Werbung – Durch Käufe bei unseren Partnern Amazon, JPC, Saturn, MediaMarkt, Zavvi, Media-Dealer.de uvm. erhalten wir Provisionen über Affiliate-Links. Sie unterstützen damit die Redaktion von bluray-disc.de. Preise und Verfügbarkeit ohne Gewähr.

Link, der Butler (Special Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Link (1986)

link-der-butler-special-edition.jpg
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case im Schuber
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch PCM 2.0
Englisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.66:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
104 Minuten
Veröffentlichung:
02.12.2021
 
STORY
6
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
4
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der Mensch stammt vom Affen ab, doch statt seinen "Vorfahren" mit Respekt und Würde zu behandeln, sperrt ihn der "Erbe" in Schaugehege, beraubt ihm um dessen Lebensraum oder missbraucht ihn für die unterschiedlichsten Experimente - alles natürlich im Namen der Wissenschaft. Dass sich der Gepeinigte irgendwann mal rächen wird, ist somit nicht verwunderlich und konnten von Film-Fans schon ausgiebig im "Planet der Affen"-Franchise beobachtet werden. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Richard Franklins Tierhorror "Link, der Butler", in dem sich ein Orang-Utan, welcher von einem Forscher als Diener gehalten wird, gegen seinen Herrn auflehnt. Publisher Studiocanal bringt den Genre-Klassiker hierzulande erstmals auf Blu-ray in den Handel und spendiert dem Release dabei eine 4K-Restaurierung, welche nachfolgender Bewertung zu Grunde liegt.

Story

LinkDerButler_001.jpg
Die Zoologiestudentin Jane (E. Shue) arbeitet seit Kurzem für den Primatenforscher Phillip (T. Stamp). In dessen Anwesen leben neben den Beiden nur noch einige Schimpansen sowie der ungewöhnliche Butler, der Orang-Utan Link. Bei den neuesten Experimenten passieren erstmals kuriose Dinge und als die Vorfälle sich häufen fällt der Verdacht auf den 45 Jahre alten Orang-Utan. Für Phillip ist klar, dass Link sterben muss, dieser entzieht sich jedoch dem Zugriff und verschwindet spurlos, nur um kurz darauf Jane als Geisel zu nehmen…
LinkDerButler_002.jpg
In der ersten Filmhälfte führt Regisseur Richard Franklin seine Zuschauer noch ein wenig aufs Glatteis, könnte der Film hier nämlich fast noch als eine Art humorvoller Abenteuer-Film durchgehen. So wirkt nämlich das Kennenlernen zwischen Mensch und beiden Schimpansen Imp & Voodoo sowie Orang-Utan Link doch oftmals recht lustig, zumindest in Anbetracht des Schabernacks, den die Affen hier doch anstellen. Nur ab und an blickt hier schon durch, dass die Tiere von Professor Phillip, welcher von Terence Stamp verkörpert wird, recht streng gehalten werden. Ganz nach der Devise, sie immer zu bestrafen, ihnen aber stets auch wieder zu verzeihen, versucht der Forscher in seiner dominante Position die Oberhand zu erhalten. Von einer gewissen Tierliebe ist bei ihm nicht viel zu sehen, betrachtet er seine Mitbewohner doch ausschließlich als das, was sie nun mal für ihn sind: Forschungsobjekte. Studentin Jane, gespielt von Elisabeth Shue, hat es daher zunächst nicht leicht, mit dem harten Führungsstil ihres Arbeitgebers klarzukommen, zumal sich der Professor auch des Öfteren recht zerstreut gibt und wenig verlässlich ist. Doch schon bald muss sie feststellen, dass vor allem Link immer weniger seinen Anordnungen folgt, immer bedrohlicher wird und letztendlich auch seine Artgenossen angreift. Deshalb möchte sich Dr. Phillip seines Butlers entledigen, doch dabei hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht, durchschaut Link sein Vorhaben und geht in den Angriffsmodus über.
LinkDerButler_003.jpg
So kommt es dann, dass der Film in der zweiten Hälfte ganz andere Töne anschlägt und der Humor zu Gunsten des Gruselns zurückgefahren wird. Wobei mehr als Gruseln hier wirklich nicht angesagt ist, denn eine allzu explizite Gewaltdarstellung wird es hier nämlich nicht geben. Zwar reisen noch ein paar Studenten-Freunde an, um nach einem abgerissenen Telefonat Jane zur Seite zu stehen, diese werden dann jedoch in bester "10 kleine Jägermeister"-Manier ins Jenseits befördert und sind auch einzig und allein zu diesem Zwecke ins Drehbuch geschrieben worden. Denn eine tiefergreifende Hintergrundgeschichte bekommen die drei nicht. Tiefgreifend wird es genaugenommen zu keiner Zeit, denn der Film bleibt die meiste Zeit sehr vorhersehbar. So wirklich abnehmen, dass Link ein außer Kontrolle geratenes Tier, oder ein ums Überleben kämpfendes Opfer ist, merkt man ihm leider auch nur sehr selten an, denn er hat eigentlich immer ein liebevollen Lächeln auf den Lippen, von dem nichts Böses ausgeht. Das ist vermutlich der Preis dafür, den man zahlen muss, wenn man mit echten Tieren dreht: Man kann ihnen zwar beibringen, das ein oder andere zu tun, doch die Gesichtsmimik muss dabei noch lange nicht ausdrücken, was sie dabei nach Meinung des Regisseurs nach außen hin auch empfinden sollen. Hinzu kommen dann noch einige Aktionen der Protagonisten, die klar dem "weil es im Drehbuch steht"-Problem zuzuschreiben sind, ohne die der Film aber vermutlich schon nach der Hälfte der Laufzeit vorbei gewesen wäre. Spannung kommt somit nur bedingt auf - vielleicht ist man nach heutigen Sehgewohnheiten auch einfach mehr gewöhnt: Mehr Thrill, mehr Blut, mehr Action - eine Divise, die sich heutige Horrorfilme doch eher auf die Fahne schreiben. Auch wenn dies sicher nicht immer sinnvoll ist, wäre davon im hiervorliegenden Titel durchaus etwas wünschenswert gewesen. Für die damalige Zeit - vor allem in Sachen "Dreharbeit mit Tieren" sicherlich ein herausragender Titel, der jedoch anno 2021 nicht mehr ganz so auftrumpfen kann.

