Düstere Legenden Blu-ray

Original Filmtitel: Urban Legend

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, BD-Live, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch Dolby TrueHD 5.1
Englisch Dolby TrueHD 5.1
Spanisch Dolby TrueHD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
99 Minuten
Veröffentlichung:
07.08.2008
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STORY
7
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mitte der 1990er Jahre keimte das etwas eingeschlafene Slasher-Genre erneut auf, was vor allem Wes Cravens "Scream" zu verdanken war. Mit den modern inszenierten Horror-Schockern wendete man sich an ein junges Publikum, welches gerade soeben dem Teenager-Alter entwachsen war - dies spiegelte sich auch bei den beteiligten Schauspielern der entsprechenden Filme durch diverse hippe und angesagte Jungdarsteller wieder. Zu einem dieser Genre-Beiträge gehörte auch der hier vorliegende Gruselfilm, welcher sich bekannter Horror-Legenden annahm und in den folgenden Jahren noch zwei weitere Ableger nach sich ziehen sollte. Der Film erschien zwar bereits 2008 im Vertrieb von Sony Pictures Home Entertainment auf Blu-ray, wurde aber bisher nie noch keinem Review der Bluray-disc.de-Redaktion unterzogen. Dies soll jedoch hiermit nachgeholt werden soll - gerade auch, um einen Vergleich zum zweiten Teil ziehen zu können, welcher aktuell vom Index gestrichen wurde und nun am 12. März 2020 uncut auf Blu-ray erscheint.

