Wild at Heart - Die Geschichte von Sailor und Lula Blu-ray

Original Filmtitel: Wild at Heart

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (englisch), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Italienisch DTS 2.0
Japanisch DTS 2.0
Spanisch DTS 2.0
Katalanisch DTS 2.0
Portugiesisch DTS 2.0
Russisch DTS 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Spanisch, Japanisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Griechisch, Koreanisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Thailändisch, Türkisch, Chinesisch (traditionell), Polnisch, Katalanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
125 Minuten
Veröffentlichung:
16.09.2010
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STORY
7
 
Bildqualität
5
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
4
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Es gibt nur wenige Regisseure, deren filmische Handschrift so unverwechselbar ist, wie die von David Lynch. Schon mit seinem verstörenden Debütfilm Eraserhead aus dem Jahr 1977, schuf er einen Kultfilm, der bereits einige Markenzeichen seiner späteren Werke enthielt: eine surreale, teils morbide Ästhetik, die den Zuschauer tief in eine oft verstörende Handlung verstrickt. Dabei ist im Verlauf seines Schaffens eine Entwicklung zu erkennen, in der seine Filme immer abstrakter werden. Während Lynchs wohl bekanntester Film Blue Velvet (1985) zwar mit skurrilen Charakteren und Begebenheiten, aber immer noch mit einer stringent erzählten Geschichte glänzt, verzichtet er in späteren Werken teilweise auf eine lineare Handlung. In diesen verlieren selbst Raum und Zeit an Bedeutung und lassen den Zuschauer oft ratlos in einer alptraumhaften Welt zurück. Als Beispiele dienen hier Lost Highway (1997) oder Mulholland Drive – Straße der Finsternis (2001). Doch auch ein David Lynch ist vor künstlerischen wie finanziellen Flops nicht gewappnet. Im Jahr 1984 änderte auch er nichts an der Tatsache, dass Frank Herberts Science-Fiction Roman Dune – Der Wüstenplanet bis heute als unverfilmbar gilt. Mit Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula aus dem Jahr 1990, drehte Lynch einen Road Movie der besonderen Art.

Story

Sailor (N. Cage) und Lula (L. Dern) lieben sich über alles. Daran ändert auch Lulas intrigante Mutter Marietta (D. Ladd) nichts, die keine Mühen scheut, das Paar auseinander zu bringen. Selbst vor einem Auftragsmord, der Sailor aus dem Weg räumen soll, schreckt sie nicht zurück. Doch der Versuch scheitert. Sailor tötet den Killer und wandert dafür knapp zwei Jahre hinter Gitter. Nachdem er seine Zeit im Gefängnis abgesessen hat, entscheiden sich Sailor und Lula die Vergangenheit hinter sich zu lassen und nach Kalifornien zu fahren, um dort neu anzufangen. Doch Marietta ist nicht gewillt, Sailor mit ihrer Tochter davon kommen zu lassen. Mittlerweile dem Wahnsinn nahe, schickt sie weitere professionelle Auftragskiller auf die Fährte des ahnungslosen Paares. Wild at Heart ist nicht nur Lynchs einziger Road Movie, sondern auch sein bis heute erster und letzter Versuch, eine Komödie zu inszenieren. Denn nur wenn der Zuschauer sich dem vorliegenden Werk in dem Bewusstsein nähert, Zeuge einer Komödie zu werden, ist das hier gebotene Panoptikum an abgedrehten Charakteren und irrwitzigen Szenerien intellektuell zu erfassen. Sämtliche Charaktere, die dem Zuschauer über die Dauer des Films begegnen, balancieren am Rande des Wahnsinns. Lynch belässt es nicht bei „skurrilen“ Charakteren. Die hier agierenden Figuren sind zum größten Teil in höchstem Maße grotesk überzeichnet. Angefangen bei Diane Ladd (übrigens auch im richtigen Leben die Mutter von Laura Dern), die sichtlich Spaß daran hat, der Bezeichnung „Overacting“ eine völlig neue Bedeutung zu verleihen, bis hin zu Willem Dafoe in der Rolle des Bobby Peru („wie das Land“), der hier zweifellos den widerlichsten Charakter seiner Karriere darstellt, bis hin zu einer Vielzahl hemmungslos karikierter Nebenfiguren, die dem allgemeinen Aberwitz den letzten Schliff verpassen. Besonders hervorgehoben sei in diesem Zusammenhang Grace Zabriskie, in der Rolle der Juana Durango. Auch die aufgetakelte, naive Lula, die scharf wird, wenn ihr Lover Lieder von Elvis Presley singt, stellt hier keine Ausnahme dar. Nicholas Cage verkörpert seinen Sailor noch am konventionellsten, doch das auch nur im Vergleich zu den überdrehten Figuren in seiner Umgebung. Zum besseren Verständnis des Films, sollte der Zuschauer darüber hinaus mit dem Klassiker Der Zauberer von Oz (1939) vertraut sein. Nur so erschließen sich einige Szenen gänzlich. Lynchs ganz eigene inszenatorische Handschrift ist darüber hinaus unverkennbar. Markenzeichen wie stilisierte, suggestive Einstellungen sind ebenso vorhanden wie theatralische, surreal komponierte Szenen oder die unvermeidlichen, mit schwerem Samt verhängten Räume. Im Vergleich zu anderen seiner Werke, wirkt das auf Grund des komödiantischen Ansatzes allerdings nicht mehr verstörend oder unheimlich. Es unterstreicht vielmehr den Charakter des Films als augenzwinkernde Groteske.

