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Leoparden küsst man nicht Blu-ray

Original Filmtitel: Bringing Up Baby

Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case im Schuber (meist nur bei Erstauflage)
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Deutsch (Hörfilmfassung) DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.33:1) @23,976 Hz
Schwarzweißfilm:
Schwarzweißfilm
Video-Codec:
Laufzeit:
102 Minuten
Veröffentlichung:
14.04.2023
 
STORY
9
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
7
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
    Mit “Leoparden küsst man nicht” veröffentlicht das Label Filmjuwelen einen weiteren Titel, welcher dem Namen des Labels alle Ehre macht. Die Veröffentlichung erscheint im Vertrieb der Al!ve AG und bringt den Film als deutsche HD-Premiere in seiner ungekürzten Fassung in den Handel. Was der Film, der bei seiner Premiere als Flop galt, aber im Laufe der Jahre zu einem absoluten Kulthit avancierte, der heute als eine der besten Komödien aller Zeiten gilt und 1990 in das amerikanische “National Film Registry” für besonders erhaltenswerte Filme aufgenommen wurde, inhaltlich zu bieten hat und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

    Was geschieht, wenn ein zerstreuter Wissenschaftler, dessen Lebenswerk in der Rekonstruktion eines Saurierskellets besteht, eine exzentrische Erbin trifft, die einen Leoparden als Haustier hält? Genau: Das Chaos ist programmiert! Während sich der Zoologe, David Huxley, auf seine Hochzeit vorbereitet, läuft ihm die temperament-volle Susan über den Weg. Mit weiblicher List und Leopard entführt sie den Professor, der einerseits pünktlich zu seiner Hochzeit erscheinen will, anderseits nicht unhöflich sein möchte ... (Pressetext Filmjuwelen)
    Leoparden küsst man nicht 01.jpg
    Die 1938 von Filmlegende Howard Hawks inszenierte Screwball-Komödie schickt das Traumpaar Katharine Hepburn und Cary Grant von einer absurden Situation in die nächste und lässt dem Zuschauer dabei kaum Zeit, um zu Atem zu kommen. Die Handlung beginnt recht harmlos mit einem verwechselten Golfball und mündet in einem sich immer weiter auftürmenden Chaos, welches von Katharine Hepburn permanent erweitert wird, während Cary Grant den Konterpart gibt, der stoisch aber verzweifelnd als Spielball des Schicksals (oder seiner Filmpartnerin) agiert und immer weiter auf den Nervenzusammenbruch zusteuert, während seine Partnerin daran ihre helle Freude zu haben scheint.
    Leoparden küsst man nicht 02.jpg
    Aus heutiger Sicht mag der Film vielleicht ein wenig aus der Zeit gefallen wirken, zeichnet er doch ein völlig anderes Bild einer Gesellschaft, die von Normen und Konventionen gefangen ist, wobei Katharine Hepburns Charakter aus diesen permanent auszubrechen versucht. Die Screwball-Komödie lebt in erster Linie von dem Kontrast, der hier in gleich mehrerlei Form gezeichnet wird. Dennoch schwingt stets eine unterschwellige Liebe mit, welche die beiden so unterschiedlichen Protagonisten umgibt und zusammenführt. In gewisser Weise geht es hier auch permanent um sexuelle Leidenschaft, auch wenn diese – den Regeln der Zeit unterworfen – nie richtig angesprochen oder gar gezeigt wird. Im Fokus steht natürlich der Spaß, der hier zum einen sehr slapstickartige Züge annimmt, wenn Cary Grant grimassierend und unbeholfen durch die Gegend stolpert und im Grunde genommen häufiger hinfällt als das er geht, und zum anderen auf geschliffene Wortgefechte setzt, die in einer Geschwindigkeit abgefeuert werden, dass hier völlig zu Recht der Begriff “Maschinengewehrdialoge” entstand.
    Leoparden küsst man nicht 03.jpg
    Tatsächlich sind die Dialoge derart schnell und überlappen einander, dass es nahezu unmöglich ist, allem zu folgen. Das macht aber fast gar nichts, weil gerade diese Dialoge nicht wirklich relevant sind, sondern vielmehr dazu dienen, das Chaos noch weiter auszubauen. So bekommt man beim wilden Durcheinander immer wieder Bruchstücke mit, die für sich genommen und aus dem Kontext gerissen absolut absurd sind - so absurd wie die Handlung, die im Übrigen auch nur schwer nachvollziehbar ist. Da verliebt sich die reiche Erbin von jetzt auf gleich in einen Mann, den sie nicht einmal kennt, und will ihn von seiner baldigen Hochzeit abhalten. Aber was soll's? Logik und Nachvollziehbarkeit sind in einer Screwball-Komödie, gerade wenn sie von Howard Hawks inszeniert wird, ohnehin fehl am Platz. Interessant ist hier übrigens, dass durch das Auf und Ab und das Gekreische der deutschen Synchronsprecher die Situationen noch weiter eskalieren, während insbesondere Cary Grant im Original weitaus ruhigere Töne an den Tag legt. Katharine Hepburn hingegen ist sowohl im deutschen als auch im englischen extrem nervig und extrem anstrengend, um nicht zu sagen unausstehlich. Aber irgendwie man man sie dann doch, und nach dem sehr abrupten Ende bleibt man ein wenig traurig zurück, weil man eigentlich gerne noch mehr davon gesehen hätte.

