Werbung – Durch Käufe bei unseren Partnern Amazon, JPC, Saturn, MediaMarkt, Zavvi, Media-Dealer.de uvm. erhalten wir Provisionen über Affiliate-Links. Sie unterstützen damit die Redaktion von bluray-disc.de. Preise und Verfügbarkeit ohne Gewähr.

Red Screening - Blutige Vorstellung (Limited Mediabook Edition - Uncut #23) Blu-ray

Original Filmtitel: Al morir la Matinee

red-screening---blutige-vorstellung-limited-mediabook-edition-uncut-23-de.jpg
Disc-Informationen
Uncut, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Media Book
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Spanisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
92 Minuten
Veröffentlichung:
23.04.2021
 
STORY
6
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die Uncut-Reihe des Independent-Label Pierrot Le Fou veröffentlicht in schöner Regelmäßigkeit ungewöhnliche Genrefilme auf Blu-ray und DVD im limitierten und nummerierten Mediabook, die sonst lediglich auf Festivals oder Filmfestspielen zu sehen wären. Aufgrund der anhaltenden Pandemie fielen diese allerdings im letzten Jahr weitestgehend aus, und somit ist der 23. Teil der Reihe sogar noch ein wenig unbekannter als die vorherigen Titel. Das mag auch daran liegen, dass es sich bei "Red Screening - Blutige Vorstellung" von Regisseur und Autor Maximiliano Contenti um einen Film aus Uruguay handelt – ein Land, das nicht unbedingt für seine Filmindustrie bekannt ist. Was der Film zu bieten hat und wie sich die im Mediabook enthaltende Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Red-Screening-Reviewbild-01.jpg
In Montevideo des Jahres 1993 übernimmt die Filmvorführerin Ana (L. Grasso) widerwillig die Nachtschicht ihres Vaters. Normalerweise ist so eine Schicht alles andere als aufregend, doch während in einem Saal ein blutiger Horrorsteifen läuft, beschließt ein Kinogast seinen eigenen Film abzuziehen und veranstaltet ein brutales Gemetzel. Ana muss nun nicht nur ihr eigenes Leben retten, sondern auch die übrigen Besucher mit allen Mitteln vor dem Mörder beschützen… Wie das deutsche Mediabook-Cover bereits vermuten lässt, handelt es sich bei dem Film von Regisseur und Drehbuchautor Maximiliano Contentis um eine Hommage an die italienischen Gialli der 1960er und 70er Jahre. Schwarze Handschuhe, Ego-Perspektive und Obsessionen (in diesem Fall, wie man ebenfalls schon auf dem Cover sieht, hat der Killer ein Faible für die Augen seiner Opfer), dazu ein paar gut gemachte und kreative Morde – und fertig ist die Verbeugung vor einem Filmgenre, dass eigentlich längst ausgestorben ist. Der größte Vorteil des Films ist vielleicht, dass solche Filme heute nahezu nicht mehr gemacht werden, und die Fangemeinde daher jede Hommage dankend aufsaugt wie ein Schwamm, vorausgesetzt, sie ist gut gemacht. Und in diesem Punkt kann man „Red Screening“ kaum tadeln.
Red-Screening-Reviewbild-02.jpg
Erfreulicherweise geht der Killer, nach einer gewissen Vorlaufzeit, in welcher die Besucher und die Filmvorführerin Ana nebst ihrer Familie eingeführt werden (was auch den Kriminalaspekt bedient, da man ja rätseln soll, wer der Killer ist) recht blutig und kreativ zu Werke. In dieser Hinsicht punktet der Film schon einmal ganz ordentlich. Leider ist die Handlung selbst sehr banal und nur leidlich spannend, was bei guten Goreeffekten zwar zu verschmerzen ist, aber alles in allem dennoch das Tempo ein wenig ausbremst und zu unnötigen Längen führt. Mit 10, 15 Minuten weniger wäre der Film daher vielleicht besser geraten. Aus unerklärlichen Gründen wurde die Handlung des Films in den 1990er Jahren angesiedelt, allerdings wird diese Prämisse zu keiner Zeit genutzt, um beispielsweise Anspielungen auf die Zeit, das Zeitgefühl selbst oder irgendwelche Popkulturellen Referenzen einzubinden. Zumindest die Location produziert ein kleines, nostalgisches Flair, denn Programmkinos mit Filmvorführer, gibt es heute längst nicht mehr an jeder Ecke.
Red-Screening-Reviewbild-03.jpg
Abgesehen davon wirkt die Location leider sehr beliebig und austauschbar, und auch die Datierung auf die Frühen 90er macht, wie eingangs bereits erwähnt, keinen großen Unterschied für die Handlung. Die Kleidung und Frisuren der Filmfiguren hätten beispielsweise in jeder Zeit zwischen 1980 und heute gepasst, die Gesprächsthemen der Figuren drehen sich um banale Alltagsthemen (mit Ausnahme eines Verweises auf Brooke Shields in „Die Blaue Lagune“), kurz um: Man hätte den Film auch ohne Zeitangabe produzieren können, und damit darauf verzichtet, irgendwelche Erwartungen zu wecken. Aber diesen Fehler machen seit dem enormen Erfolg von „Stranger Things“ sehr viele Produktionen, und dabei sind nicht ausschließlich Independentfilme gemeint, sondern durchaus auch die eine oder andere Major-Produktion mit Superheldinnen, die ohne Grund und beinahe ohne Bezüge zur Zeit in den 1980ern spielen. Alles in allem bietet „Red Screening“ handwerklich gut gemachte Gore-Unterhaltung für Genrefreunde, auch wenn er etwas braucht, um in Gang zu kommen. Der ganz große Wurf ist der Film aus Uruguay zwar nicht, aber er ist auch kein Rohrkrepierer. Als Genrefreund sollte man daher ruhig einen Blick riskieren.

