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[Rec] + [Rec]² + [REC]³: Genesis + [Rec]⁴: Apocalypse (Evolution Boxset) (Neuauflage) Blu-ray

Original Filmtitel: [Rec] + [Rec]² + [REC]³: Genesis (Double Feature) + [Rec]⁴: Apocalipsis

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Disc-Informationen
Uncut, 4 Discs, BD (4x), 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (teilweise)
 
STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
4
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Das Genre der Found-Footage Filme hat schon eine lange Tradition, deren Anfänge gar bis in die 1930er Jahre zurückreichen. Dabei wird das Genre in zwei unterschiedliche Kategorien unterteilt, denn zum einen gibt es Filme, die auf tatsächlich gefundenem Material basieren, zum anderen aber eben auch Beiträge, die explizit nur inszeniert wurden, in Wirklichkeit also - wie ein normaler Film auch - auf einem Drehbuch basieren. Zur Jahrtausendwende konnte letztere Kategorie vor allem durch "Blair Witch Projekt" den Bekanntheitsgrad des Genre massiv steigern, dessen Erfolg dann auch prompt zu zahlreichen weiteren Produktionen führte. Zu eben diesen zählt auch das inzwischen auf insgesamt vier Teile angewachsene [REC]-Franchise, dem Publisher LEONINE nun eine Box-Neuauflage spendiert, die abermals alle Teile in sich vereint. Während Kenner des Franchise bei diesem einfachen Re-Pack schon wissen, was auf sie zukommt, soll Neueinsteigern mit dem nachstehenden Review nochmals ein Überblick über die Filmreihe gegeben werden. (jp)

Story

[REC]
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Zusammen mit ihrem Kameramann Pablo (P. Rosso) möchte Reporterin Ángela (M. Valesco) eine Nacht lang die Arbeit einer Feuerwehr-Einheit dokumentieren. Gerade als sie dachte, das Projekt endet in einer langweiligen Nacht, wird Alarm geschlagen und die Einsatzkräfte zu einem Mehrparteienhaus gerufen. Doch statt einem Brand finden sie hier nur die aufgebrachten Bewohner vor, welche per Notfall eine dramatisch schreiende Nachbarin gemeldet haben. Als die Blutüberströmte alte Dame plötzlich die Beamten anspringt und sich in ihnen festbeißt, ist schnell klar, dass hier eine spannende Story für die Reporterin vorliegt. Kurz drauf wird dann das Gebäude vom Gesundheitsamt abgeriegelt und weitere Anwohner mutieren zu reißenden Bestien, sodass die Reportage einen ungeahnten Verlauf nimmt. (jp) [REC]² Eine vierköpfige Special-Einheit unter der Führung von Jefe (O. Zafra) wird in die Innenstadt von Barcelona zu einem Notfall gerufen: In einem Mehrparteienhaus ist es Virus ausgebrochen, der die Bewohner äußerst aggressiv werden lässt. Zusammen mit Dr. Owen (J. D. Mellor), einem Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde betreten die Beamten das hermetisch abgeriegelte Haus und stoßen dabei auf eine Spur der Verwüstung. Dr. Owen möchte in der Dachgeschoßwohnung nach einer Blutprobe suchen, auf Basis derer ein Gegenmittel gegen den Virus entwickelt werden soll. Doch schon bald wird die kleine Gruppe von Infizierte angegriffen und muss um ihr Überleben kämpfen. Schnell stellt sich zudem heraus, dass nicht etwa ein Virus für alles verantwortlich ist, sondern dass die Bewohner von einer abgrundtief bösen Macht befallen worden. Ein aussichtsloser Kampf gegen die Kreaturen beginnt. (jp) [REC]³: Genesis Koldo (D. Martin) und Clara (L. Dolera) heiraten und wollen den schönsten Tag ihres Lebens feiern. Dafür haben sie eine Menge Verwandte und Bekannte zu sich nach Hause