Robert the Bruce - König von Schottland 4K (4K UHD) Blu-ray

Original Filmtitel: Robert the Bruce (2019)

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4K - ULTRA HD
Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-66 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (2.40:1) @24 Hz HDR
Video-Codec:
Spieldauer:
124 Minuten
Veröffentlichung:
02.10.2020
 
STORY
6
 
Bild 4k UHD
7
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
5
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Vor 25 Jahren erzählte Mel Gibson mit dem Historien-Film "Braveheart" die Geschichte des schottischen Freiheitskämpfers William Wallace, der im Kampf gegen England das eigene Land in die Unabhängigkeit führen wollte. Mit fünf Oscars, unter anderem auch in der Kategorie "Bester Film" schrieb der Film selbst "Geschichte" und konnte eine große Fan-Schar gewinnen. Mit "Robert The Bruce" folgt nun die Verfilmung der anschließenden Ereignisse, welche am Ende des Originals nur kurz angerissen wurden. Von Capelight Pictures im Vertrieb der Al!ve AG erschien die Heimkino-Auswertung der "Quasi-Fortsetzung", sowohl auf Blu-ray als auch im Ultra HD Format, wobei jedes Format nur als Single-Version im Handel zu erwerben ist. Die nachfolgende Review widmet sich der hochauflösenden 4K Variante und prüft, ob man an die Erfolge des modernen Klassikers anschließen kann.

