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Ich und er Blu-ray

Original Filmtitel: Me and Him

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 16:9 Vollbild, Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 2.0
Englisch DD 2.0
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
94 Minuten
Veröffentlichung:
02.09.2021
 
STORY
6
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die Regisseurin und Autorin Doris Dörrie zählt zu den filmischen Ausnahmetalenten in Deutschland, deren Erfolg durch die beiden etwas „schlüpfrigen“ 1980er-Jahre Komödien „Männer“ und „Ich und Er“ erst so richtig ins Rollen kam. Während zumindest „Männer“ aus dem Jahr 1985 auch heute noch relativ bekannt ist (was nicht zuletzt auf die beiden Hauptdarsteller Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach zurückzuführen sein dürfte) erinnert sich heute kaum noch jemand an „Ich und Er“, obwohl diese von Bernd Eichinger produzierte Romanadaption weitaus weltoffener war und mit amerikanischen Darstellern besetzt wurde. Dies kann sich nun allerdings ändern, denn Anfang September 2021 brachte Constantin/Highlight Communications den Film im Vertrieb von Universal Pictures Home Entertainment auf den deutschen Heimkinomarkt. Was der Film zu bieten hat und wie sich die in einer Standard-Keep-Case Verpackung erschienene Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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An seinem 35. Geburtstag beschließt Bert, sein Leben zu ändern. Statt der kleine Angestellte eines New Yorker Architekturbüros zu bleiben, will er Karriere als Stararchitekt machen. Statt in einer einfachen Etagenwohnung möchte er mit seiner Familie in einer Villa mit Swimmingpool leben. Und in exakt dem Moment, als Bert seinen Entschluss fasst, meldet sich ein anderer bei ihm, der auch gerade 35 Jahre alt geworden ist und der es auch an der Zeit findet, etwas zu ändern. Auch er möchte aktiver werden. Genau genommen ist "Er" kein anderer, sondern ein Teil von Bert - sein intimster, "männlichster" Körperteil. "Er" äußert seine Wünsche laut, mit einer für Bert deutlich wahrnehmbaren Stimme. Er möchte sich beispielsweise nicht mehr nur mit Berts Gattin begnügen, denn die Welt ist schließlich voller Frauen. Wie soll es Bert gelingen, seine guten Vorsätze zu verwirklichen, wenn er untrennbar mit einem verbunden ist, der etwas ganz anderes will?... (Pressetext Constantin Film)
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Die Selbstfindung des Mannes in der Gesellschaft, die Rolle der Frau, der Kampf um Ruhm und Anerkennung… all das bietet „Ich und Er“, trotz einiger interessanter Ansätze, NICHT! Im Grunde genommen geht es in „Ich und Er“ einzig und alleine um einen sprechenden Pimmel – nicht mehr, nicht weniger. Zwar sollte man annehmen, dass Erfolgsregisseurin Doris Dörrie mehr aus der Thematik herausholen kann als schlüpfrige Witze auf Pennälerniveau, aber leider bestätigt sich die Annahme nicht. Nichtsdestotrotz wollten seinerzeit 3,5 Millionen Zuschauer den Film im Kino sehen, was ihm die „Goldene Leinwand“ einbrachte und zum sechserfolgreichsten Film des Jahres machte, und nur die Tatsache, dass es Loriots „Ödipussi“ auf Platz 2 schaffte, zeigt, dass deutsche Komödien durchaus mehr zu bieten hatten. Allerdings ist „Ich und Er“ dann letztendlich auch gar nicht so deutsch wie man meint: Die Grundidee entstammt einer italienischen Romanvorlage und der Film spielt in Amerika – und wurde schlussendlich auch mit amerikanischen Darstellern besetzt.
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Die Hauptrolle des Bert wird von Griffin Dunne gespielt, der durch seine Rollen in „American Werwolf“ und „Die Zeit nach Mitternacht“ zu der damaligen Zeit recht populär war. Hier wirkt er, gegen seine ansonsten recht forsche und vorlaute Art, ein wenig fehlbesetzt, sorgt aber dank seiner Mimik hie und da für einige Schmunzler. Weitaus wichtiger – sollte man annehmen – ist hingegen die Damenwelt, denn schließlich und endlich dreht es sich mehr oder minder um die „schönste Nebensache der Welt“, allerdings können weder Ellen Greene, noch Carey Lowell oder Kelly Bishop auch nur halbwegs überzeugen, sondern sind bestenfalls Stichwortgeber und „Futter“ für den Titelhelden. Das gleiche gilt für alle anderen Frauen, die freilich ausschließlich als Freiwild angesehen werden, welches es zu erlegen gilt – zumindest wenn es nach „Ihm“ geht. Doch dazu kommt es nicht.
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Generell wirkt der Film recht zahm und zurückhaltend, und nutzt die sich bietenden Gelegenheiten nicht in dem Umfang aus, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte. Vielleicht waren die 80er-Jahre doch nicht so offen, zumindest nicht in den Vereinigten Staaten, denn auch wenn es sich hier in gewissem Maße um einen deutschen Film handelt, ist doch alles an ihm äußerst amerikanisch – bis hin zur übertriebenen, fast schon peinlichen Prüderie, die in einem solchen Film schlichtweg fehl am Platze ist. Die Idee mit dem sprechenden Genital wurde später in der Teenie-Komödie „Harte Jungs“ und dessen Fortsetzung „Knallharte Jungs“ erneut aufgegriffen, wobei man leider sagen muss, dass die Thematik mit Teenagern und als pubertäre Komödie mit anderem Zielpublikum deutlich funktioneller ist.

