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One Life - Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt Blu-ray

Original Filmtitel: One Life (2023)

Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.20:1) @24 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
110 Minuten
Veröffentlichung:
07.06.2024
 
STORY
7
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Wenn die Welt in Schieflage gerät – und Länder Gefahr laufen, durch einen nahenden Krieg Menschenleben zu verlieren, entwickeln sich – wo möglich – auch Flüchtlingsbewegungen. So auch kurz vor Beginn des zweiten Weltkriegs geschehen. In Geschichtsbüchern finden dazu nicht allzu viele Helden Erwähnung, die uneigennützig Menschen vor ihrem sicheren Tod bewahren. Filmisch sticht hier mit dem Werk von Steven Spielberg sicher Oskar Schindler heraus, der während des zweiten Weltkriegs durch die Rekrutierung von Zwangsarbeitern in seiner Firma diese vor den Konzentrationslagern schützte. Ein weiterer – bescheidener – Held ist der Brite Nicholas Winton, der ebenfalls mit einer beeindruckenden Aktion für Aufsehen, Anerkennung und tiefste Dankbarkeit sorgte. Regisseur James Hawes, bis dahin eher im Fernsehbereich als Regisseur von TV-Filmen oder Serienfolgen tätig, wagte sich 2023 daran, eine Art Biopic Wintons zu verfilmen – unter anderem mit Unterstützung von dessen Ehefrau Barbara Winton, die leider während der Dreharbeiten verstarb. SquareOne Entertainment bringt „One Life“ in einer Standardedition auf Blu-ray heraus – kann der Film inhaltlich und technisch überzeugen?

Story

    Wir befinden uns in den 1980er Jahren: in hohem Alter kommt Nicholas Winton (Anthony Hopkins) nach Hause zurück, im Gepäck eine Reihe von Spendendosen. Seine Frau Grete (Lena Olin) ist derweil kurz davor, einen kurzen Ausflug zu beginnen – und möchte vorher sicherstellen, dass der durchaus gerne Sachen hortende Nicholas vor dem Eintreffen von deren hochschwangeren Tochter das Haus nicht weiter zustellt, sondern sich idealerweise von Dingen trennt. Doch bei allem Chaos in Nicholas‘ Arbeitszimmer sind sich beide einig: es muss eine geeignete Nutzung einer älteren Aktentasche geben, die er in einer Schublade aufbewahrt. Zeitsprung in das Jahr 1938: als damals angestellter Börsenmakler sieht Nicholas die Bedrohung eines zweiten Weltkriegs – und trifft in Prag auf Massen von Menschen, unter ihnen viele Mütter mit ihren Kindern, die vor den Nationalsozialisten flüchteten – und nun ohne echte Bleibe in ärmlichsten Verhältnissen in Flüchtlingslagern um ihr Überleben kämpfen müssen. Zusammen mit Doreen Warriner (Romola Garai), der Leiterin eines Komitees für Flüchtlinge beschließt Nicholas – entsetzt über die dortigen Zustände und insbesondere mit Blick auf die vielen Kinder – diese auf schnellstem Wege nach England zu Pflegefamilien zu geben und somit zu retten. Aber dieses ehrenwerte Vorhaben ist alles andere als einfach, gilt es auf die Schnelle eine geeignete Logistik über Zugfahrten, Geld und eben auch aufnahmebereite Familien zu organisieren. Darüber hinaus verkompliziert die bestehende Bürokratie das gesamte Unterfangen – und der drohende Einmarsch der Nationalsozialisten lässt die Uhr unerbittlich ticken.
    One Life 01.jpg
    Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um eine Geschichte nach wahren Begebenheiten. Nicholas Winton hat existiert und konnte seine Aktion wie gezeigt durchführen. Wer etwas weiter forscht, wird sogar 1:1 umgesetzte Szenen wie die in einer Fernsehsendung wiederfinden. Regisseur James Hawes versteht es dabei, gekonnt zwischen zwei Zeiten zu springen. So erfahren wir einerseits, wie Nicholas Winton damals all seine Mittel einsetzte und voller Überzeugung den zahllosen Kindern helfen wollte – und andererseits, welch bescheidener Mensch er in hohem Alter geblieben ist – und seine Geschichte bis zu dem Zeitpunkt lange Jahre unentdeckt blieb.
    One Life 02.jpg
    Nein, ein Vergleich zu Oskar Schindler sollte nicht zwingend gezogen werden, zu unterschiedlich sind doch die Wege und Mittel, die beide gehen. Aber sie eint das ungewollte Heldentum, Menschenleben gerettet zu haben. Etwa die erste Hälfte von „One Life“ bleibt dabei überraschend spannungsarm und zieht sich bei der Überwindung diverser bürokratischer Hürden durchaus in die Länge. Sobald aber die Rettungsaktion startet und sich zeigt, dass der Plan nicht reibungslos verlaufen kann, zieht der Film an. Auch der Zeitsprung auf die 80er Jahre spitzt sich zu, als der wertvolle Inhalt der, lange Zeit unbekannten Aktentasche Wintons ihren Weg nimmt und zu einem für Nicholas mehr als überraschenden Ergebnis führt.
    One Life 03.jpg
    Dabei glänzt insbesondere ein Anthony Hopkins in der Darstellung des Nicholas Winton und schafft es, neben der hier und da aufblitzenden Hopkins-typischen Gestik und Mimik, ihn authentisch werden zu lassen. Man nimmt ihm ohne Vorbehalte sowohl die ein oder andere Sammelleidenschaft und den Hang zum Chaos ab, als auch die tiefe emotionale Berührtheit zu seiner Vergangenheit und der ungemeinen Verantwortung, die er sich damals selbst auftrug. Das Ende rührt in der Tat zu Tränen und geriet vielleicht auch etwas zu kitschig, gleichzeitig bleibt aber beim Zuschauer ein zufriedenes Schmunzeln zurück. Nicholas Winton hat in einer sehr dunklen Zeitepoche für viele Kinder ihr Überleben gesichert – und für diese Tat kann man nicht dankbar genug sein. Auch wenn die erste Hälfte sich zieht, sollte insbesondere in Zeiten von angehender Zerstörung und dem Sähen von Zwietracht dieser Film betrachtet werden.