Bildqualität

LinkDerButler_004.jpg
Wie Eingangs schon erwähnt, fertigte Studiocanal für den Full HD-Release eine 4K-Restaurierung an - warum man hier nicht auch direkt eine 4K Ultra HD-Fassung auf den Markt bringt, bleibt jedoch ein Rätsel, aber vielleicht erscheint diese ja noch zu einem späteren Zeitpunkt. Die Blu-ray präsentiert sich jedenfalls schon mal von einer sehr guten Seite, ist das Bild des inzwischen 35 Jahre alten Films doch sehr gut gelungen: Ein hervorragender Detailgrad sorgt dafür, dass nicht nur in Close-Ups die feinen Härchen der Primaten, aber auch die der menschlichen Protagonisten zu erkennen sind. Auch die Tapetenmuster im altehrwürdigen Anwesen von Dr. Phillip werden mit ihren feinen Strukturen sehr gut aufgelöst. Farblich geht es ein wenig trist zu, was allerdings auch am typisch englischen Wetter und dem sehr ländlich gelegenen Handlungsort liegen mag. Andererseits wirken manchen Szenen auch, als wenn ein ganz leichter Schleier über ihnen liegen würde, sodass sich die Farben nicht immer vollends entfalten können. Sehr gut konnte man das Filmkorn reduzieren, dass wirklich nur in sehr wenigen Abschnitten einmal etwas bemerkbarer auftritt, in der Regel aber überwiegend so fein aufgelöst wurde, dass man es kaum wahrnimmt. Vermutlich wurde hier mit einer Filterung gearbeitet, die sich aber nicht negativ auf das restliche Bild auswirkt. Verschwiegen werden sollen auch einige Unschärfen nicht, die sich ab und an eingeschlichen haben, sowie ein paar Verschmutzungen, welche wohl durch den Restaurationsprozess geschlüpft sind. In Anbetracht des Filmalters aber alles noch in einem sehr gut vertretbaren Maße.

Tonqualität

• Deutsch LPCM 2.0 • Englisch LPCM 2.0
LinkDerButler_005.jpg
Wechselt man vor dem Start des Films einmal ins Ton-Menü der Blu-ray, so werden hier die beiden vorhandenen Tonspuren jeweils mit "PCM Mono" angegeben, im laufenden Film gibt das Info-Fenster des Blu-ray Player jedoch "LPCM 2.0" aus - so liegt es vermutlich nahe, dass man das Mono-Signal jeweils auf den rechten und linken Kanal gelegt hat. Das Ergebnis ist dann auch ein wenig ernüchtern, auch wenn die Tonspur jetzt nicht muffig klingt. "Altbacken" muss man sich in diesem Zustand und einem Alter von 35 Jahren dann aber schon gefallen lassen, auch wenn es hier nicht ganz so schlimm ist, wie es sich vielleicht lesen mag. Die Dialoge sind zumindest sehr gut zu verstehen und auch der Score von Jerry Goldsmith erklingt immer wieder sehr euphorisch, wenn er mit seinem Mix aus Leichtigkeit und Fröhlichkeit - angelehnt an eine Zirkusshow - oftmals irgendwie nicht so ganz passen mag und auch schon mal etwas nervend wirkt - sicher aber auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ein Vergleich zwischen deutscher Synchronisation und englischem Originalton bringt hingegen keine nennenswerten Unterschiede, liegen bei doch was Pegel und (kaum vorhandene) Dynamik betrifft auf dem gleichen Level.

