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Liebesdings Blu-ray

Original Filmtitel: Liebesdings

Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD HR 5.1
Deutsch (Hörfilmfassung) DD 2.0
Deutsch DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
99 Minuten
Veröffentlichung:
08.12.2022
 
STORY
3
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Diversität und Feminismus spielen in unserer Gesellschaft eine immer größer werden Rolle. Auch die Filmindustrie setzt zunehmend auf ein buntes Ensemble und räumt Minderheiten zunehmend mehr Platz ein. Mit „Liebesdings“ erscheint nun bei Constantin Highlight Communications der neue Film von Regisseurin Anika Decker, die auch für das Drehbuch verantwortlich war, und in diesem stellen Diversität und Feminismus den Dreh- und Angelpunkt der Handlung dar. Ob ausgerechnet Vorzeige-Macho Elyas M’Barek, der hier in der Hauptrolle quasi ein Abbild seiner Selbst spielt, die passende Besetzung ist, was der Film zu bieten hat und wie sich die Blu-ray Disc, die von Constantin / Highlight Communications im Vertrieb von Universal Pictures Home Entertainment in einer Standard Keep Case Verpackung auf den Markt gebracht wird, in technischer Hinsicht zu bieten hat, klärt die nun folgende Rezension.

Story

    Kreischende Fans, aufdringliche Fotografen auf dem roten Teppich und Interviews, in denen man nur wissen will, wie seine Traumfrau auszusehen hat: Marvin Bosch (E. M’Barek) geht das Leben eines Filmstars von Tag zu Tag mehr auf die Nerven. Als die spitzzüngige Journalistin Bettina Bamberger (A. M. Lara) während einer Fernsehsendung unschöne Dinge aus Marvins Vergangenheit ans Licht bringt, flüchtet er panisch aus dem Studio und versteckt sich im Off-Theater der Feministin und Komikerin Frieda (L. Heinze). Die beiden können zunächst so gar nichts miteinander anfangen, doch da das Theater kurz vor der Pleite steht, nimmt Frieda jede Hilfe an, die sie kriegen kann …
    Liebesdings 01.jpg
    Der Film beginnt als Mediensatire und zeigt überspitzt wie Superstars hofiert und entmündigt werden, doch schon bald wendet sich das Blatt, und die Grundstimmung schwenkt um in Richtung Drama, nur um sich dann kurze Zeit später in eine Rom-Com zu verwandeln, wie sie hierzulande vor kurzem noch am Fließband produziert wurden. Einziger Unterschied: Alles, nur keine Otto-Normalbürger! Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen, im Gegenteil. Wenn man Minderheiten eine Bühne gibt um sie der Gesellschaft näherzubringen, so ist das erst mal eine gute Idee und eine wunderbare Sache – dachte sich vermutlich auch die Drehbuchautorin Anika Decker, die zuvor bereits die Bücher zu „Keinohrhasen“, „Rubbeldiekatz“ und „Traumfrauen“ zu Papier gebracht hatte und hier obendrein noch den Regieposten besetzte. Leider meint sie es hier nicht nur etwas zu gut, sie will einfach viel zu viel, vor allem aber, möchte sie es wohl allen rechtmachen, und das funktioniert in der Regel nicht. So auch hier.
    Liebesdings 02.jpg
    Statt Matthias Schweighöfer oder Til Schweiger ist nun Elyas M’Barek die Hauptfigur, und das bietet natürlich zahlreiche Möglichkeiten, die man mit Schweighöfer oder Schweiger nicht gehabt hätte. Weder Schweighöfer noch Schweiger hätten einen ausländischen Superstar, den seine Vergangenheit aus dem sozialen Brennpunkt einholt, spielen können, bei dem „Türkisch für Anfänger“-Star hingegen sieht das natürlich anders aus. Bravo! Im Umkehrschluss wird der Film dadurch allerdings in erster Linie lediglich um ein paar Klischees reicher. Trotz Erfolg stehen die Jugendfreund*innen, gespielt von der Raspelkurz geschorenen Jil Funke und Denis Moschitto, der "natürlich" einen Handyladen aus dem Klischeebaukasten betreibt und seinem besten Freund, dem "großen Star" hinterherdackelt, weil er sonst nichts auf die Reihe bekommt, hinter dem Superstar, schließlich verbindet die drei ein schreckliches Geheimnis. Dieses wird natürlich aufgelöst und deeskalierend gelöst, und alles ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen. Klischees gibt es hier übrigens im Minutentakt. Vornehmlich geht es dabei natürlich um Frauenrechte und Genderdebatten, und auch für die MeToo-Thematik wird ein wenig Platz geschaffen. Dabei geht der Film derart Plump zu Werke, dass man gar nicht anders kann, als sich innerlich über die teils extrem oberflächliche Darstellung zu echauffieren. Somit geht die gut gemeinte Message nach hinten los und wird die Menschen weniger zum Umdenken bringen, sondern vielmehr die bereits vorhandene Meinung festigen, wie immer diese auch ausfallen mag. Der Kniff, dass sich die Handlung in einem Theater abspielt, grenzt schon fast an Arbeitsverweigerung. Die Phrasen und Thesen werden hier einfach in Form von (unlustigen) Stand-Up-Auftritten an den Mann oder die Frau gebracht, was der Drehbuchautorin und Regisseurin natürlich einiges an Arbeit erspart, denn ansonsten hätte man sich Situationen ausdenken müssen, in denen man die Dialoge und Aussagen glaubwürdig einbringen könnte. Und so wird mit peinlichen Kostümen (Klitoris-Hüte) getanzt, der Hintergrund vom „Bums-Bus“ diskutiert, die toxische Männlichkeit demontiert und die Probleme von Transpersonen ins Licht gerückt. Alles Themen, die man durchaus souverän und sinnvoll hätte einarbeiten können, allerdings macht der Film daraus eher ein Schaulaufen der Peinlichkeiten.
    Liebesdings 03.jpg
    Dennoch ist „Liebesdings“ kein Totalausfall, sondern kann stellenweise sogar ganz gut überzeugen. Vor allen Dingen die Spielfreude der einzelnen Darsteller*innen ist enorm unterhaltsam, und der gesamte Cast überzeugt in den dargestellten Rollen. Selbst dann, wenn sie – wie etwa im Fall von Rick Kavanian, der sich als alternder Star an jeden Strohhalm klammert – recht beliebig und eigentlich überflüssig in den Film hineingeprügelt wurden, um noch einen bekannten Namen mehr auf dem Plakat stehen zu haben. Gerade Elyas M’Barek gibt seinen Marvin Bosch glaubwürdig und überzeugend und sein weibliches Gegenstück Lucie Heinze ist ebenfalls, trotz ihres für manche Zuschauer anstrengend und überzeichneten Charakters, liebenswürdig und charismatisch. An der Seite der beiden agieren große Namen in kleinen Rollen, darunter Alexandra Maria Lara, Anna Thalbach und der eben bereits genannte Rick Kavanian. Dennoch wäre hier weniger möglicherweise mehr gewesen. Liebesdings will nicht ein, sondern drei Filme sein, und wird dabei keinem davon gerecht.

