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New Religion (2022) Blu-ray

Original Filmtitel: New Religion (2022)

Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Japanisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
100 Minuten
Veröffentlichung:
25.04.2024
 
STORY
3
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der 1985 in Japan geborene Keishi Kondo ist ein noch recht unbeschriebenes Blatt in der Filmbranche. Mit dem Kurzfilm „See you again“ aus dem Jahre 2020 feierte er sein Filmdebut und führte dort nicht nur Regie, sondern steuerte das Drehbuch bei und übernahm eine der beiden Rollen. Mit „New Religion“ kam 2022 sein erster echter Spielfilm heraus – auch hier stammt das Drehbuch von ihm. Donau Film bringt diese Mischung aus Drama und Horror nun als Standard Edition auch auf den deutschen Markt. Was dürfen wir von Kondos Film und der Blu-ray erwarten?

Story

    Miyabi (Kaho Seto) lebt in einer Großstadtwohnung zusammen mit ihrem Ehemann (Yuki Nagata) und ihrer kleinen Tochter Aoi (Hanna Nakamato). Diese interessiert sich sehr für die vielen Balkonpflanzen, die sie regelmäßig gießt. Doch ein unachtsamer Moment später – und Aoi verliert ihr Leben. Diese grausame Situation ändert alles in Miyabis Leben. Der Lebenswille von ihr scheint erloschen – auch ihr neuer Freund (Saionji Ryuseigun) schafft es nach ihrer Scheidung trotz aller Bemühungen nicht, sie aus ihrem Trauma zu befreien. Beruflich hängt Miyabi in einem tristen Call Girl – Service fest und muss mitansehen, wie ihre Arbeitskollegin Akari (Kuroe Mizuta) unangekündigt und schockierend mehrere Morde begeht. Mehr oder weniger zufällig gerät sie im Anschluss an Akaris letzten Kunden (Satoshi Oka), der einen merkwürdigen Fetisch zu haben scheint: statt den üblichen Gefälligkeiten bittet er sie, einzelne Körperteile von ihr fotografieren zu dürfen – eines nach dem anderen. Aber weder bei ihm, noch Zuhause kann sich Miyabi von ihrem festsitzenden Leid befreien und fristet ein fast schon betäubtes Dasein. Doch scheint es, dass je mehr Körperteile von ihr fotografiert werden, sie mehr und mehr ihre Tochter wiederzusehen und zu spüren scheint.
    New Religion 1.jpg
    Regisseur Keishi Kondo versteht es, einen ästhetisch qualitativ hochwertig gedrehten Film zu produzieren. Das Spiel der Kamera mit Frontal-, Nah- und Weitaufnahmen, hell und dunkel ausgeleuchteten Szenarien und die Nutzung der Farbwelten – allen voran ein tiefes Rot, gewinnt die optische Aufmerksamkeit des Zuschauers. In nicht wenigen Momenten erinnern dunkle und bedrohliche Einstellungen in den Räumlichkeiten von Miyabis Kunden entfernt an moderne Klassiker wie „Das Schweigen der Lämmer“ – das Merkmal der Motte als in Dauerschleife ablaufende Dokumentation über dieses Tier auf einem kleinen Bildschirm, sowie ein großformatiges Bild an der Wand und letztlich der Kunde selbst mit seiner krankheitsbedingt synthetisch erzeugten Stimme lassen insgesamt durchaus Gruselatmosphäre aufkommen.
    New Religion 2.jpg
    Dem gegenüber steht eine furchtbar in die Länge gezogene, extrem dünne Handlung mit unfassbar langatmigen Einstellungen, die in ihren extremen Formen schon fast an ein Stillleben erinnern. Wenn Miyabi zum wiederholten Male stumm von ihrem Schreibtisch Richtung Balkon geht – und wieder einmal nur eine feststehende Kameraeinstellung sie dann dort eine gefühlte Ewigkeit stehen oder Pflanzen gießen lässt, nagt dies ebenso an den Nerven des Zuschauers wie die künstlerisch breit gestreuten Szenen, in denen sich Personen eine Ewigkeit in Zeitlupe umdrehen, um dann emotionslos in die Kamera zu blicken oder mit einem Finger in eine Richtung zu zeigen. Gesprochen wird in dem gesamten Film wenig, von den Protagonisten angerissene Fragen nicht beantwortet. Das ist Pseudo-Kunst in Reinform, hat aber mit einer packenden, verstörenden, bewegenden oder einfach nur normalen Erzählform rein Garnichts zu tun, sondern entwickelt sich zu einer filmischen Frechheit. Ja, Miyabi ist zurecht verstört und findet aus dem Leid der verlorenen Tochter nicht heraus. Das ist allerdings bereits nach 20 Minuten hinreichend dargestellt und auch auserzählt. Und so ziehen sich die immer wiederkehrenden Besuche bei dem mysteriösen Fotografen mit „Big Brother“-Stimme wie Kaugummi – und ein sehr spät aufsetzender Erklärungsversuch, gepaart mit Horrorelementen, wirkt unreif. Auch die Regie enttäuscht und lässt die Darsteller in Zeitlupe von einem Ort zum anderen schleichen – mit ungelenken Drehungen um 90 Grad – jeder heute erstellte Roboter wirkt menschlicher.
    New Religion 3.jpg
    „New Religion“ ist ärgerlich. Zu plump und offensichtlich ist der Versuch, durch künstlerisch anmutende Bilder, Psychoklänge, die das Nervenkostüm des Zuhörers belasten und den unangenehmen Klang einer flatternden Motte eine Art anspruchsvolles Horrordrama zu kreieren. Das emotionslose Schauspiel der Hauptdarsteller, die dünne Handlung, sowie die letztlich unbefriedigende Auflösung setzen dem ganzen eine traurige Krone auf und lassen einen unberührten Zuschauer genervt zurück. Ein an der Grenze zur Frechheit gedrehtes Machwerk, das bis auf die professionelle Produktion und Optik umfassend enttäuscht.

