The Mortuary - Jeder Tod hat eine Geschichte 4K (Limited Collector's Edition) (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: The Mortuary Collection

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, 2 Discs, BD (1x), 4k UHD (1x), HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Media Book
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-66 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (2.39:1) @24 Hz 4K native, HDR10
Video-Codec:
Spieldauer:
111 Minuten
Veröffentlichung:
26.02.2021
 
STORY
8
 
Bildqualität
7
 
Bild 4k UHD
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Für Fans der "Creepshow", der "Twillight-Zone" oder dem "X-Factor" gibt es endlich wieder Nachschub. Diesen Umstand hat man Regisseur Ryan Spindell und seinem Team zu verdanken, welche mit ihrem Anthology-Film "The Mortuary - Jeder Tot hat seine Geschichte" nun eine Hommage an die einstiegen Serien-Klassiker liefern - auch wenn es "nur" im Rahmen eines (Film-)Abends geschieht. Der Film erscheint als 4K Ultra HD und Blu-ray im Vertrieb der Al!ve AG bzw. Capelight Pictures, welche Sammlern neben den einfachen Keep Cases auch noch ein schickes Mediabook, das sogar gleich beide Formate enthält, spendieren. Was letzteres genau zu bieten hat, soll in nachstehendem Review ermittelt werden.