Story

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Nach dem Tod von William Wallace übernimmt der Edelmann Robert The Bruce (A. MacFadyen) die Führung der schottischen Freiheitskämpfer. Doch nachdem ein hohes Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde gerät er in einen Hinterhalt der eigenen Männer und muss schwer verletzt in die Highlands fliehen. Hier wird er vom Sohn der Witwe Morag (A. Hutchison) gefunden, die nach dem Tod ihres im Kampf gefallenen Mannes zusammen mit Nichte und Neffe zurückgezogen auf einem Hof in den Bergen leben. Über den harten Winter kommt Robert nur langsam wieder zur Genesung, zudem ist auch seine Kampfmoral gebrochen und es kommen ihm vermehrt Zweifel an seinem Handeln. Als sein Aufenthaltsort jedoch droht aufzufliegen, muss er sich entscheiden, ob er nochmal sein Schwert erhebt, oder sich kampflos geschlagen gibt.
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Die Fortsetzung des erfolgreichen Historien-Epos schlägt gänzlich andere Töne an, als es sein großes Vorbild seinerzeit tat. Denn statt großer Schlachten mit opulenter Ausstattung bekommt der Zuschauer hier nur einen kleinen Ausschnitt über Robert The Bruce geboten. Dieser widmet sich einem Winter, in dem der Verbleib des titelgebenden Helden nicht gänzlich geklärt wurde und um den sich zahlreiche Vermutungen drehen. Dementsprechend ruhig ist der Film auch ausgefallen und beschränkt sich zu großen Teilen auf das Leben im eisigen Winter auf einem einsam gelegenen Hof. So dauert es auch eine ganze Weile, bis der Film überhaupt mal zu seiner eigentlichen Geschichte kommt, denn gut die erste Hälfte sieht man Hauptdarsteller und Drehbuchautor Angus MacFadyen relativ schweigsam und allein durch die Wälder irren. MacFadyen schlüpft dabei erneut in die Rolle des schottischen Edelmanns, spielte er diesen Charakter doch auch schon in Mel Gibsons Klassiker. Dies passt natürlich nicht ganz so gut, sind gegenüber der Zeitlinie im Film eben nicht 25 Jahre vergangen und so wirkt Robert "plötzlich" doch deutlich älter und gereifter, als es eigentlich sein dürfte. In der zweiten Hälfte gelingt es ihm aber dann doch, den geschwächten und entkräfteten Freiheitskämpfer, welcher von Selbstzweifeln geplagt wird, recht gut zu spielen. Ihm zur Seite stellte man die Neuseeländerin Anna Hutchison in der Rolle der früh verwitweten Morag, welche zurückgezogen auf einem abseits gelegenen Bauernhof lebt. Im Kampf gegen die Engländer unter William Wallace verlor ihr Mann das Leben, sodass sie nun ihren Sohn Scot, gespielt von Gabriel Bateman, allein aufziehen muss. Unterstützung erhält sie dabei jedoch von Nichte Iver und Neffe Carney, welche von Talitha Eliana Bateman und Brandon Lessard in Szene gesetzt werden. Zusammen gelingt es der Patchwork-Familie die schweren Bedingungen in den Highlands zu meistern. Gefahr droht jedoch durch Brandubh, den Bruder von Morags verstorbenen Ehemann, welcher schon seit längerem ein Auge auf die attraktive Witwe geworfen hat und durch die Auslieferung von Robert das große Geld wittert. Darsteller Zach McGowan spielt seinem Charakter hier wirklich "schön fies", sodass er mit seinem Auftritt Hauptdarsteller MacFadyen schon fast die Show stiehlt.
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In ruhigen Szenen schildert der Film das Leben auf dem abgelegenen Hof und die Beziehungen der einzelnen Bewohner untereinander. Mit der Beherbergung von Robert wird das ohnehin schon schwere Dasein nochmals verschärft. Doch im Glauben an William Wallace und dessen Opferbereitschaft für seine Gefolgschaft nimmt man Robert gerne auf und hilft ihm bei dessen Genesung. Hin und wieder trifft man dann auf ein paar Kopfgeldjäger oder gierige Dorfbewohner, welche durch kleine Scharmützel in Schach gehalten werden können. Das alles ist jedoch recht zäh und langatmig in Szene gesetzt und bedarf daher schon einiges an Durchhaltevermögen, wenn man bis zum Abspann kommen möchte. Mit Mel Gibsons Erzählung kann Regisseur Richard Gray dann beileibe nicht mithalten, weshalb der große Erfolg bei diesem Titel wohl auch ausbleiben wird. Zwar machen die Darsteller ihre Sache alle recht gut, dies tröstet aber nicht über die träge und langweilige Geschichte hinweg. Zudem kommen recht vorhersehbare Abläufe, die einen vor Überraschungen "bewahren". Die kurze Momentaufnahme um die Genesung des Freiheitskämpfers war vermutlich nicht die unterhaltsamste Idee für einen abendfüllenden Spielfilm. Auch wenn diese Phase im Leben des echten Robert vermutlich eine der wichtigsten war – glaubt man dem Inhalt, so fand er hier seinen Kampfgeist wieder und konnte dadurch später wirklich die Unabhängigkeit Schottlands erreichen – für einen filmische Umsetzung eignete sich diese wohl aber weniger. Vor allem, wenn man sie mit "Braveheart" vergleicht – was durch die Nennung auf dem Cover noch verstärkt wird.

Bild 4k UHD

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Die Bildqualität der Ultra HD Fassung macht einen sehr wechselhaften Eindruck: Neben zahlreichen sehr schönen verschneiten Landschaftsaufnahmen, die eine tolle Weitsicht über das Gelände bieten, sind sehr viele Abschnitte des Films mit starken Rauschen versehen. Hier wuselt es teils richtig schlimm, sodass nicht wirklich 4K-Feeling aufkommen will. In Close-Ups präsentieren sich feine Härchen, Hautporen und Schmutz einerseits recht gut, jedoch ist das flauschig warme Fell der Umhänge in der nächsten Einstellung nur noch eine einfache braune "Masse", in der keinerlei Struktur mehr zu erkennen ist. Die eingesetzte Basis-Version der HDR-Technik zur Erweiterung des Farbraums und zur Verbesserung des Kontrastverhältnis verrichtet seine Arbeit recht dezent: Die strahlend weißen Berge und der etwas blendende Lichteinfall durch Türen profitiert zwar davon, die winterlich karge Vegetation der Wälder und die Matschbraunen Wege im Dorf und auf dem Hof sind dafür dann weniger prädestiniert. Vielleicht hätte man den Film auch wirklich in Schottland drehen und nicht die Berge von Montana als Handlungsort zweckentfremden. Ohne einen direkten Vergleich zur Full HD Fassung lässt es sich zwar nur schätzen, aber einen wirklich großen Vorteil scheint die 4K Variante hier nicht zu bieten.

