Psycho (1960) (Uncut) (60th Anniversary Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: Psycho

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Disc-Informationen
deutsche Kinofassung, Uncut, 16:9 Vollbild, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten),
Remastered, Unzensierte Kinofassung!
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS 2.0 (Mono)
Englisch DTS X
Englisch DTS-HD MA 7.1
Italienisch DTS 2.0 (Mono)
Portugiesisch DTS 2.0 (Mono)
Spanisch DTS 2.0 (Mono)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.85:1) @23,976 Hz
Schwarzweißfilm:
Schwarzweißfilm
Video-Codec:
Spieldauer:
109 Minuten
Veröffentlichung:
08.10.2020
 
STORY
10
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
8
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Für Fans der Regielegende Alfred Hitchcock gibt es aktuell gleich mehrere Gründe zur Freude. Universal Pictures Home Entertainment hat im September 2020 den Thriller „Psycho“ mit Anthony Perkins in der Hauptrolle als „60th Anniversary Edition“ restauriert in 4K zum ersten Mal auf Ultra HD Blu-ray veröffentlicht. Die Jubiläumsedition in 4K ist als Erstauflage im Steelbook erschienen, welchem die unzensierte Kinofassung sowie jede Menge Extras beiliegen. Darüber hinaus reicht UPHE auch noch eine Standard Edition der 4K-Fassung im Keep Case sowie die 4K-Remastered-Version in HD auf Blu-ray Disc nach. Ob die Blu-ray Disc ebenfalls von dem neuen Transfer profitiert, und was der Film zu bieten hat (falls ihn irgendwer noch nicht kennen sollte) wird in den folgenden Zeilen geklärt.

Story

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Die Sekretärin Marion Crane (J. Leigh) kann sie der Versuchung nicht widerstehen und unterschlägt 40.000 US-Dollar von ihrem Arbeitgeber um sich mit ihrem Geliebten eine Zukunft aufzubauen. Auf der Flucht in eine bessere Zukunft, macht sie Rast in Bates Motel, das von dem jungen, schüchternen Norman Bates (A. Perkins) betrieben wird. Nach einer Weile macht sich Lila Crane (V. Miles) Sorgen um den Verbleib ihrer Schwester. Sie begibt sich auf die Suche nach ihr und landet, wie Marion vor ihr, ebenfalls in Bates Motel, und macht dort eine grausige Entdeckung...
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Auch heute hat Hitchcocks Meisterwerk nichts von seiner Kraft verloren und wird auch beim xten Ansehen nicht langweilig. Die Darstellerischen Leistungen sind hervorragend, die Kameraführung, das Spiel mit Licht und Schatten, die genialen Schnitte und die Musik von Bernard Herrmann vermischen sich zu einem Gesamtkunstwerk, welches den Zuschauer immer wieder aufs Neue packt. Sei es die erste Szene mit der Silhouette der Mutter am Fenster des Hauses, sei es der von oben gefilmte Angriff auf den Detektiv Arbogast, oder aber die finale Auflösung im Kohlenkeller – hier stimmt absolut alles. Der Meister platzierte seinen obligatorischen Auftritt gleich am Anfang, um nicht von der Geschichte abzulenken. Ein weiterer cleverer Schachzug war es, den Kinobetreibern zu verbieten, nach Filmstart noch jemanden in die Vorstellung zu lassen, wodurch der Irrglaube entstand, der Anfang wäre wichtig für die Handlung. Wer mehr über die Entstehung dieses Meilensteins der Filmgeschichte wissen möchte, sollte daher unbedingt Sacha Gervasis Film „Hitchcock“ aus dem Jahr 2012 ansehen. Spoiler-Warnung! Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen!
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Hitchcock beginnt seinen Film zunächst wie ein klassisches Gewissensdrama, doch dann wird die vermeintliche Hauptdarstellerin einfach umgebracht – basta, und der Film beginnt (fast) von Neuem, und wir sehen, dass wir uns geirrt haben. Die Hauptfigur ist nicht Marion Crane, sondern Norman Bates. Heutige Zuschauer werden von dieser Storywendung nicht mehr im gleichen Maße überrascht, aber zu Beginn der 60er Jahre war Janet Leigh eine echter Hollywoodstar und niemand sonst als Hitchcock hätte es gewagt, seinen Star so früh zum Duschen zu schicken. Es ist aber nicht die überraschende Storywendung, die den Film gut hat altern lassen. Hitchcock, der übrigens nie einen Oscar gewann, hatte (fast) immer ein Händchen für die richtige Besetzung. Mit die stärkste Szene des Films ist daher auch Marions Autofahrt, bzw. Flucht, auf der sich ihre Zweifel und Unsicherheit stetig verstärken und sie sich immer verdächtiger macht. Das ist realistisch, genau beobachtet, packend und dicht inszeniert. Auch die die technische Handwerkskunst des englischen Thrillerkönigs ist unstrittig: In Psycho etwa die genial fotografierte Sterbeszene des Privatdetektivs oder die brillant geschnittene Duschszene. Letztere ist brutal und grausam, ohne dabei je etwas wirklich zu zeigen. Der Schock und Horror entstehen im Kopf des Zuschauers, ohne dass dabei Innereien vors Kameraobjektiv gezerrt werden. Somit ist „Psycho“ gleichermaßen ein Horrorfilm wie er im Buche steht – ein Slasher, wenn man so will. Der erste Horrorfilm der Filmgeschichte, der von einem wahren Meisterregisseur inszeniert wurde, und obendrein der Film, der bis heute die mitreißendste Wirkung entfaltet. Ein weiterer Pluspunkt der hier vorliegenden Neuauflage ist, dass der Film endlich in seiner Ungekürzten Fassung erhältlich ist. Zwar handelt es sich bei den entfernten Szenen lediglich um 18 Sekunden, die obendrein nicht wirklich von Relevanz sind, aber es geht erstens ums Prinzip, und zweitens möchte der Zuschauer einen Film in seiner vollen Bandbreite erleben.

