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Vertigo (1958) 4K (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: Vertigo (1958)

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 2 Discs, BD (1x), 4k UHD (1x), 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS X
Deutsch DTS-HD MA 7.1
Englisch DTS X
Englisch DTS-HD MA 7.1
Englisch DTS 2.0 (Mono)
Italienisch DTS 2.0 (Mono)
Japanisch DTS 5.1
Spanisch DTS 2.0 (Mono)

Blu-ray:
Deutsch DTS 2.0 (Mono)
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS 2.0 (Mono)
Italienisch DTS 2.0 (Mono)
Japanisch DTS 5.1
Spanisch DTS 2.0 (Mono)
Untertitel:
4K UHD:
Deutsch, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch (vereinfacht), Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch

Blu-ray:
Deutsch, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch (vereinfacht), Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-100 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (1.85:1) @24 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
128 Minuten
Veröffentlichung:
ab 09.12.2021
 
STORY
10
 
Bildqualität
8
 
Bild 4k UHD
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
In unserer heutigen Zeit wird der Begriff „Klassiker“ in Bezug auf Filme mitunter recht inflationär verwendet. Im Falle von Alfred Hitchcocks „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ (Originaltitel: „Vertigo“, 1958) sind sich jedoch Publikum wie auch Kritiker einig. Als das Werk erschien, waren die Rezensionen eher verhalten, heute wird es jedoch als filmhistorisches Meisterwerk gehandelt. Dies gilt sogar innerhalb des Oeuvres von Hitchcock, dass an Filmen mit „Meisterwerkstatus“ ja nicht gerade als arm anzusehen ist. Dieser für viele nachfolgende Filmschaffende stilbildende Film ist nun von Universal Pictures Home Entertainment in einer „Limited Steelbook Edition“ herausgebracht worden. Es enthält neben einer beigepackten Blu-ray auch eine 4K-Scheibe, deren qualitative Meriten in dieser Rezension einer genaueren Betrachtung unterzogen werden sollen.

Story

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John „Scottie“ Ferguson (James Stewart) ist ein Polizist, der nach einem traumatisch verlaufenen Einsatz auf den Dächern von San Francisco aufgrund seiner nicht kontrollierbaren Höhenangst in den Ruhestand versetzt wurde. Von einem Freund erhält er jedoch trotzdem den Auftrag, dessen Frau Madeline (Kim Novak) zu beschatten. Ungeplant, aber umso intensiver, kommen John und die mysteriöse Schöne sich dabei näher und verlieben sich ineinander. Als Madeline jedoch auf dramatische Weise ums Leben kommt und John dies aufgrund seiner Akrophobie nicht verhindern kann, bricht seine Welt regelrecht zusammen. Als er dann nach langer psychischer Behandlung die junge Verkäuferin Judy kennenlernt, die Madeline geradezu gespenstisch ähnlich sieht, kommt seine Obsession mit seiner verlorenen Liebe wieder zum Vorschein... „Vertigo“ ist einer von diesen Filmen, die bei lediglich oberflächlicher Betrachtung viel von ihrer Qualität nicht gleich erkennen lassen. So mutet das Tempo auch aus damaliger Sicht und im Vergleich mit Hitchcocks anderen Filmen teils fast meditativ an und auch die Story wirkt auf den ersten Blick einfach.
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Jedoch hat all dies Methode: Der langsame Rhythmus des Films erzeugt eine beinahe (alp-)traumhafte Atmosphäre und die eigentlich simpel beginnende Geschichte lotet mit zunehmender Laufzeit zunehmend die menschlichen Abgründe aus. Zudem wird „Vertigo“ allgemein als eines von Hitchcocks persönlichsten Werken angesehen, das sich mit der Dichotomie von Liebe und Obsession auseinandersetzt. Während der ersten beiden Drittel des Films befinden sich die Zuschauer unverrückbar auf der Seite von John „Scottie“ Ferguson, während dies sich in der Endphase des Films zugunsten der weiblichen Protagonistin Judy verschiebt. Wie Hitchcock die mysteriöse, zunehmend unbehaglichere und düstere Atmosphäre von „Vertigo“ filmisch umsetzt, hat Filmgeschichte geschrieben: Allein seine Idee, Johns Höhenangst mit einem originellen Kameratrick (heute als der „Vertigo-Effekt“ bekannt) darzustellen, indem die Kamera an ein weiter entferntes Objekt heranfährt und gleichzeitig herausgezoomt wird, wodurch der Hintergrund des Bildes sich vom Betrachter zu entfernen scheint, während Elemente im Vordergrund stabil bleiben, hat viele nachfolgende Filmemacher beeinflusst.
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Eine große Rolle spielt auch die ausgeklügelte Farbdramaturgie. So werden die Figuren Madeline und Judy beispielsweise inszenatorisch miteinander verbunden, indem sie in verschiedenen Szenen in grüner Beleuchtung auftreten. Die erste dieser Sequenzen spielt auf einem Friedhof, wo ein Filter eingesetzt wird, welcher dem Geschehen einen nebligen Grünstich verleiht und gleichzeitig die (farbliche wie auch thematische) Verbindung beider Charaktere mit dem Thema Tod bereits früh im Film etabliert. „Vertigo“ ist ein Film, der vom Rezipienten Geduld und Aufmerksamkeit verlangt. Dafür wird man dann aber auch mit einer stilsicher inszenierten und trotz - oder gerade wegen - der romantischen Thematik düsteren und abgründigen Geschichte belohnt, die noch lange nachwirkt, wenn der Abspann längst durchgelaufen ist.

