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Lady Vengeance 4K (Limited Collector's Edition) (Cover A) (4K UHD + Blu-ray + Bonus Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: Chinjeolhan geumjassi

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 3 Discs, BD (2x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, enthält Bonus-Disc, HD Sound (deutsch), Extras in HD (teilweise), Media Book
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
O-Ton DTS-HD MA 5.1

O-Ton = Koreanisch / Englisch / Japanisch

Blu-ray
Deutsch DTS-HD MA 5.1
O-Ton DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
4K UHD:
Deutsch

Blu-ray:
Deutsch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-66 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (2.35:1) @23,976 Hz 4K native, Dolby Vision, HDR10, HDR10+
Video-Codec:
Spieldauer:
115 Minuten
Veröffentlichung:
13.08.2021
 
STORY
9
 
Bildqualität
8
 
Bild 4k UHD
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
9
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Neben „Sympathy for Mr. Vengeance“ hat Capelight auch gleich dem Abschluss der Rache-Trilogie von Park Chan-Wook eine Neuauflage im Mediabook spendiert. Über den Auftakt haben wir bereits gesprochen, über den Mittelteil und das unangefochtene Meisterwerk „Oldboy“ sowieso zu Genüge, doch wie sieht es mit „Lady Vengeance“ aus, der im Original nicht einmal Rache im Titel hat, sondern „die gutherzige Frau Geum-ja“ heißt?

Story

13 harte Jahre hat die junge Lee Geum-ja wegen eines Mordes, den sie nie begangen hat, im Gefängnis absitzen müssen. Als sie entlassen wird, will sie nur noch eins: Rache an all jenen, die ihr Leben zerstört haben. Zusammen mit einer Gruppe von Frauen, mit denen sie sich hinter Gittern angefreundet hat, beginnt Geum-jas langer Weg der Vergeltung. Zugleich macht sie sich auf die Suche nach ihrer Tochter, die sie einst hat zurücklassen müssen… (Pressetext Capelight Pictures)
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Auch wenn es wieder viele Parallelen zu Park Chan-Wooks vorherigen Rachefilmen gibt, so ist auch „Lady Vengeance“ ein Film, der komplett für sich alleine steht. Das gilt auch für die Visualität. Der Regisseur selbst wollte sich von „Oldboy“ abgrenzen. Die Kamera ist viel weniger bewegt, sehr klar und statisch. Es wird mit Effektspielereien und mehrdeutigen Bildern gearbeitet, bezeichnend dafür ist beispielsweise auch die Titelsequenz. Die musikalische Ebene wird von klassischer Musik bestimmt, was ihn zusammen mit den Bildern und der Erzählstruktur etwas artifizieller wirken lässt. Nicht umsonst wollte Park eigentlich den Film langsam während des Mittelteils in Schwarz/Weiß tauchen. Diese „Fade to Black and White“-Fassung findet sich als Extra-Blu-Ray im Mediabook wieder, was sehr löblich ist. Im Gegensatz zu den vorherigen Filmen, haben wir hier mit Lee Geum-ja auch eine weibliche Protagonistin, die diesen Namen auch verdient.
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Der ganze Film wird komplett aus ihrer Sicht erzählt, bzw. werden die Ereignisse auch von einer zunächst unbekannten Erzählerin geschildert. So erlaubt sich Park Chan-Wook dieses Mal beliebig in den Zeitebenen hin und her zu springen. Was zunächst etwas sperrig wirkt, entfaltet sich langsam aber sicher immer mehr an Faszination. Da man nach und nach immer mehr Hintergründe zu Lee Geum-ja’s dreizehnjähriger Haftstrafe erhält und auch auf welche perfide Art und Weise sie eingeliefert wurde bzw. was die Hintergründe dafür sind. Hier möchten wir aber vor allem denjenigen nicht den „Spaß“ am Zusammensetzen der Puzzleteile nehmen, die den Film noch nicht kennen. Allerdings lässt die verschachtelte Erzählweise, die hin und wieder mit poetischen, surrealen Traumbildern unterbrochen wird, den Zuschauer wirklich an der Gedankenwelt der Hauptfigur teilhaben. Obwohl das Thema „Rache“ im Vordergrund steht, bzw. auch die ständige Suche nach der Erlösung durch die Rache, stecken wiedermal so viel mehr Aspekte in der Geschichte. Vor allem die Ausführung der Rache an sich, nimmt gegen Ende einen beachtlichen Teil der Handlung ein und ist gleichzeitig so überraschend, wie logisch.
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Der Regisseur spielt wiedermal mit Metaphern, nicht umsonst hat er Philosophie studiert, bevor es ihn überhaupt in Richtung Film verschlug und das war und ist in all seinen Filmen deutlich zu spüren. Obwohl er seine Rache-Filme selbst nie so richtig als Trilogie angesehen hat, kommt hier doch einiges zusammen. Beispielsweise wird, wie schon im ersten Teil, eine Niere gespendet und auch der Satz über die „guten und schlechten Kindesentführungen“ taucht hier wieder auf. Außerdem übernimmt Choi Min-Sik (Oldboy) eine größere Rolle und Song Kang-Ho, sowie sein damalige Spielpartner Shin Ha-kyun (Sympathy for Mr. Vengeance) sind in Cameos zu sehen. Das absolute Hauptaugenmerk liegt aber unbestreitbar auf Lee Yeong-ae, die sich nach „Lady Vengeance“ eine 12 Jahre lange Auszeit nahm, bevor sie 2017 in der südkoreanischen Serie „Saimdang, Light’s Diary“ und 2019 in „Bring me Home“ zu sehen war. Sie reißt diesen Film an sich und hinter ihrem Lidschatten spiegeln allein ihre Augen und ihre Blicke all das wieder, was ihre Figur durchgemacht hat. Ihre Leistung ist absolut beeindruckend und ihr gelingt das, was auch schon Choi Min-Sik in „Oldboy“ gelang: Eine schauspielerische Meisterleistung. Letzten Endes ist sie trotz aller Vergehen und Ereignisse, tatsächlich eher die „Gutherzige Frau Geum-ja“ als eine „Lady Vengeance“.