eingeladen. Unter der versammelten Mannschaft befindet sich auch Onkel Viktor (E. Mencheta), der vormittags von einem Hund gebissen wurde und dem es im Laufe des Tages immer schlechter geht. Am Abend fällt er bereits weitere Gäste an. Ab diesem Zeitpunkt regiert das Chaos, denn sämtliche Infizierte mutieren zu willenlosen, blutrünstigen Monstern. In dem Getümmel verlieren sich Koldo und Clara aus den Augen. Sie stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, sich wieder zu finden und in Sicherheit zu bringen. (sah) [REC]⁴: Apocalypse Gerade eben noch befand sich die Reporterin Angela (M. Velasco) in einem von Zombies heimgesuchten Mietshaus in Barcelona. Im nächsten Moment wacht sie auf dem Operationstisch eines Schiffes auf. Der zwielichtige Arzt Dr. Ricarte (H. Colome) will ein Gegenmittel gegen den Zombievirus entwickeln, doch dazu braucht er eine Blutprobe des ursprünglichen Wirts. Diesen vermutet er in Angela. Doch neben Angela und einer alten Dame, die sich auf einer Hochzeit befand (s.a. [REC]³), befindet sich auch ein Infizierter unter den „Passagieren“. So dauert es nicht lange, bis auch das Schiff von mordlustigen Zombies heimgesucht wird. (ms) [REC]
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Der Auftakt des Franchise beginnt noch wie eine normale Dokumentation über das Leben einer Feuerwehr-Einheit mitten im Herzen von Barcelona. Während Reporterin Ángela, gespielt von Manuela Velasco, zu Beginn noch recht motiviert ist, verschwindet die Anfangseuphorie jedoch recht schnell, scheint der Abend doch ziemlich unspektakulär abzulaufen. Glücklicherweise kommt es aber doch noch zum erhofften Einsatz, der für reichlich Einschaltquoten sorgen soll. Die Einsatzkräfte werden zu einem Haus gerufen, in dem die Anwohner es mit der Angst zu tun bekommen haben, als eine ältere Nachbarin schrecklich und gequält zu schreien begann. Was von den Anwesenden, sowie den Feuerwehrleuten und den Reporten noch niemand ahnt: Im Haus hat sich ein Virus ausgebreitet, der die Bewohner in lebende Untote verwandelt. Es kommt wie es kommen muss: Nachdem die Gesundheitsbehörde das Gebäude hermetisch abgeriegelt hat, wird im Inneren einer nach dem anderen infiziert, was die Lage der bis dato Gesunden von Minute zu Minute gefährlicher werden lässt und sie zum Kampf ums nackte Überleben zwingt. Mit schnellen Schnitten, extrem verwackelten und aber immer nach am Geschehen klebenden Bildern gelingt es den Machern sehr schnell, den Zuschauer in den Found-Footage-Stil zu ziehen. Auch wenn die erste Hälfte des Films dabei noch sehr verhalten abläuft, steigert sich die Spannung in der Zweiten umso mehr. Hier sitzt man oftmals wirklich sehr angespannt auf dem Sofa und wird immer wieder durch einige gutgemachte Jump-Scares aufgeschreckt. Die überwiegend unbekannten Schauspieler leisten dabei hervorragende Arbeit, sodass man ihnen ihre Angst, aber später auch ihre Bedrohlichkeit einwandfrei abnimmt. Besonders Kinderdarstellerin Claudia Silva in der Rolle der kleinen Jennifer sorgt hier auf unheimliche Weise für Gänsehaut. Die explizite Gewaltdarstellung wird durch die schnelle und wackelige Kamera-Führung oftmals etwas kaschiert, dennoch bleiben genügend blutige Szenen über, die Gore-Fans auf ihre Kosten kommen lassen sollten. Insgesamt ist der Auftakt also sehr spannend und unterhaltsam gelungen und auch heute noch für Fans des Genres - oder die, die es noch werden wollen - zu empfehlen. (jp) - (8/10) [REC]² Die erste Fortsetzung schließt quasi nahtlos an die Vorgänge