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Sympathy for Mr. Vengeance 4K (Limited Collector's Edition) (Cover B) (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: Boksuneun naui geot

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 2 Discs, BD (1x), 4k UHD (1x), HD Sound (deutsch), Extras in HD (teilweise), Media Book,
Capelight-Shop exklusiv!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Koreanisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-66 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
121 Minuten
Veröffentlichung:
13.08.2021
 
STORY
9
 
Bildqualität
8
 
Bild 4k UHD
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
9
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit „Oldboy“ wurde der 2003 erschienene, zweite Teil der sogenannten „Vengeance“ oder „Rache-Trilogie“ des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-Wook von Capelight neu aufgelegt. Ihm wurde nicht nur eine Ultimate Edition, sondern auch ein Mediabook und nicht zuletzt auch ein neues 4K-Master spendiert. Jahre später darf man nun endlich die Sammlung vervollständigen und sich mit „Sympathy for Mr. Vengeance“ den fulminanten Auftakt in sein Regal stellen.

Story

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Als der taubstumme Ryu seinen Job in der Fabrik verliert, könnte der Zeitpunkt nicht schlechter sein: Seine schwer kranke Schwester braucht dringend eine Nierentransplantation, für die den Geschwistern das nötige Geld fehlt. Als ein Deal mit kriminellen Organhändlern schiefgeht, sehen Ryu und seine Freundin Yeong-mi nur noch einen Ausweg: Sie entführen die Tochter des wohlhabenden Fabrikbesitzers Park Dong-jin, um das Geld für die Transplantation zu erpressen. Doch eine unerwartete Katastrophe setzt einen blutigen Rachefeldzug in Gang, bei dem es keine Gewinner geben kann... (Pressetext: Capelight Pictures) Park Chan-Wooks „Rache Trilogie“ ist eines der großen filmischen Meisterwerke der Filmgeschichte, obwohl man das zunächst nicht gedacht hätte. „Sympathy for Mr. Vengeance“ war ein finanzieller Flop und wurde auch von den Kritikern eher mit Missgunst gestraft. Die Vermutung liegt vor allem darin begründet, dass man noch nicht bereit genug für „Park’s Kino“ war, obwohl sein Vorgänger-Film mit „Joint Security Area“ ein voller Erfolg war. Im Nachhinein ist dieser Auftakt, wie bereits in der Einleitung erwähnt, allerdings äußerst beeindruckend und erfrischend anders. Dieser Umstand liegt nicht nur an der individuellen Bildgestaltung des Regisseurs, sondern auch an der Art, wie er seine Geschichten und Figuren anlegt und erzählt.
