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Tár (2022) Blu-ray

Original Filmtitel: Tár (2022)

Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby Atmos
Deutsch Dolby TrueHD 7.1
Englisch Dolby Atmos
Englisch Dolby TrueHD 7.1
Französisch Dolby Digital Plus 7.1
Italienisch Dolby Digital Plus 7.1
Untertitel:
Deutsch, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch, Chinesisch (vereinfacht), Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
158 Minuten
Veröffentlichung:
17.08.2023
 
STORY
6
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Nach seinen eigenen Aussagen hat Todd Field mit seiner erst dritten Regiearbeit eines abendfüllenden Spielfilms die Rolle der Lydia Tár nicht nur Cate Blanchett auf den Leib geschrieben, sondern sich dafür auch etliche Jahre Zeit gelassen. Herausgekommen ist dabei ein Anwärter auf die großen Filmpreise, allen voran für die Hauptdarstellerin. Dabei zieht es Field inhaltlich in eine Charakterstudie aus dem musikalischen Klassikbereich und örtlich nach Deutschland. Welcher Film kam dabei heraus – und wie wurde er auf Blu-ray umgesetzt?

Story

    Lydia Tár (Cate Blanchett) ist eine erfolgreiche Stardirigentin und Komponistin, deren nächster großer Auftritt ein Konzert von Gustav Mahlers 5. Symphonie in Berlin vorbereitet wird. Als offen lesbisch lebende Mutter gemeinsam mit ihrer Partnerin Sharon Goodnow (Nina Hoss) versucht sie sowohl ihr Privatleben, als auch die ihre Kräfte zehrende Arbeit unter einen Hut zu bringen. In ihrer Rolle als Mentorin zeigen sich merkwürdige Risse, als sie einen Schüler vor versammelter Mannschaft demütigt und ihrer Assistentin Francesca Lentini (Noémie Merlant) zusehends weniger Wertschätzung für ihre Arbeit gegenüberbringt. Die Probleme nehmen zu, als der Selbstmord einer ihrer ehemaligen Schülerinnen gemeldet und mit ihr in Verbindung gebracht wird. Welchen Einfluss hat sie genommen? Und wie weit hat sie ihr Leben noch im Griff? In einer Nebenrolle sehen wir übrigens den gealterten Julian Glover, der vielen noch als Bösewicht Walter Donovan aus „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ bekannt sein dürfte.
    Tar 1.jpg
    Es ist schwierig, Tár zu beurteilen. Der Film spielt im orchestralen Musikbereich der klassischen Musik – das alleine ist schon eher ungewöhnlich. Zusätzlich nutzt Regisseur Todd Field („Little Children“) dieses Umfeld, um einen komplexen und schwierigen Charakter in den Mittelpunkt zu stellen, hier die Stardirigentin Lydia Tár. Er lässt den Zuschauer diese Person auf dem Höhepunkt ihrer Karriere kennenlernen, gleich zu Filmbeginn wird diese aber auch schon durch beispielsweise abwertende Chats per Smartphone negativ dargestellt, die im späteren Verlauf immer wieder auftauchen. Das Ganze steigert sich durch die Blicke ihrer Schüler, die zwischen Respekt und Angst pendeln – und gipfelt in der Abhängigkeit, Eifersucht und beginnenden Verzweiflung ihrer Assistentin. Es ist schwer, für Lydia Sympathie zu gewinnen. Nein, sie ist daran nicht unschuldig. Zu sehr gewinnt man den Eindruck, sie nutze ihre Position aus, um andere Menschen zu erniedrigen, bestrafen oder gar zu zerstören. Eine Förderung hingegen scheint eher eigennützig zu erfolgen.
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    Das Ganze steigert sich soweit, bis letztlich das Thema Machtmissbrauch klar im Raume steht – etwas, das bisher oft nur dem männlichen Geschlecht zugesprochen wurde und vor allem über die #MeToo-Bewegung 2017 Opfer zur Offenlegung und zum Widerstand ermutigte. Auch bei Tár bleibt diese Situation lange unentdeckt und zunächst folgenlos. Dennoch verliert sich Lydia hier in ihrer eigenen komplexen Welt, verliert die Kontrolle über ihr Umfeld und letztlich sich selbst. Der Weg dorthin verlangt dem Zuschauer viel Ausdauer ab, beginnend mit einem sehr langen Interview, das sowohl die Figur der Lydia Tár hervorragend einführt, aber den Laien im musikalischen Bereich schnell abhängt und den Eindruck sehr gedehnter Szenen entstehen lässt. Und wenn diverse Situationen im Park beim Jogging oder nächtliche Wachzustände immer wieder wiederholt werden, tauchen sie einerseits tiefer in die Psyche Lydias ein, andererseits wirkt der Film dadurch oftmals auch zu lange. Bis hin zu verstörenden Begegnungen mit ihrer Nachbarin und deren Leben.
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    Belohnt wird der Zuschauer insbesondere mit dem hervorragenden Schauspiel Cate Blanchetts, die die Komplexität ihres Charakters brillant zum Ausdruck bringt – und dafür zurecht etliche Filmpreise gewann – bis hin zur Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin 2023. Allerdings: es bleiben sehr viele Fragen offen; viele Andeutungen, wie die Schicksale von Menschen mit Lydias Einfluss zusammenhängen, bleiben ungeklärt. Viele wichtige Themen werden mit Lydia Tár angerissen, aber keines konsequent zu Ende erzählt – und alleine das kranke Bild einer manipulativen, selbstsüchtigen Dirigentin ist noch nicht ausreichend für einen langen Filmabend, der in diesem Fall über 150 Minuten dauert. Lebenskrise, Mutterrolle, Selbst- und Fremdbild, Trennung zwischen Privatem und Beruflichem, Kontrolle und Kontrollverlust – alles in einer Person manifestiert ist ein Vorhaben, vor dem man Respekt haben darf, das hier aber mangels echtem Spannungsaufbau oder Mitgefühl nicht jeden fesseln wird.  

