The Assistant (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: The Assistant (2019)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
87 Minuten
Veröffentlichung:
13.11.2020
 
STORY
9
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
1
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die „#MeToo“-Debatte hat einiges ans Licht gebracht, Dinge die wir vielleicht schon längst gespürt haben, die unter der Oberfläche brodelten und mit einem Knall ans Licht gekommen sind. Mit „Bombshell“ hat man sich das Thema genommen und diese „platzende Bombe“ verfilmt, mit „The Assistant“ geht man einen gänzlich anderen Weg.

Story

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Jane (J. Garner) hat sich nach ihrem Medienstudium bereits einen aussichtsreichen Job geangelt: Sie arbeitet als Junior-Assistentin für einen einflussreichen Filmmogul. Auch sie möchte eines Tages als Produzentin ihr Geld verdienen, doch ihr Arbeitsalltag hat zunächst so gar nichts mit der Glamourwelt von Hollywood zu tun: Kaffee kochen, Akten sortieren und Anrufe entgegennehmen. Je länger sie in der Branche arbeitet, desto mehr wird ihr der Missbrauch bewusst, dem vor allem Frauen ausgesetzt sind. Sie entscheidet sich, ihre Karriere hintenanzustellen, und die Vorwürfe, die ihren Vorgesetzten betreffen, öffentlich zu machen. Der „Fall Harvey Weinstein“ hat vor drei Jahren für einiges an Aufsehen gesorgt und bestätigt, was viele sich bereits dachten. Filmproduzenten oder höhergestellte Männer in Machtpositionen nutzen diese aus, um sich sexuell an Frauen zu vergreifen. „The Assistant“ zeigt uns einen eigentlich „normalen Büroalltag“ einer jungen Anfängerin in ihrem Job und eigentlich ist dieses „Normale“ schon das erste Problem an der ganzen Sache. Da ich selbst jahrelang in einem Büro tätig war, habe ich viele ihrer Situationen wiedererkannt. Gerade als Azubi, wo man sich im Herrschaftsgebiet von Zahlen und Ziffern erstmal seinen Platz erkämpfen muss oder sich mit Kollegen rumschlägt, mit denen man eigentlich nichts zu tun haben möchte. So räumt auch Jane den „großen Bossen“ hinterher, tätigt für sie unangenehme Anrufe und wird schon bald mit der bitteren Realität ihres „Traumjobs“ in der Filmproduktion konfrontiert. Dass alles serviert uns Regisseurin Kitty Green aber nicht in einem wendungsreichen Thriller, wo Machtspielchen auf großer Bühne ausgetragen werden, sondern quasi in Echtzeit. Die ersten Zuschauer dürften ungefähr nach den ersten 40-45 Minuten vielleicht schon gelangweilt sein, denn wir folgen Jane ausschließlich in ihrem Büroalltag, sie kommt als erste und geht als Letzte. Wir sehen sie Kaffee kochen, Akten sortieren und Anrufe tätigen. Wozu das alles? Wozu dieser fast schon quälend lange Beginn, bei dem sich jeder Drehbuchautor fragen würde: „Können wir das nicht streichen und gleich zu Sache kommen?“. Ja, dieser Ansicht bin ich auch, komischerweise hat mich „The Assistant“ trotzdem von Anfang an in den Bann gezogen.
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Das liegt vor allem an der Inszenierung, statische, klare, saubere und kühle Bilder, sowie das Gefühl, dass es hinter den Kulissen ganz schön brodelt. Aber auch der Umgang der anderen Kollegen mit Jane lässt uns mit ihr mitleiden. Kein „Dankeschön“, kein „Lächeln“, fast schon wie Roboter gehen die sie mit ihr um. „Spaß an der Arbeit“ oder kollegiales, menschliches Verhalten ist hier fehl am Platz. Was würde wohl passieren, wenn sich einer der Charaktere dazu hinreißen lässt einen Witz zu erzählen? Trotzdem wird uns klar, unter der Oberfläche und ihrem „Business-Ich“ ist Jane eigentlich anders, obwohl wir diese Seite von ihr nie zu Gesicht bekommen. Es sind kleine Gesten, Beobachtungen und ihre Art den Job zu erledigen, die uns das zeigen. Die Kernaussage oder auch die Kernsituation des Filmes hätte man sicherlich auch als Kurzfilm inszenieren können, wobei der Mittelpunkt der Handlung, der eigentliche Höhe- bzw. in diesem Fall eher Tiefpunkt ist. Jane bekommt mit, dass ihr Chef eine hübsche ehemalige Kellnerin in eine ihr gleichgestellte Position beruft. Er besorgt ihr ein schönes Hotel und verschwindet immer mal wieder. Seine Kollegen machen sich darüber lustig, dass man sich niemals auf das Sofa in seinem Büro setzen sollte. Hier wird nie direkt ausgesprochen, was sich jeder bereits denken kann und wieso der Chef, den wir übrigens nie zu Gesicht bekommen, sich für den Neuzugang entschieden hat. Jane überwindet sich und erzählt dem Personalchef von ihren Vermutungen, nachdem dieser ihr anfangs sagt: „Sie können mit mir über alles reden, machen sie sich keinen Kopf.“, entwickelt sich das Gespräch selbst in eine gänzlich andere Richtung.
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So beschuldigt er letztendlich sie für ihre Anschuldigungen, ob sie überhaupt noch „Karriere machen will“ und das sie sich ohnehin nicht sorgen müsste, da „sie nicht dem Typ“ seines Chefs entspricht. Diese Situation wirkt so realitätsnah, dass diese Dialoge eigentlich nicht aus der Hand einer Autorin, sondern aus dem echten Leben stammen müssen. Hier wird eindeutig klargemacht, dass wenn sich Jane gegen das „Konstrukt“ stellt, sie vermutlich keine Zukunft mehr in der Branche hat. Sie muss sich sogar schriftlich bei ihrem Chef dafür entschuldigen, der ihr zunächst eine Standpauke hält, ihr aber im gleichen Gegenzug bescheinigt, was für tolle Arbeit sie doch macht. „The Assistant“ ist nicht nur bittere Realität, sondern gleichermaßen ziemlich deprimierend.