des Erstlings an. Doch statt einer Reportergruppe sieht der Zuschauer nun einer Special-Einheit über die Schulter. Denn diese ist wieder mit Kameras ausgestattet, sodass man hier erneut aus nächster Nähe Zeuge der nachfolgenden Ereignisse wird. Verfolgte man im Franchise-Auftakt noch die Idee, dass ein Virus die Verstorbenen zu lebenden Untoten - letztendlich also Zombies - macht, bringt die Fortsetzung einen völlig neuen Ansatz mit sich: Denn nun integriert man eine gehörige Portion Okkultismus mit ins Spiel, der die Infizierten zu Besessenen werden lässt, die von einer Art Dämon gelenkt werden. Dieser Ansatz bringt zwar frischen Wind in die Filmreihe, sorgt aber auf der anderen Seite auch dafür, dass alles nicht mehr ganz so glaubwürdig abläuft. Sicher, auch die Zombies aus Teil 1 lagen weit ab von Realismus, dennoch kam man zumindest ohne phantastische Elemente aus. Die Fortsetzung setzt nämlich auf solche, indem sie plötzlich einige Dinge offenbart, die zum Beispiel nur durch eine Nachtlicht-Kamera sichtbar werden: Hier wird beispielsweise auf zauberhafte Weise aus einem Tisch plötzlich eine Art Badewanne, deren stilles Wasser recht tief scheint, in dem das Böse schlummert. Das wäre aber eigentlich auch schon die einzige Änderung gegenüber dem ersten Teil, spielt sich ansonsten doch alles wieder im gleichen Haus ab, in dem es aber eben einige neue Bereiche zu entdecken gibt. Zwar hat man auch hier das Gefühl, dass die Wohnungen auf einmal doch wesentlich größer erscheinen, als es das Gebäude von außen vermuten lassen würde, sodass man an dieser Stelle ein Auge zudrücken sollte. Es gibt ein Wiedersehen mit zahlreichen Bekannten, die allerdings nun eben die Seiten gewechselt haben. In den Kämpfen gegen die Besessenen geht es wieder nicht zimperlich zur Sache, weshalb Horror- und Gore-Fans abermals ihre helle Freude haben sollten. Allerdings wirkt das Ganze - letztendlich auch bedingt durch den gleichen Schauplatz - in der zweiten Runde etwas unspektakulärer und teils auch weniger spannend. Zwar sorgt die erste Hälfte hier noch für einen guten Aufbau des Spannungsbogen, allerdings wechselt man dann überraschender Weise zu einer Gruppe von Jugendlichen, die in das Haus eindringt, um ihren Spaß zu haben. Dieser Abschnitt wirkt allerdings, als hätte man ihn nur integriert, um auf eine halbwegs abendfüllende Spielzeit zu kommen, denn wirklich etwas zur Geschichte beitragen können die drei Jugendlichen nicht unbedingt. Glücklicher Weise kann man im Finale aber wieder zur alten Stärke zurückfinden und mit einem netten Twist den Zuschauer sogar noch einmal überraschen. Kurz um: auch Teil 2 ist sehenswert, bleibt aber doch ein gutes Stück hinter den Erwartungen und damit auch hinter seinem direktem Vorgänger zurück. (jp) - (7/10) [REC]³: Genesis Zombiefilme gibt es in mannigfaltiger Ausführung. Genre-prägend war eindeutig George A. Romeros "Night of the Living Dead". Mit "28 Days later" und "Resident Evil" wurde den Untoten neues Leben eingehaucht, wobei sich die Geschmäcker schnell scheiden, wenn es um die Darstellung und die Erzählweise geht. Alleine der Gang eines Zombies kann dabei über Aufstieg und Fall eines kompletten Filmes entscheiden. Entgegen der Vorgehensweise der beiden vorigen Filme, hat sich Paco Plaza dazu entschieden, seine Infizierten langsam vor sich hin schlurfend darzustellen. Die Art der Infektion wurde jedoch beibehalten, was auch in ein, zwei Szenen ein wenig näher erläutert wird, ohne dabei zu viel Licht ins Dunkel zu bringen.
