Old Dracula (1974) (Limited Edition Slipcover) (US Import ohne dt. Ton) Blu-ray

Original Filmtitel: Vampira

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US Import
- mit englischer Tonspur
Disc-Informationen
Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten),
2K Master, Limited to 2,500 Units
Import:
VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA ImportVereinigte Staaten von Amerika Blu-ray Import
Deutscher Titel:
Vampira
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
HD Keep Case im Schuber (meist nur bei Erstauflage)
Altersfreigabe:
Ungeprüft
Sprachen:
English DTS-HD MA 2.0 (Mono)
Untertitel:
English (Hard of Hearing)
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
88 Minuten
Veröffentlichung:
24.07.2020
oder
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STORY
3
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die Figur des Vampirgrafen Dracula ist aus der Filmwelt nicht mehr wegzudenken. Alleine 28 mal wurde der Roman von Bram Stoker mehr oder weniger werkgetreu verfilmt – die Auftritte des Grafen in Filmen, die nicht direkt auf der Vorlage basieren, gehen hingegen locker in den dreistelligen Bereich. Dass sich darunter auch zahlreiche Parodien befinden, ist wohl kein Geheimnis. Schon sehr oft wurde der Graf zum Gespött oder zur Witzfigur degradiert, wobei sich manche Verfilmung durchaus sehen lassen kann. Nun brachte das amerikanische Label Vingear Syndrome in den Vereinigten Staaten den 1974 entstandenen Film „Old Dracula“ mit David Niven in der Rolle des Blutsaugers auf den Markt. Hierzulande wurde der Film unter dem Titel „Vampira“ vertrieben und ist bislang lediglich auf DVD von Savoy Film veröffentlicht worden. Ob sich ein Import der Blu-ray Disc lohnt, was der Film zu bieten hat und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Graf Dracula (David Niven) leidet sehr darunter, dass seine Gattin Vampira (Teresa Graves) vor rund 50 Jahren in einen Tiefschlaf gefallen ist, aus welchem sie nur mit der richtigen Blutgruppe wiedererweckt werden kann. Diese Blutgruppe ist zwar ausgesprochen selten, aber der Graf lässt nichts unversucht, um in den Besitz des wertvollen Tropfens zu gelangen. So hat er sein Schloss zu einem Touristenhotel umfunktioniert, in welchem immer wieder ahnungslose Gruppen von Reisenden absteigen. Eines Tages gelingt es ihm sogar eine richtige „Spenderin“ zu finden, doch ganz glücklich ist Dracula mit dem Endergebnis nicht, denn die Transfusion hat eine ungeahnte Nebenwirkung: Vampira ist nun schwarz... Einen Film wie „Old Dracula“ könnte man heute, wo „Black Lives Matter“ in aller Munde ist, wohl kaum noch in dieser Art produzieren, aber in den 1970er-Jahren war noch alles möglich, ganz gleich wie geschmacklos, rassistisch, sexistisch oder was auch immer es war. Man durfte über alles und jeden lachen. Zugegeben, die Briten waren und sind seit jeher für ihren „schwarzen“ Humor bekannt, und solange es niemandem weh tut, sollte es auch in Ordnung sein, wenn man etwas ins Lächerliche zieht.
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Dieser Film reizt das Hautfarben-Thema aber viel zu sehr aus. Offenbar waren Regisseur Clive Donner („What's new, Pussycat“, „Die nackte Bombe“) und Serien-Drehbuchautor Jeremy Lloyd der Ansicht, dass dieser Gag für einen Abendfüllenden Spielfilm genug wäre – dem ist allerdings nicht so. Selbst mit viel Wohlwollen und einer geringen Erwartungshaltung wird der Film recht schnell fad, David Niven kaspert als alter Dracula mehr Schlecht als Recht herum, und man vermisst schmerzlich seinen sonst so treffsicheren Charme. In der Rolle des Grafen Dracula ist er schlichtweg komplett fehl besetzt, auch wenn es sich hier um eine Komödiantische Darstellung des berühmten Blutsaugers handelt. In dieser Hinsicht war selbst die „wandelnde Sonnenbank“ George Hamilton in der ebenfalls aus den 1970ern stammenden Dracula-Komödie „Liebe auf den ersten Biss“ besser besetzt. Auch Teresa Graves in der Rolle der Vampira, die hier in einer ihrer wenigen Filmrollen auftrat, macht nicht wirklich eine gute Figur, und neigt zum kompletten Overacting.
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Alles in allem ist „Old Dracula“ ein Film, den man ruhigen Gewissens auslassen kann. Er ist weder spannend noch lustig, die Vampire werden hier weder als übermächtige Blutsauger gezeigt, noch werden sie in einem anständigen Maße durch den Kakao gezogen. Weder Fisch noch Fleisch ist „Old Dracula“ bestenfalls für extreme David Niven Fans geeignet, allerdings auch nur dann, wenn man als Hardcore-Fan auch die Tiefpunkte der Karriere des spitzbübischen Briten in seiner Sammlung stehen haben möchte. Immerhin präsentiert uns der Film ein paar schöne Kamerafahrten und tolle Bilder, was angesichts der Tatsache dass hier Meisterkameramann Anthony Richmond hinter der Kamera stand, kein Wunder ist.