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Jeder der drei Rachefilme ist grundsätzlich verschieden, hebt sich von den anderen ab, hat aber gleichzeitig auch immer wieder Gemeinsamkeiten eingewoben. „Sympathy for Mr. Vengeance“ wurde vorgeworfen, dass seine Gewaltdarstellung zu hart und zu selbstzweckhaft gewesen sein soll. Beim Betrachten der Geschichte und des Kontextes, sollte man aber recht zügig zu dem Schluss kommen, dass die Grausamkeit an sich durchaus einen Zweck erfüllt. Die titelgebenden „Sympathien“ sind nämlich beidseitig verteilt, jeder der handelnden Figuren hat einen Grund für seine Taten und für jede der beiden kann man eben jene aufbringen, was die Rache an sich viel weniger schwarz/weiß wirken lässt und zudem nicht nur für die Charaktere, sondern auch für den Zuschauer auf keinerlei „Erlösung“ hinzusteuert. Wo ein Hollywood-Rache-Film wie „John Wick“ die Rache zelebriert und wir als Zuschauer ihn quasi dabei anfeuern, wie er seine Gegner massenweise in durchgestylten Choreografien mit teils heftigen Gewaltspitzen malträtiert, geht oder ging Park Chan-Wook mit seinem Film einen gänzlich anderen Weg. Die Gewalt ist nicht konsumierbar oder unterhaltsam, im Gegenteil, sie ist schmerzhaft. Der Ton des Films ist ruhig, es gibt für unsere Hauptfiguren wenig Hoffnung in einer ungerechten Welt. Ähnlich wie Ryu als taubstummer seine Umgebung nicht hören kann, so hören wir ebenfalls nur sehr wenige Dialoge. Der Großteil des Films wird in und mit Bildern, in stellenweise langen Einstellungen erzählt, theoretisch würde der Film sogar als Stummfilm immer noch funktionieren und man könnte der Geschichte folgen.
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Auf unnötige Exposition wird verzichtet, der Zuschauer muss sich fehlende Lücken selbst zusammenreimen, der clevere Schnitt und die visuelle Darstellung der Ereignisse helfen allerdings dabei. Hoffnung gibt es in der Welt des Films kaum und wenn sowas wie ein kleiner Schimmer für die Figuren sichtbar ist, wird er sogleich wieder zunichtegemacht. „Sympathy for Mr. Vengeance“ ist definitiv kein Film für einen entspannten Abend, es ist ein Film, in den man sich fallenlassen muss. Vor allem die Struktur ist eine besondere, so gibt es zwei Filmhälften, die beide aus einer anderen Sichtweise erzählt und am Ende miteinander verknüpft werden. Man muss dem Film zugestehen, dass er trotz seines Alters immer noch „etwas Besonderes“ ist. Selbst das Erzähltempo ist hoch, obwohl man sich Zeit lässt. Die Atmosphäre saugt einen auch heutzutage noch ein und immer wieder entdeckt man neue kleine Details und Facetten. Letzten Endes ist der Film und damit der Auftakt zu einer fantastischen, thematisch gebundenen Trilogie, einer, die bereits früh gezeigt hat, was für ein Meister seines Fachs Park Chan-Wook ist. Seine Bildsprache und sein handwerkliches Geschick hat sich in den letzten Jahren immer weiterentwickelt und gelangte für mich mit „Die Taschendiebin“ auf seinen bisherigen Höhepunkt.