Bildqualität

Das neue 4k-Master verzichtet auf die Nachschärfungen der früheren Versionen und zeigt das Bild so, wie es sein muss. Objektiv betrachtet ist das natürlich die bessere Wahl, allerdings sind Nachbesserungen dieser Art immer zweiseitig und subjektiv zu betrachten. Es gibt ja auch zahlreiche Fans der weichgesglätteten „Predator“-Version, in welcher man keinerlei Filmkorn, aber eben auch keine Hautkonturen und Feindetails mehr sieht.
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Bei „Psycho“ verhält es sich hingegen umgekehrt. Das Bild schaut nun alles in allem Weicher, aber auch natürlicher aus. Bei der früheren nachgeschärften Version waren die Konturen besser erkennbar, allerdings schoss man dabei auch ein wenig über das Ziel hinaus, und so waren dezente Doppelkonturen, welche freilich nur auf größeren Diagonalen auffielen, eher die Regel als eine Ausnahme. Trotzdem wirkte das Bild dadurch ein wenig strukturierter und schärfer. Nicht ohne Grund erhielt die Bildqualität der 2013er-Version von unserem damaligen Chefredakteur Frank Brasse satte 9 von 10 Punkten. Das lag unter anderem auch an dem satten Schwarzwert, den feinen Grauabstufungen und dem hervorragenden Kontrast. Diese Attribute bleiben auch in der neuen Version erhalten und zeigen keinen merklichen Unterschied. Was allerdings auffällt ist, dass das Filmkorn nun etwas deutlicher und natürlicher zur Geltung kommt, helle Flächen ein wenig heller erscheinen und sämtliche Schmutzpartikel, die bei den vorherigen Versionen noch minimal vorhanden waren, nun komplett entfernt wurden. Man sollte natürlich immer im Hinterkopf behalten, dass der Film inzwischen sage und Schreibe 60 Jahre auf dem Buckel hat, und mit einem Minimalbudget realisiert wurde. Gemessen daran wurde hier beachtliches geleistet. Objektiv gesehen haben wir hier also das aktuelle Non-Plus-Ultra, welches das Medium aktuell hergibt, vorliegen. Subjektiv mag dem einen oder anderen die frühere, nachgeschärfte und gleichzeitig leicht gefilterte Version besser gefallen. Aber sagen wir es einmal so: Nun gibt es zumindest für jeden Topf einen Deckel, und man kann selbst entscheiden, welcher einem am besten passt.