Bildqualität

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Beim Bild verhält es sich ähnlich, wie bei „Sympathy for Mr. Vengeance“. Die erste Blu-Ray-Variante des Films von „3L“ war eher schlecht als recht, die starke Rauschminderung führte zur Bildung von Artefakten und der natürlichen Körnung des Bildes wurde versucht entgegenzuwirken. Auch die Farben wirkten ungesund gelblich, grünstichtig. Die neue Variante von Capelight basiert auf dem neuen Master, welches auch für die 4K-Variante genommen wurde. Die Farbgebung an sich und die Kontraste sind demnach komplett angepasst worden und gehen statt in’s grünliche nun ins rötliche. Allgemein wirkt der Film auch deutlich heller. Das Grading ist nun etwas farbenfroher und gesättigter, was natürlich Geschmackssache ist.

Bild 4k UHD

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Das Bild der 4K-Variante ist nochmal etwas feiner, als das der Blu-Ray, nicht nur, dass das Grading sogar noch etwas kontrastreicher und satter daherkommt. Dieses Mal ist neben HDR10 und HRD10+ auch Dolby Vision dabei und das Bild strotz nur so vor Details. Das ist wieder mal ein Beweis dafür, was alles in 35mm Filmmaterial steckt. Insgesamt wirkt die 4K-Variante noch einen kleinen Ticken heller als die Blu-Ray und profitiert nochmal mehr von der neuen Farbkorrektur. Hier hat man wirklich das Gefühl, man schaut einen anderen Film. Die neue rötliche, stellenweise ins Magenta gezogene Farbgebung ist natürlich Geschmackssache, aber sie wirkt nicht so befremdlich wie die erste Fassung, sondern fügt sich natürlich in den Film ein. Gerade der rote Lidschatten von Lee Geum-ja sticht nun noch mehr heraus. Hie und da gibt es auch ein paar grobkörnige Bilder, die aber Stilmittel sind. Laut Produktionsfirma CJ Entertainment soll diese Farbgebung auch ebenfalls näher an der Vorstellung des Regisseurs gewesen sein. Leichte Artefakte lassen sich auch hier nicht gänzlich ausmerzen, aber trotzdem hält man hier dennoch die bestmöglichste Qualität des Films in seinen Händen.

Tonqualität

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Der Ton liegt auf Deutsch und im Original auf Koreanisch in DTS-HD MA 5.1 vor. Der Klangeindruck insgesamt ist wirklich sehr gelungen, die Dialoge sind immer gut abgemischt und auch hier wurden im Vergleich zur Erstauflage scheinbar nochmal Anpassungen vorgenommen. Der Soundtrack zu Park Chan-Wooks Filmen ist ohnehin genial und die Umgebungsgeräusche und verschiedenen Details aus denen der Klangteppich gewebt wurde, wirken äußerst stimmig. Der Center bzw. die Dialogspur hebt sich gut, von der Musik und den anderen Klängen ab. Festzuhalten ist, dass der Ton der Neuauflage insgesamt noch etwas dynamischer klingt, als bei der Erstauflage.

Ausstattung

Das Mediabook gibt es in zwei Covervarianten, ein „gezeichnetes“, welches eher zum Oldboy-Mediabook-Design passt und eines, mit realistischen Motiven. Die Blu-Rays sind vollgepackt mit Extras, das 24-seitige Booklet ist wiedermal sehr lesenswert und beleuchtet vor allem die Motive und Beweggründe des Filmes und seiner Charaktere. Vor allem die Menge an Extras und tollen Einblicken hinter die Kulissen sind ein echter Mehrwert. Diese befinden sich auf der Bonus-Blu-Ray, die auch die „Fade to Black and White“-Fassung beinhaltet. Darunter sind ein Making-Of (ca. 10 Min.), ein Beitrag über die visuellen Aspekte des Films (ca. 37 Min.), die Charaktere (ca. 26 Min), die Filmfestspiele von Venedig (ca. 8 Min.), Park Chan-Wook’s Setfotografie (ca. 10 Min.), ein „Get Together“, welches die Cameo-Auftritte beleuchtet (ca. 9 Min) und alternative Szenen, die von Park Chan-Wook und Lee Yeong-ae kommentiert werden (ca. 14 Min.).

Fazit

Über „Lady Vengeance“ könnte man genau das schreiben, was bereits über den „Mr. Vengeance“ geschrieben wurde: Der Film ist ein, auch heutzutage immer noch, beeindruckendes Ende einer außergewöhnlichen und vielschichtigen Trilogie über Schuld, Sühne und nicht zuletzt natürlich Rache. Dabei liegt dieses Mal das Hauptaugenmerkt weniger auf der Rache an sich, sondern dem, was sie mit sich bringt. Es geht um eine Mutter/Tochter-Beziehung, die es nie wirklich gegeben hat und ob und wie man nach Erlösung strebt bzw. ob es sie überhaupt gibt. Ein visuell, erzählerisch und schauspielerisches Meisterwerk, welches, wie seine Vorgänger noch lange nachwirkt. (Tom Sielemann)
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Kaufempfehlung

 
9 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 18.08.2021

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1 Bewertung(en) mit ø 4,75 Punkten
 
STORY
5.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
5.0
 
EXTRAS
5.0

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