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Muttertag (1980) (2. Neuauflage) Blu-ray

Original Filmtitel: Mother's Day (1980)

Disc-Informationen
Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Label:
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 1.0
Englisch DTS-HD MA 1.0
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1) @24 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
90 Minuten
Veröffentlichung:
30.09.2022
 
STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Wer an die Indipendent-Filmschmiede Troma denkt, dem kommen vermutlich primär sehr alberne, übertrieben brutale und ausgesprochen trashige Perlen wie „The Toxic Avenger“, „Poultrygeist“, „Nuke em High“ oder „Terror Firmer“ in den Sinn. Aber auch der Kultthriller „Muttertag“, der hierzulande lange Zeit wegen Gewaltverherrlichung beschlagnahmt war und erst letztes Jahr rehabilitiert und von der FSK mit dem roten „ab 18“-Siegel frei verkäuflich ist, stammt aus dem Hause Troma und wurde sogar von Charles Kaufman, dem Bruder des Troma-Gründer Lloyd Kaufman, höchstpersönlich geschrieben und inszeniert. Da der Film nun nicht mehr im Giftschrank aufbewahrt werden muss, bringt CMV den Film unter dem Label 84‘ Entertainment im Vertrieb der Al!ve AG nun in Form einer Keep Case Version in den deutschen Kaufhandel – natürlich 100% ungekürzt. Was der Film, über den lange nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wurde, zu bieten hat und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

    Jedes Jahr zur gleichen Zeit brechen die Freundinnen Trina (T. Pierce), Jackie (D. Luce) und Abbey (N. Hendrickson) zu einem Campingausflug auf und erinnern sich gemeinsam an ihre Collegezeit. In diesem Jahr geraten sie jedoch an zwei Hinterwäldler, die die drei Mädchen entführen und perverse Folterspiele mit ihnen abhalten, um so ihrer Mutter zu imponieren. Glücklicherweise gelingt ihnen die Flucht, doch Jackie erliegt kurz darauf ihren schweren Verletzungen. Trina und Abbey wollen ihren Tod jedoch nicht ungesühnt lassen und planen ihrerseits grausame Rache zu nehmen, die die beiden Hinterwäldler schon sehr bald am eigenen Leib zu spüren bekommen ...
    Muttertag 01.jpg
    “Muttertag“ gehört mit Sicherheit zu den berüchtigtsten Filmen der Zensurgeschichte, woran nicht zuletzt die Hetzkampagne und Beschlagnahmung durch die Bundesprüfstelle beteiligt gewesen sein dürften. Der Film diente auch als abschreckendes Beispiel bei Claus Bienfaits sehr polemischer Dokumentation „Mama, Papa, Zombie – Horror für den Hausgebrauch“ aus dem Jahr 1984 (Auszüge finden sich im Bonusmaterial dieser Scheibe), wodurch er ebenfalls ordentlich gepusht wurde. Bleibt die Frage: Wird der Film dem Hype, den er seinerzeit auslöste und der sich in bestimmten Kreisen bis heute hält, überhaupt gerecht und können die damals schockierenden und blutrünstigen Szenen auch heute noch überzeugen?
    Muttertag 02.jpg
    Die Antwort lautet Jein, denn natürlich wurde der Film damals mit relativ geringem Budget produziert und die Effekte sind heute klar als solche zu erkennen. So ist das Blut hier üblicherweise sehr knallig und auch die Brutalität wirkt aus heutiger Sicht sehr comichaft überzogen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Film sich stellenweise kein bisschen ernst nimmt und mit albernen, lächerlichen Szenen immer wieder für unpassenden Humor sorgt – ein typischer Troma-Film eben. Andererseits sind die Gewaltszenen, insbesondere die Vergewaltigung des weiblichen Opfers durch die beiden Söhne, alles andere als ästhetisch und gehen unter die Haut. Die darstellerischen Leistungen sind derweil wechselhaft. Während die Mädchen besonders während der Bedrohungsszenarien durchaus authentisch und glaubhaft agieren sind die Jungs und vor allen Dingen die Mutter meistens etwas drüber und überspannen den Bogen oft deutlich. Trotzdem darf man „Muttertag“ durchaus als waschechten Rape-and-Revenge-Backwood-Slasher bezeichnen, und trotz inszenatorischer Schwächen lässt sich wohl kaum bestreiten, dass der Film viele Genre-Filmer von heute massiv inspiriert hat.
    Muttertag 03.jpg
    Der Film ist definitiv keine leichte Kost, und stellenweise kann man die Bedenken der Sittenwächter von damals durchaus nachvollziehen. Kaufmann geizt nicht mit der Zurschaustellung von Gräueltaten, das Handeln der Familie ist ohne Einschränkungen Menschenverachtend und die Rache der Mädels ist kompromisslos und brutal. Aus dieser Sicht betrachtet ist die Freigabe "ab 18 Jahren" absolut nachvollziehbar. Nachdem die Mädels den Jungs in die Finger geraten spitzt sich die Atmosphäre permanent zu und mündet in einer Gewaltorgie mit einem etwas absurden Finale. Bis dahin zitiert der Film zahlreiche Genreklassiker, beginnend bei "Beim Sterben ist jeder der Erste" (Banjo-Szene) bis hin zu "Psycho", ohne dabei jemals deren Klasse zu erreichen. Nichtsdestotrotz bietet der Film auch heute noch solide Genrekost und sollte von jedem bekennenden Horrorfan zumindest einmal angesehen werden.

