Antebellum (2020) 4K (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: Antebellum (2020)

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 2 Discs, BD (1x), 4k UHD (1x), HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1

Blu-ray:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
4K UHD:
Deutsch

Blu-ray:
Deutsch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-66 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (2.40:1) @24 Hz 4K hochskaliert
Video-Codec:
Spieldauer:
114 Minuten
Veröffentlichung:
18.12.2020
 
STORY
7
 
Bild 4k UHD
9
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
0
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Einst philosophierte der amerikanische Schriftsteller William Faulkner: "Die Vergangenheit ist niemals tot. Sie ist noch nicht einmal vorbei" – Auf genau dieser mysteriösen Vermutung basiert der hier vorliegende Thriller, welcher zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs spielt und die Sklaverei noch einmal als Grund-Thema beleuchtet. Doch soll sich im Verlauf der Geschichte noch viel mehr offenbaren, als man zunächst gedacht hat… Die Blu-ray und Ultra HD Veröffentlichungen werden von LEONINE bzw. Tobis Home Entertainment in den Handel gebracht wird und was die 4K-Variante (ein Blu-ray wurde der Redaktion diesmal nicht zur Verfügung gestellt) dabei zu bieten hat, soll anhand der nachstehenden Zeilen ermittelt werden.

Story

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Mitten in den Wirren des Bürgerkriegs betreiben die Konföderierten eine Reformierungsplantage, auf der Baumwolle angebaut wird. Die Arbeiten werden hier größtenteils von Sklaven erledigt, die man mit bestialischer Grausamkeit behandelt: Vergewaltigungen, Erniedrigungen und gar Tötungen bei Ungehorsamkeit sind hier an der Tagesordnung. Zu den Opfern der brutalen Soldaten gehört auch Eden (J. Monáe), welche - wie die anderen Sklaven auch - auf schmerzhafte Art lernen musste, sich zu unterwerfen. Als mit einer neue Gruppe auch die schwangere Julia (K. Clemons) als Sklavin auf die Plantage gelangt, wird Eden von der werdenden Mutter gebeten, mit ihr gemeinsam zu fliehen. Das ist jedoch einfacher gesagt als getan, muss Eden doch auch in der Nacht ihrem Herrn, dem General Blake Denton (E. Lange), dienen. Doch Eden plant schon länger die Flucht, liegt Nacht für Nacht wach und wartet auf den passenden Moment. In einer dieser nervenaufreibenden Nächte klingelt plötzlich ein Handy…
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Manchmal ist es gar nicht so leicht, ein Review zu einem Film zu schreiben – vor allem dann, wenn man aus Spoiler-Gründen nichts über den Inhalt der Geschichte verraten möchte. Dies gilt sicherlich in einem bestimmten Maße für alle Filme, doch im Falle von "Antebellum" ist wirklich Fingerspitzengefühl nötigt, um die von dem Regisseur-Duo Christopher Renz und Gerard Bush erdachte Geschichte nicht vorzeitig zu entmystifizieren. Der Thriller gehört nämlich zu der Sorte von Filmen, die man vermutlich nur einmal so richtig unvoreingenommen sehen kann, da seine Auflösung später so markant ist, dass sich bei einer erneuten Sichtung wahrscheinlich nicht wieder die Anspannung der Erstsichtung einstellen wird. Hier bietet sich vielleicht ein Vergleich mit den Erfolgswerken von M. Night Shyamalan an, der mit "The Sixth Sense" oder "The Village" in eine ähnliche Kerbe schlug. Leider bezieht sich der Vergleich im Fall von "Antebellum" aber lediglich auf die überraschenden Auflösungen, der Weg bis dahin ist nämlich doch recht langatmig: Das Leben auf der Plantage wird zunächst sehr intensiv dargestellt. Die Brutalität der Soldaten gegenüber den Sklaven geht schnell unter die Haut, sodass man nicht lange braucht, um mit den Sklaven zu sympathisieren. Was hier aber schon auffällt, wäre, dass es in dem Film wirklich nur "schwarz" und "weiß" zu geht – die Einteilung der verschiedenen ethnischen Herkünfte bleibt in Stein gemeißelt, was schlussendlich bedeutet, dass hier alle Protogonisten fest in ihren Charakterzügen verweilen müssen. Bei der Charakter-Entwicklung gibt es letztendlich keine Überraschungen, denn ausnahmslos alle weißen Amerikaner sind böse, ausnahmslos alle Afroamerikaner sind Sklaven – jetzt und für immer, egal welchen Stand sie sich auch einmal erarbeitet haben.
