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Furiosa: A Mad Max Saga Blu-ray

Original Filmtitel: Furiosa: A Mad Max Saga

Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Atmos
Deutsch Dolby TrueHD 7.1
Deutsch DD 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Englisch Dolby Atmos
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Englisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
148 Minuten
Veröffentlichung:
15.08.2024
 
STORY
9
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Als Regisseur George Miller im Jahr 2015, also 30 Jahre nach dem Ausflug in die Donnerkuppel, seinen Anti-Helden Mad Max zurück auf die Leinwand holte, und die Titelrolle statt mit Mel Gibson mit Tom Hardy besetzt worden war, waren viele Fans zunächst skeptisch, ob dies funktionieren würde. Tatsächlich wurde Titelheld Max Rockantansky in seinem eigenen Film „Mad Max: Fury Road“ zur Nebenfigur degradiert, während der eigentliche Held, oder besser gesagt „die Heldin“ die taffe Furiosa war, die damals von Charlize Theron dargestellt wurde. Der Film war ein voller Erfolg und einer der Großen Gewinner der Oscarverleihung 2016, bei welcher der Film für 10 der begehrten Filmtrophäen nominiert worden war und letztendlich sechs davon mitnehmen durfte. Bereits damals wurde verkündet, dass George Miller an einem Prequel, welches sich mehr mit der Figur der Furiosa auseinandersetzen sollte, arbeiten würde. Dennoch dauerte es 8 Jahre, bis dieses Vorhaben in die Realität umgesetzt wurde. Nun liegt „Furiosa: A Mad Max Saga“ auf Blu-ray Disc und 4k-UHD für den Heimkinomarkt vor, und wir werfen an dieser Stelle auf den heißerwarteten Streifen und die technische Umsetzung der Scheiben, die von Warne Home Video im Vertrieb von Universal Pictures Home Entertainment herausgebracht werden.