Story

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Raven's End ist ein kleines verschlafenes Nest, welches allerdings über die Jahre einige außergewöhnliche Erlebnisse angesammelt hat. Über diese weiß vor allem der ortsansässige Bestatter Montgomery Dark (C. Brown) bescheid, enden die meisten dieser Geschichten doch in seinem Unternehmen. Da er somit durchweg viel zu tun und inzwischen auch ein stattliches Alter erreicht hat, sucht er eine Aushilfe, die ihm zur Hand gehen könnte. Genau auf diese Stelle bewirbt sich die junge Sam (C. Custer), welche gleich beim Einstellungsgespräch gerne mehr über die Geschichten der Stadt wissen möchte. Also erzählt ihr Montgomery einige seiner besten Anekdoten über die Toten. Doch Sam hält seine Erzählungen für altbacken und erfunden, muss jedoch bald am eigenen Leib erfahren, dass hinter den Geschichten viel mehr steckt, als sie auf den ersten Blick wahrhaben wollte.
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Das Drehbuch zum Anthology-Film entstand in einer Zeit, in der Regisseur Ryan Spindell als Autor in Hollywood tätig war und immer mehr Frust schob, weil seine Auftraggeber ihn zu Budgetkürzungen zwangen. Als Fan von Anthology-Serien wie der "Creepshow" oder der "Twilight-Zone" hatte er selbst schon einige Ideen zu Kurzgeschichten entwickelt, die er sich als Ausgleich nun einmal von der Seele schreiben wollte. Ihm fehlte nur noch die passende Rahmenhandlung, denn dies war das Einzige, was er an seinen Lieblingsserien vermisste - haben diese doch meist nur einfache Handlungen, die nicht mehr als "Buchstützen" für die eigentlichen Kurzgeschichten waren. Allerdings glaube Spindell, dass es nicht leicht werden würde jemanden zu finden, der sein Projekt finanzieren würde. Daher entschied er sich zunächst, eine der Kurzgeschichten vorab beispielhaft für den Komplettfilm zu inszenieren und das dafür benötigte Geld über eine Crowdfunding-Kampagne zu sammeln. Das Vorhaben gelang und man fand so die nötigen Geldgeber für einen abendfüllenden Spielfilm. Nach und nach entstand zudem langsam aber sicher die Rahmenhandlung der Geschichte: ein Bestatter, der über alle Ableben in der Stadt Buch führt, um die Geschichten der Toten für die Nachwelt festzuhalten. Für die Rolle des Bestatters Montgomery Dark konnte er dann Clancy Brown gewinnen, den man mit Hilfe von viel Make-Up in eine Mischung aus Vincent Price, Ebenezer Scrooge und dem Cryptkeeper verwandelte. Clancy passt dabei wie die Faust aufs Auge in diesen Charakter und meistert die Rolle des geheimnisvollen Erzählers mit Bravour. Ihm gegenüber setzte man die junge Caitlin Custer, welche sich in der Rolle der hübschen Sam auf einen Aushilfsjob im Bestattungsunternehmen bewirbt. Beim Bewerbungsgespräch fallen ihr direkt die vielen Bücher auf - sieht es im inneren des Leichenschauhauses doch eher nach einer Bibliothek, als nach einem Abschiedsort aus, an dem sich die Hinterbliebenen von den Toten verabschieden können. Wie ihr Montgomery erklärt, wurde in den Schriftstücken jeder Todesfall der Stadt festgehalten. Interessiert bittet Sam ihn daraufhin darum einige der Geschichten zu erzählen.
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Und in eben jene wird der Zuschauer nun nach und nach hineingezogen. Ohne jetzt all zu viel Spoilern zu wollen, bekommt man es hier mit insgesamt vier Geschichten zu tun, die sowohl in Länge als auch in ihrem Genre ein wenig variieren. So beginnt man zunächst mit einer etwas kürzeren Grusel-Geschichte und steigert sich dann langsam in die längeren Beiträge, die thematisch vom klassischen Horror bis hin zum modernen Slasher reichen. Jede Geschichte führt den Zuschauer dabei zunächst ein wenig aufs Glatteis, gibt es doch spätestens am Ende einer jeden Story Wendungen, die einen in völlig andere Richtungen werfen. Auch wenn die Erzählungen teils recht ruhig und manchmal auch skurril beginnen, so entwickeln sie sich letztendlich immer auf eine sehr interessante Art und Weise. Hier wurde wirklich mit sehr viel Liebe zu den verschiedenen Genres gearbeitet, sodass Fans hier durchweg sehr gut unterhalten werden. Dazu gehört auch, dass man oftmals mit praktischen Effekten gearbeitet hat, die für den nötigen Grusel und Ekel im Genre sorgen. Zudem hat man die Geschichten mit feinem schwarzen Humor gespickt, sodass man vor allem beim Ableben einiger Opfer doch immer wieder zum Schmunzeln animiert wird. Da sich die Geschichten um die Bewohner des kleinen Örtchens drehen ist es auch nicht verwunderlich, dass man einige von ihnen dann auch schon mal in übergreifenden Rollen sieht. Dies trägt sehr gut zur Atmosphäre bei, läuft man sich in kleinen Orten doch auch im realen Leben immer wieder über die Füße. Übergreifende Handlungen haben die Kurzgeschichten jedoch nicht - hier bleibt man den klassischen Formaten treu. Zwischen den verschiedenen Geschichten springt man jedoch immer wieder ins Leichenschauhaus zu Montgomery und Sam zurück, welche dann für eine Rahmenhandlung zuständig sind. Diese findet dann ein ebenso spannendes wie unterhaltsames Ende, welches sich perfekt zu den zuvor erzählten Geschichten gesellt und so für einen passende Schluss sorgt. Durch die unterschiedlichen Geschichten vergehen die knapp 110 Minuten rasend schnell und man wünscht sich am Ende, dass es noch mehr Geschichten geben würde. Auch wenn das Finale keine Fragen offenlässt, wäre es dennoch wirklich schön, wenn noch mehr Geschichten aus Raven's End ihren Weg auf die große Leinwand finden würden. Oder zumindest andere dazu inspiriert, das Genre mit neuen Beiträge zu bereichern, was gerne auch wieder im Serienformat passieren darf. Dabei wäre jedoch auch der Rezensent dieser Zeilen der Meinung von Regisseur Spindell: eine passende Rahmenhandlung gehört anno 2021 definitiv dazu.

