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Anatomie (2000) + Anatomie 2 (Limited Mediabook Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Anatomie (2000) + Anatomie 2

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, Extras in HD (teilweise), Media Book,
Falsche Bildformatangabe, Tonformatangabe mit 5.1 DTS auf dem Backcover!, Die Deutschen Untertitel, Englischen Untertitel, Interviews werden auf dem Backcover nicht erwähnt!
Label:
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Anatomie:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1

Anatomie 2:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Anatomie:
Deutsch, Englisch

Anatomie 2:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
203 Minuten
Veröffentlichung:
27.08.2021
 
STORY
8
 
Bildqualität
5
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit den beiden Filmen „Anatomie“ und dessen indirekter Fortsetzung „Anatomie 2“ gelang Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky Anfang des Jahrtausends zwei Thriller, die sich nicht nur hierzulande, sondern auch im Ausland, bis hin zu den USA gut verkauften. In den Staaten kam daher auch bereits im Jahr 2013 eine Doppelbox mit beiden Filmen auf Blu-ray Disc in den Handel, während die deutsche Kundschaft lange auf eine Veröffentlichung warten musste. Mehr noch: Die DVDs der beiden Filme, waren in der Zwischenzeit ebenfalls schwer zu bekommen, so dass das Warten auf eine neue Veröffentlichung recht hart wurde. Nun ist es endlich so weit, und Just Bridge bringt die beiden Filme Universal Pictures Home Entertainment im Doppel-Mediabook im Vertrieb der Rough Trade Distribution GmbH endlich auch hierzulande in den Handel. Ob ich das Warten gelohnt hat und wie sich die beiden Filme heute, also 20 Jahre später schlagen, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Anatomie: (9/10)
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Für die ehrgeizige Medizinstudentin Paula (Franka Potente) geht ein Traum in Erfüllung: Sie wird zu einem Elitekurs in Anatomie bei dem berühmten Heidelberger Professor Grombek zugelassen. Doch die Freude wandelt sich schnell in jähes Entsetzen, als vor Paula auf dem Seziertisch ein junger Mann liegt, der tags zuvor noch quicklebendig war. Allen Warnungen zum Trotz stellt Paula Nachforschungen an und stößt schon bald auf einen mysteriösen Geheimbund, der in den Gemäuern des ehrwürdigen Instituts sein Unwesen treiben soll. Dass sie sich damit selbst in Lebensgefahr bringt, merkt Paula erst spät – sehr, sehr spät ... Anatomie 2: (7/10) Voller Idealismus und Ehrgeiz beginnt der junge Arzt Jo (Barnaby Metschurat) sein Praktikum an einem Berliner Krankenhaus. Jo ist fest entschlossen, Mitglied im Team des renommierten Professors Müller-LaRousse (Herbert Knaup) zu werden, der dort ein spektakuläres Forschungsprojekt leitet. Jo will seinem jüngeren Bruder helfen, der an Muskelschwund leidet und bislang vergebens auf ärztliche Hilfe hoffen konnte. Bald im engen Mitarbeiter-Kreis des Professors stürzt sich Jo mit den ambitionierten Kollegen Viktoria (Heike Makatsch), Gregor (Wotan Wilke Möhring) und Hagen (Roman Knizka) in die Arbeit – in die Entwicklung künstlicher Muskelstränge. Um der lästigen Überwachung durch medizinische Kontrollgremien zu entgehen, wird das Projekt mit gefährlichen Selbstversuchen vorangetrieben ... (Pressetext: Rough Trade Distribution GmbH)
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Mit „Anatomie“ gelang dem österreichischen Regisseur und Drehbuchautor Stefan Ruzowitzky ein Erfolg auf der ganzen Linie: Der Film lockte mehr als 2 Millionen Kinozuschauer in die deutschen Kinos und „Anatomie“ wurde der erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2000. Das ist auch kein Wunder, denn der düster-mysteriöse Thriller erzählt eine packende Geschichte von Intrigen, Verschwörungen, Mord und Menschenexperimenten – und könnte grundsätzlich nahezu überall spielen. Die Beweggründe der Geheimloge sind indessen durchaus denkbar, was die Grundidee so erschreckend macht. Zudem war damals der kontroverse Mediziner Gunter Von Hagens mit seiner „Körperwelten“-Ausstellung in aller Munde, weshalb sich plötzlich auch medizinische Laien mit der Materie auseinandersetzten. Auch in „Anatomie“ geht es unter anderem um diese Art der Plastination von Menschen, wenn diese auch nur einen geringen Teil der Handlung ausmachen. Die Inszenierung ist auf Weltniveau und die Darsteller allesamt hervorragend. Neben Franka Potente, die kurz nach ihren Auftritten als hartnäckige Antihippokraten-Jägerin Paula auch in Hollywood Fuß fassen konnte, spielen noch Benno Fürmann, Anna Loos und Holger Speckhahn in dem packenden Thriller mit. In weiteren, kleineren Rollen sehen wir die damals sehr populäre Rapperin Sabrina Setlur und Oliver Wnuk.
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Der zweite Teil, zu dem man den Ruzowitzky erst einmal überreden musste, erzählt derweil eine völlig andere Handlung und zeigt, wie weit die modernen Erben Frankensteins zu gehen bereit sind. In gewisser Weise ist die Fortsetzung sogar noch ein bisschen erschreckender, da die hier gezeigten Experimente tatsächlich, wenn auch in etwas anderer Form, durchgeführt wurden. Allerdings ist die Fortsetzung auch deutlich reißerischer und teilweise stark übertrieben und an den Haaren herbeigezogen, eben deutlich „amerikanischer“. Die Darsteller sind auch hier wieder erstklassig. Neben Franka Potente, die in ihrer Rolle als Paula zurückkehrt, spielen Heike Makatsch, Wotan Wilke Möhring und Barnaby Metschurat neben einem hervorragend diabolisch agierenden Herbert Knaup. Beide Filme sind für sich genommen also ausgesprochen sehenswert und versprechen auch heute, 20 Jahre nach ihrer Uraufführung, noch spannende Unterhaltung auf hohem Niveau, auch wenn der zweite Teil aus oben genannten Gründen etwas schlechter abschneidet. Mit den beiden Filmen wurde wieder einmal bewiesen, dass auch deutsche Filme in der Lage sind, das Publikum zu packen und in ihren Bann zu ziehen. Es ist ein bisschen verwunderlich, dass hier kein amerikanisches Remake folgte, was man andererseits aber auch nicht benötigt, denn im Grunde genommen gibt es Nichts, was man hier noch verbessern könnte.