Bildqualität

    Liebesdings 04.jpg
    Das makellose Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 vor und ist über weite Strecken gut bis sehr gut, kann allerdings nicht zur Gänze überzeugen. So bewegt sich die Schärfe zwar durchgängig auf einem soliden Niveau und bildet auch kleinere Details sauber ab, aber allgemein ist das Bild mitunter etwas weicher, insbesondere in der Halbtotalen. Die Farben sind sauber und kräftig, dabei weitestgehend natürlich und der Kontrast ist ebenfalls ausgewogen und angenehm. In einigen Szenen (zum Beispiel bei Innenaufnahmen im Auto bei Nacht) kränkelt der Schwarzwert allerdings ein wenig und zeigt sich in einem dunklen Grau, während er in anderen Szenen tief und sauber dargestellt wird. Alles in allem eine sehr gute Performance, die jedoch noch Luft nach oben lässt.

Tonqualität

    Liebesdings 05.jpg
    Akustisch erfüllt die Blu-ray Disc voll und ganz die Erwartungen – nicht mehr, nicht weniger. So bleibt der Film bis auf wenige Ausnahmen, wie den Szenen im Theater oder im Club, weitestgehend frontlastig und unauffällig, was bei einer dialoglastigen Komödie ohne nennenswerte Actionsequenzen aber auch nicht anders zu erwarten war. Immerhin sind die Dialoge jederzeit glasklar und sauber verständlich, was bei deutschen Filmen beileibe keine Selbstverständlichkeit ist. Bei der musikalischen Untermalung bleibt man auch etwas zurückhaltend – Ausnahmen (auch hier sei wieder der Ausflug in den Club genannt) gibt es natürlich, aber wenige. Hier darf der Subwoofer dafür zeigen was er kann.

Ausstattung

    Liebesdings 06.jpg
    Der Bonussektor hält eine ganze Reihe von Interviews mit Regisseurin/Drehbuchautorin/Co-Produzentin Anika Decker und den zahlreichen Darsteller*innen bereit, wobei sämtliche Beteiligten nicht müde werden zu erwähnen, wie wichtig ihnen der Film war und wie viel Spaß man bei den Dreharbeiten gehabt hat. Das ist auf Dauer nicht nur ermüdend, sondern hat den Beigeschmack, dass man hier in erster Linie Werbung für den Film machen wollte, zumal der Informationsgehalt verhältnismäßig gering ausfällt. Obendrauf gibt es noch den Teaser und den Trailer zum Hauptfilm, ein paar Programmhinweise und ein Wendecover ohne FSK-Siegel.

Fazit

    Technisch bewegt sich die blaue Scheibe aus dem Hause Constantin auf einem soliden Niveau und gibt sich in guter Bild- und Tonqualität, ohne dabei sonderlich zu überraschen. Das Bonusmaterial ist leider etwas zu übersichtlich und werbelastig. Der Film selbst bietet ebenfalls keine großen Überraschungen und weiß leider nie so ganz, was er eigentlich sein möchte: Eine romantische Komödie, ein Drama, eine Sozialstudie oder doch lieber eine Filmgeschäfts-Satire? Hauptsache, man haut ordentlich Feminismus und Diversität in die Mischung mit rein, dann klappt das schon irgendwie. Herausgekommen ist allerdings ein Film, der weder Fisch noch Fleisch ist, und schon gar keinesfalls ist er vegan, obwohl er es so gerne wäre. Zwar ist das Endergebnis ganz unterhaltsam, aber es hätte so viel mehr sein können und müssen, um nicht im Einheitsbrei unterzugehen. (Michael Speier)
    (weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
5 von 10

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geschrieben am 25.01.2023

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