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Generell bricht der spanische Filmemacher in "[REC]³: Genesis" mit einigen weiteren Traditionen, die in den beiden Vorgängerfilmen etabliert wurden, deren Handlungen übrigens alle gleichzeitig spielen. So wird nach ca. 20 Minuten komplett auf die Wackelkamera verzichtet. Das wird vielleicht so manchen freuen, aber Puristen wird dies mitunter bitter aufstoßen. Darüber hinaus wurden auch einige humorvolle Anteile (Stichwort: Sponge John Schwammkopf) eingefügt, die zwar einen guten Kontrast bieten und die düstere Atmosphäre auch nicht stören, aber dennoch nicht in das Gesamtkonzept der Quadrologie passen. Die darstellerische Leistung ist solide und glaubwürdig. Selbstverständlich darf der Zuschauer bei einem Film dieses Genres keine herausragenden Darbietungen erwarten. Aber insbesondere Leticia Dolera als Braut Clara und Diego Martín als Bräutigam Koldo geben eine gute Figur ab, denen die Angst um den jeweils anderen wirklich ins Gesicht geschrieben steht. So hat es Regisseur Plaza nicht nur geschafft, einen spannenden Zombie Horror Thriller abzuliefern, sondern auch zugleich romantische und dramatische Elemente einzubinden. Das hat bislang noch kein Filmemacher zuvor gewagt. (sah) - (7/10) [REC]⁴: Apocalypse Der erste Teil der spanischen Horrorfilmreihe von Regisseur Jaume Balagueró setzte noch auf das Found-Footage-Format und präsentierte dem Zuschauer eine Zombieinvasion aus erster Hand. Die Reporterin Ángela begleitete damals einen Feuerwehrtrupp bei ihrem Nachteinsatz in einem Mietshaus, in dem plötzlich wilde Zombiehorden wüteten. Am Ende wurde sie von einer schrecklichen Kreatur (die sicher für einige Albträume bei den Zuschauern sorgte) in die Dunkelheit gezerrt. Zwei Jahre später gab es eine Fortsetzung, in welcher eine Eliteeinheit der Polizei in das Mietshaus kam, um dort aufzuräumen. In Teil 2 kam noch eine religiöse Komponente hinzu, und aus dem „normalen“ Zombievirus wurde eine Art dämonische Besessenheit. Weitere drei Jahre später folgte dann Teil 3, der die Vorgeschichte des Zombievirus erzählte, und die Found-Footage-Kamera nach kurzer Zeit zur Seite legte, um auf die traditionelle Art des Filmemachens zurückzugreifen. Teil 3 brach mit den vorherigen Teilen unter anderem in dem Punkt, dass hier eine gehörige Prise schwarzer Humor eingestreut wurde, was nicht bei allen Fans für Zustimmung sorgte. Für Teil 4 nahm wieder der Regisseur der ersten beiden Teile auf dem Regiestuhl Platz und erzählt die Geschichte nach Teil 2 weiter. Dazu setzte er, wie sein Vorgänger bei Teil 3, auf die klassische Inszenierung – also NICHT auf Found Footage. Weitere Referenzen an den dritten Teil gibt es in Form einer alten Dame, die als einziger Hochzeitsgast das Massaker des Ausbruchs der Infektion überlebte. Die Hauptfigur ist hier allerdings wieder die Reporterin Ángela, die am Ende des zweiten Teils von der furchteinflößenden Kreatur eine Art Parasit eingepflanzt bekam. Und an dieser Stelle greift Teil 4 den Faden wieder auf. Für alle, die die vorherigen Teile kennen, ist völlig klar, dass Ángela der ursprüngliche Wirt ist, ganz wie der mysteriöse Dr. Ricarte vermutet. In bester Alice-Manier scheint Angela nun als Einzige immun gegen den Virus zu sein, und setzt sich auch mit Waffengewalt – sowohl gegen die sie verfolgenden Soldaten als auch gegen die fleischfressenden Monster – zur Wehr. Der Vergleich mit der