Bildqualität

    Muttertag 04.jpg
    Das körnige Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,78:1 vor und wirkt sehr hochwertig und solide. Das geringe Budget sieht man dem 42 Jahre alten Film nicht wirklich an. Die Schärfe bewegt sich fast durchgängig auf einem guten bis sehr guten Niveau und bildet je nach Einstellung und Lichtverhältnissen auch kleinste Details sauber und scharf ab. Die Farben sind stellenweise etwas zu knallig aber in puncto Hauttönen und Ähnlichem überwiegend natürlich und letztendlich macht genau diese Optik die Filme aus dieser Zeit so einmalig. Auch der Kontrast ist gut eingestellt und bildet mitunter ein sattes und tiefes Schwarz ab. Altersbedingte Mängel sind sehr selten und zeigen sich primär in Form von vereinzelten Pixelpunkten. Kurzum: Es gibt hier nicht viel auszusetzen, allerdings wäre mit einem 4k-Scann möglicherweise noch etwas mehr drin gewesen. Die vereinzelten Unschärfen hingegen sind offenbar auf Fokussierungsfehler zurückzuführen, woran sich also auch nach einer 4k-Bearbeitung nichts ändern würde. Ob das so ist, wird die Zukunft zeigen, denn eine entsprechende Veröffentlichung wurde bereits Anfang des Jahres angekündigt.

Tonqualität

    Muttertag 05.jpg
    Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung in Dolby Digital 2.0 vor. Untertitel gibt es leider keine. Der deutsche Ton klingt leider sehr angestaubt, muffig und gibt Zischlaute zu spitz wieder. Die Dialoge sind zwar verständlich und nach einiger Zeit hat man sich an die Qualität gewöhnt, aber „Gut“ ist dennoch etwas anderes und der Ton ist eher als zweckdienlich zu bezeichnen. Die Musik klingt ebenfalls sehr dumpf und die Umgebungsgeräusche sind kaum hörbar. Brauchbar, sicherlich, und es gibt auch ganz klar schlechter klingende Filme, auch neueren Datums. Aber das macht die Sache nicht wirklich besser. Der englische Originalton klingt zwar deutlich frischer und klarer, allerdings sind die Dialoge aufgrund der Slang- und Dialektausdrücke mitunter ein wenig unverständlich, aber zumindest glasklar zu verstehen. Hier wäre eine Untertitelspur wirklich hilfreich gewesen. Die deutsche Synchronfassung entstand in den Video + Sound Studios in Berlin unter der Regie von Clemes Frohmann und weist bis in die Nebenrollen hervorragende und namhafte Sprecher auf, darunter Marianne Groß, Karl Schulz, Wolfgang Pampel, Ronald Nitschke, Joachim Tennstedt, Rita Engelmann und natürlich Alice Treff über Beatrice Pons in der Rolle der Mutter.

Ausstattung

    - Audiokommentar mit Charles Kaufman & Rex Piano - Original-Trailer (2:15 Minuten) - TV-Spot (0:30 Minuten) - Dt. Video-Trailer (2:10 Minuten) / mäßige VHS-Qualität) - Interview mit Charles Kaufman (2:22 Minuten) - Charles Kaufman über seinen Bruder (2:09 Minuten) - Muttertag bei Troma's Edge TV (4:43 Minuten) - Mama, Papa, Zombie [Ausschnitt einer TV-Sendung] (9:32 Minuten) - Comic Con: Charles Kaufman & Darren Bousman (8:08 Minuten) - Eli Roth über Muttertag (11:11 Minuten) - Charles und Lloyd beim Remake (9:29 Minuten) - Hinter den Kulissen-Footage (7:30 Minuten / 1,45:1 anamorph) - Eli Roth erinnert sich an Muttertag (13:15 Minuten) - Vorwort von Charles Kaufman (2:22 Minuten) - Vorwort von Rex Piano (1:00 Minuten)
    Muttertag 06.jpg
    Bezüglich des Bonusmaterials gibt es nichts zu meckern, außer vielleicht deshalb, weil der Audiokommentar mit Regisseur Charles Kaufmann und Rex Piano nicht untertitelt wurde. Ansonsten bekommt der Fan alles, was das Herz begehrt, angefangen bei zeitgenössischem Werbematerial, einem Beitrag aus der beliebten Reihe „Troma’s Edge TV“ und zahlreiche Interviews, Hintergrundinformationen und so weiter und so fort. Ein kleines Highlight ist auch der kurze Ausschnitt aus der sehr empfehlenswerten Kult-Dokumentation „Mama, Papa, Zombie“, wobei man hier auch gern die gesamte Doku hätte aufspielen können, in welcher die Videotheken und der damit beginnende Siegeszug des Videofilms als Untergang des Abendlandes verteufelt wurde. Auch das „Remake“ wird hier mehrfach erwähnt und gleich mehrere Features widmen sich diesem von Regisseur Darren Lynn Bousman inszenierten Werk, welches außer dem Titel eigentlich kaum etwas mit dem hier vorliegenden Film zu tun hat.

Fazit

    Der endlich frei verkäufliche Kultklassiker macht auf Blu-ray Disc eine gute Figur, ohne dabei sonderlich zu überraschen. Das Bild ist gut bis sehr gut ausgefallen, lässt aber noch ein wenig Luft nach oben. Der Ton ist brauchbar, könnte aber auch eine Frischzellenkur vertragen. Dafür ist das umfangreiche Bonusmaterial ein echter Gewinn. Der Film selbst lebt in erster Linie von seinem Ruf und bietet typische Troma-Unterhaltung mit vielen Albernheiten aber auch einer relativ ernsten und vor allen Dingen brutalen Grundnote. Die Effekte wirken aus heutiger Sicht eher altbacken, aber aus (Horror-)Filmhistorischer Sicht ist der Klassiker ein Meilenstein, der in keiner gut sortierten Horrorsammlung fehlen sollte. (Michael Speier)
    (weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

Panasonic TX-L47ETW60 Sony UBPX700 Sony HT-S20R
geschrieben am 26.10.2022

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