Bildqualität

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Die erste Blu-Ray-Variante des Films von „3L“ war eher schlecht als recht, die starke Rauschminderung führte zur Bildung von Artefakten und der natürlichen Körnung des Bildes wurde versucht entgegenzuwirken. Auch die Farben erschienen eher blass und kühl. Die neue Variante von Capelight basiert auf dem neuen Master, welches auch für die 4K-Variante genommen wurde und liegt statt 2,31:1 im klassischen Cinemascope 2,39:1 vor, weshalb der Bildausschnitt minimal angepasst wurde. Die Farben und die Kontraste spielen hier aber in einer ganz anderen Liga, ein Vergleich mit der alten Blu-Ray ist einer wie Tag und Nacht. Ein völlig neues Master eben, das Grading ist nun sehr farbenfroh und gesättigt, es wirkt sehr künstlerisch. Hier und da tauchen dennoch (digitale) Artefakte auf, die sich aber in Grenzen halten und wohl bereits auf dem Master selbst vorhanden waren. Ein Grund dafür könnte beispielsweise die vorangegangene Schmutzentfernung sein. Dennoch hat man hier vermutlich die beste Blu-Ray-Variante des Films abgeliefert.

Bild 4k UHD

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Das Bild der 4K-Variante sticht das der Blu-Ray nochmals aus, nicht nur, dass das Grading sogar noch etwas kontrastreicher und satter daherkommt, auch lassen sich viele kleine Details ausmachen und einige Bilder sehen aus, als seien sie erst vor kurzem, auf hochmodernen Kameras gedreht worden. Das ist wieder mal ein Beweis dafür, was alles in 35mm Filmmaterial steckt. Um noch ein paar Schlagworte zu nennen, Dolby Vision gibt es nicht, dafür aber HDR10 und HDR10+. Insgesamt wirkt die 4K-Variante noch einen Ticken heller als die Blu-Ray und profitiert meiner Ansicht nach, nochmal mehr, von der neuen Farbkorrektur. Hier hat man wirklich das Gefühl, man schaut einen anderen Film. Locations wie die in grünes Licht getauchte Fabrik, oder Ryus Zimmer mit der rot/gelben Karo-Tapete sind ein echter Hingucker und laut Produktionsfirma CJ Entertainment soll diese Farbgebung auch viel näher an der Vorstellung des Regisseurs gewesen sein. Auch wenn sich Artefakte auch hier nicht gänzlich ausmerzen lassen, hält man hier dennoch die bestmöglichste Qualität des Films in seinen Händen.

Tonqualität

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Der Ton liegt auf Deutsch und im Original auf Koreanisch in DTS-HD MA 5.1 vor. Der Klangeindruck insgesamt ist wirklich sehr gelungen, die Dialoge sind immer gut abgemischt und auch hier wurden im Vergleich zur Erstauflage scheinbar nochmal Anpassungen vorgenommen. Der Soundtrack zu Park Chan-Wooks Filmen ist ohnehin genial und die Umgebungsgeräusche und verschiedenen Details aus denen der Klangteppich gewebt wurde, wirken äußerst stimmig. Hervorzuheben sind klanglich noch die Szenen, die wir in Ryu‘s Perspektive hören, oder eben nicht hören. Festzuhalten ist, dass der Ton der Neuauflage insgesamt noch dynamischer klingt, als bei der Erstauflage.

Ausstattung

Das Mediabook gibt es in zwei Covervarianten, ein „gezeichnetes“, welches eher zum Oldboy-Mediabook-Design passt und eines, mit realistischen Motiven. Die Blu-Rays sind vollgepackt mit Extras, das 24-seitige Booklet ist wiedermal sehr lesenswert und beleuchtet vor allem die Motive und Beweggründe des Filmes und seiner Charaktere. Vor allem die Menge an Extras und tollen Einblicken hinter die Kulissen sind ein echter Mehrwert, so bekommen wir einen Eindruck, wie die Schauspieler sich mit der Zeichensprache vertraut machen mussten, oder wie die zahlreichen Prothesen und praktischen Effekte hergestellt wurden. Außerdem erzählt uns Park Chan-Wook von seinen Bewegründen zu dem Film, oder Song Kang-Ho davon, dass er Angst hatte, der Rolle eines Vaters gerecht zu werden, der seine Tochter verliert. Während die Extras bei der Erstauflage noch mit Abwesenheit glänzten, könnt ihr euch hier den ganzen Film mit Audiokommentar des Regisseurs anschauen. Außerdem gibt es ein Making Of (ca. 20 Min), eine Featurette über die Darsteller (ca. 17 Min), einen Beitrag über Park Chan-Wook und seine Filmcrew (ca. 33 Min), sowie ein Gespräch mit ihm (Ca. 15 Min), dazu animierte Storyboards (ca. 10 Min) und einen klassischen „Hinter den Kulissen“-Beitrag (ca. 32 Min).

Fazit

„Sympathy for Mr. Vengeance“ ist ein, auch heutzutage immer noch, beeindruckender Start einer außergewöhnlichen und vielschichtigen Trilogie über Schuld, Sühne und nicht zuletzt natürlich Rache. Diese kommt dabei in vielen Facetten und ist wir sprechen von Anfang an nicht von Gut und Böse, sondern Grau und Grau, der Titel kommt schließlich nicht von ungefähr. Ein ruhiger, brutaler, tragischer, visuell und schauspielerisch beeindruckender Film, der nun endlich auf einer Blu-Ray und vor allem einer 4K-Version erscheint, die ihm endlich gerecht wird. (Tom Sielemann)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
9 von 10

Testgeräte

Samsung 65“ – UE65RU7099UXZG – 4K Teufel e300 Digital Anlage (5.1 Dolby Surround) Playstation 5
geschrieben am 18.08.2021

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