Resident Evil Filmreihe drängt sich zwar ein wenig auf, aber "[REC]" verfügt über genügend eigene Ideen und kopiert nicht einfach das amerikanische Vorbild. Fair wäre es allerdings, schließlich kopierten die Amerikaner seinerzeit das Original, um es unter dem Titel „Quarantäne“ mit Jennifer Carpenter in der Hauptrolle 1:1 für den amerikanischen Markt zu „adaptieren“. Aber nein, "[REC]" bleibt sich in gewisser Weise treu. Auch wenn die Dämonen-Handlungslinie hier nicht mehr wirklich zum Tragen kommt, wird sie doch zumindest angesprochen. Schade eigentlich, denn gerade dieser übernatürliche Einschlag, hatte "[REC]²" aus dem Groß der Zombiefilme herausgehoben. Mit Manuela Velasco kehrt auch der Star aus den ersten beiden Teilen zu der Reihe zurück und darf wieder nach Herzenslust overacten. Ihr zur Seite steht ein tapferer Soldat namens Gusman, der von Paco Manzanedo gespielt wird, welcher viel Ehrgeiz an den Tag legt, um mit der Hauptdarstellerin mitzuhalten. Hector Colome gibt den Antagonisten ebenfalls sehr gut, bleibt mit seiner Darstellung allerdings ein wenig mehr auf dem Boden. Unterm Strich bietet "[REC]⁴: Apocalypse" gut gemachten Zombie-Horror. Spannend und actionreich, den beengten Schauplatz eines Frachtschiffes perfekt in Szene gesetzt, um die gleiche klaustrophobische Wirkung zu entfaltet wie Teil 1 und 2, sollte sich kein Zombiefan dieses Schlachtfest entgehen lassen. (ms) - (8/10)

Bildqualität

[REC]
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Wie es sich für einen Beitrag dieses Genres gehört, verfügt das Bild nur selten über ruhige Momente und ist durch den wackeligen Einsatz meist ziemlich unruhig. Dennoch gelang es Kameramann Pablo Rosso immer steht alles Wichtige hervorragend einzufangen, was man mit gut gesetzten Schnitten, Ausblendungen und bewusst gesetzten Bildfehlern anreicherte. Das Bild präsentiert sich dabei relativ scharf und detailliert, hier hat man auf einen modernen Kameratyp gesetzt. Der Kontrast ist dabei meist sehr wechselhaft, was aber eben auch zum Genre gehört und daher nicht als Fehler betrachtet werden soll. Dass man hier prinzipiell gute Werte liefern könnte, zeigt eine kurze Szene in einer Weberei, in der im Hintergrund zahlreiche Stoffmuster hängen, die farblich sortiert in feinen Nuancen auszumachen sind. Auch der rote Lebenssaft wird hier immer wieder als Akzent zum ansonsten recht düsteren Altbau des Handlungsortes gesetzt. Kurz um, für einen Found-Footage Film bekommt man hier wirklich eine sehr solide Bildqualität. (jp) - (7/10) [REC]² Das Team der Spezial-Einheit führt ein deutlich besseres Kamera-Modell mit sich, weshalb es einen guten Schub bei der Bildqualität gibt, die abgesehen, von ihrer leicht unruhigen Führung kaum der eines "normalen" Films nachsteht. Der Schärfewert liegt hier wieder auf einem sehr guten Niveau und präsentiert zahlreiche Kleinstdetails, wie Staub, Betonbrocken und Blutspritzer. Die sind nämlich nach den Geschehnissen des ersten Teils nun im ganzen Haus verteilt. Zwischendurch wechselt man auch immer mal wieder auf die Helmkameras der Spezial-Kräfte, die dann teils durch das Bild-im-Bild-Verfahren eingeblendet werden, oder durch einen Zoom auf Vollbild gezogen werden. Diese Kameratypen haben dann eine etwas schlechtere Qualität, weshalb sie sich vom Rest der Aufnahmen absetzen. Dies ist ebenso bei den Jugendlichen der Fall, die mit einer einfachen Handkamera ins Haus eindringen. In diesen beiden Fällen wird auch die ansonsten etwas kontrollierter Kameraführung wieder etwas ruppiger, einfach so, wie man es von Found-Footage-Filmen her kennt. Insgesamt kann man also hier eine gute Steigerung zum Erstling ausmachen. (jp) - (8/10) [REC]³: Genesis
