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Invasion der Blutfarmer (Limited Hartbox Edition) (Cover B) Blu-ray

Original Filmtitel: Invasion of the Blood Farmers

Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, 16:9 Vollbild, Extras in HD (teilweise),
Limitiert und nummeriert auf 25 Exemplare!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 2.0 (Mono)
Englisch DD 2.0 (Mono)
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
77 Minuten
Veröffentlichung:
06.05.2022
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STORY
4
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Ach ja, die 1970er. Da konnte man noch mit ganz kleinen Mitteln einen Film auf den Weg bringen, der sogar in dem einen oder anderen Kino gezeigt wurde, und dann, 50 Jahre später, sogar den Weg ins Hochauflösende Heimkino findet. Der Film „Invasion der Blutfarmer“ ist so ein Titel, der mit minimalen Mitteln realisiert wurde, und nun, nachdem er bereits vor einiger Zeit in verschiedenen Sonderverpackungsvarianten den Weg zu uns gefunden hat, wurde eine Standard-Keep-Case-Verpackung von Rechteinhaber CMV für den „Durchschnittskunden“ verfügbar gemacht. Da es aber nach wie vor Sammler von solch, sagen wir "außergewöhnlichen Machwerken" gibt, legt AMS den Titel nun obendrein in zwei Hartboxen in Minimalauflage nach. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Um das Leben ihrer Königin zu erhalten, benötigt eine mysteriöse Druiden-Sekte eine spezielle Blutart. Dafür begibt sich die Sekte auf eine erbarmungslose Blutjagd und findet ihre Opfer in den Einwohner einer verschlafenen Kleinstadt. Wenn bis zum bevorstehenden Menanon-Fest die Königin nicht gerettet werden kann, müssen auch alle Anhänger zu Grunde gehen. Da sich die Polizei nicht genügend um die rätselhaften Todesfälle kümmert, nimmt der Pathologe Dr. Anderson mit Hilfe seines Assistenten und seiner Tochter Jenny den Fall selbst in die Hand. Noch wissen sie nicht, dass Jenny über eine seltene Blutgruppe verfügt, die das Leben der Königin retten kann. Aber die Druiden wissen es… (Pressetext CMV) Am ehesten kann man „Invasion der Blutfarmer“ mit den Frühwerken von Peter Jackson oder den Filmen von Edward D. Wood junior vergleichen, wennschon beide Regisseure in ihrem Tun deutlich mehr Erfahrung und handwerkliches Geschick durchblicken ließen, als es Regisseur und Drehbuchautor Ed Adlum in dem hier vorliegenden Fall tut. Nein, hier passt irgendwie überhaupt gar nichts so richtig. Es beginnt schon bei den Darstellern, die offenbar jeweils mit einem Sixpack Bier bezahlt wurden, und auf eine weitere Gage verzichteten. Die Leistungen der „Schauspieler“ sind indessen so gut, dass die meisten von ihnen weder vor noch nach ihrem Mitwirken in diesem sonderlichen Absurdum keine weiteren Auftritte vor irgendwelchen Kameras hatten. Apropos Kamera; auch hier liegt ein weiterer Hund begraben, denn die Kameraarbeit von Kamerafrau Roberta Findlay ist derart stümperhaft, dass man sich stellenweise fragt, ob sie hier nicht einen Halbtags-Job hatte. Viele Szenen wirken nämlich wirklich so, als hätte man die Kamera irgendwo hingestellt, angemacht und dann drauf losgespielt. Keine Bewegung, keine Dynamik, nichts. In anderen Szenen schwenkt die Kamera ziellos hin und her, ohne genau zu wissen, was es einzufangen gilt.
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Die Bildkomposition ist ebenfalls in vielen Szenen miserabel, und es ist keine Seltenheit, dass Köpfe einfach abgeschnitten werden (nicht im Film, sondern im Bild), oder sich der Fokus irgendwo am Bildrand befindet. Für den Schnitt war indessen Michael Findlay, der Ehemann der Kamerafrau zuständig, und dieser hat ein ähnliches Talent wie seine Frau, denn die Schnittfolge ist mitunter sehr wild. Gleich am Anfang wird für den Bruchteil von Sekunden völlig unnötigerweise ein Gesicht im Fokus gezeigt, und das gleich mehrfach und einige Szenewechsel sind schlichtweg nicht nachvollziehbar. Stand der Professor eben noch mit dem Bösewicht im Keller, so steht er in der nächsten Sekunde bei seinem Assistenten am Auto. Ob Tage, Wochen oder Minuten vergangen sind, wissen wir nicht. Vielleicht spielt sich die Szene aber auch in einer Paralleldimension ab – das würde den Film auch nicht unsinniger machen, denn die Grundidee ist derart strunzdumm und an den Haaren herbeigezogen, dass man es nicht glaubt, wenn man es nicht selbst sieht. Und weil ja schließlich auch gesprochen werden muss, erzählen die Schauspieler, was sie gerade machen oder was sie machen werden oder was sie gemacht haben – damit es auch der Dümmste Zuschauer versteht. Das ist andererseits auch gut so, denn mit klarem Kopf lässt sich der Film kaum aushalten, und je mehr Alkohol beim Filmgenuss konsumiert wird, desto eher freut man sich, wenn man alles erklärt bekommt. Tell, don’t show heißt hier die Devise. Eben mal was anderes.
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Aber: So merkwürdig es auch klingen mag: Der Film macht Spaß, wenn auch auf eine ganz eigentümliche Weise. Die dümmlichen Dialoge, die alberne Handlung, die wenigen und absolut miesen Effekte – all das macht „Invasion der Blutfarmer“ zu einem Einzigartigen Erlebnis für Trash-Fans, allerdings auch nur für die. Selbst die Kulissen und Kostüme (der Sheriff trägt permanent eine Sonnenbrille, selbst in seinem „Polizeirevier“, welches markante Ähnlichkeiten mit einer alten Garage besitzt, sitzt) wirken unfreiwillig komisch, und die Mordszenen sind einfach nur herrlich trashig, wenn auch nicht wirklich erkennbar ist, warum der Film eine 18er Freigabe besitzt. Der Titel wäre ein 1a-Titel für die SchleFaZ-Reihe auf Tele5, denn man kann hier so herrlich über alles herziehen, und mit dem entsprechenden Alkoholpegel macht es sicherlich noch mal so viel Spaß.

