Kennwort Kätzchen (William Castle Collection #3) (Limited Digipak Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: 13 Frightened Girls

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, 16:9 Vollbild, Extras in HD (teilweise), Digipak
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Digipak im Schuber
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch PCM 2.0 (Mono)
Englisch PCM 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
87 Minuten
Veröffentlichung:
17.12.2020
 
STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
5
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die William Castle Collection von Koch Films geht in die dritte Runde. Nach „Der unheimliche Mr. Sardonicus“ und „Das alte finstere Haus“ präsentiert uns das Label nun „Kennwort Kätzchen“ (13 Frightened Girls) aus dem Jahr 1963. Wie seine beiden Vorgänger erscheint auch die Spionagekomödie in Form eines Digipaks mit Blu-ray Disc und inhaltsgleicher DVD. Was die im Set enthaltene Blu-ray Disc technisch zu bieten hat, und wie sich der knapp 60 Jahre alte Film aus heutiger Sicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Die 13 Mädchen eines Schweizer Internats haben eines gemeinsam, sie alle sind Töchter internationaler Diplomaten. So auch Candy, die Tochter des amerikanischen Botschafters. Die aufgeweckte Teenagerin hat ein Faible für Spionage und liebt es, den erwachsenen Staatsbediensteten hinterherzuschnüffeln. Was als harmloser Spaß beginnt, wird zur ernsten Gefahr: Candy findet den russischen Botschafter ermordet auf. Das Mädchen gerät in ein mörderisches Netz aus Intrigen, Mord und einer internationalen Verschwörung. (Pressetext Koch Media Home Entertainment)
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Gimmick-König William Castle präsentiert uns mit „Kennwort Kätzchen“ eine kurzweilige Spionage-Komödie, die zwar nur wenig Spannung und überhaupt keinen Grusel beinhaltet, aber auf seine ganz eigene Art und Weise recht unterhaltsam ist. Wer nun allerdings nach den ersten beiden Titeln der Reihe auf einen Gruselschocker (wobei objektiv betrachtet keiner der beider Vorgängertitel dieser Beschreibung gerecht wird) hofft, wird sicherlich sehr enttäuscht sein. Was den Film hingegen auszeichnet ist sein teilweise skurriler Humor, der den geneigten Zuschauer über einige Unzulänglichkeiten der etwas dünnen Handlung hinwegzutrösten vermag. Obendrein haben wir mit Murray Hamilton („Der Weiße Hai“) als leicht trotteligen Geheimagenten einen brauchbaren und gut aufgelegten Darsteller am Start, auf den Hauptdarstellerin Kathy Dunn als Halbwüchsige Candy mehr als nur ein Auge geworfen hat, weshalb sie ihm auch helfen möchte, und dadurch in ein Netz voller Geheimnisse gerät. In Zeiten, in denen Beziehungen von Teenagern zu Männern, die altersmäßig ihre Väter sein könnten, nichts besonderes mehr sind, mag diese Wunschvorstellung der Diplomatentochter durchaus als denkbar erscheinen, in den 1960ern hingegen sah das wohl noch etwas anders aus.
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Umso merkwürdiger, dass dieser Punkt der Handlung so oberflächlich behandelt wird, zumal das Objekt der weiblichen Begierde obendrein liiert ist. Aber das ist bei weitem nicht die einzige Logiklücke oder Unzulänglichkeit der Handlung, weshalb wir es wohl besser unter dem Motto „ist halt so“ abhaken sollten. Aus heutiger Sicht kann der Film daher am ehesten Freunden beschwingter Spionagekomödien ohne großartige Storytwists empfohlen werden. Ein harmloser Familienspaß für einen verregneten Nachmittag, und damit ein heißer Anwärter für ein kurzweiliges Double-Feature-Event mit dem Vorgänger der William Castle Collection von Koch, denn beim ansehen entsteht ein ähnlich wohlig-heimeliges Gefühl beim Zuschauer wie bei „Das alte finstere Haus“.

