Im Netz der Gewalt (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: Crown Vic

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.38:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
110 Minuten
Veröffentlichung:
11.09.2020
 
STORY
6
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Derzeit ist wohl keine Berufsgruppe unter so strengen Beobachtungen, wie die der Polizisten. Frauen und Männer, die oftmals unter Einsatz ihres eigenen Lebens versuchen, Verbrechen zu verhindern und dabei Menschen zu schützen. Dass es dabei allerdings auch viele Beamte gibt, die ihr Amt missbrauchen, ist dann die Kehrseite der Medaille. Dabei sind es aber nicht nur kriminelle Gedanken, welche den Freund & Helfer der Bürger auf die falsche Bahn lenken, sondern eben auch verzwickte Situationen, die vor allem das private Leben der Cops mit sich bringt. Wie so etwas im Ansatz aussehen kann - vor allem durch die Brille der Hollywood-Filmemacher - möchte der hier vorliegende Independent-Thriller in abendfüllender Länge zeigen. Dass dabei nicht immer alles in "schwarz" oder "weiß" einsortiert werden kann, lässt sich nach den einleitenden Sätzen schon vermuten. Was die Blu-ray aus dem Hause Capelight Pictures dabei zu bieten hat, erörtert der nachstehende "Einsatzbericht".

Story

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Schon seit gut 25 Jahren sorgt Ray Mandel (T. Jane) beim Los Angeles Police Department für Recht und Ordnung auf den Straßen. Dabei gelang es ihm bisher immer, den Spagat zwischen Pflicht und Gesetzesüberschreitung elegant zu vollziehen. Für seine bevorstehende Nachtschicht bekommt er den Neuling Nick Holland (L. Kleintank) zugeteilt. Für den unerfahrenen Cop soll sich in dieser Nacht zeigen, welche reichhaltigen Facetten die Polizeiarbeit mit sich bringen kann, während es für Ray selbst nach so langer Zeit immer noch Neues zu entdecken gibt. Gemeinsam müssen die beide eine Nacht voller Überraschungen und Gefahren hinter sich bringen, in der am Ende jeder für sich die persönlichsten Erfahrungen seit langer Zeit macht.
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Dass die Polizeiarbeit kein Zuckerschlecken ist, sollte sich inzwischen bei jedem herumgesprochen haben. In der Regel haben die Beamten mehr Pflichten als Rechte, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass die Verbrecher immer mehr den Respekt vor den Gesetzeshütern verlieren. Andererseits gibt es inzwischen auch genügend Cops, die ihr Amt missbrauchen und oftmals versuchen, sich mit übertriebener Härter den gewünschten Respekt wieder zurückzuholen. Aktuell sind die Polizisten aus den Vereinigten Staaten besonders oft in den Schlagzeilen vertreten - vergeht doch kaum ein Tag, in dem sie nicht gegen eine Minderheit zu hart vorgegangen sind, oftmals gar mit tödlichem Ausgang. Wie es zu solchen Situationen kommen kann, möchte der Action-Thriller aus der Feder von Joel Souza, welcher sich sowohl für die Regie als auch für das Drehbuch verantwortlich zeigt, präsentieren. Der Zuschauer verfolgt dabei die Nachtschicht zweier Polizisten, die nicht unterschiedlicher sein könnten: Während der von Thomas Jane gespielt Ray Mandel schon knapp ein viertel Jahrhundert im Dienste der Polizei steht, ist es für seinen neuen Partner Nick Holland, welcher von Luke Kleintank verkörpert wird, die erste Nachtschicht überhaupt. Ray beäugt den Frischling erst einmal sehr vorsichtig, tritt der Neue doch von einem Fettnäpfchen ins andere. Dabei scheint dieser auch nicht der Regelfesteste zu sein, zumindest hat er einigen Nachholbedarf bei den Codes, die über Funkt zwischen Einsatzfahrzeug und Zentrale ausgetauscht werden. In den kommenden 110 Minuten wird der Zuschauer nun Zeuge von sehr verschiedenen Einsätzen, welche von betrunkenen Autofahrern, psychopatischen Ehefrauen bis hin zu mobilen Drogendealern so ziemlich alles abdecken, was in Los Angeles so Tag täglich bzw. Nacht nächtlich von Statten geht. Während Ray die Aufgaben meist mit Ruhe und Routine