Tonqualität

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Der deutsche Ton liegt, wie bisher, nur in Mono vor, allerdings in dts 2.0. Im Gegensatz zu der früheren Dolby Digital Codierung klingt dieser etwas frischer und deutlicher, was sich primär in der Musik niederschlägt, die nun wesentlich feiner, angenehmer und schlichtweg besser klingt. Das wahre „Highlight“, wenn man so möchte, ist hingegen der neue englische Ton im DTS:X (mit dts-HD Master 7.1 Kern). Hier werden sämtliche Lautsprecher mit Informationen versorgt, und wider Erwarten handelt es sich dabei eben NICHT ausschließlich um Musik, sondern auch um Geräuscheffekte. Wenn Marion mit dem Wagen in den Regen kommt, dann hämmert dieser förmlich und gut hörbar von oben auf das Dach, und auch der Donner verteilt sich überall im Heimkino, so dass man unwillkürlich einen Blick aus dem Fenster wirft (sofern vorhanden) um zu sehen, ob dieser Effekt nicht doch von der Natur erzeugt wurde. Die Duschszene ist nun nicht mehr nur der filmische, sondern auch der akustische Höhepunkt des Films, denn die Musik von Herrmann jagt durch den Raum, das Messer sticht von allen Seiten zu, während von oben die Dusche auf den Zuschauer herabströmt. Großartig! Ob man diese „Spielereien“ nun wirklich braucht, und vor allem ob diese nicht die Authentizität zerstören, sei mal dahingestellt, schließlich wäre es auch auch ein unverzeihliches Verbrechen den Film zu kolorieren und mit 3D-Effekten zu versehen, obwohl Manche daran vermutlich ihre helle Freude hätte. Achtung: Sowohl in der Kinofassung, als auch in der erweiterten Version, befindet sich ein Tonfehler in der deutschen Version in der 96. Minute. Nachdem Lila im Haus der Bates verschwunden ist versucht Sam Loomis Norman in ein Gespräch zu verwickeln. Hier ist der Satz plötzlich in der Mitte abgeschnitten, beginnt erneut, wird dann aber nicht zu Ende geführt. Eine Kleinigkeit, aber dennoch ein unnötiger Fauxpas, der in den vorherigen Versionen nicht vorhanden war!

