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Slaughterhouse (1987) Blu-ray

Original Filmtitel: Slaughterhouse (1987)

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten),
Neue 2K-Restauration!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
A, B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
85 Minuten
Veröffentlichung:
22.07.2021
 
STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
7
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der enorme Erfolg von Tobe Hoopers „Blutgericht in Texas“ bzw. „The Texas Chainsaw Massacre“ zog nicht nur zahlreiche Sequels, Prequels und Remakes nach sich, sondern inspirierte hie und da auch andere Filmemacher, in eine ähnliche Sparte zu schlagen. Einer dieser Filme trägt den Titel „Slaughterhouse“, wurde aber auch unter dem Titel „Pig Farm Massacre“ vermarktet, um die Ähnlichkeiten auch vom Titel her kenntlich zu machen. Vor ziemlich genau zwei Jahren brachte das Label Nameless den Film in zahlreichen limitierten Sondereditionen auf den Markt. Nun bringt das Label im Vertrieb von Euro Video den 1980er-Jahre Slasher von Regisseur und Drehbuchautor Rick Roessler, der leider nur diesen einen einzigen Film ablieferte, auch als Standard-Blu-ray Disc auf dem Markt, die sich inhaltlich aber nicht von den bereits erhältlichen Sondereditionen unterscheidet. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Ein paar Immobilienspekulanten setzen dem alten Schlachthausbesitzer Lester (D. Barrett) eines Tages einen Räumungsbescheid vor die Nase. Doch statt klein beizugeben, hetzt der seinen Hünenhaften Sohn Buddy (J. Barton) auf die Bande. Buddy ist zwar geistig ein wenig zurückgeblieben, seinem Vater aber treu ergeben, geübt im Schlachterhandwerk und wütend genug, das Schlachthaus seinem Zweck entsprechend angemessen zu nutzen... Der Film beginnt mit einigen Bildern aus einem echten Schlachthaus, bei denen manch einer sicherlich eine vegetarische Ernährung in Erwägung ziehen wird. Die Szenen wirken dabei allerdings weder abstoßend noch übertrieben sensationsheischend, sondern zeigen den realistischen Alltag in diesen Einrichtungen, sind daher also weit entfernt von den „Tiersnuff“-Szenen billiger Exploitationfilme. Generell ist „Slaughterhouse“ kein Film, der ausschließlich auf seine Effekte reduziert werden sollte, auch wenn diese (obschon es nicht viele gibt) verdammt gut gemacht sind und teilweise unter die Haut gehen (bzw. bis in die „Fingerspitzen“). Die Story ist zumindest im Groben nachvollziehbar: Ein Schlachthausbesitzer wird von der „Obrigkeit“ bedrängt, woraufhin dieser mit seinen Mitteln zurückschlägt. So weit, so simpel, so gut. Klar entstehen hier einige Logiklücken – so ist es zum Beispiel fragwürdig, dass der offenbar geistig zurückgebliebene Buddy grunzt, statt zu sprechen, und die Schweine als seine Familie ansieht, während es sein Tageswerk ist, selbige zu schlachten. Aber sei’s drum. Bei Horrorslashern sollte man sich nicht unbedingt an etwaigen Logiklöchern stören. „Slaughterhouse“ kam ein Jahr nach Tobe Hoopers Fortsetzung seines ersten Erfolgsfilms „Texas Chainsaw Massacre“ in die Kinos, und die Parallelen sind unverkennbar. Tatsächlich ist es sogar so, dass, wenn man Buddy eine entsprechende Maske aufgesetzt und die Machete (oder was auch immer der Junge für eine Waffe benutzt) durch eine Kettensäge ausgetaucht hätte, der Film eine deutlich bessere Fortsetzung des Originalfilms abgegeben hätte, als es Tobe Hoopers Version tat. Nicht, dass wir uns hier falsch verstehen: „Texas Chainsaw Massacre 2“ ist für sich genommen ein genialer Film, der zu Recht Kultstatus genießt, aber den Geist und die Stimmung des Erstlings fängt er nicht einmal ansatzweise ein, ganz im Gegensatz zu „Slaughterhouse“, der zwar nicht so eindringlich und unangenehm ist wie das „Blutgericht in Texas“, aber von der Filmstruktur her deutlich daran erinnert. Auch die Darsteller, die allesamt relativ unbekannt sind, tragen zum Gelingen bei.
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Zwar sind die schauspielerischen Leistungen eher durchwachsen, aber das war bei Hoopers Film ebenfalls der Fall, und die wichtigsten Figuren der Handlung, nämlich der degenerierte Sohn, der, statt zu sprechen Schweingeräusche von sich gibt, und der mörderische Vater, der den teils genial, teil peinlichen Namen Lester Bacon trägt, spielen so herrlich überdreht und böse, dass man es glatt mit der Angst zu tun bekommt. Ein weiteres Highlight ist die Kameraführung und die Schnittfolge. Man sieht zwar auch hier hie und da ein paar Morde, aber diese sind nicht so blutrünstig in Szene gesetzt wie es heutzutage (und auch damals nicht selten) der Fall war, aber durch eine gekonnte Schnittfolge, entstehen im Kopf des Zuschauers gar abscheuliche Bilder. So wird beispielsweise einem armen Opfer die Kehle aufgeschlitzt, und in dem Moment, in dem das Blut spritzen sollte, gibt es einen Schnitt auf eine Tomate, die gerade zerteilt wird – großartig! Dieser und ähnliche Tricks, die mit der Vorstellung des Zuschauers spielen, machen „Slaughterhouse“ zu einem ganz besonderen Film für Genrefreunde, den es sich zu entdecken lohnt, und es ist erstaunlich und tragisch, dass Regisseur und Drehbuchautor Rick Roessler in beiderlei Hinsicht nur ein One-Hit-Wonder war.