Bildqualität

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Das glasklare Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis vor und schaut aus wie neu. Die Farben sind sehr natürlich, die Schärfe ist in den meisten Fällen hervorragend (von einigen Fokussierungsfehlern abgesehen) und auch der Kontrast ist optimal eingestellt. Gerade Nahaufnahmen punkten mit einer unglaublichen Detailfülle. Altersbedingte Mängel sucht man vergeblich, beziehungsweise sind diese so gering, dass sie in keinem nennenswerten Umfang ins Gewicht fallen. Alle in allem kann man also mit Fug und Recht sagen, dass man hier stellenweise fast schon eine Referenzscheibe im Player, zumindest, wenn man das Alter des Films berücksichtigt.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprache in Dolby Digital 2.0 vor, ist also erwartungsgemäß sehr unspektakulär. Das lässt sich allerdings verkraften, da es sich hier um eine Dialoglastige Komödie, und nicht etwa um einen Actionkracher handelt. Alles in allem sind die beiden Tonspuren sauber abgemischt und die Dialoge sind jederzeit gut verständlich. Der Soundtrack von Klaus Doldinger, der neben dem Soundtrack zu Wolfgang Petersons „Das Boot“ und der „Tatort“-Titelmelodie zahlreiche kultige und bis heute zu Recht gefeierte Kompositionen auf seiner Vita stehen hat, ist verhältnismäßig unauffällig, klingt akustisch aber einwandfrei. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Bavaria Film Synchron GmbH in München nach einem Dialogbuch und unter der Regie von Mina Kindl und lässt neben Martin Umbach über Griffin Dunne, Madeleine Stolze über Kara Glover, Ekkehardt Belle über David Grier weitere bekannte Stimmen erklingen, von denen Heiner Lauterbach als Berts bestes Teil besonders hervorsticht.

Ausstattung

Die Veröffentlichung enthält keinerlei Bonusmaterial, aber die Keep-Case-Version ist mit einem Wendecover ausgestattet.

Fazit

Die optische Seite der Blu-ray Disc lässt kaum erahnen, dass sich hier ein Film aus den 1980ers im Player befindet: Satte aber natürliche Farben, hervorragende Schärfe – so muss das sein. Der Ton liegt leider nur in Dolby Digital 2.0 vor und ist daher recht unspektakulär, ist im Großen und Ganzen aber ebenfalls anständig. Schade nur, dass sich bis auf ein paar Trailer überhaupt kein Bonusmaterial auf der Scheibe befindet. Der Film ist eine leider viel zu zahme Komödie mit einer Ausgangssituation, die per se funktionieren könnte, aber durch die Wahl von Mittdreißigern als Hauptfiguren einfach nur lächerlich und deplatziert wirkt. Leidlich witzig, nicht halb so schlüpfrig wie erwartet, und obendrein oberflächlich sexistisch wie man es sich nur in den 1980ern vorstellen kann, ist der Film nicht nur schlecht gealtert, sondern war vermutlich noch nie richtig gut – und dass, obwohl er zahlreiche Kinozuschauer in die Lichtspielhäuser lockte. Seltsam… doch so steht es geschrieben! (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

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6 von 10

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geschrieben am 15.09.2021

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