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Steamboy (2004) (Limited Collector's Edition) (Blu-ray + DVD + Bonus DVD) Blu-ray

Original Filmtitel: Suchîmubôi

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Disc-Informationen
Directors Cut, Uncut, 3 Discs, BD (1x), DVD (2x), enthält DVD Fassung, enthält Bonus-Disc, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Digipak
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
-
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Digipak im Schuber
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Japanisch DTS-HD MA 5.1
Japanisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
126 Minuten
Veröffentlichung:
18.11.2021
 
STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der Name Katsuhiro Ôtomo lässt Anime-erfahrene Filmliebhaber sicher aufhorchen. Mit dem praktisch weltweit von Publikum und Kritik gefeierten Anime „Akira“ (1988) schuf der Regisseur und Autor Ôtomo einen modernen animierten SF-Klassiker. Bei dieser Verfilmung des gleichnamigen japanischen Mangas wurde die Thematik einer atomaren Postapokalypse mit Cyberpunk-Elementen kombiniert. Der Erfolg des Films verankerte zudem Animes als relevante Kunstform im westlichen Bewusstsein. Im Jahre 2004 legte Ôtomo dann nach langer Entwicklungszeit seinen Film „Steamboy“ vor, der sich nicht wie „Akira“ ausschließlich handgezeichneter Animation bediente, sondern auch verstärkt auf computergenerierte Elemente setzte. Zum Zeitpunkt seines Erscheinens war „Steamboy“ dann auch der finanziell aufwendigste japanische Animationsfilm mit einem geschätzten Budget von 22 Millionen Dollar. War dieser Anime zuvor nur auf DVD erhältlich, bringt nun Koch Media Home Entertainment Ôtomos Film nicht nur auf Blu-ray, sondern zudem auch in einer aufwendigen Edition im Digipak-Schuber heraus, welcher in dieser Rezension genauer betrachtet werden soll.

Story

Der 13-jährige James „Ray“ Steam, der in einem alternativen England des viktorianischen Zeitalters in Manchester aufwächst, ist ein geborener Bastler und angehender Mechaniker. Kein Wunder, haben doch schon zuvor sein Großvater Lloyd und sein Vater Eddie als Meistererfinder zukunftsweisende Dampfmaschinen entworfen und gebaut. Als der Junge per Post von seinem verschollenen Großvater dessen neueste Erfindung, den sogenannten „Steamball“ erhält, findet Ray bald heraus, dass es sich dabei um eine quasi unerschöpfliche Energiequelle handelt, die in der Lage ist, jedwede dampfgetriebene Maschinerie zu Höchstleistungen anzutreiben. Wie sollte es bei einem so plötzlich in der Handlung auftauchenden „McGuffin“ auch anders sein, wird schnell klar, dass verschiedene Parteien dem Steamball hinterherjagen: Zum einen ist da der in den Diensten des britischen Empire stehende Robert Stevenson, sowie auf der anderen Seite die dubiose „O'Hara“- Foundation, die von einem skrupellosen Geschäftsmann angeführt wird. Als Ray von letzterer entführt wird, stellt der überraschte Junge zudem fest, dass sein totgeglaubter Vater Eddie die Foundation unterstützt - und als auch sein Großvater wieder auftaucht, muss sich Ray zwischen den diametral entgegengesetzten Ideologien seiner Familie entscheiden, wie er die Macht des Steamball zukünftig einzusetzen gedenkt...
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Die Liebe zum Detail, die in dieser extrem aufwendigen Anime-Produktion aus dem Jahr 2004 zutage tritt, fällt als erstes ins Auge: Die Architektur der viktorianischen Ära, die Landschaften, London, das Dampfschloss der Steams, dass sich hoch über die Stadt erhebt, die action-orientierten Szenen im letzten Teil des Films – das alles ist visuell höchst beeindruckend in Szene gesetzt und kann auch mit einer gelungenen Mischung aus traditionell handgezeichneten und computergenerierten Elementen überzeugen, die sich zu einem harmonischen Ganzen verbinden.
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Leider muss man „Steamboy“ dennoch bei all seiner visuellen Opulenz eine gewisse Oberflächlichkeit attestieren, was Story und Charaktere angeht. Aufgrund der ab der Hälfte des Films doch sehr deutlich hervortretenden Fokussierung auf Schauwerte und Actionsequenzen bleibt den Figuren nicht gerade viel Luft zum Atmen: Keiner der Hauptfiguren wird eine Entwicklung zugestanden, die über ihre festgefügten Ansichten hinausgeht. Während die sympathische Anti-Kriegs-Botschaft und die Thematik der Verantwortung der Wissenschaft gegenüber Menschheit und Gesellschaft durchaus zu gefallen weiß, werden diese Inhalte im Verlauf der Handlung leider hauptsächlich durch trockene und/ oder plattitüdenhaft übertriebene Dialoge und Monologe von Lloyd und Eddie Steam vermittelt. Dies bewirkt, dass dem Prozedere gegen Ende, während der krachenden Materialschlacht auf der Londoner Weltausstellung, etwas die inszenatorische Puste ausgeht und sich ob der thematischen Wiederholungen zumindest bei diesem Rezensenten leichte Ermüdungserscheinungen einstellten. Hilfreich ist dabei natürlich auch nicht, dass, inmitten der eigentlich recht interessanten Nebenfiguren, gerade unser Hauptprotagonist Ray vergleichsweise blass bleibt. Aber auch wenn das alles ziemlich negativ klingen mag, haben wir es hier dennoch unter dem Strich mit einem sehr unterhaltsamen Film zu tun, der sein frisches Steampunk-Szenario visuell begeisternd umzusetzen vermag und allein deshalb schon mehr als nur einen Blick wert ist.

