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Lux Æterna (Limited Mediabook Edition) (Cover A) Blu-ray

Original Filmtitel: Lux Æterna

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Disc-Informationen
Uncut, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Media Book,
Limitiert und nummeriert auf 1.666 Exemplare!
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
55 Minuten
Veröffentlichung:
14.05.2021
 
STORY
6
 
Bildqualität
6
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
4
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der argentinische Regisseur Gaspar Noé mag vieles sein, allerdings ist er ganz sicher kein Mainstream-Regisseur. Sein neuester Film scheint dabei weniger aufgrund seiner Thematik, sondern vielmehr aufgrund seiner Bildsprache ein ganz besonderer Fall zu sein. Bei der Weltpremiere in Cannes warteten Sanitäter vor dem Saal, falls Zuschauer während der Vorführung krank oder ohnmächtig werden sollten. Solche Dinge machen natürlich neugierig, auch wenn diese oder ähnliche „Vorsichtsmaßnahmen“ bereits seit Jahrzehnten aus Marketinggründen zum Einsatz kamen. Ob der Film wirklich so einzigartig ist, und wie sich die Blu-ray Disc, die nun sowohl in Form einer Keep-Case Version, als auch in zwei, mit unterschiedlichen Coverversionen versehenen, jeweils auf 1666 Stück limitiert und durchnummerierten Mediabooks von Alamode Film im Vertrieb der Al!ve AG auf Blu-ray erscheinen, in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Schauspielerin Béatrice Dalle (sie selbst) dreht als Regisseurin einen Film über Hexen und konnte die renommierte Darstellerin Charlotte Gainsbourg (sie selbst) für die Hauptrolle gewinnen. Als sich die beiden Frauen am Filmset über Hexen und ihre Dreherfahrungen unterhalten, scheint noch alles perfekt. Doch, sobald die Filmcrew erscheint, summieren sich die Probleme. Der Kameramann drangsaliert die Regisseurin, Nebendarsteller sind völlig unvorbereitet und Charlotte telefoniert lieber mit ihrem erkrankten Kind, anstatt sich auf den Film einzulassen. Als dann die Szene mit der Hexenverbrennung ansteht, erleben alle Beteiligten das pure Grauen…
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Auch wenn sich die Inhaltsangabe recht schlüssig und nachvollziehbar liest, hat der Film im Grunde genommen keinen echten Handlungsstrang, sondern zeigt Szenen einer völlig aus dem Ruder laufenden Filmproduktion, die langsam, aber sicher in den Wahnsinn abdriftet. Dabei wirkt das Ganze eher wie eine „Behind the Scenes“-Dokumentation und nicht wie ein strukturierter Spielfilm. Die beiden Hauptdarstellerinnen Béatrice Dalle und Charlotte Gainsbourg spielen hier zur Höchstform auf, und man möchte fast glauben, dass sie hier bei einem echten Filmdreh begleitet wurden und ganz natürlich agieren. Im Grunde genommen hätte der Film eigentlich ein Werbefilm für Saint Laurent sein sollen, der aber auf Drängen des Regisseurs zu einem Langfilm ausgeweitet wurde, wobei der Film mit einer Laufzeit von rund 50 Minuten dennoch recht kurz geraten ist. Zum einen kann man hier sagen: Zum Glück! denn das, was sich hier vor den Augen des Zuschauers abspielt, hätte man kaum noch länger ausgehalten. Andererseits hätte eine halbe Stunde mehr Laufzeit dem Film zumindest in der Hinsicht gutgetan, dass man die Thematik der Hexenverfolgung weiter hätte ausbauen können. Die sich abspielenden Unterhaltungen zum Filmbeginn haben ebenfalls einen gewissen Unterhaltungswert, allerdings wirkt das Ganze eher wie ein Interview oder eine Dokumentation, und nicht wirklich wie ein Kinofilm. Letztendlich ist „Lux Æterna“ alles andere als Mainstream-Kino, aber etwas anderes war von Regisseur Gaspard Noe auch nicht zu erwarten. Viel mehr ist der Film eine Hommage an das Filmemachen selbst, gepaart mit kontroversen Grundthemen wie Hexenverfolgung und Hinrichtungen, und – wenn man möchte – einer gewissen Parallelität zwischen beidem, auch wenn hier gewiss diskutieren darf, ob und inwieweit diese These überhaupt zutrifft. Überhaupt gibt der Film allerhand Diskussionsstoff ab, und es ist eigentlich eine Schande, dass uns hier keine Interviews oder gar ein Regie-Audiokommentar geboten wird, wobei beides möglicherweise dem Zauber der Bilder geschadet hätte.
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Diese haben es indessen in sich, auch wenn sie weitaus weniger explizit und vor allem bei weitem nicht so schonungs- und geschmacklos ausgefallen sind, wie es bei früheren Filmen des Regisseurs der Fall war. Fast möchte man sogar sagen, der Film ist verhältnismäßig zahm, und tut erheblich weniger weh als beispielsweise „Irreversible“. Dafür ist der Film eine sichere Bank für alle, die wissen wollen, ob sie unter Epilepsie leiden, denn wie bereits im Trailer zu sehen war, setzt der Film zum Ende hin auf knallige und „explodierende“ Farbwechsel und wirkt letztendlich wie ein harter Drogentrip, bei dem man froh ist, wenn man ihn überstanden hat. Generell steht der künstlerische Aspekt hier absolut im Vordergrund; Bis zu drei parallele Splitscreens, die hier die gleiche Szene aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, und dort zwei völlig unterschiedliche Schauplätze mit gleichzeitig (zum Teil in unterschiedlichen Sprachen) sprechenden Akteuren verfolgen. Das zeichnet eine ziemlich authentische Bild von der Hektik und Unruhe an einem Filmset, und wird selbst den ruhigsten und besonnensten Zuschauer ergreifen, und diesen nach der rund 50-minütigen Achterbahnfahrt mit schwitzenden Händen dasitzen lassen. Zum Ende hin weiß nicht mehr, was man überhaupt gesehen hat. Aber das ist ja das Gute am Heimkino, denn ein weiterer „Genuss“ des Filmes, ist im Prinzip nur wenige Klicks entfernt.