Bildqualität

Technik: Codec MPEG 4-AVC, Ansichtsverhältnis 2,35:, Auflösung 1080p Der allgemeine Bildeindruck schwankt zwischen sehr schlecht bis katastrophal. Der Transfer ist geprägt von Verschmutzungen, Bildunruhen und auffälligem Graining. In Nachtszenen verwandelt sich das Filmkorn in unzumutbares Rauschen, das man treffender als „Schnee“ bezeichnen muss. Da dieses dominante Rauschen in dunklen Szenen bereits sämtliche Details überlagert, ist es unmöglich ein abschließendes Urteil über den Schwarzwert zu fällen; gut nachzuvollziehen in der nächtlichen Unfallszene. Darüber hinaus sind Unschärfen in Nahaufnahmen auszumachen, die in einigen besonders gravierenden Fällen einen milchigen Nebel über das Bild legen. Positiv zu bewerten sind Außenaufnahmen bei hellem Tageslicht. Diese zeichnen sich durch eine hohe Detailfülle und in Panoramaaufnahmen durch eine sehr gute Tiefenschärfe aus. Über den insgesamt absolut unbefriedigenden Gesamteindruck täuschen diese wenigen Szenen allerdings in keiner Weise hinweg.

Tonqualität

Technik: Deutsch DTS 5.1 , Englisch DTS-HD MA 5.1 Im Gegensatz zum Bild, schafft es der Ton immerhin einen durchschnittlichen Eindruck zu hinterlassen. Dialoge sind immer klar verständlich. Teilweise entsteht sowohl ein diffuses, räumliches Klangbild, welches Einzelheiten allerdings nicht differenziert zu Gehör bringt, als auch eine gewisse Dynamik, die in einzelnen Szenen Akzente setzt. Der Subwoofer bleibt jedoch den ganzen Film über ohne Beschäftigung. Lynch legt großen Wert auf einen abwechslungsreichen Soundtrack. Von Jazz, Blues, Rock ’n Roll bis Heavy Metal ist alles vertreten und unterstreicht die Stimmung verschiedener Szenen vorzüglich. Nicht nur aus diesem Grund wäre eine sorgfältigere Abmischung der Tonspur wünschenswert gewesen.

Ausstattung

Auch bei diesem Katalogtitel verzichtet Universal auf sämtliche Extras.

Fazit

Aus technischer Sicht ist die vorliegende Veröffentlichung eine herbe Enttäuschung. Während das Bild einer Blu-ray schlicht unwürdig ist, schafft es der Ton immerhin einige dynamische Akzente zu setzen. Extras sind keine vorhanden. Bei Katalogtiteln arbeitet Universal in letzter Zeit äußerst schlampig, was in keiner Weise akzeptabel oder hinnehmbar ist. Denn auch für einen Preis um 10 Euro darf der Kunde eine Umsetzung erwarten, die dem hochauflösenden Medium würdig ist. Mit Wild at Heart liefert David Lynch einen unterhaltsamen Film ab, den man allerdings unter keinen Umständen ernst nehmen sollte. Dafür bietet dieses Road Movie durch grotesk überzeichnete Figuren, hemmungsloses Overacting und bizarre Szenerien, zu viele komödiantische Highlights. Fans werden sich davon natürlich nicht abschrecken lassen, kommen doch auch die inszenatorischen Markenzeichen des Regie-Individualisten jederzeit zum Tragen. Wer allerdings noch nicht mit Filmen von David Lynch in Berührung gekommen ist, sollte eher mit seinem Debüt Eraserhead, Blue Velvet oder seiner genialen Fernsehserie Twin Peaks einen Einstieg wagen. (ml)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
5 von 10

Testgeräte

TV: Pioneer PDP-LX5090 (50“) BDP: Pioneer BDP-LX71 AVR: Pioneer SC-LX81 Lautsprecher: B&W (Main), Teufel (Surround)
geschrieben am 11.10.2010

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21 Bewertung(en) mit ø 3,29 Punkten
 
STORY
4.4
 
BILDQUALITäT
3.5
 
TONQUALITäT
3.9
 
EXTRAS
1.4

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