Ausstattung

• Audiokommentar mit Filmhistoriker Lee Gambin und Filmkritiker Jarret Gahan • Interview mit Regisseur Richard Franklin (4:44 Min.) • Geschnittene Szenen aus dem Workprint (24:25 Min.) • Demo des Link Themes von Jerry Goldsmith (3:05 Min.) • Kinotrailer (1:19 Min.) • Interview mit Horrorexpertin Anna Bogutskaya (20:16 Min.)
LinkDerButler_006.jpg
Zuschauer haben zunächst die Möglichkeit, den Film auch inklusive eines Audiokommentars von Filmhistoriker Lee Gambin und Filmkritiker Jarret Gahan abzuspielen. Das Interview mit Regisseur Franklin entpuppt sich lediglich als ein Audio-Interview, welches mit einem Standbild des Handlungsortes unterlegt wurde. Hierin erzählt er ein wenig über die Entstehung des Films und wie dieser zu Stande gekommen ist. Der Drehort England erwies sich dabei nicht nur durch die ständigen Teepausen als schwierig, sondern auch auf Grund der aufwendigen Arbeiten mit den Tieren. Weiter geht es mit insgesamt 14 geschnittene Szenen, die der Rohfassung des Film entnommen wurden. Sie liegen somit zumeist noch im 4:3 Format vor und sind unbearbeitet von schlechter Qualität, sowohl in Sachen Bild als auch beim Ton. Das Main-Theme zum Film aus der Feder von Jerry Goldsmith steht im nächsten Beitrag im Fokus. Es ist aber irgendwie zu fröhlich und albern für den Film geraten. Sicher eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber von Goldsmith ist man eigentlich besseres gewohnt. Nach dem Kinotrailer zum Hauptfilm gibt es dann noch ein Interview mit Horrorexpertin Anna Bogutskaya, die einige Informationen zum Background des Regisseurs und seinen Arbeiten liefert. Dieses Interview entstand 2020, ist jedoch auch auf dem Youtube-Kanal von StudiocanalUK zu finden.

Fazit

Mit seinem Tierhorror bietet der Australier Richard Franklin vor allem eines: Sehr gut trainierte Affen, denen man allerdings nur sehr selten abnimmt, dass sie wirklich böse sind. Gerade der titelgebende Link schaut zumeist immer sehr liebevoll und fröhlich aus, sodass von ihm irgendwie keine wirkliche Gefahr ausgeht. Eine explizite Gewaltdarstellung gibt es dann auch dank schneller Schnitte nicht, sodass sich vieles im Off und somit eher in den Gedanken der Zuschauer abspielt. Während in der ersten Filmhälfte noch etwas der Humor im Vordergrund steht, kommt in der Zweiten mehr das Gruseln zum Vorschein. Richtige Spannung will dabei aber nicht so wirklich aufkommen, da vieles auch vorhersehbar abläuft. Was 1986 vermutlich noch sehr gut funktionierte, bedarf anno 2021 bei solch einem Genre-Beitrag eher etwas mehr Thrill, Action und Blut - wobei das sicherlich auch eine Frage der persönlichen Vorlieben ist. Die technische Seite überzeugt besonders in optischer Hinsicht, bei der es in Anbetracht des Alters kaum Anlass zur Kritik gibt - sehr scharf und detailreich kommt das Bild daher, lediglich in Sachen Farben ein wenig blass. Anders sieht es beim Ton aus, der mit seinem auf Stereo-aufgeblasenen Mono-Ton nicht wirklich etwas reißen kann. Einige interessante Extras runden den Film dann ab, welcher insgesamt gesehen unter dem Strich aber nur solide Unterhaltung bieten kann. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
5 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 65C17LB Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 10.12.2021

Link, der Butler (Special Edition) Blu-ray Preisvergleich

18,80 CHF *

ca. 18,11 EUR

Versand ab 12,00 €

Gebraucht kaufen

ab 12,79 EUR *

versandkostenfrei

* Alle angegebenen Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Eventuelle anfallende Versandkosten wurden im Preisvergleich nicht berücksichtigt, beachten Sie hierzu die jeweiligen Shop AGBs. Kurzfristige Änderungen der Preise sind möglich. Bei Preisen, die aus Fremdwährungen errechnet wurden, kann es zu Abweichungen kommen. Beachten Sie weiterhin, dass bei Bestellungen außerhalb der EU zusätzlich Zollgebühren entstehen können.
Bewertung(en) mit ø 0,00 Punkten
 
STORY
0.0
 
BILDQUALITäT
0.0
 
TONQUALITäT
0.0
 
EXTRAS
0.0

Film suchen

Preisvergleich

amazon.de
15,99 EUR*
jpc
14,99 EUR*
media-dealer
13,89 EUR*
saturn
15,99 EUR*
media markt
15,99 EUR*

Gebraucht kaufen

amazon.de
ab 12,79 EUR*

Preisüberwachung

Bitte registrieren Sie sich, um diese Funktion zu nutzen!

Blu-ray Sammlung

18 Mitglieder haben diese Blu-ray:

sowie weitere 15 Mitglieder

Diese Blu-ray ist 4x vorgemerkt.