Bildqualität

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Die Inszenierung des Anthology-Films wurde zu großen Teilen mit düsteren Bildern unterlegt, sodass es hier nicht allzu farbenprächtig zugeht. Es domminieren dunkle Farbtöne an den verschiedenen Handlungsorten, die meist nur durch Lichtquellen einige Akzente setzen können. In Nahaufnahmen ist das Bild sehr detailliert, teils so sehr, dass man leider ab und zu die Maske von Clancy Brown erkennen kann. Zwiespältig kann man jedoch viele der Totalen aufnehmen, sind diese doch mit zahlreichen Unschärfen in den Randbereichen versehen. Hierbei könnte es sich jedoch durchaus um Stil-Elemente handeln, die dem Film einen passenden Look adäquat zu seinen klassischen Vorbildern verpassen sollen. Zuschauer die eher auf ein modernes Bild stehen, werden hiermit vermutlich so ihre Probleme habe, zumal es dadurch auch schon mal zu einigen Doppelkonturen und ähnlichem kommt. Die schon erwähnten praktischen Effekte tragen jedoch positiv zur Atmosphäre bei und können sich sehr gut sehen lassen. Leider kommt es hier und da auch schon mal zu CGI-Einsätzen, die ihre Herkunft leider nicht verleugnen können. Dazu zählen dann einige Wetter-Effekte oder Ausblicke auf die Stadt, die aus großer Höhe stattfinden. Ob es nun am geringen Budget oder dem zur Verfügung gestandenen technischen Equipment lag, man hätte sicherlich mehr aus dem Bild herausholen können, was dann zu einer höheren Punktzahl geführt hätte.

Bild 4k UHD

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Die Hochauflösende 4K-Fassung des Films kann das nur solide Bild der Blu-ray immerhin ein wenig verbessern: der Detailgrad zieht noch einmal merklich an und die Farben wirken wesentlich kontrastreicher. An dieser Stelle arbeitet die Basisversion des eingesetzten HDR zur Verbesserung des Kontrastverhältnisses und zur Erweiterung des Farbraums wirklich merkbar und lässt die Kurzgeschichten-Sammlung wesentlich homogener aussehen. An den unscharfen Randbereichen ändert dies indes dann aber auch nichts, sodass man auch hier einige Abstriche in Kauf nehmen muss, wenn man eigentlich auf knack-scharfe Bilder steht. Ob es sich bei der Ultra HD Umsetzung um ein vollwertiges 4K Digital Intermediate handelt, konnte leider zum Zeitpunkt dieses Reviews nicht sicher in Erfahrung gebracht werden. Gefühlt macht es aber eher den Eindruck, dass es sich hierbei lediglich um ein 2K DI handelt, fehlt dem Gezeigten doch so einiges, als dass es sich hierbei um eine Referenzumsetzung handeln würde. Aber vermutlich war bei dem niedrigen Budget auch nicht mehr herauszuholen bzw. musste man die Prioritäten wohl eher anders setzen.

Tonqualität

Sowohl die Full HD Fassung als auch deren Ultra HD Pendant haben folgende Tonspuren zu bieten: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Beim Ton verhält es sich ähnlich wie beim Bild: ganz aus dem Vollen schöpft man auch hier leider nicht, sodass man sich die meiste Zeit mit einer recht front-lastigen Umsetzen zufriedengeben muss. Die Effekt-Kanäle werden erst im späteren Verlauf zunehmend eingesetzt, bieten hier aber lediglich dem Soundtrack mehr Räumlichkeit und liefern ab und an ein paar Wetter-Effekte, wie Regen und Donner. Hin und wieder gibt es aber schon mal ein paar Highlights, zum Beispiel wenn bei einer 360 Grad Kamerafahrt der Ton eines im Zimmer befindlichen Fernsehers von einem Lautsprecher zum anderen gereicht wird. Der Subwoofer bekommt leider auch keinen allzu großen Einsatz, obwohl sich seine Tiefton-Unterstützung bei einigen Effekten noch besser gemacht hätte. Die Dialoge sind hingegen zu jeder Zeit klar Verständlich, sodass es zumindest an dieser Stelle keinen Anlass zur Kritik gibt. Zwischen der englischen Originalspur und der deutschen Synchronisation - hergestellt bei der Think Global Media GmbH, unter der Dialogregie von Maria Jany und nach einem Dialogbuch von Daniel Johannes - gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Lediglich Clancy Browns tiefe Stimme sorgt hier für noch mehr Atmosphäre.