Story

    In den Weiten der allumfassenden Wüste, lernt die junge Furiosa (A. Taylor-Joy) bereits als kleines Mädchen wie man auch unter den widrigsten Umständen am Leben bleibt, als sie von der Biker Horde des kriegssüchtigen Dementus (C. Hemsworth) aufgegriffen und verschleppt wird. Tagtäglich mit Gewalt und Erniedrigung konfrontiert, wird aus ihr selbst eine beinharte Kämpferin, die sich ihren Platz in dieser Hölle mit äußerster Brutalität erstreitet. Eines Tages stösst die Horde auf die Zitadelle, die vom Tyrannen Immortan Joe (T. Burke) und dessen Sohn Rictus Erectus (N. Jones) mit grausamer Hand geführt wird. Für Dementus stellt sich diese Oase als perfekter Rückzugsort dar, die er liebend gerne für sich beanspruchen würde, doch vor dem Kampfgeist von Joe und seinen Warboys zurückschreckt. Furiosa erkennt in dieser Situation jedoch nicht nur die Chance, einen Weg zurück in ihre Heimat zu finden, sondern sich ebenso an Dementus für die zugefügten Erniedrigungen zu rächen. Im Rausch ihres Rachdursts beginnt sie die beiden Kriegstreiber gegeneinander auszuspielen und entfacht damit einen Sturm der Gewalt ...
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    Zunächst einmal sollte man wissen, dass „Furiosa: A Mad Max Saga“ KEIN zweiter „Fury Road“ ist, was angesichts der großen Fangemeinde, die dieser Film mit seinen verrückten Charakteren, der enormen Action und der brüllend lauten Erzählstruktur vielleicht ein wenig vor den Kopf stoßen könnte. Ebenso wenig schlägt er in die Kerbe der ultrabrutalen aber in der Erzählstruktur doch eher (vermutlich dem geringen Budget geschuldeten) zurückhaltenden und ruhigeren Originalfilme. Der Film ist eine perfekte Mischung und doch etwas völlig Eigenständiges, das für sich genommen absolut und in nahezu jeder Hinsicht überzeugt. Hier kann man dem fast 80-jährigen George Miller, der wie bei sämtlichen vorherigen Mad-Max-Filmen auch, nicht nur Regie führte und das Drehbuch verfasste, sondern auch erneut die Produktion des Endzeit-Actioners übernahm. Die Action ist, im direkten Vergleich zu dem Vorgängerfilm, deutlich reduziert worden, aber wenn es zur Sache geht, dann richtig. So kommen all jene, die sich an der optisch wie akustisch auf Höchsttouren laufenden Daueraction von „Fury Road“ erfreuten, hier nur bedingt auf ihre Kosten. Auch musikalisch ist „Furiosa“ deutlich ruhiger, was aber perfekt zur Handlung und Erzählstruktur des Streifens passt.
    Furiosa 02.webp
    In erster Linie ist der Film nämlich kein Endzeit-Action-Spektakel, sondern ein Drama über das Erwachsenwerden eines kleinen Mädchens in einer unwirtlichen, anarchistischen, von Männern dominierten Welt voller Wahnsinniger. Allen voran ist hier Chris Hemsworth als Kriegsherr Dementus zu nennen, der mit seiner Motorradgruppe das Wüstenland unsicher macht und auch vor Folter und Mord nicht zurückschreckt, wobei nicht ganz klar ist, warum und wie er es geschafft hat, den Haufen Wahnsinniger, die ihm folgen, im Zaum zu halten. Auf der anderen Seite haben wir den bereits aus „Fury Road“ bekannten Immortan Joe, der nach dem Tod des Darstellers Hugh Keays-Byrne (der bereits im ersten Mad Max Film von 1979 als „Toecutter“ mit von der Partie war) durch den relativ unbekannten Lachy Hulme ausgetauscht wurde, was man aber angesichts der Maske und des Kostüms so gut wie gar nicht bemerkt. Die beiden Warlords liefern sich ein teilweise schon fast politisches Ränkespiel um die drei „Festungen des Wüstenlands“, wobei die Intrigen und Ränkespiele abseits der grafischen Action für Adrenalinschübe sorgen. Die Titelgebende Furiosa ist dabei zwar immer irgendwie in der Szene und definitiv auch handlungsrelevant, aber ihrer Rolle beschränkt sich lange Zeit auf die des unbeteiligten Zuschauers. Erst nach rund einer Stunde wird ihr Charakter dann von Anya Taylor-Joy gespielt (zuvor wird Furiosa in jüngeren Jahren von Alyla Browne dargestellt), und ab diesem Zeitpunkt erhält der Charakter auch eine Entwicklung, die nachvollziehbar und interessant ausfällt, wobei Miller immer den Fokus von ihr wegbewegt und sich der Handlung und den wahnwitzigen Nebenfiguren widmet, die den Film zu einem sehenswerten Kuriosum machen. Hervorzuheben ist dabei Taylor-Joys darstellerisches Geschick, denn da ihr Charakter lange Zeit weitestgehend stumm bleibt und das Gesicht – mit Ausnahme der Augen – verdeckt ist, drückt sie alles allein durch ihre Blick und ihre Körpersprache aus, bleibt dabei aber für den Zuschauer nahbar und verständlich. Der sämtliche restliche Cast neigt hingegen zum totalen Overacting, womit aber auch jeder der wahnwitzigen Figuren Tribut gezollt wird, und man den Charakteren gerecht wird.
    Furiosa 03.webp
    Nun stellt sich natürlich die Frage, wie interessant und spannend kann ein Prequel sein, wenn man den Ausgang der Geschichte im Prinzip kennt. Und in dieser Hinsicht liefert der Film ebenfalls ab. Zum einen ist zwar klar, dass Furiosa nichts passieren wird (mit Ausnahme des Verlust ihres Armes) und Dementus, der in „Fury Road“ keine Rolle mehr spielt, offensichtlich auf der Strecke bleibt, während Immortan Joes Imperium wächst, aber dennoch ist die Geschichte spannend und interessant erzählt, so dass man, selbst wenn man weiß, wie es ausgeht, mit den Figuren mitfiebert. Dennoch trägt der Film, wie bereits der Vorgänger, deutlich den „Style over Substance“- Stempel, soll heißen: Auch wenn die Story mitreißt, ist sie eigentlich irrelevant, weil die gezeigten Bilder mitreißen und den Zuschauer in eine eigene Welt entführen, in der man sich komplett verlieren kann. Und tatsächlich ist die Bildsprache hier gewaltig. Fantastische Aufnahmen, herrliche Kostüme, perfekte Figuren und natürlich die ausgefallenen Fahrzeuge – all das macht „Furiosa“ zu einem Bilderrausch, dem man sich nur schwer entziehen kann. Einziges Manko sind die nicht immer ganz gelungenen CGI-Effekte, die hier deutlich sichtbarer zu erkennen und in ihrer Masse deutlich zahlreicher sind als beim Vorgängerfilm, aber wenn man darüber hinwegsehen kann, bekommt man zweieinhalb Stunden Endzeit-Dystopie in Reinkultur.

