Replicant (Limited Mediabook Edition) (Cover B) Blu-ray

Original Filmtitel: Replicant

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, 16:9 Vollbild, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise), Media Book,
Falsche Bildformatangabe auf dem Backcover!, Die Englischen Untertitel werden auf dem Backcover nicht erwähnt!
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (1.78:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
100 Minuten
Veröffentlichung:
12.11.2020
 
STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
6
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der belgische Kampfsportler Jean-Claude van Damme gilt als einer der großen Action-Stars der 1990er und 2000er Jahre. Durch zahlreiche Actionfilme konnte er sich eine große Fan-Base aufbauen und neben Stars wie Schwarzenegger oder Stallone bestehen. Anlässlich seines diesjährigen 60. Geburtstages bringt Koch Media Home Entertainment den Science-Fiction Film "Replicant", in dem van Damm erneut eine Doppel-Rolle gibt, erstmals auf Blu-ray auf den Markt und als wäre das für Fans nicht schon Anlass zur Freude genug, so spendiert der Publisher dem Titel auch noch eine Auswertung in einem schicken Mediabook. Ob der knapp 20 Jahre alte Titel auch heute noch eine gute Figur abgibt, soll anhand des nachstehenden Reviews geklärt werden.

Story

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In Seattle treibt seit drei Jahren der Serienkiller Garotte (J.-C. van Damme) sein Unwesen und hat es hier auf alleinstehende Mütter abgesehen, welche er auf bestialische Art und Weise ermordet. Polizist Jake Riley (M. Rooker) ist dem Killer zwar dicht auf den Versen, doch Garotte scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Am Tag von Rileys Ruhestand erhält dieser ein Angebot von einer geheimen Regierungsbehörde: diese hat es mittels Klon-Technik geschafft einen Replikanten (J.-C. van Damme) von Garotte zu züchten, welcher nun über die Erinnerungen des Serienkillers verfügen soll. Die Sache hat nur einen Haken: der Replikant muss zunächst wie ein Kleinkind lernen, zu Laufen, zu Sprechen und vor allem zu Kämpfen. Doch dank guter Auffassungsgabe geschieht dies alles in Rekordzeit, sodass sich Riley zusammen mit der künstlichen Schöpfung schon bald auf die Suche nach Garotte machen kann. Dabei muss das ungleiche Paar jedoch lernen gemeinsam zu Recht zu kommen. Denn besonders bei Riley hält sich anfänglich das Mitgefühl für den Replikanten sehr in Grenzen, weshalb er ihn wie ein Tier hält. Doch schnell muss der Ex-Polizist feststellen, dass sein Schützling eine ganz andere Person ist, als der Serienkiller, den beiden jagen.
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Mit "Replicant" erschuf der chinesische Regisseur Ringo Lam einen futuristischen Action-Thriller, welcher in einer nicht allzu fernen Zukunft spielt. Es ist neben "Maximum Risk" und "In Hell", übrigens die zweite Arbeit, in der Hauptdarsteller van Damme und der Regisseur gemeinsame Sachen machen. Wie schon in "Geballte Ladung - Double Impact", so ist auch im hier vorliegenden Film van Damm in einer Doppel-Rolle zu sehen. Zunächst lernt der Zuschauer das belgische Kampsport-Ass in der Rolle des Serienkiller Garotte kennen. Mit äußerster Brutalität geht dieser gegen seine Opfer vor, bei denen es sich zumeist um junge, alleinstehende Mütter handelt. Diese ermordet er stets vor den Augen ihrer Kinder und verbrennt sie anschließend an Ort und Stelle. Als schmalzlockiger und wortkarger Killer zeigt sich van Damme hier mal wieder von einer etwas anderen Seite, als überwiegend von ihm gewohnt. Garotte ist dabei seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus, da er seine Verbrechen im Vorfeld akribisch genau plant. Das muss auch der Polizist Jack Riley, gespielt von Michael Rooker, feststellen, welcher den Killer schon eine ganze Weile verfolgt, doch nie zu fassen bekommt. Selbst an seinem letzten Arbeitstag vor der Pensionierung versucht Riley alles Mögliche, um den Peiniger dingfest zu machen - leider aber wieder ohne Erfolg. Da kommt ihm das Angebot einer geheimen Regierungsbehörde gar nicht so ungelegen: mit modernsten Forschungsmethoden ist es diesen gelungen, aus der an einem Tatort gefundenen DNA von Garotte, einen Klon zu züchten. Dessen Rolle übernimmt ebenfalls van Damme und zeigt sich hier im Vergleich zum Killer aber trotz gleicher Genetik, gänzlich gegensätzlich: denn der Replikant schlüpft zwar mit knapp 40 Jahren aus der übergroßen Plazenta, ist jedoch auf dem Entwicklungsstand eines kleinen Kindes. So muss dieser erst einmal die grundlegendsten Dinge wie laufen, gehen oder sprechen lernen. Des Weiteren sind natürlich auch Umwelteinflüsse, das weibliche Geschlecht oder technologische Entwicklungen unserer Zeit für den frisch Geschlüpften etwas völlig Neues, weshalb er zumeist recht staunend und tollpatschig durch die Welt stolpert. Umso verstörender sind dann für den zartbesaiteten Replikanten die Erinnerungen seines Ursprungwirtes, mit dem er zwischendurch auch immer wieder in Verbindung zu treten scheint. Die Rolle des Replikanten meistert van Damme dann auch wesentlich besser, als die des Killers: In schüchterner Art und Weise lernt der Replikant die Welt kennen und findet sich hier meist feindlich gesinnten Individuen gegenüber. Zu diesen gehört anfänglich auch Polizist Riley, der den künstlich erschaffenen Menschen wie einen Hund behandelt. Gefesselt mit Handschellen am Abwasserrohr im Keller, muss der Replikant seine erste Nacht außerhalb des Versuchslabors verbringen. Mit und mit gelingt es ihm aber, die harte Schale des Ex-Cops zu durchbrechen und zu dessen weichem Kern vorzudringen. Das ist auch äußerst wichtig, denn nur in Zusammenarbeit kann es den beiden gelingen, den brutalen Mörder aufzuhalten.
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Wer nun denkt, dass ein doppelter van Damm auch gleich doppelt Kampfsport-Action liefert, der wird hier schnell eines Besseren belehrt: vielmehr zeigt van Damm bzw. dessen Stunt-Double sich nämlich von seiner turnerischen Seite, in dem einige akrobatische Leistungen vollbringt. Die Action des Films ist dann eher auf "normale" Faustkämpfe ausgelegt, sieht man mal vom Finale ab, in dem sich Replikant und Killer gegenüberstehen und dann den Martial-Arts-Künsten freien Lauf lassen dürfen. Ansonsten hält man den Zuschauer mit Verfolgungsjagden, sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto, sowie einigen Schießereien bei Laune. Was in den ersten zweidritteln noch ganz gut funktioniert, sorgt im letzten Drittel dann für ein paar kleine Längen, in denen der Film ein wenig auf der Stelle tritt. Bei einer Laufzeit von knapp 100 Minuten hätte man vielleicht gut 10-15 Minuten sparen können und so eine etwas strafferer Inszenierung erreicht. Sei es drum, überwiegend machen alle Beteiligten ihren Job recht gut, sodass der Film auch heute noch recht unterhaltsam ist. Natürlich läuft hier vieles nach bekannten Mustern ab, auch hätte man vielleicht eher auf eine Art Buddy-Story zwischen "Polizist & Replikant" setzen können, statt eine "Herrchen & Hund" Beziehung zu fokussieren. Dennoch muss man sagen, dass der Film in den knapp 20 Jahren recht gut gealtert ist - denn sieht man mal von einigen klobigen Handys, altbackenen Computern und den Klamotten ab, könnte das Ganze auch in der heutigen Zeit spielen. Fans des Belgiers werden hier mit Sicherheit wieder zuschlagen - Zuschauer, die an einfacher und schnörkelloser Action mit leichtem Sci-Fi-Touch interessiert sind, sollten aber ebenso ihren Spaß mit dem Film haben.