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Rassismus ist hier also allgegenwertig und das wird anhand so vieler Beispiele erörtert, bis es auch der letzte Zuschauer endlich verstanden hat. Genau dies ist dann auch das größte Problem im Film – durch die immerwährende zur Schaustellung der Rassenkonflikte in jeglicher Form wird man derer schnell überdrüssig. Hierdurch tritt der Film oft auf der Stelle und man hat einfach das Gefühl, dass nicht wirklich etwas "neues" passiert – schon gar nichts, was man nicht schon in Werken wie "12 Years a Slave" wesentlich besser gesehen hat. Irgendwie schaffen es die Macher aber doch immer gerade dann, wenn man kurz davor ist, den Film als Ideenlos zu bezeichnen, eine ebensolche zu liefern. Und auch wenn die Ideen recht sparsam verteilt wurden, reißen sie das Ganze dann doch wieder um und animieren den Zuschauer zum Dranbleiben. Das Durchhaltevermögen soll dann am Ende auch mit einem recht gut gemachten, wenn auch etwas unglaubwürdigen, Finale belohnt werden. Hiernach werden nämlich rückwirkend ein paar Logiklöcher aufgeworfen, über die man dann aber einfach nicht länger nachdenken sollte, damit der Film nichts von seiner mystischen Art verliert. Zu der trägt auch Schauspielerin und Sängerin Janelle Monáe in der Hauptrolle bei. Sie weiß ihrer Rolle sehr gerecht zu werden und sich den verschiedenen Situationen sehr gut anzupassen. Eric Lange in der Rolle des Sadistischen Generals gelingt dies ebenso überzeugend wie seinem Kollegen Jack Huston, welcher als rechte Hand des Generals dient. Beide spielen wirklich "schön" unsympathisch, dass man sie einfach hassen muss.
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Mit Tongayi Chrisa als Edens Love-Interest Eli, sowie Gabourey Sidibe in der Rolle der sehr selbstsicheren und leicht überdrehten Freundin Dawn gesellen sich zwei weitere überzeugende Talente zum Cast. Eben jener bietet ansonsten zahlreiche Kurzauftritte weiterer Akteure, welche die Geschichte zwar vorantreiben, aber nicht so signifikant prägen, wie es die Hauptdarsteller tun. Um, wie eingangs schon erwähnt, die Überraschung nicht im Vorfeld durch zu tiefe Erklärungen zu nehmen, soll hier dann nun auch Schluss sein. Auch wenn es diesmal schwerfällt, aus diesen Zeilen vermutlich eine Kaufentscheidung ableiten zu können, so soll der Film vor allen denen ans Herz gelegt werden, die auf überraschende Wendungen und Finale wertlegen, dafür im Gegenzug aber auch gerne mal einige etwas langatmige Abschnitte in Kauf nehmen. Der Film ist definitiv unterhaltsam, hätte vielleicht aber auch gut 20 Minuten kürzer sein können und dafür auf einige eh sehr verständliche Situationen verzichten sollen, statt diese lang und breit auszutreten. Fans von M. Night Shyamalan sollte dennoch ein Auge riskieren und sich einfach mal überraschen lassen.

Bild 4k UHD

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Direkt von Beginn an machen sich die kontrastreichen Farben bemerkbar, in die man die Baumwoll-Plantage taucht. Das warme Licht von Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergängen würde dann auch zum Träumen einladen, wenn man denn nicht kurz drauf mit den sadistischen Methoden der Konföderierten konfrontiert wird. Das Bild erweist sich als äußerst klar und detailliert, wodurch Stofffasern und die plüschige Baumwolle sehr gut zur Geltung kommen. Grashalme der umherliegenden Ländereinen sind teilweise selbst in Totalen noch sehr gut einzeln zu erkennen, ebenso wie einzelne bunte Blüten auf den Weiden. Bei Nacht legt sich jedoch öfters mal ein leichter Grauschleier über die Szenerie und auch ein wenig Rauschen gesellt sich in einigen Abschnitten hinzu. Dies passiert jedoch meistens nur dann, wenn ungünstige Lichtverhältnisse vorherrschen und mangels künstlicher Beleuchtung nicht mehr Helligkeit rauszuholen ist. Bei Tageslichtszenen kommt es hingegen öfters zu Lens Flare, wodurch sich einige Streifen oder ringförmige Bögen bilden. Insgesamt kann sich das Bild jedoch sehr gut sehen lassen. Leider lag der Redaktion zu Testzwecken lediglich die 4K Ultra HD Disk vor, weshalb ein Vergleich mit der Full HD Variante an dieser Stelle nicht stattfinden kann.

