, in denen Familie Küper einen echten Flughund beobachten darf – all das vermittelt beste Urlaubsatmosphäre und man wünscht sich als Zuschauer genau dorthin. Island hingegen wirkt zwar naturgemäß kühler, aber auch hier werden die Hütten und das Eismeer prickelnd echt wiedergegeben.

Tonqualität

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    Gleich zu Beginn zeigt das Tonformat, was in ihm steckt: die über den gesamten Film stimmungsvolle und warme Musik legt sich auf alle Kanäle, bereits beim Intro schön zu hören. Aber auch so manche Umgebung nutzt den Raum, zum Beispiel im Plenarsaal wird der Hall richtig eingesetzt – und das Klatschen der Zuhörer kitzelt Surround-Atmosphäre aus den Lautsprechern. Auch die Landung des Flugzeugs in Island findet über alle Kanäle statt. Dem gegenüber steht eine gut verständliche Sprachwiedergabe, die sich weitestgehend im Centerbereich aufhält, natürliche Stimmen, die auch druckvoll erscheinen. Das macht dann aber auch den Großteil des Filmes aus, so dass das eingangs erwähnte Raumpotential nur einen vergleichsweise kleinen Part einnimmt. Insgesamt aber eine gute Abmischung, bei der Sprache, Score und Geräusche die Balance halten und sich niemals gegenseitig stören.

Ausstattung

  • Hörfilmfassung
  • Kinotrailer (02:23 Min.)
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Die Standard Edition bietet eine Hörfilmfassung, die passenderweise aus dem Stand beim Einlegen der Blu-ray angeboten wird und direkt ausgewählt werden kann. Darüber hinaus findet sich noch ein passender Kinotrailer. Ein Wendecover gibt es leider nicht, so dass man mit dem FSK-Label auf dem Cover leben muss. Zu wenig, denn mit dem Wissen, dass der Film auf einem Buch basiert, das diverse Unterschiede aufweist, wären Ansichten der Macher oder gar des Autoren interessant gewesen. Das Menü ist zweckmäßig mit Filmausschnitten und Musik, sowie der obligatorischen Möglichkeit, Kapitel, Sprache und den Trailer auswählen zu können. Schön: der Film startet nach den obligatorischen Hinweistexten direkt, so dass der Umweg über das Menü gespart wird.

Fazit

    Bestseller-Verfilmung über die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die durch die Wahl einer wohlhabenden Familie nicht jeden Zuschauer mitnimmt und deren ungeschickte Verschiebung von der Vater-Tochter-Beziehung hin zur Zentralisierung der Vaterfigur Potential verschenkt. Das Bild der Blu-ray erreicht ein Top-Niveau, der Ton sendet zeitweise gutes Raumpotential, einzig das kaum vorhandene Bonusmaterial enttäuscht. (Dominik Böhler)
    (weitere Reviews anzeigen)

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6 von 10

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geschrieben am 03.07.2024

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