Bildqualität

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Die diesem Set beigepackte Blu-ray kann mit einer soliden Bildqualität aufwarten. Natürlich strahlen die Farben nicht so intensiv und auch hier gehen in dunklen Szenen ein paar Details verloren, was an dem auch hier etwas dunkel eingestellten Schwarzwert liegt. Der Kontrast, wenn auch weniger intensiv als auf der 4K-Scheibe ist dennoch kräftig – nur die Schärfe lässt im Gegensatz zur UHD-Version doch recht deutlich nach. Die bereits in 4K vorhandenen weicheren Einstellungen fallen bei der normalen Blu-ray noch mehr auf, auch weil die Gesamtschärfe zwar in Ordnung, aber lange nicht mehr so knackig ist, wie beim „großen 4K-Bruder“. Filmkorn gibt es natürlich auch hier und so kann der Blu-ray trotz dieser Mängel ein insgesamt noch ein solides Full-HD-Bild attestiert werden, das natürlich im Gegensatz zur 4K-Scheibe gerade in Punkto Schärfe und Farbintensität ordentlich abfällt, wenn man letztere Version erst einmal in Augenschein nehmen konnte.

Bild 4k UHD

Das Bild von „Vertigo“ hat in der 4K-Version einige Stärken: So sind die von Hitchcock mit Bedacht ausgewählten Farben sehr kräftig und erfüllen so ihre dramaturgischen Funktionen bravourös. Als Beispiele seien hier der Schwenk über „Ernie's Restaurant“ (0:17:20) genannt, der ein tiefes Rot mit filigranen Tapetenmustern offenbart, sowie der Blumenladen (0:21:05), bei dessen Betrachtung der Zuschauer droht, in einem Meer aus leuchtenden Farben zu versinken.
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Nicht nur bei den Tapetenmustern in der oben erwähnten Szene, auch gerade bei Nahaufnahmen von Gesichtern ist die Schärfe zum Teil beeindruckend: Klar definiert erkennt man hier Falten, Unebenheiten und kleine Härchen auf der Haut, deren Ton in einigen Szenen allerdings ein wenig ins Rötliche spielt. Dass die Schärfe dieser 4K-Veröffentlichung nur gut, aber nicht großartig zu nennen ist, liegt ganz sicher nicht an den teils mit beeindruckender Tiefenschärfe aufwartenden hellen Außenszenen. Jedoch kommen immer wieder Einstellungen vor, die ein wenig weich und verschwommen geraten sind, sowohl im Vorder-, als auch im Hintergrund (...natürlich können sie auch beabsichtigte Stilmittel des Meisters zur Unterstützung der manchmal traumartigen Atmosphäre sein!) Der Schwarzwert hingegen macht eine überwiegend gute Figur, wenngleich er in manchen der dunkleren Szenen mitunter etwas zu dunkel eingestellt wirkt, was ein paar Details kostet. In diesem Zusammenhang kann man auch von einem knackigen Kontrast sprechen, der zusammen mit dem immer einmal wieder in Erscheinung tretenden Filmkorn den Gesamteindruck eines sehr guten, aber nicht großartigen 4K-Bildes konstituiert, das aber nichtsdestoweniger Hitchcocks Meisterwerk in verdientem Glanz erstrahlen lässt.

Tonqualität

Folgende Tonspuren sind auf der 4K-Blu-ray vorhanden: - Deutsch DTS X - Deutsch DTS Digital Surround 2.0 Mono - Englisch DTS X - Englisch DTS Digital Surround 2.0 Mono - Englisch DTS 2.0 (Mono) - Italienisch DTS 2.0 (Mono) - Japanisch DTS 5.1 - Spanisch DTS 2.0 (Mono)
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Der Ton von „Vertigo“ erzeugt sowohl in der deutschen als auch in der absolut gleichwertigen englischen Tonspur ihre Räumlichkeit in erster Linie durch Bernard Herrmanns ikonische Musikkompositionen, die sich druckvoll und nie die glasklar verständlichen Dialoge aus dem Center übertönend auf die Backlautsprecher verteilt und so für viel Atmosphäre sorgt. Verschwiegen werden darf aber dennoch nicht, dass, wohl auch dem Alter des Ausgangsmaterials geschuldet, das Audioerlebnis sich ansonsten beinahe ausschließlich auf die Zentrallautsprecher konzentriert. Während der Subwoofer so gut wie gar nicht ins Geschehen eingreifen darf, gibt es immerhin ein paar einzelne direktionale Effekte zu hören, wenn etwa auf einer Baustelle ein links im Bild befindliches Baggerfahrzeug links am Zuschauer entlangtuckert. Solche Effekte stellen aber eher Ausnahmen dar, wobei das Hörerlebnis, wenn auch nur wenig räumlich, dank des gut abgemischten und druckvollen auditiven Geschehens aus dem Center trotzdem insgesamt noch positiv zu bewerten ist.

