Nachdem die Erzählung „Little Miss Marker“ des amerikanischen Schriftstellers Damon Runyon bereits mehrfach verfilmt wurde („Die Glückspuppe“ von 1934, „Der besiegte Geizhals“ von 1949 und „Ein Rucksack voller Ärger“ von 1962), machte sich Regisseur Walter Bernstein schließlich 1980 daran, dem Stoff neues Leben einzuhauchen. Für die Geschichte eines jungen Mädchens, das bedingt durch die Spielsucht seines Vaters zum lebenden Schuldschein an einen Buchmacher ausgehändigt wird, fand man diesmal eine erstklassige Schauspielriege: mit Walter Matthau („Ein verrücktes Paar“), Julie Andrews („Meine Lieder, meine Träume“) und Tony Curtis („Manche mögen’s heiß“) in den Hauptrollen versprach die Komödie ein mehr als passendes Remake zu werden. Für die sehr junge Sara Stimson als „Marky“ sollte es der einzige Ausflug in den Bereich der Schauspielerei bleiben. Im Juni 2025 veröffentlichte OneGate Media unter dem Label Universal Pictures Home Entertainment den Film als Film-only-Variante auf Blu-ray. Wurde die blaue Scheibe auch „ein reizender Fratz“?
Story
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Der Buchmacher „Sorrowful Jones“ (Walter Matthau) muss sich täglich mit Leuten herumschlagen, die bei ihm zwar weiter auf ominöse Wetten ihr Geld setzen möchten, ihre Schulden allerdings nicht zahlen können. Nicht selten müssen diese eine Art Pfand bei ihm hinterlassen. Was sich aber der spielsüchtige Carter (Andrew Rubin) als Schuldschein ausdenkt, kam Jones so noch nicht vor: er hinterlässt prompt seine sehr junge Tochter (Sara Stimson) bei ihm, um danach das benötigte Geld aufzutreiben. Und entgegen der Erwartung kreuzt ihr Vater nicht nur an diesem, sondern auch am Folgetag nicht mehr auf. Während Jones als Eigenbrötler überhaupt keine Menschen um sich herum zulässt, nimmt er „Marky“ letztlich widerwillig bei sich auf – natürlich nur vorübergehend, bis ihr Vater mit dem Geld wieder auftaucht. Aber weder sein Gehilfe Regret (Bob Newhart), noch sein zwielichtiger „Partner“ Blackie (Tony Curtis) haben ein Interesse daran, das Kind länger als nötig bei sich zu halten. Mehr durch Zufall lernen sich aber Blackies Begleitung Amanda Worthington (Julie Andrews) und das Mädchen kennen und lieben. Und nicht nur sie, sondern auch Jones, der bisher wohl nie auf dem Radar einer Frau erschien, tritt in Amandas Leben. Es entwickelt sich eine turbulente Mischung aus Verbrechen, Glücksspiel und Liebe.


Bildqualität
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Leider begeistert das Bild auf Blu-ray nicht: sowohl die Schärfe, als auch der Kontrast und der Schwarzwert bleiben bestenfalls auf befriedigendem Niveau und erzeugen nicht selten den Eindruck eines leicht matschigen Transfers. Dazu kommen über den gesamten Film über blasse Farben, denen es an Brillanz fehlt. Filmkorn ist sichtbar und immer wieder sind leichte Verschmutzungen aus dem offensichtlich nicht aufbereiteten Ausgangsmaterial zu sehen. Richtig schlecht ist das Bild nicht geworden, der Film lässt sich so durchaus anschauen, aber HD-Qualität sieht anders aus – schade.
Tonqualität

Ausstattung
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Kein reizender Fratz beim Bonusmaterial zu sehen: noch nicht mal ein Trailer hat sich auf die Scheibe verirrt. Auch das Menü wird nach einleitenden Filmszenen mit einem starren Bild und dem Score im Hintergrund rudimentär gehalten: hier kann auf einfache Art zwischen den Sprachen gewechselt und englische Untertitel optional aktiviert werden. Obwohl in solche eingeteilt, findet sich kein Kapitelmenü wieder. Trostpflaster: ein Wendecover.
Fazit
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Brave Komödie rund um ein als Schuldschein an einen grantigen Buchmacher ausgehändigtes junges Mädchen, das es schafft, sein Leben durcheinander zu bringen und trotz des Milieus des Glücksspiels und Gaunerei dessen Herz zu öffnen. Das teilweise langsame Tempo und das zurückhaltende Spiel trotz Staraufgebots verhindern einen echten Hit und empfehlen „Ein reizender Fratz“ als lockere Unterhaltung für zwischendurch. Das nicht aufbereitete Bild, sowie der unscheinbare Monoton wecken keine HD-Begeisterungsstürme, Bonusmaterial fehlt gänzlich. Für Fans von Walter Matthau auf jeden Fall eine Sichtung wert.
(Dominik Böhler)
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