hinter sich bringt und dadurch den beiden mehr als einmal sehr viel Arbeit erspart, ist für Nick so ziemlich jeder Einsatz pures Neuland, welches ihn auf die harte Probe stellt. Als wäre das nicht alles schon genug, treffen die beiden zwischendurch auch immer wieder auf ein Kollegen-Duo, welches es mit dem Pflichtbewusstsein nicht so genau nimmt. Die beiden Cops Jack VanZandt und Stoke Adams, gespielt von Josch Hopkins und David Krumholtz, sind gerade dabei, sich einen "alten Bekannten" zu schnappen und diesen mal richtig zu vermöbeln. Dies soll nicht das einzige Mal bleiben, in denen sowohl Ray, als auch Nick an die Grenzen ihres guten Gewissens kommen und entscheiden müssen, auf welcher Seite sie wirklich stehen. Spätestens als Ray erfährt, dass die Tochter seines verstorbenen Partners, misshandelt wird, ist es dann auch an der Zeit, die Verbindung zur Zentrale abzuschalten und die Gesetze für den Augenblick einmal außer Acht zu lassen.
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So wirklich richtige Spannung will bei diesem Cop-Thriller jedoch leider nicht aufkommen. Oftmals verliert man sich in zu langen Dialogen über die Arbeit, das Privatleben und die Konflikte, welche aus beiden resultieren. Zwar geben die verschiedenen Einsätze einen groben Überblick, was die Cops so auf einer Nachtschicht durchmachen müssen, doch leider stehen diese nicht wirklich in einem Zusammenhang zueinander. Lediglich ein Überfall soll sich im Verlauf der Nacht als heikler herausstellen, als es die beiden vermutet hätten - der Spoiler-Gefahr wegen soll darauf aber nicht näher eingegangen werden. Den beiden Hauptdarstellern sowie dem Rest des Cast nimmt man ihre jeweiligen Rollen sehr gut ab: Thomas Jane brilliert in der Rolle des erfahrenen Cops, der inzwischen soweit ist, dass er sich gar nichts anderes mehr als Job vorstellen kann - auch wenn ihn dieser über die Jahre komplett verändert hat - man wird halt selten der, den man sich in jungen Jahren vorgestellt hat. Im Gegenzug dazu vermittelt Luke Kleintank den Rookie ebenso überzeugend und steht damit für den unbelasteten Beamten, der noch an Recht und Ordnung glaubt. Wie auf der Polizeischule gelernt, gibt es für ihn nur Gut und Böse. Dass jedoch nicht immer klar ist, zu welcher Seite sein Gegenüber jeweils gehört, muss er in dieser Nacht dann ganz schnell lernen. So wirklich Action-reich geht es dabei aber leider nicht zu. Hier und da mal eine Verfolgungsjagd, eine kleine Schießerei oder ein Handgemenge. Der Rest besteht dann wieder aus Dialogen und dem Warten auf den nächsten Ruf aus der Zentrale. Wo man am Anfang immer noch auf Spannung hofft, stellt sich dann spätestens ab der Mitte nur noch solide Unterhaltung ein: gerade noch zu gut zum Abschalten, aber eben auch so langatmig, dass man stellenweise schon einiges an Sitzfleisch braucht, um diese Nachtschicht zu überstehen. Zu Gute halten muss man dem Film, dass dieser schon viele Situationen zeigt, in denen die Polizisten immer wieder aufs Neue entscheiden müssen, was nun richtig oder falsch ist. Auch als Zuschauer fühlt man sich schnell dabei ertappt darüber nachzudenken, wie man wohl selbst an Stelle der Cops entscheiden würde. Dennoch wünscht man sich doch irgendwie, dass die Fälle irgendwie in einem Zusammenhang stehen und in etwas großem gipfeln würden. Dazu kommt es jedoch nicht unbedingt, auch wenn das Finale wieder den Bogen zum Anfang bekommt. Dass es darauf hinauslaufen musste, ist aber indes nicht wirklich überraschend - letztendlich hat man schon lange darauf gewartet. So bleiben unter dem Strich nur ein paar nachdenklich machende Weisheiten von Ray zurück, die einem die Polizeiarbeit vielleicht aus einer etwas anderen Sicht näherbringt. Denn damit Menschen nachts friedlich in ihren Betten schlafen können, bedarf es rauer Männer, die bereit sind Gewalt für diese Menschen anzuwenden. Der Grat dabei, ob dies legal oder illegal geschieht, ist jedoch immens schmal, wie man aus dieser Nachtschicht lernen muss.