Tonqualität

Folgende Tonspuren sind auf der Ultra HD Disk vorhanden: • Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 • Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Eine sehr solide Umsetzung erwartet den Zuschauer auch bei der Akustik. "Solide" nur deshalb, weil die Abmischung unter dem Strich eher front-lastig geraten ist und dadurch ein Einsatz der Effekt-Lautsprecher nicht allzu oft zu vernehmen ist. Diese machen sich am ehesten noch bemerkbar, wenn Musik einsetzt und diese dann teils voluminös ins Heimkino gebracht wird. Im Gegenzug haben die Dialoge dann auch kein Problem sich durchzusetzen, was eben vor allem auch daran liegt, dass es nicht allzu viele Surround-Effekte gibt. Diese bestehen lediglich aus ein wenig Vogelgezwitscher, einigen Wettereffekten und dem entfernten Kanonendonnern des Bürgerkrieges. Die deutsche Synchronisation entstand bei der Iyuno Media Group nach einem Drehbuch von Hannes Maurer, der sich auch für die Dialogregie verantwortlich zeichnet. Da die Geschichte vornehmlich auf den Dialogen basiert, Action nur wohldosiert vorkommt und da man auch ansonsten eher ruhige Töne anschlägt, sollte man hier also nicht mit einem Effekt-Feuerwerk rechnen. Kleiner Tipp für Import-Fans: Die amerikanische 4K Ultra HD Scheibe besitzt auch einen Dolby Atmos Mix, während bei der heimischen Veröffentlichung lediglich 2D-Soundformate vorliegen.

Ausstattung

Wie schon erwähnt wurde der Redaktion zu Testzwecken lediglich eine lose 4K Disk zur Verfügung gestellt, welcher leider über keinerlei Extras verfügt. Die im Kaufhandel erscheinenden Version wird jedoch vermutlich auf der beiliegenden Blu-ray dann Bonus-Material enthalten. Da dieses aber wie gesagt nicht gesichtet werden konnte, kann leider auch keine Wertung der Extras vorgenommen werden.

Fazit

Der Sklaven- und Rassismus-Thriller bietet zwar einige markante Wendungen und ein überraschendes Finale, erkauft dieses aber auch mit zahlreichen langatmigen Abschnitten, in denen man durch breittreten des Grund-Themas auch dem letztem Zuschauer begreiflich machen will, wie schlimm Rassismus nun einmal ist. Die Geschichte tritt dann ein wenig auf der Stelle und bietet nur selten neues, was man nicht schon in anderen Beiträgen besser gesehen hat. Somit sind die bereits erwähnten Wendungen und sparsamen Überraschungen dann das, was den Thriller doch wieder sehenswert macht – zumindest einmal. Denn wie schon bei Filmen zum Beispiel von M. Night Shyamalan, so wird man auch nach dem hier vorliegenden Finale nicht mehr so gespannt vorm Bildschirm sitzen. Optisch macht die Ultra HD einen sehr guten Eindruck, der nur hin und wieder durch Lens Flare und ein bisschen Rauschen gemildert wird. Die Akustik bleibt hingegen nur solide, was aber auch daran liegt, dass der Film nicht auf Effekte ausgelegt ist. Dennoch ertönen immer mal wieder passende Effekte sowie der Soundtrack über die Surround-Lautsprecher. Extras lagen auf der 4K Disk, welche der Redaktion lose zur Verfügung gestellt wurde, nicht vor. Hier muss man vermutlich auf die im Handel beiliegende Blu-ray zurückgreifen. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
5 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 18.12.2020

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Versionen

Diese Blu-ray ist ebenfalls in folgender Version erhältlich:

Blu-ray Sammlung

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Diese Blu-ray ist 1x vorgemerkt.