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THX 1138 - Director's Cut Blu-ray

Original Filmtitel: THX 1138

THX-1138.jpg
Disc-Informationen
Directors Cut, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DD 5.1
Spanisch DD 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Japanisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
88 Minuten
Veröffentlichung:
17.09.2010
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STORY
10
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
7
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Den Namen George Lucas verbindet man zwangsläufig mit seinen legendären Star Wars Filmen. Doch was darüber hinaus oft vernachlässigt wird, ist die Tatsache, dass Lucas bereits vor seiner Sternenkriegssaga ein angesehener Regisseur des New Hollywood war. Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre hinein revolutionierten junge Kreative die amerikanische Filmindustrie, indem sie in ihre Werke vermehrt gesellschaftskritische Untertöne einbanden und sich einer völlig neuartigen Filmsprache bedienten. Bekannte Beispiele des „Neuen Hollywood“ sind Filme wie Easy Rider (1969) von Dennis Hopper, Robert Altmans Kriegssatire M*A*S*H (1970) oder auch Ridley Scotts wegweisender Horrorfilm Alien (1978). George Lucas’ Beitrag THX 1138 aus dem Jahr 1970 fügt sich ebenfalls nahtlos in diese Reihe ein.

Story

In einer nicht näher definierten Zukunft verrichtet der Arbeiter THX 1138 (R. Duvall) sein monotones Tagwerk in einer hermetisch abgeschlossenen, unterirdischen Welt. Bis in die eigenen vier Wände hinein beobachtet ein allgegenwärtiger Überwachungsapparat die Einwohner dieser sterilen Gemeinschaft. Emotionen und Individualität werden durch Drogen unterdrückt. Der Einzelne steht voll und ganz im Dienst des Kollektivs. Doch seit einiger Zeit stellt THX Veränderungen an sich fest. Ungewohnte Gefühle und Gedanken verwirren ihn. Diese beziehen sich hauptsächlich auf seine Mitbewohnerin LUH 3417 (M. McOmie), zu der er sich immer stärker hingezogen fühlt. Die folgende Affäre der beiden bleibt den stets wachsamen elektronischen Augen des Staates natürlich nicht verborgen. Unweigerlich geraten THX und LUH in die Mühlen eines unmenschlichen Systems. Eingesperrt und gefoltert wird THX nur noch von einem einzigen Gedanken getrieben: Flucht. Auch George Lucas Erstlingswerk ist als Kind seiner Zeit zu sehen. Der immer schnellere technologische Fortschritt und eine ausgeprägte Konsumgesellschaft spiegelten sich in vielen der damaligen Filme wider und wurden kritisch hinterfragt. Lucas treibt diese Entwicklung auf die Spitze und demonstriert in visionären Bildern, wohin sich eine Gesellschaft dieser Art entwickeln kann. Der Einzelne ist nur noch Produzent und Konsument und seiner individuellen Persönlichkeit gänzlich beraubt. Gefühle werden als störend empfunden und unterdrückt. In einer perversen Umkehr der Realität sind Drogen in dieser Welt nicht illegal, sondern leisten vielmehr einen entscheidenden Beitrag zum Funktionieren des Systems. Lucas bedient sich dabei einer ganz eigenen, abstrakten Filmsprache, die auch heute noch sowohl visuell beeindruckt, als auch teilweise irritiert. Kaum zu glauben, dass dieser Mann mit Krieg der Sterne einmal die Blaupause des kommerziellen Blockbusters erschaffen sollte. Von einer massentauglichen Erzählform ist Lucas mit THX 1138 noch meilenweit entfernt. Wenige Dialoge, eine sterile, surreale Ästhetik und verstörende Klänge schlagen den Betrachter in seinen Bann. Dabei verschwendet Lucas keine Zeit mit Erklärungen. Ähnlich wie THX, so wird auch der Zuschauer ständig mit neuen Eindrücken konfrontiert. Die Zeit, diese wirklich zu verarbeiten bleibt nicht. Wie der Gejagte, so wird auch der Betrachter durch das verwirrende Labyrinth der unterirdischen Stadt getrieben. Viele Szenen entstanden dabei an realen Drehorten, wie Industrieanlagen oder in Bau befindlichen U-Bahn Schächten, so dass für den Betrachter sowohl ein unterschwelliger Bezug zur Realität, als auch die futuristische Ästhetik stets präsent bleiben. Der hier vorliegende „George Lucas Director’s Cut“ stammt aus dem Jahr 2004 und bietet im Vergleich zur Originalfassung zusätzliche, perfekt integrierte CGI-Erweiterungen verschiedener Szenen, die unter anderem die unterirdische Stadt größer und lebendiger erscheinen lassen.