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Das Bild besitzt einen wechselhaften Charakter. Die Found Footage Aufnahmen zu Beginn haben mitunter nur mäßige Qualität. Während die Aufnahmen bei Tageslicht recht gut sind und ordentliche Schärfe und Farbwiedergabe gewährleisten, sind die Aufnahmen in Dunkelheit oft stark verrauscht und unscharf. Mit dem Wechsel zum Format 2,35:1 steigert sich gleichzeitig die Qualität der Darstellung. Die Schärfe ist ab diesem Zeitpunkt konstant sehr gut und lässt nur selten weiche Abschnitte durchblitzen. Farbdarstellung und Kontrast sind herausragend. Der Schwarzwert ist kräftig eingestellt, allerdings verschwinden manche Details in dunkleren Bereichen. Kompressionsspuren sind nur schwach zu erkennen. (sah) - (8/10) [REC]⁴: Apocalypse Das Bild spielt locker in der oberen Liga aktueller Hollywoodproduktionen mit. Die Schärfe ist absolut hervorragend und lässt selbst kleinste Details erkennen. Selbst in den zahlreichen dunklen Szenen gehen keine Details verloren. Die Farben sind bewusst etwas trister und kalt gehalten, machen aber dennoch noch einen sehr natürlichen Eindruck. Alles in allem eine absolut hervorragende Performance, der nur wenig zum Referenzbild fehlt. (ms) - (9/10)

Tonqualität

Alle Disks verfügen über die folgende Sprachfassungen: • Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 • Spanisch DTS-HD Master Audio 5.1 [REC]
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Da man im ersten Teil noch durchgehend auf Handkameras und deren Mikros setzt, sollte hier keine allzu große Effektkulisse erwartet werden. In der ruhigen ersten Hälfte spielt sich daher das Meiste auch auf den Front-Kanälen ab und nur der leicht wummernde Soundtrack wird dabei über die hinteren Lautsprecher wiedergegeben. Doch Richtung Finale wendet sich das "Bild" plötzlich und die Surround-Kanäle laufen quasi von jetzt auf gleich zur Höchstform auf. Immer wieder spielt man im Dunkeln mit umherlaufenden Gestalten die sich mal vorn, mal hinten, dann wieder rechts oder links vom Zuschauer bzw. Zuhörer befinden. Schlurf- und Atem-Geräusche begleiten die Szenen genauso effektiv, wie plötzlich umfallende Gegenstände oder aufschreiende Untote. Hier darf dann auch der Subwoofer ein paar Mal richtig kräftig zulangen. Ja, hier bekommt man dann endlich eine gelungene "Entschädigung" für den ziemlich unspektakulären Anfang des Films. (jp) - (8/10) [REC]² Akustisch schlägt die erste Fortsetzung in die gleiche Kerbe wie der Franchise-Auftakt und entpuppt sich zu Anfang ein wenig front-lastig mit wenigen Surround-Effekten. Ist man aber erst mal ins Haus vorgedrungen gesellen sich nach und nach immer mehr Sound-Effekte hinzu: ums Haus kreisen Hubschrauber, Funksprüche und natürlich die Besessenen, die in den Nebenräumen, auf dem Dachboden oder im Hausflur ihr Unwesen treiben. Die Dialoge bleiben dabei wieder einwandfrei Verständlich, auch wenn es mal wieder etwas turbulenter zugehen sollte. Dazu trägt auch wieder der Subwoofer mit einigen tiefgreifenden Einsätzen bei, von denen auch der Score immer wieder profitiert. Im späteren Verlauf steigert sich der Einsatz der Effekt-Lautsprecher