Bildqualität

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    Dieser Film ist für eine 4K-Auflösung gedacht. Nicht etwa wegen der feinen Haarsträhnen der Hauptdarstellerin oder den zahlreichen Maserungen in den Musikinstrumenten oder im Mobiliar, sondern der extrem kleinen Schriftgröße bei den für heutige Verhältnisse ungewohnt langen Eröffnungs-Credits. Auch wenn die Bildqualität hier Topwerte erreicht, sind die kleinsten Texte doch nur schwer lesbar. Glücklicherweise braucht man im späteren Filmverlauf keine Lupe, sondern darf einen hochauflösenden und modernen Transfer auf Blu-ray genießen, der ohne Filmkorn, digitales Rauschen, Kompressionsspuren oder gar Bildfehlern auskommt. Farben werden natürlich und etwas zurückhaltend gesetzt. So überzeugen sowohl Nahaufnahmen von Lydia Tár am Dirigentenpult, sowie die zahlreichen Innenaufnahmen ihrer Wohnung, die einmal häuslich warm, ein andermal nüchtern kalt dargestellt werden.

Tonqualität

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    Sowohl der Originalton, als auch die deutsche Synchronisation liegen in Dolby Atmos vor. Und während der Film noch sehr ruhig beginnt und erste Stimmen erwartungsgemäß im vorderen Centerbereich spielen, wird der Zuschauer beim ersten unerwarteten musikalischen Intermezzo mit voller Wucht erwischt: die klassische Musik wird hier mit einer solchen Dynamik und Feinheit wiedergegeben, dass man sich wie in einem kleinen Konzertsaal zu wägen scheint. Violine, Cello, Klavierbegleitung, wuchtige Percussions – alles wirkt sehr klar mit viel Volumen, so dass es immer wieder enttäuscht, wenn diese Passagen durch den gesamten Film nur kurz an-, aber kein einziges Stück über eine längere Zeit oder gar zu Ende gespielt werden. Ein echter – im positiven Sinn – Jammer. Aber auch in vermeintlich ruhigen Momenten erschreckt man, sobald aus dem hinteren rechten Kanal ein unerwartet lautes Klopfen (an einer Tür) ertönt – oder jemand ruft. Wir werden also genauso wie Lydia überrascht – und das hört sich verdammt gut an, wenn auch wie die harmonischen Musikstücke viel zu selten. Der Großteil ist dann doch Stille – oder längere Dialogszenen. Und diese werden in beiden Sprachfassungen gut verständlich wiedergegeben. Ich empfehle den Englischkundigen die Wahl zur Originalfassung. Da Tár in Deutschland spielt, sprechen eben auch einige Charaktere deutsch, so auch zuweilen Lydia selbst. Das alles hört sich deutlich authentischer an als die Synchronfassung, bei der scheinbar einige deutsche Stimmen quasi noch einmal deutsch synchronisiert wurden – und diese hören sich dann oftmals merkwürdig statisch oder gar laienhaft an.

Ausstattung

    Tar 6.jpg
    Gerade ein so durchaus kontrovers diskutierbarer preisgekrönter Film schreit geradezu danach, mittels Bonusmaterial mehr über die Idee und den Weg zur Produktion zu erfahren. Wie verliefen die Dreharbeiten, wie konnte sich Cate Blanchett in die Rolle einfinden, wie schwer waren die vielen deutschgesprochenen Szenen für sie? Wie kam die Geschichte zustande? Es ist bitter, dass diese Blu-ray-Fassung gänzlich ohne Extras auskommen muss. Ein Lichtblick bleibt neben der deutschen Synchronfassung der Originalton und jeweils dazu passende Untertitel. Das Menü der Blu-ray (in Deutsch und Englisch verfügbar) passt sich den fehlenden Extras an und ernüchtert mit einem Standbild und einer Musikpassage aus dem Film. Die wenigen bekannten Icons, die man auch von anderen Universal-Blu-rays kennt, bieten denn das Minimalprogramm einer Kapitelanwahl und Sprachen, sowie Untertitel zu wählen.

Fazit

    Das verstörende Bild einer Stardirigentin, die zusehends im Überfluss ihrer Macht ihr Leben und das anderer verliert, wird eindrucksvoll durch das Schauspiel Cate Blanchetts dargestellt, verliert sich aber zusehends im Bemühen, zahlreiche Konflikte herauszuarbeiten und wirkt arg gestreckt. Begleitet wird dieses Drama von einem zeitgemäß sehr guten Bild und wunderschönen Ton, dessen hervorragendes Raumklangpotential zu selten ausgespielt wird. Das nicht vorhandene Bonusmaterial enttäuscht angesichts eines solchen Werks. (Dominik Böhler)
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6 von 10

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1 Bewertung(en) mit ø 3,00 Punkten
 
STORY
3.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
1.0

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