Bildqualität

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Das Bild ist im Großen und Ganzen in Ordnung, allerdings kann es nicht zur Gänze überzeugen. Erstaunlich ist hierbei dass die US-Kinofassung qualitativ deutlich besser abschneidet als die deutsche Fassung, weshalb wir an dieser Stelle auch die US-Kinofassung als Bewertungsgrundlage betrachten. Die Schärfe der US-Fassung bewegt sich durchgängig auf einem hohen Niveau, lässt dabei aber noch etwas Luft nach oben, während die deutsche Kinofassung alles in allem noch deutlich weicher und teilweise recht schwammig ausfällt. Besonders negativ fällt bei der deutschen Fassung die Farbgebung auf, die nicht nur deutlich blasser und farbloser daherkommt, sondern obendrein auch noch sehr unnatürlich ausschaut. In der amerikanischen Version sind die Farben weitaus natürlicher und kräftiger, aber allgemein auch hier etwas zu trist ausgefallen. Hier hätte etwas mehr Brillanz gut getan, vor allem da der Film förmlich nach strahlenden Farben schreit. Dafür sind Kontrast und Schwarzwert gut gelungen, und altersbedingte Fehler, Mängel oder ähnliches sind so selten, dass sie nicht nennenswert ins Gewicht fallen. Unterm Strich ergibt sich ein sehr schönes Seherlebnis, das auch – wenn man das Alter des Films in die Rechnung hineinnimmt – die relativ hohe Punktevergabe rechtfertigt. Wohlgemerkt: Die Punkte beziehen sich ausschließlich auf die US-Kinofassung!

Tonqualität

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Vor dem Hauptmenü darf der Zuschauer entscheiden ob er die deutsche oder die amerikanische Schnittfassung sehen möchte. Wählt man die deutsche Version, bekommt man den Film ausschließlich in deutscher Sprachfassung (LPCM 2.0) zu sehen. Untertitel gibt es hier keine. Anders sieht es bei der amerikanischen Schnittfassung aus. Diese verfügt neben der deutschen Fassung natürlich auch über eine englische Tonspur (ebenfalls LPCM 2.0) und besitzt obendrein optional zuschaltbare Untertitel in deutscher und englischer Sprache. Die deutsche Synchronfassung klingt leider ein wenig angestaubt und unspektakulär. Zwar sind die Dialoge größtenteils gut verständlich, allerdings klingen sie etwas zu hohl und dumpf. Zisch- und „S“-Laute gehen vollends unter. Dafür ist die Abmischung mit der Musik und den Umgebungsgeräuschen recht angenehm ausgefallen. Trotzdem ist der Ton eher als zweckmäßig zu bezeichnen denn als gut. Die deutsche Synchronfassung fährt ein ganzes Arsenal an bekannten Stimmen früherer Zeiten ins Feld, darunter Uta Hallant, Arnold Maquis, Siegfried Schürenberg, Klaus Miedel, Marianne Lutz, Heinz Petruo und Eva Katharina Schultz.

Ausstattung

Hier geht es zum Unboxing-Video des zur Rezension vorliegenden Digipak.
Es hat den Anschein als würde das Bonusmaterial mit jeder weiteren Veröffentlichung der Reihe weiter zurückgefahren. Waren beim ersten Teil der Collection noch Audiokommentar, Kurzfeatures, Dokumentationen und ähnliches an Bord, verzichtete man beim zweiten Teil bereits auf den Audiokommentar (obwohl er auf dem Cover erwähnt wurde), und nun bekommen wir nur noch eine Handvoll kurzer Clips und Werbematerial zu sehen. Das einzige nennenswerte Highlight ist hier ein rund 10-minütiges Interview mit Autor Stephen Laws. Auch schön sind die „Danger Card“-Kurzclips mit Regisseur William Castle, welche hier dem Zuschauer eine Art Beteiligung am Ausgang des Films vorgaukelten, ähnlich wie bei „Der unheimliche Mr. Sardonicus“. Zumindest das Digpak hinterlässt einen guten und wertigen Eindruck.

Fazit

Bild- und Ton des dritten Teils der William Castle Collection sind solide, geben allerdings kaum Anlass zum Jubeln. Das Bild (der US-Kinofassung) ist sauber und angenehm, könnte allerdings etwas farbintensiver und schärfer sein. Akustisch bekommen wir ebenfalls nicht viel geboten. Das Gleiche gilt indessen für den Bonussektor, der dieses Mal erstaunlich mager ausgefallen ist. Hier sind wir weitaus besseres gewohnt. Der Film selbst dürfte so manchen Neuling, der einen Horror- oder Mysterythriller erwartet, vor den Kopf stoßen, denn beides ist „Kennwort Kätzchen“ nicht, auch wenn das Cover etwas anderes vermuten lässt. Stattdessen bekommen wir eine kurzweilige Spionagefilm-Parodie mit gut aufgelegten Darstellern zu sehen. Weiß man das und lässt sich darauf ein, bekommt man anderthalb Stunden nostalgischen, schwarzen Humor, wie er typisch für Castle war, geboten. Mit Sicherheit nicht das Beste Werk des Regisseurs, aber bei weitem auch nicht das Schlechteste. Bleibt abzuwarten welche Filme uns in dieser Collection noch erwarten – zu hoffen wären „Das Haus auf dem Geisterhügel“ oder „Das unheimliche Erbe“. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

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1 Bewertung(en) mit ø 3,50 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
3.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
4.0

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