Bildqualität

    Leoparden küsst man nicht 04.jpg
    Das stark gekörnte Schwarzweiß Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 1,33:1 vor und kann sein Alter von rund 85 Jahren leider nur bedingt verbergen. Zwar schaut das Bild deutlich besser aus als alle bislang hierzulande veröffentlichten Versionen des Films, aber dennoch stellt sich eine gewisse Ernüchterung ein. Die Schärfe schwankt je nach Einstellung erheblich und bildet in manchen Szenen und Momenten selbst kleinere Details sauber und scharf ab, driftet aber nicht selten ins genaue Gegenteil um, und wirkt mitunter wie weichgezeichnet. Natürlich mag hier auch das Ausgangsmaterial zu einem gewissen Punkt mit beitragen, vor allem weil gerade Darstellerinnen in der damaligen Zeit bei Nahaufnahmen ein wenig “verschleiert” wurden, aber das trifft keineswegs auf alles betroffenen Szenen zu. Dazu kommt, dass der Kontrast ebenfalls ein wenig mehr Differenzierung und Dynamik vertragen hätte. In manchen Szenen verschwimmen die Konturen und man kann nicht erkennen, wo etwas anfängt und etwas anderes aufhört. Auch der Schwarzwert ist nicht immer ganz perfekt, während helle Flächen stellenweise ein wenig überstrahlen. Auch wurden nicht alle altersbedingten Mängel komplett entfernt, und so kann man hie und da einige kleinere und auch größere Beschädigungen “bewundern”, die der Zahn der Zeit auf dem Material hinterlassen hat. Spurrillen, Flackern und in einigen Einstellungen “schwimmt” und schwankt das Bild ein wenig. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um die bislang beste deutschsprachige Veröffentlichung des Titels, die dem Rezensenten bekannt ist.

Tonqualität

    Leoparden küsst man nicht 05.jpg
    Akustisch sollte man seine Ansprüche ebenfalls ein wenig zurückschrauben. Zum einen, weil der Film mit einem Alter von nunmehr 85 Jahren nicht mehr der allerfrischeste ist (und auch die deutsche Synchronfassung, die zwar “erst” 1966, also 28 Jahre später angefertigt wurde, hat inzwischen ein entsprechendes Alter auf dem Buckel) und zum anderen, weil aus einer Mono-Tonspur in dts-HD Master 2.0 nun einmal nicht allzu viel herauszuholen ist. Da es sich hier andererseits um eine Dialogbasierte Screwball-Komödie handelt, sind Surroundeffekte ohnehin nicht wirklich nötig. Dennoch wirken gerade Schritte, seien sie nun auf Asphalt, Holzdielen oder was auch immer, extrem laut und prägnant. Die Musik bleibt derweil ein wenig unauffällig, allerdings wurde diese hier auch noch sehr sparsam eingesetzt. Die geschliffenen Dialoge, die hier nicht nur sehr rasant, sondern häufig auch durcheinander und übereinander geführt werden, haben absolute Priorität und sind ausgesprochen dominant. Häufig ist es bei älteren Titeln leider so, dass die Dialoge mitunter sehr spitz oder aber dumpf klingen. In dieser Hinsicht gibt sich die Scheibe keine Blöße und gibt alles sauber und ordentlich und überwiegend gut verständlich wieder – und zwar sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Synchronfassung. Diese entstand unter der Regie von Ingeborg Grunewald nach einem Dialogbuch von Hans-Bernd Ebinger bei der CS-Film GmbH in München und fährt ein hervorragendes Sprecherensemble auf. Neben Erik Schumann über Cary Grant und Margot Leonard über Katharine Hepburn bekommen wir noch Größen wie Robert Klupp, Ingrid Capelle, Anton Reimer, Wolfgang Hess, Klaus W. Krause, Norbert Gastell und Ema Großmann zu hören. Da der Film seinerzeit um rund 10 Minuten gekürzt wurde und es für die entsprechenden Stellen keine deutsche Synchronisation gibt, liegen diese Szenen im englischen Original mit optionalen deutschen Untertiteln vor. Da es sich hierbei teilweise um einzelne Satzbausteine innerhalb eines Gesprächs oder einer Szene handelt, könnten manche Zuschauer dieses Hin-und-Her als störend empfinden. Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, den Film optional in seiner ursprünglichen deutschen Version ohne besagte Szenen ebenfalls anzubieten, zumal die kurzen Momente kaum etwas zum Verständnis der Handlung beitragen.