Bildqualität

Der Bildtransfer verwendet den Videocodec VC-1 und liefert im Seitenverhältnis 2,35:1 die volle HD-Auflösung von 1080p. Für einen 40 Jahre alten Film macht das Bild einen fantastischen Eindruck. Trotz gelegentlicher Unschärfen in Nahaufnahmen besticht der Transfer über weite Strecken durch eine ausgezeichnete Schärfe. Besonders die Tiefenschärfe begeistert, weist sie doch eine hervorragende Durchzeichnung bis in den entfernten Bildhintergrund hinein auf. Für einen wirklich plastischen Eindruck fehlt es allerdings durchgehend an den nötigen Kontrastwerten. Die sterile, oft von grellem Weiß, Schwarz oder Grautönen beherrschte Umgebung wird dennoch sehr differenziert dargestellt. Bunte Farben sucht man hier vergeblich. Gesichter wirken, wie es stilistisch natürlich beabsichtigt ist, fahl und leblos. Der Schwarzwert lässt auch in dunklen Bildbereichen keine Details verschwinden. Insgesamt liegt hier ein erstaunlich guter Bildtransfer vor, der sogar manchen aktuelleren Film „alt“ aussehen lässt.

Tonqualität

Warner bietet der deutschen Kundschaft wie üblich lediglich mageren Dolby Digital 5.1 Ton. Der Ton ist dann auch der deutliche Schwachpunkt dieser Veröffentlichung. Selbst das vorhandene Potential der veralteten Codierung wird nicht ansatzweise ausgeschöpft. Die Abmischung präsentiert sich sehr frontlastig. Sowohl die Effektlautsprecher, als auch der Subwoofer bleiben den ganzen Film über stumm. Darüber hinaus klingt die Akustik sehr blechern und wenig kraftvoll oder gar dynamisch. Hier wird das Alter des Films dann doch mehr als deutlich. Dialoge bleiben allerdings immer klar verständlich. Schade, gerade die vielen, teils skurrilen Soundeffekte hätten von einer räumlicheren Abmischung stark profitiert. Tröstlich ist die Tatsache, dass es die englische HD-Tonspur auch nicht besser macht.

Ausstattung

Zu dem im Jahr 2004 erstellten Director’s Cut des Films wurden einige neue Extras angefertigt, die auch ihren Weg auf die Blu-ray gefunden haben. So erklärt Sound-Designer und Co-Drehbuchautor Walter Murch die Entstehung der zahlreichen, eigentümlichen Soundeffekte, die fast alle speziell für diesen Film entwickelt wurden. Ebenso informativ ist das 30minütige Making Of, in dem auch der Meister himself (George Lucas) zu Wort kommt. Nicht nur für Filmhistoriker extrem interessant ist der Original Kurzfilm „Electronic Labyrinth THX 1138 4EB“ von 1967, den George Lucas als Student drehte und der als Vorlage für den vorliegenden, abendfüllenden Spielfilm diente. Nicht unerwähnt soll auch der sehr informative Audiokommentar mit den beiden Hauptverantwortlichen George Lucas und Walter Murch bleiben. Leider liegen die informativen Extras nur in Standard Definition vor.

Fazit

Der Bildtransfer des 40 Jahre alten Erstlingswerks von Star Wars Schöpfer George Lucas begeistert von Anfang bis Ende durch eine hohe Detailzeichnung und sehr gute Tiefenschärfe. Leider hält der deutsche Ton dieses Niveau in keiner Weise. Er lässt sogar die Möglichkeiten des veralteten Tonformats ungenutzt und tönt flach und wenig differenziert aus den vorderen Lautsprechern. Die Extras sind zwar nicht sehr zahlreich, dafür jedoch äußerst informativ und liefern einen guten Einblick in den Produktionsprozess. THX 1138 hat auch im Jahr 2010 nichts von seiner Brisanz verloren. Der Verlust der Individualität, die Wahrnehmung des Menschen als bloße Arbeitskraft und Konsument, die Angst vor einem totalen Überwachungsstaat. All das sind Themen, die heute mehr denn je hoch aktuell sind. Damit liefert Lucas das, was man im besten Fall von einem anspruchsvollen Science-Fiction-Film erwarten darf: die kritische Reflexion der Gegenwart. Trotz aller kommerziellen Erfolge, die Lucas im späteren Verlauf seiner Karriere feiern durfte, ist ihm das in ähnlicher Konsequenz nie wieder gelungen. (ml)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

TV: Pioneer PDP-LX5090 (50“) BDP: Pioneer BDP-LX71 AVR: Pioneer SC-LX81 Lautsprecher: B&W (Main), Teufel (Surround)
geschrieben am 28.09.2010

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13 Bewertung(en) mit ø 3,94 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
4.1
 
TONQUALITäT
3.8
 
EXTRAS
3.9

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