Story

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An der Pendelton University thematisiert Professor Wexler (R. Englund) in seinen Vorlesungen die "Düsteren Legenden" und analysiert mit seinen Schülern, ob es sich dabei nur um moderne Grusel-Märchen handelt, oder ob es wirklich Berichte über tatsächlich begangene Verbrechen sind. Kurz darauf kommt es unter den Studierenden zu tödlichen Unfällen und Anschlägen, welche sich haargenau nach den erzählten Legenden ereignen. Ein unbekannter Täter scheint es dabei besonders auf den Freundeskreis von Natalie (A. Witt) abgesehen zuhaben. Zusammen mit Paul (J. Leto), seines Zeichens Reporter der Universitätszeitung, stellt sie Ermittlungen an, welche ein dunkles Geheimnis der Universität ans Licht bringt: denn bereits vor 25 Jahren ereignete sich hier ein Massaker, dem viele Schüler zum Opfer fielen. Wie sich herausstellt gehört Professor Wexler zu einem der Überlebenden, weshalb es naheliegt, dass er nun auch an den aktuellen Morden beteiligt ist. Doch als der Professor schon bald ebenfalls tot aufgefunden wird und die Morde trotzdem weiter gehen, löst sich die Theorie der beiden Ermittler in Luft auf. Wer steckt nur hinter den brutalen Anschlägen?
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Nicht nur zur Halloween oder am Lagerfeuer des Feriencamps - nein, auch auf Pyjama-Partys oder Freundestreffen zu später Stunde sind Gruselgeschichten immer wieder ein beliebtes Event unter jungen Heranwachsenden. Über die Jahrzehnte mauserten sich so einige der am häufigsten erzählten Geschichten zu Klassikern und stiegen mitunter zu Legenden auf. Eben jenen widmete Regisseur Jamie Blanks kurz vor der Jahrtausend-Wende einen eigenen Film, in dem er möglichst viele dieser Legenden unterbrachte. So geschieht hier jeder Mord nach dem "Vorbild" einer düsteren Legende, was somit für reichlich Abwechslung sorgt. Für seinen Cast konnte Blanks seinerzeit aufstrebende Jung-Mimen gewinnen, zu denen die damals angesagten Alicia Witt, Jared Leto, Joshua Jackson, Tara Reid und Rebecca Gayheart gehörten, um nur einige der beteiligten zu nennen. Sie alle verkörpern die unterschiedlichsten Charaktere, bei denen sich zu jeder Genre-Gattung eine Rolle anbietet: ob das schüchterne und zurückhaltende Mädchen (Witt), der smarter Schönling (Leto), der coole Sprüche-Klopfer (Jackson), die sexy Blondine (Reid) oder die dumpfe Schulschönheit (Gayheart) - hier ist für jeden ein Charakter dabei, mit dem er sich auf die ein oder andere Art und Weise identifizieren kann. Es gibt dann noch eine Reihe von Nebendarstellern, welche jedoch nur als Spielball des Mörders agieren und so schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Mit Robert Englund kann man jedoch noch einen bekannten Horror-Darsteller vorweisen, der sich durch seine zahlreichen "Nightmare"-Filme in der Rolle des Freddy Krueger in Genre-Kreise durchaus einen Namen machen konnte. Dass die junge Schauspiel-Riege noch am Anfang ihres Könnens stand, macht sich im Film dann an diversen Stellen bemerkbar. So agieren sie allesamt doch teils recht fragwürdig, was sicherlich aber auch an den Drehbuch-Vorgaben lag. Hier werden natürlich alle Register der Horrorfilm-Klischees gezogen, bei denen man als Zuschauer natürlich oftmals schon im Voraus weiß, was als nächstes passiert. Da hilft es auch nicht, dass der Film selbst einige sehr große Logik-Fehler aufweist. Hier sei beispielhaft direkt der Auftakt des Films genannt, bei dem die Fahrerin eines PKWs während der Fahrt (!) rücklings geköpft wird - natürlich ohne dass der Wagen dabei von der Straße abkommt und so auch den Täter mit ins Verderben reißen würde. Solche Dinge gibt es dann noch öfters, dennoch schafft es der Film aber Spannung aufzubauen und diese auch auf grundsolidem Niveau zu halten. Sicherlich ist man heutzutage inzwischen ein anderes Level bei Horrorfilmen gewöhnt, gerade bei der zur Schau gestellten Gewalt geht es bei aktuellen Produktionen doch deutlich expliziter zu. So spielt sich hier doch der ein oder andere Mord schlussendlich im Kopf des Zuschauers ab, wobei es dem Film durchaus gelingt, auf diese Art "Bilder" hervor zu zaubern.
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Schön auch, des man es sehr gut schafft, den Zuschauer öfters auf die falsche Fährte zu locken. Zwar wird dies dann auch jeweils relativ schnell enttarnt, dennoch kann man sich auch nach der Auflösung nicht sicher sein, wer denn nun der wahre Täter ist. Insofern rätselt man schon ein wenig mit und macht sich seine eigenen Gedanken, was man dem Film sicher auch positiv anrechnen kann. Die endgültige Auflösung ist dann so gelungen wie banal, kann rückblickend aber schon als glaubwürdig - so weit das in diesem Genre überhaupt möglich ist - anerkannt werden. Die überwiegend praktischen Effekte tragen ebenso zur Glaubwürdigkeit bei, auch wenn man hier, wie schon erwähnt, nicht immer komplett mit der Kamera draufhält. Insofern gehört der Film sicherlich noch zu den Beiträgen, welche die Vorstellungskraft des Zuschauers selbst ein wenig fordern und ihm nicht alles haarklein und plakativ vorsetzen. Zeigt allerdings auch, dass sich die Sehgewohnheiten in den letzten Jahren teils deutlich verändert haben - ob man dem Publikum nun eine Verrohung vorwerfen möchte, oder ob es sich hierbei eben "nur" um einen natürlichen Weiterentwicklungsprozess handelt - dies muss jeder für sich selbst entscheiden. Immerhin kommt es dazu auch zum Umdenken bei den Film-Prüfern, was in der Freigabe von zahlreichen Titeln, die nach alten Maßstäben auf dem Index landeten, mündet. So auch geschehen mit dem zweiten Teil der "Düsteren Legenden", welcher nun im Anschluss an anderer Stelle vorgestellt werde soll.