Ausstattung

    - Audiokommentar von Dr. Rolf Giesen - Audiokommentar von Peter Bogdanovich (Englisch, Ohne Untertitel) - Dokumentation: Howard Hawks - Ein verdammt gutes Leben - Audio-Interview mit Cary Grant - Audio-Mitschnitt: Gespräch Howard Hawks und Peter Bogdanovich - Original-Kinotrailer - Deutscher Trailer - Trailershow - Booklet mit vielen Hintergrundinformationen und Biografien
    Leoparden küsst man nicht 06.jpg
    Im Bonussektor erwarten den interessierten Zuschauer einige interessante Hintergrundinformationen zum Film und dessen Regisseur. Den Anfang macht ein gewohnt kompetenter Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen, der einige Informationen und Anekdoten zum Besten gibt, mit denen man den Film noch weitaus mehr genießen kann, als es ohnehin schon der Fall ist. Ein weiteres Highlight des Bonusmaterials ist die mit deutschem Voice-Over synchronisierte, rund einstündige Dokumentation “Ein verdammt gutes Leben”, welche den Werdegang des legendären Filmemachers Howard Hawks portraitiert. Zu guter Letzt wurde dem Set, das sich in einem stabilen Einsteckschuber befindet, auch noch ein informatives und umfangreiches Booklet spendiert, das zwar etwas zu viel Eigenwerbung auf den letzten Seiten enthält, aber eben auch zahlreiche Hintergrundinformationen beinhaltet, und bei Keep-Case-Veröffentlichungen inzwischen leider Seltenheitswert besitzt, weshalb wir an dieser Stelle einen Extrapunkt vergeben.

Fazit

    Die technische Seite der Blu-ray Disc kann ihr Alter von nunmehr rund 85 Jahren leider nicht zur Gänze verschleiern, zeigt sich aber den Umständen entsprechend von ihrer besten Seite. Das Bild ist besser als alles, was bislang im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wurde, kann aber leider nicht mit Titeln ähnlichen Alters mithalten – von aktuelleren Titeln brauchen wir erst gar nicht zu reden. Auch die Akustik ist in Ordnung und gibt die Dialoge sauber und klar wieder - nicht mehr und auch nicht weniger – allerdings stört der Wechsel von Deutsch auf Englisch in der deutschen Synchronfassung, die leider nie zur Gänze angefertigt wurde, schon ein wenig den flüssigen Filmgenuss. Das Bonusmaterial ist ebenfalls solide ausgefallen und enthält ein paar interessante Hintgergrundinformationen zum Film und dessen Regisseur. Der Film selbst ist ohne Zweifel eine der besten Komödien aller Zeiten, die mit großartigen Wortgefechten, einer hohen Dynamik und hervorragenden Darstellern punkten kann – auch heute noch. (Michael Speier)
    (weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

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Panasonic TX-L47ETW60 Sony UBPX700 Sony HT-S20R
geschrieben am 12.04.2023

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2 Bewertung(en) mit ø 2,63 Punkten
 
STORY
4.5
 
BILDQUALITäT
3.0
 
TONQUALITäT
2.0
 
EXTRAS
1.0

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