Bildqualität

Die Blu-Ray liefert ein nahezu makelloses Full-HD Bild, mit einen AVC-kodierten 1080p Transfer in 2.00:1. Der sehr saubere, kühle und digital Look bringt die Atmosphäre in den Büroräumen perfekt rüber. Die Farben sind sehr natürlich gehalten und auch das Licht wurde ebenso eingesetzt. Hier ist kein Bild „schön ausgeleuchtet“, sondern vermutlich wurde viel mit „available Light“ gearbeitet, was einige Bilder fast schon dokumentarisch wirken lässt. Nichtsdestotrotz hat man sich für statische Einstellungen entschiedene, die die Figur in den großen Räumen oft verlassen wirken lässt. Die Schärfe ist auf einem konstant hohen Niveau und das Bild macht auf mich zu jederzeit einen tadellosen Eindruck.

Tonqualität

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Die englische und deutsche Tonspur kommen in DTS-HD MA 5.1 daher. Beide sind klar und angenehm verständlich und bietet in einigen Szenen auch einen schönen Raumklang. Als sehr dialogbasierter Film gibt es aber keine so richtigen Effekte oder Herausforderungen für den Subwoofer. Schließich spielt sich größtenteils alles auf den vorderen Boxen ab. Man hat sich aber zumindest bei Außenszenen oder in gefüllten Büroräumen auf der Tonebene um etwas mehr Verteilung bemüht. Nichtdestotrotz ist die Tonspur selbst natürlich unspektakulär, aber ohne Fehler. Im Vergleich zum Originalton kommt die deutsche Synchronisation hier und da aber etwas hölzern daher, weshalb ich eher zum Original greifen würde.

Ausstattung

Als Extra gibt es ein leider nur den deutschen und den Originaltrailer.

Fazit

„The Assistant“ ist wohl der ruhigste und unaufgeregteste Film, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Er lässt sich für all das was er zeigt eine Menge Zeit, stellt dabei seine Hauptfigur Jane komplett in den Mittelpunkt und zeigt uns quasi in Echtzeit ihren Büroalltag. Darunter befindet sich eine tickende Zeitbombe, was sowohl für ihr Innerstes, als auch äußere Umstände gilt. Menschen die wegschauen und lieber den Mund halten. Mich hat der Film in seinen Bann gezogen, aber man sollte keine Thriller oder Spannungskino erwarten, wie es der Trailer suggeriert. (Tom Sielemann)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

Samsung 65“ – UE65RU7099UXZG – 4K Teufel e300 Digital Anlage (5.1 Dolby Surround) Playstation 4 Pro
geschrieben am 13.11.2020

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