Bildqualität

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Das Bild der beiden Filme ist leider sehr durchwachsen und erfüllt zu keiner Zeit die Erwartungen, die man an eine aktuelle Blu-ray Disc stellt, auch nicht, wenn man das Alter der Filme von nunmehr rund 20 Jahren mit in Betracht zieht. Beide Filme sehen aus, als hätte man die damaligen DVDs durch irgendwelche „Bildverbesserer“ gejagt, das Bild künstlich nachgeschärft und dann, so wie es ist, auf die Blu-ray Disc gepresst. Die Folge sind Doppelkonturen, ausblutende und verfälschte Farben und ein allgemein eher mittelprächtiges Bild. Die Schärfe bewegt sich bei beiden Filmen nur im Mittelmaß und bildet nur selten kleinere Details sauber ab – nicht einmal bei den extremen Nahaufnahmen wie beispielsweise am Anfang des ersten Films. Der Kontrast ist ebenfalls suboptimal, was insbesondere bei dunklen Flächen negativ auffällt. Hier ist alles sehr schwammig und unscharf, und Blockartefakte sind leider ebenfalls keine Seltenheit. Das Filmkorn wird häufig als grieseliges Rauschen wiedergegeben und alles in allem hat man zu keiner Zeit den Eindruck, dass sich eine Blu-ray Disc im Player befindet. Schade, denn hier hätte man nach all der Zeit deutlich mehr erwartet. Nicht einmal von einer anständigen Restauration kann hier die Rede sein, denn altersbedingte Mängel, Verschmutzungen und ähnliches, sind allgegenwärtig, wenn auch in einem sehr dezenten Ausmaß. Das Ansichtsverhältnis der beiden Filme liegt bei 2,39:1, und nicht, wie auf dem Backcover angegeben, bei 1,85:1. Auch die Laufzeitangaben sind falsch.