Bildqualität

    Furiosa 04.webp
    Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 vor und unterliegt zahlreichen Stilmitteln, insbesondere was die Farbgebung angeht. Die Schärfe bewegt sich dabei durchgehend auf einem sehr hohen Niveau und erreicht damit mühelos die Grenzen des Möglichen, was das Medium Blu-ray Disc angeht. Die Farben sind indessen ebenfalls extrem satt und stark, dabei je nach Setting äußerst gewagt und verfremdend. So sind manche Nachaufnahmen fast schon als Schwarz-Weiß, beziehungsweise „Schwarz-Chrome“ zu bezeichnen (wobei es auch eine Filmversion gibt, die komplett in dieser Farbgestaltung vorliegt, was dem Film einen ganz besonderen, fremdartigen Touch verleiht), während hell ausgeleuchtete Szenen am Tag, in der Zitadelle, den Festungen des Wüstenlands oder aber in der Wüste selbst, in starken Farbtönen gehalten werden, wobei die Hautpartien weitestgehend realistisch bleiben. Der Kontrast ist ebenfalls weitestgehend solide eingestellt, wobei hier zu bemerken wäre, dass einige Szenen etwas milchig wirken – fast so, als wolle man die in der Regel etwas dunkler wirkende Darstellung einer 4k-UHD hier schon mal kaschieren. Alles in allem wirkt es hier etwas zu hell, gerade was Nachtaufnahmen angeht. Dennoch ist das Gesamtergebnis mehr als zufriedenstellend und erreicht stellenweise Referenzniveau.

Tonqualität

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    Warner spendiert sowohl der deutschen Synchronfassung als auch der englischen Originalfassung sowohl auf der Blu-ray Disc als auch auf der UHD eine Dolby Atmos Tonspur mit Dolby TrueHD 7.1 Kern. Optional lassen sich Untertitel hinzuschalten. War „Fury Road“ hier bei gleichen Tonformaten eine wahre Abrissbirne, schaltet man beim Prequel dann doch einen oder zwei Gänge zurück. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man eine weniger gute Abmischung abliefert, sondern eine, die von Haus aus nicht mehr ganz so brachial daherkommt. Möchte man dies dennoch, muss man halt den Lautstärkeregler einmal etwas höher drehen und dann klappt auch das wieder. Betrachtet man aber weiterhin erstmal die „normal“ Lautstärke, so röhren auch hier die Motoren der fantasievoll gestalteten Fahrzeuge sehr gut. Der Subwoofer sorgt dabei für eine angenehmes Grollen und Gluggern, ohne dabei aber die Bude zum Wackeln zu bringen. Action-Szenen sind hier etwas wohldosierter vorhanden, was dann für auch die begleitenden Surround-Effekte gilt. In den ruhigeren Momenten sind es vor allem Wind, Kettenrasseln oder das Gemurmel der Anwesenden, welche über die umherstehenden Lautsprecher wiedergegeben werden. Kommt es dann zur Action, wird man schlagartig mitten ins Geschehen zogen: Speere sausen um einen herum, Kugel zischen einem um die Ohren. Die Fahrzeuge bewegen sich dabei jederzeit einwandfrei ortbar über die entsprechenden Lautsprecher. Ab und an kommt es mal zu ein paar Szenen, in denen die Dialoge nicht ganz klar zu verstehen sind, glücklicherweise aber bilden diese absolut die Ausnahme. Der Soundtrack aus der Feder von Junkie XL kommt auch oftmals richtig rockig und voluminös. Die deutsche Synchronisation entstand bei der FFS Film- & Fernseh-Synchron GmbH in Berlin, wo Klaus Bickert das Dialogbuch und Tobias Meister die Dialogregie übernahmen. Die Hollywoodstars werden hierzulande von Lina Rabea Mohr (A. Taylor-Joy), Tommy Morgenstern (C. Hemsworth), Martin Kautz (T. Burke), Tilo Schmitz & Stefan Fredrich (L. Hulme) oder Franciska Friede (C. Fraser) eingesprochen, die hier passend zu den Rollen gewählt werden. Der englische Originalton klingt im Vergleich in Sachen Pegel und Dynamik marginal einen kleinen Ticken besser, nichts was man aber nicht auch mit dem eingangs schon erwähnten Lautstärkeregler auch für die heimische Vertonung erreichen könnte.