Bildqualität

Red-Screening-Reviewbild-04.jpg
Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,35:1 vor und orientiert sich optisch ebenfalls an dem Filmgenre sowie an der Handlungszeit des Films. Soll heißen: Die Farben sind ein wenig verfremdet, die Schärfe bewegt sich – bis auf wenige Ausnahmen – in einem mittleren Bereich und bildet nur selten kleinere Feinheiten ab (Nahaufnahmen bilden hier mitunter eine Ausnahme) und alles in allem könnte man annehmen, man säe tatsächlich einen (gut restaurierten) Giallo, der irgendwann in den 1990ern produziert wurde – wobei zu dieser Zeit das Genre bereits so gut wie tot war und in den letzten Zügen lag. Alles in allem ist die Bildqualität objektiv betrachtet nicht ganz ideal, entspricht nicht unbedingt den aktuellen Sehgewohnheiten und reicht bei weitem nicht an moderne Titel heran, aber mutmaßlich soll das auch gar nicht so sein. Grundsätzlich gibt es also nicht viel auszusetzen, auch wenn die Gesamtwertung (da hier von den technischen Möglichkeiten ausgegangen wird) etwas geringer ausfällt.

Tonqualität

Red-Screening-Reviewbild-05.jpg
Der Ton liegt in deutscher Synchronfassung und im Original jeweils in dts-HD Master 5.1 mit optional zuschaltbaren Untertiteln vor. Akustisch bietet der Film einige Überraschungen, die man ihm im Vorfeld vielleicht nicht zugetraut hätte. Bereits von Anfang an bekommt der Zuschauer haufenweise Umgebungsgeräusche zu hören, und im weiteren Verlauf der Handlung entsteht eine unerwartet gute Surroundkulisse, die den Zuschauer glauben macht, er säße selbst in besagtem Kino. Mit dezenten, aber gut platzierten und vor allem gut positionierten Effekten sorgt die Soundkulisse für wohlige Gänsehaut. Selbst der Subwoofer wird ein ums andere Mal gefordert, primär allerdings von Hernán González’ Filmmusik, die sich, ebenso wie der restliche Film, an den Soundtracks bekannter Genregrößen orientiert, und rein musikalisch tatsächlich aus einem „echten“ Giallo hätte stammen können.