Ausstattung

Freundlicher Weise wurde der Redaktion von Capelight Pictures eines schickes Mediabook zur Verfügung gestellt, welches Chefredakteur Michael Speier einmal genauer unter die Lupe nahm:
Folgendes Bonus-Material wurde erfreulicher Weise sowohl auf die Blu-ray als auch auf die Ultra HD gepresst: - Audiokommentar von Regisseur Ryan Spindell - Hinter den Kulissen (112:19 Min.) - Entfallene Szenen (5:56 Min.) - Kinotrailer 1 (1:15 Min.) - Kinotrailer 2 (1:16 Min.) - Trailershow: Follow Me, Ghosts of War, I See You, Sputnik - Es wächst in dir
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Den Hauptteil der Extras macht ein 14-teiliger Blick hinter die Kulissen aus. Darunter befindet sich ein ausführlicher Bericht zum ausführenden Trickstudio ADI (Amalgamted Dynamics, Inc.), das für viele der Requisiten, Ausstattungen und Spezialeffekte zuständig war. Des Weiteren widmet man sich unter anderem sowohl Regisseur Ryan Spindell, als auch den beteiligten Schauspielern, sowie den Drehorten, der Kamera-Arbeit und der Ton-Erstellung, sowie den Stunts und Kostümen. Hier hat man wirklich jede beteiligte Abteilung mit einem Beitrag bedacht, sodass Interessierte Zuschauer sich einen umfassenden Blick über die Dreharbeiten verschaffen können. Die entfallenen Szenen betreffen vor allem den Filmanfang, der ursprünglich die Reporterarbeiten eines kleinen Jungen länger zeigen sollte. Zudem gibt es einige kleine Schnitte in den einzelnen Episoden, welche jedoch im Nachhinein für eine straffere Erzählweise sorgen bzw. die Spannung steigern. Zwei Kinotrailer zum Hauptfilm, sowie einige Programmhinweise aus dem Hause Capelight Pictures runden dann die umfangreichen Extras ab. Käufer der Collector's Edition im Mediabook-Format erhalten im inneren der schicken Verpackung ein Interview mit Regisseur Ryan Spindell, welches von Daniel Wagner im Auftrag des Deadline Magazins geführt wurde.

Fazit

Die Hommage an alte Grusel-Serie wie der "Creepshow" oder der "Twillight-Zone" ist dem Team rund um Regisseur Ryan Spindell perfekt gelungen. Bei den einzelnen Kurzgeschichten, die zudem von einer ebenbürtigen Rahmenhandlung zusammengehalten werden, handelt es sich um kurzweilige und unterhaltsame Beiträge, die von klassischen Gruselgeschichten über fantastische Erzählungen bis hin zum Slasher-Genre reichen. Hier sollte wirklich für jeden etwas dabei sein. Leider wirkte sich das niedrige Budget etwas auf technische Umsetzung des Anthology-Films aus, liefert man doch sowohl beim Bild als auch beim Ton nur solide Kost. Während erster mit einigen Unschärfen zu kämpfen hat - die jedoch auch als Stilelemente durchaus gewollt gewesen sein können - so bekommt man beim Ton nur selten Surround-Effekte geboten. Ein tolles Angebot gibt es dann jedoch im Bonus-Bereich, dass Interessierte Zuschauer mit einem Blick hinter die Kulissen in Spielfilmlänge belohnt. Hier wird wirklich jede beteiligte Abteilung beleuchtet, sodass man einen umfassenden Einblick in die Dreharbeiten bekommt. Sammlern sei zudem das sehr schön gestaltete Mediabook ans Herz gelegt, bei dem Capelight Pictures wieder eine sehr guten Geschmack bewiesen hat. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10
geschrieben am 22.02.2021

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