dann immer mehr, so dass im Finale wieder eine bedrohliche Rundumbeschallung gibt. (jp) - (8/10) [REC]³: Genesis Wie bereits beim Bild variiert auch die Klangeigenschaft. Bei den Handkameraaufnahmen erweist sich die Abmischung noch recht frontlastig mit mangelhafter Dynamik. Doch nach dem Wechsel ist dieses Manko ebenfalls passé. Der Ton klingt ab da wesentlich lebendiger und profiliert sich besonders durch tolle Surroundeffekte mit herausragender Direktionalität, was sich besonders bei den Außenaufnahmen im Park bemerkbar macht und die schaurige Atmosphäre zusätzlich betont. Der Subwoofer leistet gute Arbeit und zaubert kräftige Bässe im Tieffrequenzbereich. Im direkten Vergleich klingt die spanische Originalspur nicht nennenswert besser, sondern lediglich ein wenig lebendiger. In beiden Varianten sind die Dialoge stets sehr gut zu verstehen. (sah) - (8/10) [REC]⁴: Apocalypse
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Beim Bild fehlte nur wenig zur Referenz, der Ton hingegen kann diese mühelos erreichen. Bereits die ersten Minuten zeigen eindrucksvoll, wie man sämtliche Kanäle der Heimkinoanlage effektiv nutzt. Fast permanent erklingen Hintergrundgeräusche aus den hinteren Boxen, die sich nicht nur gut im Raum verteilen, sondern darüber hinaus auch jederzeit problemlos zu orten sind. Der tiefe Bass wummert anständig und sorgt nicht nur in den entsprechenden Momenten für den richtigen „Wumms“, sondern sorgt auch in ruhigeren Momenten für eine angenehm unangenehme Grundstimmung. In all dem Durcheinander aus kreischenden Zombies und brummenden Motoren bleiben die Dialoge stets klar und deutlich verständlich. Eine absolute Top-Performance, die keine Wünsche offenlässt. (ms) - (10/10)

Ausstattung

[REC] • Making-of (18:26 Min.) • Deutscher Kinotrailer (1:53 Min.) • Original Trailer (1:47 Min.) • TV Spots (0:35 Min.) • Bildergalerie (3:18 Min.) • Trailershow
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Das knapp 20-minütige Making-of liegt noch in SD-Qualität sowie im spanischen Original mit deutschen Untertiteln vor. Hier geben Cast & Crew zahlreiche Einblicke in die Dreharbeiten, bei denen man den Hauptdarstellern vorab nur sehr wenige Informationen zum Story-Inhalt zukommen ließ, damit man möglichst authentische Reaktionen am Set einfangen konnte. Hier erfährt man auch, dass der Dokumentar-Teil über die Feuerwache real an einer echten Einsatzstelle gedreht wurde. Viele Abschnitte des Films wurden im One-Take Verfahren gedreht, was dem Team einiges an Vorarbeit und Disziplin abverlangte. Ein weiterer Teils des Making-of widmet sich dann den Arbeiten der Maskenbilder, welche die Darsteller in lebende Untote verwandelten. Trailer zum Hauptfilm, Programmhinweise des Publishers sowie eine Bildergalerie bilden dann die etwas uninteressanteren Teile der Extras. (jp) - (4/10) [REC]² • Making-of (11:52 Min.) • Behind the Scenes (53:29 Min.) • REC 2 on Tour (8:35 Min.) • Pressekonferenz (10:56 Min.) • Deutscher Trailer (1:22 Min.) • Original Trailer (1:22 Min.) • Original-Teaser "Cuenta Atrás" (0:37 Min.) • Original-Teaser "Suspiros" (0:58 Min.) • Trailershow
