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Nomadland (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: Nomadland (2020)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DD 5.1
Italienisch DD 5.1
Spanisch DD 5.1
Japanisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Finnisch, Japanisch, Norwegisch, Dänisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
108 Minuten
Veröffentlichung:
30.09.2021
 
STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Chloe Zao ist spätestens seit „Nomadland“ in aller Munde, immerhin gewann er bei den diesjährigen Oscars in gleich drei wichtigen Kategorien: „Bester Film, Beste Regie und beste Hauptdarstellerin“. Das sind einige Vorschusslorbeeren für den erst dritten Langfilm der Regisseurin, die auch mich sehr neugierig auf ihr neustes Werk gemacht haben. Stellt sich nur die Frage, ob es den hohen Erwartungen gerecht werden kann?

Story

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Nach dem Tod ihres Mannes und dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der inzwischen verlassenen Bergbaustadt Empire in der Nähe der Black Rock Desert in Nevada, der schließlich sogar ihre Postleitzahl entzogen wurde und die damit praktisch aufgehört hat, offiziell zu existieren, packt die 60-jährige Fern, die so praktisch allen bisherigen Halt verloren hat, das Nötigste ihrer Habe in ihren weißen Van, um sich damit, ohne eine bestimmte Richtung oder ein bestimmtes Ziel im Auge zu haben, auf den Weg zu machen, als moderne Nomadin ein Leben außerhalb der konventionellen Gesellschaft des Westens der USA zu erkunden. (Quelle: Wikipedia) Zhao ist für mich persönlich eine der interessantesten Regisseurinnen der Neuzeit. Mit ihrem Vorgängerfilm „The Rider“ hat sie es geschafft mich zu packen und in den Bann zu ziehen. Der Film ist auch auf eine andere Art und Weise beeindruckend: Er erzählt eine wahre Geschichte, nicht nur über die real existierenden Personen, sondern gleich mit Ihnen. Niemand im Film ist Schauspieler und dennoch „spielt“ jeder von Ihnen fantastisch, oder sollte man besser sagen „lebt“? Es ist schwierig und gleichzeitig paradox, „echte Menschen“ auch vor der Kamera „echt“ wirken zu lassen, doch sie hat es mit ihrer Art und Weise Regie zu führen geschafft. Der Film ist ein ergreifendes, ruhiges Drama, dass nie zu dick aufträgt und sich sehr auf tiefgreifende menschliche Augenblicke konzentriert. Eine Indie-Film-Perle, die man unbedingt gesehen haben sollte. In „Nomadland“ bleibt die Regisseurin ihrem Stil treu, sie hat diesen besonderen Blickwinkel auf Menschen, die von der Gesellschaft im Stich gelassen wurden. Der Film könnte leicht in einen „Armutsporno“ abdriften, aber Zhao zeigt uns die Nomaden nicht als hilfsbedürftige Außenseiter, sondern als Gründer ihrer ganz eigenen, kleinen und natürlich auch faszinierenden Welt. Als „semi-fiktionales“ Roadmovie gedreht, wurden einige der Rollen wieder mit den real existierenden Personen besetzt, die sie darstellen. Mit u.a. David Strathairn und Melissa Smith sind aber dieses Mal auch professionelle Schauspieler*innen neben Hauptdarstellerin Frances McDormand an Bord. Dieser fiktionale Rahmen ist Teil der Produktion gewesen, während die 36-köpfige Crew im Verlauf der Dreharbeiten über sechs Monate durch Nebraska, Nevada, Kalifornien und Arizona reiste.
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Anhand dieser Beschreibungen wird gleich klar, „Nomadland“ ist kein Film, der sich nur über seine Story, zusammenführende Handlungsstränge oder überraschende Plot-Twists definiert. Der Film ordnet alles seinen Charakteren und dem Szenario selbst unter. Fern ist nicht, wie man es vielleicht in einem klassischen Drehbuch erwarten würde, durch äußere Umstände dazu gezwungen ein Nomadenleben zu führen, sie tut es aus freien Stücken. Sie möchte kein Haus, kein klassisches Leben, keinen festen Job, sie möchte vor allem Freiheit. So wurde der Film inmitten dieser Pandemie vielleicht zu dem genau richtigen Zeitpunkt veröffentlicht, denn er ist eben ein Ausbruch oder besser eine Ausflucht aus unserer Realität. Wie man anhand meiner Ausführungen merkt, kann man wenig anhand filmtypischer Merkmale analysieren oder dem Film aus dramaturgischer Sicht vorwerfen. „Nomadland“ ist somit auch für den Zuschauer eine Flucht aus unserer Wirklichkeit, ein kleiner, ruhiger, aber feiner Roadtrip ins Ungewisse. Obwohl ich wenig an dem Film auszusetzen habe, muss ich doch ein paar Kritikpunkte loswerden. Für mich wirkt der Film insgesamt etwas zu „verträumt“, etwas mehr Auseinandersetzung mit der harten und auch harschen Realität hätten ihm gutgetan. Beispielsweise arbeitet Fern im Laufe ihrer Reise auch für Amazon, die komplett wertefrei oder sogar positiv dargestellt werden, da sie Menschen wie ihr einen Job bieten, der nach ihrer Ansicht auch noch „gut bezahlt“ ist. Außerdem wirkt der Film, dadurch, dass er für Fern selbst so gut wie keine echte Fallhöhe besitzt, Stichwort: „Was hat sie zu verlieren?“ – äußerst spannungsarm. Dadurch sind einige Szenen war in sich stimmig, aber im Kern ist auch eine gewisse Langatmigkeit nicht von der Hand zu weisen. So plätschert der Film vor allem im Mittelteil regelrecht vor sich hin, obwohl er in tollen Bildern eingefangen ist, die uns allem in den Totalen wunderschöne Orte zeigen und auch Frances McDormand in ihrer Rolle und ihrem zurückhaltenden Schauspiel glänzen kann. Auch, wenn es von Zhao vermutlich genauso beabsichtigt war, ist mir das hier und da etwas zu „ziellos“. Schlussendlich gab es für mich in diesem Jahr deutlich bessere Filme, die ebenfalls für einen Oscar als bester Film nominiert wurden, wie „Promising Young Woman“ oder „Minari“. Sehenswert ist „Nomadland“ aber allemal, obwohl mich persönlich ihr Vorgänger Film „The Rider“ emotional mehr berühren könnte.