Bildqualität

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Hinsichtlich der Farbgestaltung des „Extended Cuts“ (siehe „Extras“) von „Steamboy“, dessen Bild im Format 1,85:1 vorliegt, fällt zunächst die doch eher gedeckte Farbpalette auf. Sie passt sicherlich atmosphärisch gut zur Epoche der viktorianischen Ära, evoziert sie doch ein wenig den Sepia-artigen Look alter Fotografien oder Karten dieser Zeitperiode. Es gibt mitunter auch wärmere und kräftigere Farbtöne, diese sind aber einzelnen Schlüsselmomenten, wie z.B. der Eröffnung der Weltausstellung in London in der zweiten Hälfte des Films vorbehalten. Die Schärfe ist nicht beeindruckend, aber solide, bietet klare Linien und Konturen und gewährt mitunter auch Einblicke in kleinere Details wie z.B. in der Architektur und in landschaftlichen Hintergründen. Da große Teile von „Steamboy“ in geschlossenen dunklen Räumen voller Dampfapparaturen spielen, ist es erfreulich, an dieser Stelle vermelden zu dürfen, dass der gut eingestellte Schwarzwert nur sehr selten für die Unterschlagung kleinerer Details in den dunklen mechanischen Abgründen sorgt. Da es auch beim Kontrast nichts zu beanstanden gibt und das Bild ansonsten fehlerlos daherkommt, kann man hier insgesamt von einer schönen optischen Umsetzung dieses visuell beeindruckenden Films sprechen.

Tonqualität

Folgende Tonspuren sind auf der Blu-ray des „Extended Cuts“ vorhanden: – Deutsch DTS-HD MA 5.1 – Japanisch DTS-HD MA 5.1 – Englisch DTS-HD MA 5.1 – Untertitel: Deutsch, Englisch
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Die große Stärke des Tons der deutschen (wie auch der englischen und japanischen) Tonspur von „Steamboy“ sind die sehr präzise abgemischten und sich schön auf die Satellitenlautsprecher verteilenden Umgebungsgeräusche. In einem Raum voller auf Hochtouren arbeitender Dampfmaschinen entsteht so für den Zuhörer ein wundervoll immersives Raumklangerlebnis, bei dem man die einzelnen kleinen Sounds der Handlung auf dem Bildschirm gemäß gut verorten kann. Die Dialoge kommen dabei stets klar verständlich aus dem Center – so soll es sein. Während auch die Musik sich sinfonisch kräftig auf die Backlautsprecher verteilt, fehlt einzig den zahlreichen Action-Sequenzen mitunter ein wenig der Druck, wenn z.B. auch der Subwoofer zwar immer einmal wieder zum Einsatz kommt, aber sich insgesamt etwas zu sehr zurückhält. Trotzdem haben wir hier aber dennoch ein sehr schönes Raumklang-Erlebnis, das gerade, wenn viel auf dem Bildschirm passiert, viel Spaß macht. Auch die hochwertige deutsche Synchronisation soll hier kurz erwähnt werden werden; hier hört man unter anderem Christian Tramitz, Thomas Fritsch und Gabrielle Pietermann.