Bildqualität

    New Religion 4.jpg
    Für einen neuen Film enttäuscht auch das Bild über weite Strecken: die häufig eingesetzten Rottöne wirken verschwommen und lassen nur selten eine gute Schärfe zu. Diese pendelt sich meist im befriedigenden Bereich ein, manchmal erscheinen weiter entfernte Objekte wie durch einen Rauschfilter bearbeitet wachsartig. Auch ist ein Filmkorn durchgehend zu sehen; öfters sticht dieses extrem hervor und produziert ein störendes Grieseln – besonders auffällig in der Barszene, als Miyabi mit ihrem Freund über ihr erstes Treffen sinniert. Der Kontrast ist durchschnittlich, der Schwarzwert suboptimal eingestellt – so verlieren sich in dunklen Szenen (und von denen gibt es einige) Details. Auch die Farben bleiben weitestgehend blass, was allerdings zur Grundstimmung des Films passt. Dass es auch mal kräftiger geht, zeigt eine Szene, in der sich Miyabi und ihr Freund unter einer beleuchteten Überdachung beim Einkaufen treffen.

Tonqualität

    New Religion 5.jpg
    Die deutsche Synchronfassung gibt die Stimmen klar und verständlich wieder. Dabei wirkt die Synchronisation an sich etwas billig, die Sprecher versprühen wenig Emotionen oder spürbare Wechsel in den Tonlagen, so dass der Eindruck einer eher günstigen Produktion entsteht. Die japanische Originalfassung wirkt im Vergleich wie erwartet etwas natürlicher und offener im Raumklang. Das Tonformat DTS-HD Master Audio 5.1 wird dabei nur selten genutzt, der überwiegende Teil spielt sich im Frontbereich ab, aber zumindest dieser spielt für sich gut. Vorbeifahrende Züge, aber auch das simulierte Flattergeräusch einer Motte legt sich dann über die Kanäle. Der Rückbereich wird selten angesprochen, zum Beispiel in der psychedelisch anmutenden Introsequenz, ansonsten eher ungenutzt. Musik wird in dem Film nur selten eingesetzt und wenn, dann bleibt auch diese eher im Frontbereich – dabei wird recht einfach eine Balance zwischen den Dialogen gehalten.

Ausstattung

    - Originaltrailer (01:32 Min.) - Deutscher Trailer (01:32 Min.)
An Bonusmaterial gibt es ausschließlich zwei inhaltsgleiche Trailer zum Film, die sich im dargestellten Text unterscheiden. Mehr findet sich nicht auf der Scheibe. Das ist andererseits aber auch gut, denn sowohl beim Einlegen der Blu-ray, als auch im einfachen Menü (Standbild mit Musik-/Geräuschuntermalung, klare Navigation) gibt es dankenswerterweise keinerlei Werbetrailer.

Fazit

    Ärgerliches optisches Blendwerk, das die dramatischen Elemente einer durch den Tod ihrer Tochter traumatisierten Mutter mit Horroranleihen mittels eines verstörenden Fetisch-Fotografen paart. Mangels fehlender Handlung und Dialogarmut erfolglos auf eine Metaebene hebend – langwierig, langweilig und ausdruckslos dargestellt. Das Bild überrascht durch seine nur mäßige Qualität, tontechnisch kann die Blu-ray überzeugen. Die Standard Edition bietet bis auf Trailer keine weiteren Extras. Nur für hartgesottene Fans von Japan-Thrillern, die viel Geduld mitbringen müssen. (Dominik Böhler)
    (weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
4 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 19.06.2024

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