Ausstattung

- Behind the Scenes (11:20 Minuten) - Special Effects Making-of (2:27 Minuten) - Trailer (1:58 Minuten) - Trailershow
Red-Screening-Reviewbild-06.jpg
Das Bonusmaterial ist leider etwas spärlich ausgefallen, erlaubt aber zumindest einen Blick hinter die Kulissen, und zeigt uns, wie einige der blutigen Effekte zustande kamen. Gerade das erste Feature zeigt uns dabei, wie begeistert der Regisseur bei seiner Arbeit war. Obendrein gibt es noch den Trailer zum Film und zu anderen Titeln des Labels. Das Mediabook enthält neben einem Booklet mit einem Interview noch ein Poster und einen Werbeflyer, sowie eine inhaltsgleiche DVD mit identischem Bonusmaterial.

Fazit

Die blaue Scheibe von Pierrot le Fou bewegt sich, dem Genre entsprechend, auf einem soliden, aber nicht wirklich optimalen Niveau, wobei an dieser Stelle nicht ganz klar ist, inwieweit dies vielleicht beabsichtigt ist. Optisch bleibt der Film seinen Vorlagen treu, und zeigt sich in etwas weicheren, farbverfremdeten Bildern, verzichtet allerdings auf (echte oder nachträglich eingefügte) Filmfehler und Störungen. Akustisch bietet der Film hingegen eine bemerkenswerte Kulisse, die man ihm höchstwahrscheinlich so nicht zugetraut hätte. Das Bonusmaterial ist informativ, aber etwas zu spärlich ausgefallen. Der Film selbst ist eine gelungene Hommage an die italienischen Gialli der 1960er und 70er Jahre, erreicht aber leider nicht ganz deren Klasse. Zumindest bekommt der eingefleischte Genrefan ein paar gut gemachte Gore-Effekte zu sehen, und auch ansonsten sind alle Zutaten mit an Bord, die das Genre definieren. Für Giallo-Freunde ist „Blutige Vorstellung“ daher auf jeden Fall eine Empfehlung wert. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

Philips 55PUS8601/12 Panasonic TX-L47ETW60 Denon dbt-3313ud Sony BDV-N9200WB Teufel Theater 500 THX 7.1 mit 4 Dipol Speakern
geschrieben am 26.04.2021

Red Screening - Blutige Vorstellung (Limited Mediabook Edition - Uncut #23) Blu-ray Preisvergleich

19,98 EUR *

Versandkosten unbekannt

jetzt kaufen
Als FSK18 Mitglied können Sie weitere Shops im Preisvergleich nutzen. 8 weitere Shops werden ausgeblendet
Aufgrund rechtlicher Bestimmungen können wir Ihnen nicht alle Shops anzeigen.
Bitte verifizieren Sie sich als FSK18-Mitglied.

Gebraucht kaufen

* Alle angegebenen Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Eventuelle anfallende Versandkosten wurden im Preisvergleich nicht berücksichtigt, beachten Sie hierzu die jeweiligen Shop AGBs. Kurzfristige Änderungen der Preise sind möglich. Bei Preisen, die aus Fremdwährungen errechnet wurden, kann es zu Abweichungen kommen. Beachten Sie weiterhin, dass bei Bestellungen außerhalb der EU zusätzlich Zollgebühren entstehen können.
1 Bewertung(en) mit ø 4,00 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
5.0
 
EXTRAS
3.0

Film suchen

Preisvergleich

19,98 EUR*
24,80 CHF*
21,99 EUR*
21,99 EUR*
21,99 EUR*

Preisüberwachung

Bitte registrieren Sie sich, um diese Funktion zu nutzen!

Blu-ray Sammlung

9 Mitglieder haben diese Blu-ray:

sowie weitere 6 Mitglieder

Diese Blu-ray ist 2x vorgemerkt.