Bildqualität

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Der Action-Thriller liegt in einem Ansichtsverhältnis von 1,85:1 vor und füllt somit die Bildfläche fast annähernd aus. Das Bild wurde recht gut überarbeitet und lässt nur ab und zu ganz feines Filmkorn auftreten, welches aber niemals störend wirkt und zumeist erst gar nicht auffällt. Der gute Schärfegrad bringt vor allem in den Close-Ups die Wandstrukturen von baufälligen Gebäuden, aber auch feinste Härchen und Hautporen der Protagonisten zum Vorschein. Die Farben sind recht natürlich gehalten, durch das zumeist regnerische Wetter in Seattle kommen dieses aber nicht zu besonderem Glanz. Hier wirkt er alles eher ein wenig herbstlich und karg. Der Schwarzwert liegt ebenfalls auf einem guten Niveau, kann jedoch in einigen schlecht ausgeleuchteten Räumen, wie einer Bauruine oder dem Krematorium im Finale nicht verhindern, dass einige Details in den Randbereichen verloren gehen. Einige Computergrafiken wirken nach 20 Jahren natürlich ebenfalls nicht mehr ganz frisch, sind aber dennoch sehr klar und gut zu erkennen. Der ein oder andere Schwenk über Seattles Skyline ist etwas weicher ausgefallen als der Rest des Films, hier fällt dann auch das Filmkorn etwas mehr ins Auge. Da dies aber nicht sehr oft vorkommt, kann dies vernachlässigt werden. Unter dem Strich kann man dem Titel eine recht ordentliche Full HD Umsetzung attestieren, an der es nur wenige Dinge auszusetzen gibt. Hier hat sich Koch Media Home Entertainment wirklich Mühe gegeben und eine vorzeigbare Fassung des Films hervorgebracht.