Ausstattung

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Drei Filmfassungen von „Steamboy“ sind in dieser Edition enthalten: Während die Blu-ray den „Extended Cut“ (02:06:30) beinhaltet, der auch der Hauptgegenstand dieser Rezension ist, liegt auf dieser Scheibe auch die „Internationale Kinofassung“ (01:44:19) vor, die bild – und tontechnisch dem zum Extended Cut Gesagten entspricht. Auf der ersten DVD befindet sich außerdem der „Director's Cut“ in SD-Auflösung (02:01:19). Die ebenfalls beiliegende Bonus-DVD enthält dann noch einmal die internationale Kinofassung, nur diesmal in SD-Auflösung. Als Bonusmaterial findet man außerdem, in SD-Auflösung: – Making of Steamboy (00:34:17) – Featurette „Musicland“ (00:10:54) – Revoicing Steamboy (00:18:38) – Interview mit Katsuhiro Ôtomo (00:05:13) – Multi-Screen-Landschafts-Studie (00:19:11) – Abspann ohne Text (00:03:09) – Produktionszeichnungen (00:05:41) – Animations-Entwicklung (00:04:26) – Englischer Kinotrailer (00:01:36, auf der Blu-ray - also HD) – Filmposter – Hardcover-Booklet mit 26-seitigem Textteil, Konzeptzeichnungen, sowie zwei deutschsprachigen Manga-Comics aus der Welt von Steamboy
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Das Making of ist der Bonusinhalt dieser Edition, der am meisten in die Tiefe geht: In Form von Interviews mit dem Team aus Zeichnern und CGI-Animatoren wird ein interessantes Bild des aufwendigen Produktionsprozesses gezeichnet, das einige Fragen beantworten kann. Im Gegensatz hierzu bleibt das übrige Material mehr an der Oberfläche, bzw. im Promotionsbereich: Die Featurette besteht im Wesentlichen aus zeitgenössischen Interviews, sowie Animationsstudien. „Revoicing Steamboy“ lässt in Interviewsequenzen so namhafte Schauspieler wie Alfred Molina und Patrick Stewart zu Wort kommen, die den Charakteren Eddie und Lloyd Steam in der US-Fassung ihre Stimme leihen. Der Schöpfer Katsuhiro Ôtomo erläutert außerdem im Interview den langwierigen Produktionsprozess und seine Motivation als Geschichtenerzähler. Die Landschaftsstudie war ursprünglich Teil einer Steamboy-Ausstellung, die auf mehreren Bildschirmen präsentiert wurde und zeigt Szenen aus dem Film, sowie Set-Ansichten und Produktionszeichnungen. Die Animationsentwicklung beleuchtet die schrittweise Genese einer Szene aus dem Film. Dem stabilen Digipak-Schuber-Edition liegt außerdem noch ein Filmposter sowie ein wertig gestaltetes Hardcover-Booklet bei, welches in seinem 26-seitigen Textteil einen angenehm geschriebenen Überblick über Ôtomos Ideenfindung und Aussageabsichten, sowie einen kurzen filmhistorischen Abriss hinsichtlich der Einflüsse auf „Steamboy“ aus den Bereichen der Komödie („Moderne Zeiten“), sowie des SF-Films („Metropolis“) bietet. Auch hier finden sich im Anschluss noch diverse Konzeptzeichnungen von Figuren und Gerätschaften, sowie zwei kurze, ins Deutsche übersetzte Mangas, die sich mit den Charakteren aus „Steamboy“ auseinandersetzen.

Fazit

Die schicke Digipak-Schuber-Edition von Koch Media Home Entertainment wird mit ihrer wertigen Ausstattung dem Ruf des „Steamboy“-Schöpfers Katsuhiro Ôtomo durchaus gerecht, wenngleich abgesehen von einem empfehlenswerten Making of das Ganze inhaltlich nicht allzu sehr in die Tiefe geht. Der Film selbst setzt sein frisches Steampunk-Szenario in einem alternativen England der viktorianischen Ära extrem detailverliebt und mit beeindruckender visueller Wucht um, verliert sich aber mit zunehmender Laufzeit ein wenig in der Präsentation von Schauwertungen und Action, wodurch das eigentlich spannende Thema rund um die Verantwortung der Wissenschaft gegenüber der Gesellschaft etwas in den Hintergrund gedrängt und teils auch recht trocken und repetitiv präsentiert wird. Auch wenn der Protagonist recht blass bleibt, weiß „Steamboy“ dennoch insgesamt gut zu unterhalten, merkt man der optischen Umsetzung doch die Hingabe seiner Macher an. Technisch gibt sich die Fassung des „Extended Cuts“ kaum Blößen: Ein Bild von solider Schärfe mit einer recht gedeckten, doch harmonischen Farbpalette, gutem Schwarzwert und Kontrast sorgt für eine ansprechende optische Präsentation und der Ton weiß ob seiner präzisen Räumlichkeit gerade bei den vielen kleinen Umgebungsgeräuschen zu gefallen. Einzig schade, dass es hier bei den turbulenteren Szenen mitunter etwas an tonalem Druck fehlt. Trotz der Kritikpunkte eine insgesamt durchaus empfehlenswerte Edition dieses Animes von 2004, die Freunden des Films mit ihrer guten Technik und schönen Ausstattung viel Spaß bereiten dürfte. (Carsten Hein)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

TV: LG 65UF8519 Soundbar: Canton Smart Soundbar 9 Back Speaker: 2x Canton Smart Soundbox 3 Subwoofer: Canton Smart Sub 8 Player: Panasonic DP-UB424
geschrieben am 24.11.2021

Steamboy (2004) (Limited Collector's Edition) (Blu-ray + DVD + Bonus DVD) Blu-ray Preisvergleich

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