Bildqualität

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Die Blu-Ray liefert ein nahezu makelloses Full-HD Bild, mit einen AVC-kodierten 1080p Transfer in 2,39:1. Das natürliche Rauschen bzw. die Filmkörnung fügen sich stimmig ins Gesamtbild ein. Die Farben sind dabei den äußerlichen Gegebenheiten stets angepasst und eher entsättigt und schmutzig. Der Look ist dabei insgesamt sehr geerdet und auch farblich zurückhaltend, es soll eben natürlich wirken. das Bild hat zudem keinerlei Kompressionsanomalien oder Probleme hinsichtlich fehlender Schärfe. Die Bilder beeindruckend vor allem deshalb, da beinahe komplett auf natürliches Licht gesetzt hat.

Tonqualität

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Die deutsche Tonspur liegt im Dolby Digital 5.1-Format vor. Die englische Tonspur kommt in DTS-HD MA 5.1 daher. Beide sind klar und angenehm verständlich und bietet in einigen Szenen auch einen schönen Klang. Als sehr dialogbasierter Film gibt es aber keine so richtigen Effekte oder Herausforderungen für den Subwoofer. Besonders hervorzuheben ist auch der kaum vorhandene Einsatz von Musik, sie wird nur ganz dezent im Hintergrund verwendet. Man hat sich aber der räumlichen Tonebene (auf Versammlungen oder beispielsweise bei Amazon) um viel Leben und Aktivität bemüht. Alles wird klar und ohne Fehler wiedergegeben.

Ausstattung

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Als Extra gibt es ein kleines Making-Of mit Interviewanteilen, das und etwas mehr darüber erzählt wie Zhao und McDormand auf den Stoff gekommen sind und auch die Autorin der literarischen Vorlage Jessica Bruder kommt zu Wort. Außerdem zwei zusätzliche Szenen (ca. 3 Min.), die zurecht aus dem Film geschnitten wurden und ein Q&A vom Telluride Film Festival mit Regisseurin und Hauptdarstellerin.

Fazit

„Nomadland“ ist ein ruhiger, sehr menschlicher und wahrhaftiger Film geworden. Er lässt uns an einer Welt teilhaben, bei der uns so vielleicht gar nicht bewusst war, dass sie existiert. Eine Flucht aus unserer Realität und ein Stück Freiheit, dass wir gerade jetzt unbedingt brauchen. Trotzdem ist Zhaos Werk hier und da etwas zäh und langatmig geraten und auch die fehlenden dramaturgischen Elemente machen ihn für mich in sich nicht ganz so stark wie ihr Vorgängerwerk „The Rider“. Dennoch zeigt die Regisseurin wiedermal ihr Talent für besondere und menschliche Einblicke, über verloren Seelen, die ihr Glück abseits eines „normalen“ Lebens gefunden haben. (Tom Sielemann)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

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geschrieben am 05.10.2021

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1 Bewertung(en) mit ø 4,00 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
5.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
3.0

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