Bildqualität

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Das dezent gekörnte Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und schaut – man höre und staune – verdammt gut aus, insbesondere dann, wenn man bedenkt, dass der Film nicht nur ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat, sondern darüber hinaus auch noch mit billigsten Mitteln produziert wurde. Die Schärfe bewegt sich zumeist auf einem sehr guten Niveau und bildet kleinste Details sauber ab. Die satten Eastman-Color-Farben strahlen ganz herrlich, der Kontrast ist gut eingestellt, und altersbedingte Fehler sind selten. Natürlich kann man den Titel nicht mit aktuellen Produktionen vergleichen, aber vor gleichaltrigen Big-Budget-Titeln braucht sich die hier vorliegende Disc erstaunlicherweise nicht zu verstecken.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung in Dolby Digital 2.0 auf der Disc vor. Untertitel gibt es keine. Überraschungen übrigens auch nicht, denn bei dieser Abmischung kann der Ton bestenfalls als Zweckmäßig deklariert werden. Zumindest sind die Dialoge der Synchronfassung jederzeit glasklar verständlich, und auch wenn die Musik zuweilen völlig unpassend ist, klingt sie tadellos. Der englische Originalton klingt hingegen etwas harmonischer, ist aber nicht immer so gut verständlich, was vermutlich an den schwierigen Produktionsbedingungen liegt. Man sollte dennoch zumindest mal reinhören, denn das schauspielerische „Talent“ sämtlicher Akteure, tritt durch die gestotterten und hölzern vorgetragenen Dialoge noch besser zu Tage. Die deutsche Synchronfassung ist hingegen sehr gut und hochwertig ausgefallen, und kann mit bekannten Stimmen wie denen von Christian Tramitz, Heiner Lauterbach, Marina Köhler, Manfred Erdmann und Thomas Reiner aufwarten, womit der deutsche Synchroncast einen zigfach höheren Bekanntheitsgrad aufweist als das Darsteller-Ensemble.

Ausstattung

• Audiokommentar • "Nothing You’d Show Your Mom" mit Regisseur Ed Adlum (22:05 Min.) • "Harvesting the Dead" mit Darsteller Jack Neubeck (11:57 Min.) • "Painful Memories" mit Kameramann Frederick Elmes (4:43 Min.) • Originaltrailer (1:55 Min.) • Bildergalerie (1:58 Min./ 19 Bilder) • Trailershow • Wendecover
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Das Bonusmaterial ist erstaunlich umfangreich, womit eine weitere Überraschung auf uns wartet. Wer hätte bei einem Film wie diesem mit gleich drei Features gerechnet, die uns sehr viel über die Produktionsbedingungen, den Film, die Nachwirkungen und das Genre im Allgemeinen näherbringen? On Top gibt es noch einen Audiokommentar mit Regisseur Ed Adlum und Kostümbildner Ortrum Tippel (ein weiteres Wunder, denn der Film wirkt nicht so, als hätte man sich viele Gedanken über die Kostüme gemacht). Leider wurde keines der Features untertitelt, weshalb es für rein deutschsprachige Zuschauer schwer ist zu folgen. Aus diesem Grund müssen wir leider auch 3 Punkte abziehen, da das sicherlich interessante Informationspaket nur begrenzt zugänglich ist.

Fazit

Das Bild der hier vorliegenden Blu-ray Disc ist erstaunlicherweise sehr gut ausgefallen, und braucht sich hinter ähnlich alten Titeln mit großem Budget nicht zu verstecken. Satte Farben, gute Schärfe und kaum nennenswerte Störfaktoren. Akustisch bleibt der Titel eher unauffällig, dafür ist die deutsche Synchronfassung mit namhaften Sprechern gespickt, die den Film deutlich wertiger wirken lassen als er ist. Auch das umfangreiche Bonusmaterial ist eine positive Überraschung, die nur dadurch getrübt wird, dass es keinerlei Untertitel gibt. Der Film selbst ist ein typischer Fall von „So schlecht, dass es schon wieder irgendwie gut ist“. Miese Darsteller, eine hanebüchene Story, katastrophale Kameraführung und lächerliche Effekte. Für einen schmerzbefreiten Trash-Abend ist die „Invasion der Blutfarmer“ von daher genau das richtige. Wer allerdings „richtigen“ Horror erwartet, sollte sich vielleicht besser nach etwas Anderem umsehen. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
5 von 10

Testgeräte

Philips 55PUS8601/12 Panasonic TX-L47ETW60 Denon dbt-3313ud Sony BDV-N9200WB Teufel Theater 500 THX 7.1 mit 4 Dipol Speakern
geschrieben am 08.05.2022
Bewertung(en) mit ø 0,00 Punkten
 
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