Tonqualität

Die Ultra HD Scheibe bietet folgende Tonspuren: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Durch die ruhige Erzählweise sollte man hier kein Effekt-Feuerwerk erwarten. Die Dialoge stehen klar im Fokus, sind aber ab und an ein wenig schwer zu verstehen – hier sollte man den Gesamtpegel etwas anheben, um alles ohne Probleme mitzukriegen. Die Surround-Lautsprecher werden nur sehr sporadisch mit einbezogen: mal ein knackender Ast im Wald, ein paar klirrende Schwerte und das Säuseln des Windes. Dementsprechend wenig hat auch der Subwoofer zu tun, der hier zum größten Teil im Stand-by bleibt. Zwischen den beiden Sprach-Versionen gibt es keine nennenswerten Unterschiede, beide sind hier gleichauf, was Pegel und Dynamik betrifft. Im englischen Original versucht man teils vergeben einen schottischen Akzent hinzubekommen, was bei einigen Kritikern dann auch negativ aufgeschlagen ist. Die deutsche Synchronisation versucht dies zum Glück nicht, sodass diese recht ordentlich klingt. Letztendlich konnte man bei dem ruhigen Inhalt dann auch nicht mehr herausholen, weshalb die Sound-Umsetzung insgesamt als solide beschrieben werden kann – nicht mehr, nicht weniger.

Ausstattung

Folgenden Bonus-Beiträge stehen zur Auswahl: - Audiokommentar von Regisseur Richard Gray und Angus MacFadyen - Trailer (1:56 Min.) -Trailershow: The Last Kingdom, Kingdom, The First King
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Fans von Making-ofs und Interviews werden leider enttäuscht, denn diese sucht man hier vergebens. Außer einem Audiokommentar, dem Trailer zum Film und einigen Vorschauen zu anderen Titeln aus dem Hause Capelight finden man hier nichts. Die Ultra HD Scheibe steckt in einem schwarzen Amaray-Case und verfügt über ein Wendecover.

Fazit

Die inhaltliche Fortsetzung zu Mel Gibsons "Braveheart" zeigt sich von einer viel ruhigeren Seite und verzichtet auf große Schlachten und Ausstattungen. Man bezieht sich hier auf einen weniger historisch belegten Zeitraum um den freiheitskämpfenden Titelhelden, bei dem man eine von vielen möglichen Geschichten aufgreift und nur einen kurzen Abschnitt verfolgt. Man schildert eine Phase im Leben von Robert The Bruce, in der er sehr geschwächt war und von Zweifeln an seinem Vorhaben geplagt wurde. Einen richtigen Helden, wie die Erzählung um William Wallace seinerzeit präsentierte, bekommt man hier eher nicht zu sehen. Durch einige Längen und ein recht zähes Tempo gelingt es dann auch nicht, Spannung oder großes Interesse an den Figuren aufzubauen, zudem läuft vieles vorhersehbar ab. Eine durchschnittliche Umsetzung bietet auch die Technik der Ultra HD Fassung, die ein sehr wechselhaftes Bild und einen sehr ruhigen Ton hervorbringt. Das nichtexistierende Bonus-Material zieht die Gesamt-wertung dann weiter nach unten, was durch ein paar Interviews oder ein kurzes Making-of zu verhindern gewesen wäre. Schade, vielleicht hätte man lieber einen anderen Lebensabschnitt auswählen sollen, der mehr Schauwerte für die "große Leinwand" zu bieten gehabt hätte. (Jörn Pomplitz)
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5 von 10
geschrieben am 08.10.2020

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Diese Blu-ray ist 5x vorgemerkt.