Bildqualität

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Das Bild dieser außergewöhnlichen Produktion lässt sich nur schwer beschreiben. Der Film besteht primär aus, mit Handkameras gefilmtem, Material, welches häufig bis überwiegend in bis zu drei Splitscreens parallel nebeneinander wiedergegeben wird. Die Qualität der einzelnen Bilder ist dabei leider ebenfalls nur mittelprächtig: Die Schärfe bewegt sich auf einem für Blu-ray Verhältnisse unterdurchschnittlichem Niveau. Der Kontrast ist leider ebenfalls nicht ganz optimal, und die Farben sind in den allermeisten Fällen stark verfälscht, was jedoch durchaus so gewollt sein könnte. Die letzten 10 Minuten sind dann an Fest für jeden, der schon immer einmal wissen wollte, wie sich ein Epileptiker kurz vor einem Anfall fühlt, und wie uns der Film gleich zu Anfang mitteilt, soll es sich dabei um einen Hochgenuss handeln. Ob man das wirklich unbedingt erleben möchte, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass dieses denkwürdige Finale vermutlich der Grund dafür gewesen sein dürfte, dass sich Sanitäter vor dem Kino aufhielten, um das Publikum im Notfall betreuen zu können.

Tonqualität

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Die deutsche Synchronfassung wurde, ebenso wie die französische Originalversion in dts-HD Master 5.1 auf die blaue Scheibe gepresst. Akustisch passt sich der Film ebenfalls an die Bilder an, und während in den ersten 40 Minuten fast nichts Hörenswertes passiert, außer dass sich die Hektik und das Chaos ausbreiten, ist das Finale auch akustisch extrem nervenzehrend, und äußerst unangenehm. Dafür bekommt der Film zum Ende hin aber ordentlich Feuer, der Bass wird ins Geschehen mit einbezogen, und vermutlich wird zum Ende hin niemand mit ruhigem Herzen und trockenen Händen den Film verlassen.

Ausstattung

Das Bonusmaterial ist die große Enttäuschung dieser Veröffentlichung, denn außer einer Handvoll Trailer, darunter auch zwei zum Hauptfilm, befindet sich absolut kein Bonusmaterial auf der Disc. Das gleiche gilt für die ebenfalls im Set enthaltene DVD. Schade, denn gerade bei einem Film wie diesem hätte sich ein Audiokommentar des Regisseurs förmlich aufgedrängt.

Fazit

Das, was der Zuschauer hier zu sehen bekommt, ist starker Tobak, allerdings trifft dies nur auf die letzten 10 Minuten zu. Bis hierhin sind der Film und auch das Bild leider sehr mittelmäßig und unspektakulär. Das gleiche gilt für die Soundkulisse; auch hier bekommen wir im Finale etwas geboten, das man so schnell nicht vergisst, doch bis dahin benötigt man im Grunde genommen keine Soundanlage. Leider ist das Bonusmaterial, welches quasi nicht vorhanden ist, eine echte Enttäuschung an dieser ansonsten durch und durch gelungenen Blu-ray Disc. Der Film hingegen ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber das ist Kunst, vor allem kontroverse Kunst, ja selten. Diesen Film schaut man nicht an, man erlebt ihn mit. Den Sinn und Zweck muss man sich selbst zusammenreimen, aber abseits des Mainstreams ist Gaspard Noes Film ein interessantes Stück Kino für alle Filmbegeisterten, sofern sie einen gewissen Zugang zum Dargebotenen finden. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
5 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 07.06.2021

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