Bildqualität

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Das feinkörnige Bild liegt im Bildschirmfüllenden Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und wurde für diese Veröffentlichung extra in 2k vom original 35mm Negativfilm abgescannt. Erfreulicherweise kann sich das Bild qualitativ absolut sehen lassen. Die Schärfe bewegt sich durchgängig auf einem guten Niveau, auch wenn sich immer wieder weichere Bildabschnitte einschleichen, die allerdings primär auf das Ausgangsmaterial zurückzuführen ist. Nahaufnahmen bilden dafür eine Fülle an Kleinstdetails sauber ab, wovon insbesondere die zahlreichen Detailaufnahmen von David Nivens Augen profitieren. Die Farben sind sauber, kräftig und stabil, stellenweise allerdings schon fast etwas zu bunt – was jedoch durchaus als Stilmittel durchgewunken werden kann. Der Kontrast bewegt sich in einem guten Rahmen, der Schwarzwert hätte allerdings stellenweise etwas knackiger sein dürfen. Altersbedingte Mängel sind dafür sehr selten.

Tonqualität

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Der englische Originalton liegt sowohl in dts-HD Master 1.0, als auch in Dolby Digital 2.0 in einer guten aber ausbaufähigen Qualität auf der Disc vor. Optional lassen sich englischer Untertitel für Hörgeschädigte hinzuschalten. Alles in allem ist die Dialogverständlichkeit gut, allerdings kommt es immer wieder mal zu leichten Schwankungen. Die Musik sorgt für eine stimmungsvolle Untermalung und klingt sauber und frisch. Umgebungsgeräusche halten sich dezent im Hintergrund und sind im allgemeinen etwas zu leise abgemischt.

Ausstattung

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Im Bonusmaterial erwarten uns unter dem Titel „A Shot in the Dark“ ein ganz aktuelles, rund 10 Minütiges Interview mit Kameramann Anthony Richmond, welches via Internet in den ersten Wochen der Covid-19-Pandemie aufgenommen wurde, sowie eine selbst laufende, einminütige Bildergalerie mit Set- und Werbefotos. Die Blu-ray Disc verfügt darüber hinaus über ein Wendecover mit einem alternativen Artwork.

Fazit

In technischer Hinsicht ist die amerikanische Import-Blu-ray eine halbwegs runde Sache. Das Bild ist okay, der Ton kann sich hören lassen, und im Bonussektor bekommen wir ein Interview mit dem Kameramann Anthony Richmond zu sehen. Der Film selbst ruht sich zu sehr auf seiner Grundidee aus, ist ansonsten aber eher belanglos und langweilt recht schnell. Da hilft auch David Niven in der Hauptrolle nicht viel, zumal er hier ausnahmsweise einmal komplett fehl besetzt ist. (Michael Speier)
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4 von 10

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geschrieben am 01.09.2020
Bewertung(en) mit ø 0,00 Punkten
 
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