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Ein kurzes und knappes Making-of eröffnet den Bonussektor: Hier gegen Cast & Crew wieder Einblicke in die Dreharbeiten und erklären, wie es überhaupt zur Fortsetzung kam. Ein knapp einstündiges "Behind the Scenes" zeigt rückt dann insgesamt vier verschieden Abschnitte des Film etwas genauer in den Fokus. Hier sieht man dann auch wieder die Make-Up Artisten bei der Arbeit, die hier wieder für den schaurig schönen Look der Besessenen gesorgt haben. Es gibt dabei auch einige Interviews, welche auch über deutsche Untertitel verfügen, einige Abschnitte dieses Beitrages liegen aber nur in spanischer Sprache vor. Im Tour-Bericht erhält man einige Impressionen der Filmfestspiele von Venedig, ehe man der Pressekonferenz in Stiges aus dem Jahr 2009 bewohnen kann. Trailer und Teaser zum Hauptfilm, sowie Programmhinweise des Publisher runden dann die Extras ab. (jp) - (5/10) [REC]³: Genesis • Making Of (22:15 Min.) • Deutscher Trailer (1:57 Min.) • Original Trailer & Teaser (2:50 Min.) • Trailershow Die komplett in HD vorliegenden Extras sind relativ übersichtlich ausgefallen. So werden nur sehr wenige zusätzliche Informationen zum Film geboten. Lediglich ein ausführliches Making Of (mit deutschem Untertitel) liefert einige interessante Fakten und Details zur Geschichte und den Dreharbeiten. Abgesehen davon gibt es noch einige Trailer zum Film. Eine BD-Live Funktion ist ebenfalls verfügbar. Diese offenbart aber keine nennenswerten Features. Ein Wendecover ist vorhanden. (sah) - (4/10) [REC]⁴: Apocalypse • Making Of (26:49 Min.) • Trailer zu allen 4 Teilen der Reihe, zusätzlich Teaser zu Teil 4 • Trailershow Neben den Trailern zu sämtlichen Episoden der Zombie-Reihe findet sich auf der Disc noch ein kurzweiliges Making-Of, das einen Blick hinter die Kulissen wirft und dabei einige wissenswerte Details offenbart. Dieses Extra liegt in Spanisch mit deutschen Untertiteln vor. Obendrein gibt es ein Wendecover, womit man das lästige FSK-Siegel „auf links“ drehen kann. (ms) - (2/10)

Fazit

Das "[REC]-Franchise" bietet mit seinen vier Teilen, welche alle zusammenhängen, immer wieder genügend Abwechslung, sodass sich die Teile nicht einfach gegenseitig kopieren. Während sich andere Filmreihen eher im Kreis drehen, hat man sich hier sehr gut weiterentwickelt, auch wenn dies bedeutet, dass man im Laufe des dritten Teils die Pfade des Found-Footage-Films verlässt und zur klassischen Filmweise wechselt. Insofern unterscheiden sich die späteren Teile dann auch optisch vom Auftakt des Franchise, was zwar sicher nicht jedem passt, auf der anderen Seite vielleicht aber auch wieder neue Fans neugierig auf die Filme macht. Technisch können sich alles Teile sehr gut sehen lassen, vor allem die beiden Erstlinge bieten für das Genre eine sehr gute Bild-Qualität, auch wenn hier noch die typische unruhige Kameraführung vorhanden ist, welche für das Found-Footage-Genre steht. Akustisch gelang es den Teilen immer wieder, nach einem ruhigen Einstieg immer wieder zu Höchstleitungen aufzulaufen, was den Zuschauer dann mitten ins Geschehen zieht. Wer die Filme noch nicht kennt, aber Zombies und Besessenen nicht abgeneigt gegenübersteht, sollte hier wirklich mal einen Blick riskieren - Die Quadrologie bietet wirklich erstklassige Unterhaltung. Anmerkung Gesamt-Bewertung: Die Gesamt-Bewertung beruht auf einem Querschnitt aller Teile, die zwar dicht bei einander liegen, hier und da aber doch schon mal ein wenig in den einzelnen Bereichen voreinander abweichen. (Jörn Pomplitz)
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Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 10.08.2021

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