Tonqualität

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Auch akustisch gibt es leider nicht viel Gutes zu berichten, aber immerhin gibt es auch keine großen Ausfälle. Der Ton klingt alles in allem etwas angestaubt und muffig, knarzt zuweilen ein wenig und ist allgemein sehr frontlastig, trotz dts-HD Master Audio 5.1 Abmischung. Die Dialoge sind zwar alles in allem gut verständlich (für einen deutschen Film, wo dies ja leider nicht immer der Fall ist), die Umgebungsgeräusche und musikalische Untermalung gliedert sich schön ein, aber unterm Strich hätte man hier auch eine Stereotonspur verwenden können, ohne dass nennenswerte Unterschiede aufgefallen wären. Der erste Teil hat darüber hinaus auch noch eine englische Tonspur mit an Bord. Beide Filme verfügen außerdem über deutsche und englische Untertitel.

Ausstattung

Anatomie: o Storyboard/Szene Vergleich (3:06 Minuten) o 2 Entfallene Szenen (4:56 Minuten) o Special Effects – Make Up (2:25 Minuten) o Making Of (4:50 Minuten) o Interviews (25:03 Minuten) Anatomie 2 o Making Of (16:43 Minuten) o Trailer
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Beim Bonusmaterial hat man sich ebenfalls überhaupt keine Mühe gegeben. Dieses wurde schlichtweg von den DVDs übernommen und besteht aus im Großen und Ganzen aus zahlreichen Interviews und einigen Werbefilmchen, die als „Making Of“ deklariert werden. Das Making-Of zum zweiten Teil hat darüber hinaus nicht ausblendbare Untertitel in englischer Sprache eingeblendet – herrlich! Außerdem liegen sämtliche Extras auch in der gewohnten DVD-Qualität vor, und negativ bemerkt werden muss noch, dass es nicht alle Extras auch auf das HD-Medium geschafft haben. Auf den DVDs hatten wir beispielsweise noch einige Texttafeln, und auch wenn man die dort enthaltenen (und inzwischen komplett veralteten!) Informationen inzwischen problemlos im Internet finden kann, entsteht irgendwie ein fader Beigeschmack. Über die Qualität des Mediabooks gibt unser Unboxing-Video Auskunft. Bemerkt werden sollte allerdings noch, dass sowohl die Laufzeitangaben auf dem Vorlageblatt auf der Rückseite, als auch das Ansichtsverhältnis des Bildes falsch angegeben wurden. Der Ton wird indessen lediglich mit "DTS 5.1" ausgezeichnet, was ebenfalls nicht ganz korrekt ist. Ganz offenbar wurde (auch) hier keine ausreichende Sorgfalt an den Tag gelegt!

Fazit

Lange, lange mussten die Fans der beiden deutschen Medizin-Thriller auf eine Veröffentlichung in HD warten, allerdings hat sich das Warten nur bedingt gelohnt – denn die Veröffentlichung schaut zu sehr nach einem Schnellschuss aus. Das Bild wirkt unsauber und künstlich auf HD getrimmt, der Ton bietet ebenfalls keinen nennenswerten Mehrwert gegenüber der DVD und das Bonusmaterial wurde ebenfalls übernommen, wobei manches (entbehrliche) Extra einfach weggelassen wurde. Zumindest ist der Preis des Mediabooks (zumindest zum Erscheinungstag) angemessen, vor allem wenn man bedenkt, dass man gleich zwei Filme auf einmal bekommt. Trotzdem bleibt eine kleine Enttäuschung zurück. Die Filme sind nach wie vor großartig und bieten spannende Unterhaltung mit hervorragenden Darstellern und einer damals wie heute packenden und aktuellen Story. Wer die Filme noch nicht kennt, sollte hier unbedingt einen Blick riskieren, denn mit den beiden „Anatomie“-Thrillern bewies Regisseur Stefan Ruzowitzky wieder einmal, dass auch die Deutschen Thriller auf Weltniveau produzieren können. (Micheal Speier)
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6 von 10

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geschrieben am 27.08.2021

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1 Bewertung(en) mit ø 3,25 Punkten
 
STORY
5.0
 
BILDQUALITäT
2.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
3.0

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