Ausstattung

– Besessen von Vertigo – Hitchcocks Meisterwerk zu neuem Leben erweckt (SD, 0:29:15) – Die Komplizen: Hitchcocks Mitarbeiter (SD, 0:54:47) – Filmende für das Ausland (SD, 0:02:01) – Hitchcock/ Truffaut (HD, 0:14:18) – 100 Jahre Universal – Die Ära Lew Wassermann (SD, 0:08.50) – Original Kinotrailer (SD, 0;02;30) – Restaurierter Original Kinotrailer (HD, 0:01:23) – Audiokommentar mit William Friedkin (2:08:27)
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Auf der 4K-Scheibe befinden sich diverse Extras, die in erster Linie von filmschafferischem und historischen Interesse sind. So geht die Featurette „Besessen von Vertigo“ detailliert auf die ursprüngliche Restauration des Filmmaterials Mitte der 90er Jahre ein, während „Die Komplizen“ verschiedene Wegbegleiter Hitchcocks vorstellt: Saul Bass (Grafikdesigner), Edith Head (Kostüme), Bernard Herrmann (Komponist) und Alma Reville (Hitchcocks Ehefrau und Muse). Das alternative Filmende enthält eine erweiterte Endsequenz, die Hitchcock für die Kinoauswertung auf dem europäischen Markt drehen musste, die er aber immer verabscheut hat. „Hitchcock/ Truffaut“ hingegen ist eine mit einer Bilderstrecke unterlegte Audiospur eines Interviews, welches Truffaut seinerzeit mit seinem Regisseurkollegen geführt hat. „100 Jahre Universal“ widmet sich den Jahren, in denen Lew Wassermann das Studio geleitet hat. Außerdem gibt es zwei Trailer, sowie eine Tonspur mit einem Kommentar von „Exorzist“-Regisseur und Hitchcock-Fan William Friedkin. Auf der beigepackten Blu-ray befinden sich übrigens exakt die gleichen Bonusinhalte, allerdings gibt es hier noch eine Bildergalerie namens „Die Vertigo-Archive“ mit Set – und Prop-Fotografien obendrauf.

Fazit

Alfred Hitchcocks Film „Vertigo“ ist zu Recht auch heute noch ein Klassiker. Seine immer noch aktuelle Geschichte verhandelt auf eindrucksvoll inszenierte Weise das Thema, wie Obsession die Liebe unmöglich machen kann. Filmhistorisch hat Hitchcocks Meisterwerk viele nach ihm kommende Werke beeinflusst, sei es in Form von Kameraarbeit, Farbdramaturgie, der teils traumartigen Atmosphäre, der ikonischen Musik und dem kompromisslosen Ende dieser „...dunklen Meditation über das Schwanken des Bodens, den wir unter den Füßen verlieren“ (Hans-C. Blumenberg in einem Artikel der ZEIT, 1979). Universals 4K-Veröffentlichung lässt den Film vor allem bildtechnisch in angemessenem Licht erstrahlen: Vor allem die Farben und teils auch die Schärfe befinden auf gutem, wenn auch nicht großartigem UHD-Niveau. Altersbedingt kommt der Ton zwar nicht sehr räumlich um die Ecke, weiß aber dennoch mit einer ausgewogenen und kraftvollen Center-Abmischung, sowie einem sich auf die Satellitenlautsprecher verteilenden Musik-Soundtrack zu gefallen. Die Extras mögen teils von früheren Veröffentlichungen portiert und nicht übermäßig zahlreich sein, bieten aber einen schönen und durchaus detaillierten filmhistorischen Einblick, der hilft, Hitchcocks Werk in den richtigen filmschafferischen Kontext einzuordnen. Trotz vereinzelter Kritikpunkte haben wir es nach Meinung dieses Rezensenten hier mit einer insgesamt würdigen UHD-Auswertung von Hitchcocks „Vertigo“ zu tun, die 4K-affinen Filmfans guten Gewissens empfohlen werden kann. (Carsten Hein)

Kaufempfehlung

 
9 von 10

Testgeräte

TV: LG 65UF8519 Soundbar: Canton Smart Soundbar 9 Back Speaker: 2x Canton Smart Soundbox 3 Subwoofer: Canton Smart Sub 8 Player: Panasonic DP-UB424
geschrieben am 24.09.2021

Vertigo (1958) 4K (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray Preisvergleich

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