Ausstattung

    - Highway nach Valhalla: Auf der Jagd nach Furiosa (57:00 Min.) - Furiosa: Blinder Passagier ins Nirgendwo (11:13 Min.)
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    Das Bonusmaterial gliedern sich in fünf Beiträge, von denen drei exklusiv der 4K Ultra HD Scheibe vorbehalten bleiben. Auf der Blu-ray finden sich das knapp 1-Stündige Making Of, in dem sich Regisseur George Miller, Hauptdarstellerin Anya Taylor-Joy, einige der Produzenten sowie weitere Cast und Crew-Mitglieder an die Entstehung der Vorgeschichte zu „Fury Road“ erinnern. Anders als bei seinen vorherigen Abstechern ins Wasteland, sollte diesmal nicht die Action im Vordergrund stehen, sondern die Entwicklung die Furiosa über die Zeit von 16 Jahren durchlebt. Man bekommt hier viele Impressionen von den Dreharbeiten zu sehen, die diesmal in der Gegend um Sidney aufgenommen wurden. Konzeptzeichnungen, Set-Bauten und Vergleiche mit „Fury Road“ geben einen guten Überblick über die Geschehnisse des Prequels. Wer das volle Bonus-Programm haben möchte, muss wohl oder übel zur UHD greifen.

Fazit

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    Mit dem Prequel zu “Mad Max: Fury Road“ schlägt Regisseur George Miller diesmal etwas ruhigere Töne an und legt den Fokus eher auf seine titelgebende Hauptfigur und deren 16 Jahre unter der Knechtschaft verschiedener Wasteland-Banden. Anya Taylor-Joy macht ihre Sache hier sehr gut, sodass man schnell mit ihr mitfiebert. Chris Hemsworth ist hier mal in der Rolle eines Schurken zu sehen, der aber auch über ein besonderes Charisma und einen wohldosierten wie meist gut platzierten Humor verfügt. Doch keine Angst, auch wenn man der Story diesmal etwas mehr Platz einräumt, gibt es auch wieder knallharte Action zu sehen. In technischer Hinsicht kratzt die blaue Scheibe oftmals der Referenzmarke, womit man Bild & Ton wieder restklassige Werte bescheinigen kann. Abzüge gibt es nur in der B-Note durch die vielen eingesetzten künstlerischen Elemente und ein paar Ausnahmen bei der Dialogverständlichkeit. Das Bonusmaterial bietet zahlreiche sehenswerte Informationen zu den Dreharbeiten, sodass man auch nach dem Abspann noch eine Weile in der dystopischen Welt verbleiben kann. Dieses ist auf der Blu-ray Disc allerdings nicht ganz so umfangreich ausgefallen wie bei der UHD. Wer hätte gedacht, dass ein fast 80-jährger George Miller hier nochmals solch eine klasse Arbeit abliefert, die sich zudem wohlwollend von den anderen Franchise-Beiträgen absetzt, dennoch aber auch immer wieder gekonnt Bezug auf diese nimmt. „Mad Max“-Fans sollten hier definitiv auf ihre Kosten kommen. (Michael Speier / Jörn Pomplitz)
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8 von 10

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geschrieben am 15.08.2024

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6 Bewertung(en) mit ø 4,28 Punkten
 
STORY
3.7
 
BILDQUALITäT
4.8
 
TONQUALITäT
4.8
 
EXTRAS
3.8

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