Tonqualität

Die Blu-ray stellt folgenden Tonspuren zur Auswahl: • Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 • Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Die akustische Umsetzung entpuppt sich als recht frontlastig, sodass die hinteren Kanäle nicht oft mit einbezogen werden. Und ist diesmal der Fall, dann passt das Gezeigte nicht unbedingt perfekt mit dem Gehörten zusammen, denn oftmals werden hier einfach nur Effekte auf die hinteren Surround-Lautsprecher gelegt, obwohl sie sich eigentlich vorne abspielen. Der Soundtrack und auch einige Explosionen erhalten dann aber durch die Mehrkanal-Unterstützung mehr an Volumen und breiten sich somit etwas besser im Heimkino aus. Der Subwoofer kommt leider ebenfalls nicht häufig zum Einsatz, hier hätte es gerne noch etwas mehr Tiefbass geben dürfen. In Sachen Pegel und Dynamik hat dann auch die englische Originalspur leicht die Nase vorne, sodass sie die hiesige Synchronisation geschlagen geben muss. Dies kann man aber schnell durch einen Dreh am Lautstärkeregler des AV-Receivers ausgleichen. Mehr als eine solide klingende deutsche Tonspur ist dann leider nicht herausgekommen. Schade, dass hier scheinbar nicht mehr herauszuholen war.

Ausstattung

Folgende Extras befinden sich im Bonus-Bereich der Blu-ray: • Audiokommentar mit den Darstellern Jean-Claude van Damme und Michael Rooker • Making Of (23:46 Min.) • Gelöschte Szenen (19:56 Min.) • Deutscher Trailer (2:01 Min.) • Englische Trailer (1:31 / 1:16 Min.) • Bildergalerie (8:16) Der Audiokommentar der beiden Hauptdarsteller verfügt leider nicht über zuschaltbare Untertitel, sodass man als weniger sprachversierter Zuschauer schnell das Nachsehen hat. Im Making-Of sind diese dann glücklicher Weise vorhanden, sodass man hier alles verstehen kann. Zu sehen gibt es einige Interviews mit van Damme, Rooker und Kollegin Catherine Dent, welche die Rolle von Rileys Partnerin Angie übernommen hat. Zudem meldet sich auch Regisseur Ringo Lam zu Wort und gibt einige Einblicke in die Dreharbeiten, bei denen der Fokus auf den Action-Sequenzen liegt. Im Making-Of werden aber auch viele Szenen aus dem Film selbst verwenden, sodass man hier nur bedingt Neues zu sehen bekommt. Weiter geht es mit insgesamt neun gelöschten Szenen, welche sich noch im Rohzustand befinden, einem deutschen und zwei englischen Trailern sowie einer Galerie, die insgesamt aus 63 Bildern besteht. Insgesamt also ein paar nette Beiträge für Fans, die etwas tiefer in die Entstehungsgeschichte des Films eintauchen wollen. Zum Mediabook selbst kann leider keine Aussage getroffen werden, denn der Redaktion wurde lediglich eine lose Disk des Films zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.

Fazit

Schnörkellose Action, ein futuristischer Touch und van Damme in doppelter Ausführung - das alles bietet der solide Actionfilm. Dabei gelingt es dem Belgier seine beiden Charaktere trotz gleicher DNA sehr unterschiedlich darzustellen. Sieht man von einigen Längen gegen Ende des Films ab, so unterhält er doch ganz gut. Vor allem das ungleiche Paar aus "Polizist & Replikant" bietet hier genügend Unterhaltungswert, dass die Killerjagd fast zur Nebensache gerät. Optisch präsentiert man sehr gute Schärfewert bei einem fast Filmkorn-freien Bild, während die Akustik mit deplatzierten Surround-Effekten und einer etwas Pegel-armen deutschen Synchro nicht ganz mithalten kann. Das Bonus-Material liefert dann noch mal etwas tiefere Einblicke in die Dreharbeiten, jedoch werden auch hier zahlreiche Ausschnitte des Films wiederverwertet. Für Fans des Belgiers ist diese Veröffentlichung sicherlich ein Muss, alle anderen Action-Fans sollten hier aber auch auf ihre Kosten kommen. Denn auch nach knapp 20 Jahren kann man sich die Killer-Hatz noch gut anschauen. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 02.11.2020

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