Bildqualität

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Der nun knapp 20 Jahre alte Slasher präsentiert sich immer noch recht ansehnlich, auch wenn man nicht ganz das Niveau von aktuellen Produktionen erreicht - dazu hat sich in der Zwischenzeit aber auch zu viel bei der Aufnahmetechnik getan, als dass man dies nun allzu sehr ankreiden darf. Zunächst macht sich zu Anfang des Films noch leichtes Film, welches im weiteren Verlauf jedoch in den Hintergrund rückt. Der Schärfegrad ist ein wenig schwankend, so sind zum Beispiel einige Abschnitte im er strömenden Regen glasklar und so detailliert, dass man jeden Tropfen zählen kann, andrerseits kommt es aber auch bei einigen Halbtotalen zu Unschärfen und recht weichen Darstellungen. Ebenso gelingt es dem grundsoliden Schwarzwert nicht immer, in dunklen Szenen Detailverluste zu vermeiden. Das Kontrastverhältnis muss ebenfalls als schwankend bezeichnet werden, denn auch hier gibt es Bereiche, die ein wenig zu sehr betont werden, und eben auch welche, die ein wenig blass daherkommen. Das Gesamt-Ergebnis liegt dann irgendwo im Mittelfeld, hier ist man einfach auch aufgrund heutiger Techniken einfach eine konstantere Umsetzung gewöhnt.

Tonqualität

Das Tonauswahl-Menu bietet folgende Sprachvarianten: - Deutsch Dolby True HD 5.1 - Englisch Dolby True HD 5.1 - Spanisch Dolby True HD 5.1
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Durchaus erfreulich, dass man sich vor zwanzig Jahre noch mehr Mühe beim Ton gab und diesen ohne Komprimierung auf die Blu-ray packte. Dies macht sich dann auch überwiegend durch einen druckvollen Sound bemerkbar, bei dem der Bass zwischendurch immer wieder unterstützend eingreifen darf. Die Effekte verteilen sich jedoch, wie es sich eigentlich für einen guten Horrorfilm gehören würde, nicht ganz so perfekt über alle Lautsprecher. Hier bleibt vieles doch eher front-lastig, dennoch zieht es den Zuschauer bei den actionreicheren Sequenzen immer noch ganz gut mitten ins Geschehen. Der ein oder andere Schockmoment lässt einen dezent aufzucken, auch wenn es hier eben durch die Vorhersehbarkeit nicht allzu oft zu Überraschungen kommt. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich, dies gilt auch für die oftmals eingesetzten Übertragungen des Universitätsradios - ja, hier gab es noch keinen verlustfreien Internet-Stream. Zwischen den beiden Hauptspuren, Deutsch und Englisch, gibt es keine nennenswerten Unterschiede - beide liegen hier gleich auf, was Pegel und Dynamik betrifft.

Ausstattung

Die Extra-Beiträge sind recht spärlich gesät: - Audiokommentar Regisseur - Making-Of (10:09 Min.) - Trailershow: Men in Black, Unheimliche Begegnung der dritten Art - 30th Anniversary Ultimate Edition, Könige der Wellen
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Im kurzen Making-Of kommentiert Regisseur Jamie Blanks einige Mitschnitte der Dreharbeiten, so dass das Ganze eher an ein B-Roll angelegt ist. Zusätzlich gibt es noch eine nicht verwendete "Bettszene" mit Tara Reid und Michael Rosenbaum im Rohschnitt - das war es dann allerdings schon. Leider wirkt sich dies dann recht deutlich auf die Gesamtbewertung aus. Die aktuelle Auflage kommt in einem normalen blauen Amaray-Case und verfügt über ein Wendecover.

Fazit

Mit den "Düsteren Legenden" gelang Regisseur Jamie Blanks ein durchaus solider Beitrag zur aufkeimenden Slasher-Welle der 1990er Jahre. Der Film überzeugt dabei durch seine Twists, die den Zuschauer immer wieder auf die falsche Fährte locken. Bei der technischen Umsetzung sollte man bei dem gut 20 Jahre alten Film keine allzu großen Erwartungen haben, denn sowohl Bild als auch Ton bewegen sich irgendwo im Mittelfeld und können durch wechselhafte Unschärfen und Kontrasteinstellungen, sowie durch einen recht front-lastigen Ton nicht vollends überzeugen. Dies gelingt auch den wenigen Bonus-Beiträgen nicht, sodass hier ausschließlich der Hauptfilm gefordert ist. Der macht seine Sache in den vorgegebenen Genre-Grenzen jedoch ganz gut. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989
geschrieben am 10.03.2020

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49 Bewertung(en) mit ø 3,76 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
4.2
 
TONQUALITäT
4.3
 
EXTRAS
2.5

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