Bildqualität

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Das körnige Bild liegt im bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und bekam bereits für die vorherigen Auswertungen in diversen Sonderverpackungen einen 2k-Scann speniert, der sich absolut bezahlt gemacht hat. Die Schärfe ist, gemessen an den Möglichkeiten, fast durchgängig sehr gut, und bildet auch kleinere Details fast stetig messerscharf ab, lediglich einige nicht ganz optimal fokussierte Szenen brechen hier aus dem Allgemeinbild aus, was aber auf das Ausgangsmaterial zurückzuführen ist. Die Farben sind herrlich kräftig, dabei sehr natürlich und in einigen Szenen (Tanzabend) strahlend brillant. Der Kontrast ist ebenfalls sehr gut eingestellt und der satte Schwarzwert überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie. Altersbedingte Mängel sucht man hier vergebens, und so erhält der Titel mit Fug und Recht die sehr hohe Bewertung, die man allerdings relativ betrachten muss, denn selbstverständlich kann man den Film schon vom Alter und Budget her nicht mit aktuellen Großproduktionen vergleichen. Im Rahmen der Möglichkeiten wurde aber mutmaßlich das Optimum aus dem Material herausgeholt.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung in dts-HD Master Audio mit optional zuschaltbaren deutschen Untertiteln auf der Disc vor; das Original mit einer 5.1 Abmischung, die deutsche Synchronisation leider nur in 2.0. Die deutsche Fassung bietet natürlich keinerlei Raumklang oder große andere Überraschungen, klingt allerdings sehr sauber und frisch, weist keine nennenswerten Fehler oder Alterserscheinungen auf, und ist alles in allem ganz ordentlich, auch wenn die Betonung nicht immer ganz optimal ist. Das englische Original schaut hier schon anders aus. Weitaus harmonischer und atmosphärischer, dafür aber nicht immer ganz optimal verständlich. Kurzum: Man kann beide Sprachfassungen gut gebrauchen und wird keine großen Punkte zur Beanstandung finden.

Ausstattung

• Audiokommentar mit Rick Roessler, Jerry Enoce und Michael Scaglion • Slaughterhouse Shooting Script (11:42 Minuten) • Interview mit Jerry Encoe von 1999 (10:47 Minuten) • Interview mit Rick Roessler von 1999 (15:18 Minuten) • Making a Low Budget Indie (28:18 Minuten) • Producing Slaughterhouse (5:39 Minuten) • Epilogue: 30 Years after the Slaughter (1:15 Minuten) • Radio Interview from 1987 (4:52 Minuten) • Local News Coverage of Slaughterhouse (4:01 Minuten) • Shooting the Scenes - Behind the Scenes (20:50 Minuten) • No Smoking - Kinospot (0:30 Minuten) • 2 Kinospots (3:18 Minuten) • 4 TV-Spots (3:34 Minuten) • 3 Radio Spots (0:47 Minuten) • Outtakes (3:10 Minuten)
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Das Bonusmaterial entspricht den vorherigen Veröffentlichungen in diversen Sonderverpackungen, lediglich auf die Film-DVD wurde verzichtet. Es ist wirklich erstaunlich, welche Masse an interessantem Bonusmaterial man hier ausgegraben hat. Zum einen wäre da der (leider nicht untertitelte) Audiokommentar mit Rick Roessler, Jerry Enoce und Michael Scaglion, der einen tiefen und gleichzeitig kurzweiligen Einblick in die Produktion erlaubt. Dazu bekommen wir noch weitere zeitgenössische Dokumentationen, diverse Interviews neueren Datums, einen Blick auf hinter die Kulissen und wie diese heute aussehen, sowie haufenweise Werbespots aus der Entstehungszeit des Films. Abgerundet wird das Ganze durch Outtakes, die für ja für viele Zuschauer (gerade bei solch grundsätzlich eher ernsten Filmen) das „Salz in der Suppe“ darstellen.

Fazit

Für einen Low-Budget-Horrorfilm aus den 1980er-Jahren schaut die Blu-ray Disc fantastisch aus. Knackige Schärfe, harmonisches Filmkorn, kräftige Farben – da lacht das Schlachterherz. Der Ton ist leider etwas unauffällig, aber harmonisch und gut verständlich. Im Bonussektor finden sich allerhand alte und (verhältnismäßig) neue Features, die einen Einblick in die Produktion gewähren. Der Film selbst ist ein Highlight das es sich zu entdecken lohnt. Für alle Fans von Tobe Hoopers „Texas Chainsaw Massacre“ ist dieser Film eine absolute Empfehlung, denn er ist im Grund genommen eine Art „entfernter Verwandter“, der auf eine ähnliche Prämisse setzt, dabei aber dennoch eine eigenständige Geschichte erzählt. Und gut gemacht ist er obendrein. (Michael Speier)
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Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 20.07.2021

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