Bildqualität

    One Life 04.jpg
    Ein tolles Bild bringt „One Life“ richtig zur Geltung: bereits zu Beginn, wenn Nicholas seine Frau verabschiedet, erstrahlt der Busbahnhof in wunderschönen hellen Farben. Zugleich wird dort auch die hervorragende Schärfe deutlich anhand der Nahaufnahme Wintons: die vielen Falten alleine sprechen bereits für eine hohe Alterserfahrung. Kontrast und Schwarzwert sind passend eingestellt, gut zu sehen unter anderem in Innenaufnahmen wie dem ersten Hotelbesuch Wintons. Aber auch die eher in aschfahlen Graubrauntönen gehaltenen Szenen in einem Flüchtlingszentrum werden sehr gut wiedergegeben. Rauschen, Kompressionen, Bildfehler oder Verschmutzungen sucht man vergebens – das Bild ist stabil und ruht in sich. Daran ändert auch das ganz leicht erkennbare Filmkorn nichts. Top-Qualität.

Tonqualität

    One Life 05.jpg
    Nein, der Film bietet kaum Action oder die Möglichkeit, sein Tonformat gebührend auszuspielen. „One Life“ lebt primär von den Dialogen – und deren Stimmenwiedergabe ist sowohl im Original, als auch in der deutschen Synchronfassung klar verständlich, zugleich druckvoll – und im Englischen sogar eine Spur natürlicher klingend. Anthony Hopkins wird dabei im Deutschen von Kaspar Eichel gesprochen, der zuletzt eher als Sprecher für Robert Redford bekannt wurde. Die Musik – durchweg instrumental, überwiegend aus dem klassischen Genre oder einfach mit wenigen Instrumenten wie sanften Klavierklängen – füllt mit ihrer Dynamik und Reinheit den Raum. Sie legt sich selbst zu Beginn aus dem Autoradio Wintons leicht über alle Kanäle. Allerdings spielt sich bei diesem Film das Hauptgeschehen doch tonal im Frontbereich ab – nur zaghaft werden die Rückkanäle in einzelnen Szenen mit angesteuert, heben sich also nie dominant hervor.

Ausstattung

  • Deutscher Trailer (01:59 Min.)
One Life 06.jpg
Leider fällt das Bonusmaterial sehr mager aus: gerade mal ein Trailer zum Film verliert sich auf die Blu-ray. Dabei hätte die ein oder andere Dokumentation zu Nicholas Winton oder gar einzelne Interviews damals geretteter Kinder so gutgetan. Bevor das Menü beginnt, darf der Zuschauer nach Einlegen der Blu-ray erst einmal den Trailer „Daliland“ (01:54 Min.) betrachten. Im Menü selbst, das mit Filmausschnitten und Musik aus dem Film passend hinterlegt ist, können Kapitel, Sprache mitsamt Untertitel (leider keine englischen), Extras (dort findet sich nur obiger Trailer) und eine Trailershow ausgewählt werden. Letztere zeigt noch Trailer zu „Food Club“ (02:12 Min.), „Inside“ (02.17 Min.) und „Asphalt City“ (02:26 Min.). Freunde des gepflegten Äußeren ohne FSK-Symbol freut das vorhandene Wendecover.

Fazit

    Berührendes Biopic-Drama über einen bescheidenen Helden, der zu Beginn des zweiten Weltkriegs selbstlos und mit hohem Risiko es auf beeindruckende Art und Weise schafft, eine Masse von Flüchtlingskindern vor Krieg und Tod zu bewahren. Trotz so mancher Länge alleine aufgrund der Thematik und einem überzeugenden Anthony Hopkins eine Empfehlung wert. Bild und Ton der Blu-ray überzeugen vorbehaltlos, Extras sind leider so gut wie nicht vorhanden. (Dominik Böhler)
    (weitere Reviews anzeigen)

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6 von 10

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