Ausstattung

- Audiokommentar - Das Making of von Psycho (94:13 Minuten) - Der Sound von „Psycho“ (9:58 Minuten) - Im Schatten des Meisters: Hitchcocks Vermächtnis (25:59 Minuten) - Hitchcock / Truffaut (15:22 Minuten) - Nachrichtenausschnitte: „Psycho“ erscheint (7:46 Minuten) - Duschszene (mit und ohne Musik) (2:32 Minuten) - Duschszene: Storyboards von Saul Bass (4:10 Minuten) - Die „Psycho“-Archive (7:48 Minuten) - Poster und Werbung für „Psycho“ (3:00 Minuten) - Aushangbilder (1:30 Minuten) - Fotos hinter den Kulissen (8:00 Minuten) - Produktionsfotos (8:30 Minuten) - Original-Kinotrailer (6:35 Minuten) - Wiederveröffentlichungs-Trailer (1:50 Minuten)
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Das Bonusmaterial wurde von den vorherigen Veröffentlichungen aus dem Hause UPHE übernommen und erhielten bereits damals die volle Punktzahl. Empfehlenswert ist der Audiokommentar von Hitchcocks Biograph S. Rebelle, dieser ersetzt mühelos ein Semester Filmhochschule und ist obendrein optional deutsch untertitelt. Auch die Würdigung des Einflusses von Psycho auf die Filmgeschichte und ihre eigene Werke durch verschiedenste Regisseure ist lehrreich und unterhaltend (u.a. Scorsese, del Toro, Hanson u.w.m.). Unfreiwillig komisch ist dagegen die narzisstische Selbstüberschätzung von Eli Roth (Hostel). Unbedingt anschauen sollte man sich die Original Storyboards von Saul Bass, diese belegen eindrucksvoll, dass Hitch seine Filme schon fertig hatte, bevor es ans eigentliche drehen ging. Promomaterial, Fotos vom Set, Trailer, ein Making of und mehr runden das rundum sorglos Paket ab. Für sich genommen hätte das Bonusmaterial die volle Punktzahl verdient (und sie bei der vorherigen Veröffentlichung mit identischem Material auch verdientermaßen erhalten). Da aber zwischenzeitig auch die Turbine Media Group den Titel in Form der sogenannten „Legacy Collection“ sowohl als Einzeltitel, als auch in Kombination mit den Fortsetzungen, auf den Markt gebracht hat, muss man hier zwangsweise Vergleiche ziehen. Und da Turbine noch ein paar weitere Extras mehr an Bord hatte (wie etwa ein Interview mit Synchronsprecher Eckard Dux, sowie die Super-8-Fassung und die 4:3 Retro-Fassung), können und dürfen wir an dieser Stelle schlicht und ergreifend nicht die Höchstwertung vergeben. Auch die Ungekürzte Fassung ist in dieser Hinsicht kein Punkt, denn diese war bei Turbine ebenfalls mit an Bord.

Fazit

Die Jubiläumsedition zum 60sten schaut dank dem neuen 4k-Scan deutlich natürlicher und homogener aus als die früheren Veröffentlichungen, aber auch ein wenig weicher. So oder so schaut der Film nun so aus wie er aussehen soll, auch wenn die Subjektive Meinung des Zuschauers möglicherweise anders ausfällt. Da die nachgeschärften und leicht gefilterten früheren Versionen nach wie vor erhältlich sind, kann nun jeder selbst entscheiden, welche Fassung dem persönlichen Geschmack entspricht. Akustisch tut sich nur wenig, zumindest in der deutschen Version. Der Originalton wurde hingegen mit einer atemberaubenden 3D-Soundkulisse ausgestattet, die mancher aktuellen Produktion zeigt, wie es gemacht wird. Natürlich ist das ebenso fragwürdig als hätte man den Film in Bonbonfarben nachkoloriert und mit einer 3D-Konvertierung versehen, aber er klingt dennoch phantastisch. Das Bonsmaterial entspricht den bisherigen Veröffentlichungen von Universal und bietet einen erheblichen Mehrwert, sofern man den Film noch nicht sein Eigen nennt. Das Maß aller Dinge ist hier aber dennoch die Legacy Edition aus dem Hause Turbine. Der Film ist nach wie vor (und für alle Zeiten!) ein absolutes Meisterwerk eines filmischen Genies, das nicht das Geringste von seiner Faszination verloren hat, sondern im Gegenteil Jahr für Jahr dazugewinnt, quasi mit jedem schnell abgedrehten Genrebeitrag, der versucht, an das Original heranzukommen. Wer den Film noch nicht in seiner Sammlung hat, der hat nun erneut die Gelegenheit zuzugreifen. Und alle, die den Film bereits besitzen, aber mit der Qualität nicht so recht zufrieden waren, bekommen nun eine weitere und die mutmaßlich bestmögliche Qualität geboten, die man zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Film und dem Medium herausholen kann. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
9 von 10

Testgeräte

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