Bildqualität

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Mit dem Budget eines Independent-Films schuf Regisseur Joel Souza einen Thriller, der fast die Optik eines Blockbusters hat. Das Bild ist stets sehr klar und detailliert, auch wenn der Großteil auf den nächtlichen Straßen von Los Angeles spielt. Trotz widriger Beleuchtungsumstände gehen kaum nennenswerte Detail im Dunkeln verloren. Durch die Polizei-Lichter wird die Szenerie oftmals in wechselnde blau-rot Töne getaucht, was der entsprechenden Passage atmosphärisch zu Gute kommt. Die Kamera wechselt sehr oft ins Innere des Polizei-Autos und zeigt die Geschehnisse quasi aus dessen Perspektive, was ebenfalls passend umgesetzt wurde. In den Verfolgungsjagten bleibt die Kamera auch immer sehr nah an den beteiligten Protagonisten, so dass auch diese Szenen an Intensivität gewinnen. Sehr schön sind dann auch einige Nachtaufnahmen der Stadt-Kulissen von Los Angeles gelungen, welche die Metropole wahrlich in rechte Licht rücken. Kurz um: an der bildlichen Umsetzung gibt es nichts zu beanstanden, eine moderne Produktion auf Höhe der Zeit.

Tonqualität

Die Blu-ray bietet die folgenden beiden Tonspuren: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Akustisch wurde der Polizei-Thriller hingegen etwas unspektakulär umgesetzt, was letztendlich auch an der Dialog-lastigen Ausrichtung des Films liegt. Die Surround-Lautsprecher kommen hier nur selten merkbar zum Einsatz, meist nur, wenn es in den Verfolgungsjagden etwas rasanter zu geht. Hin und wieder fährt mal ein vorbeifahrendes Auto über die hinteren Kanälen, ebenso kann man hier auch mal einen Hubschrauber hören. So ist es denn auch wenig verwunderlich, dass auch der Subwoofer hier nicht viel Arbeit bekommt und wenn überhaupt, nur ganz dezent ins Geschehen eingreifen darf. Die Gespräche zwischen den Protagonisten, wie auch der stetige Funkverkehr mit der Zentrale sind indes stets sehr gut zu verstehen, auch wenn es einmal etwas hektischer im Einsatz zu gehen sollte. Einen nennenswerten Unterschied zwischen der deutschen Synchronisation und der englischen Originalspur gibt es nicht - hier liegen beide gleich auf, was Pegel und Dynamik betrifft. Schade, dass man hier nicht etwas mehr das Leben auf der Straße eingefangen hat und auch die nächtlichen Geräusche in einer Metropole wie Los Angeles nur am Rande zu hören sind.

Ausstattung

Das Bonus-Material bietet die folgenden kurzen Beiträge: - Hinter den Kulissen (4:12 Min.) - Kinotrailer (1:53 Min.) - Trailershow: I See You, Killerman, Greta, Ashfall
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Ein nicht mal 5 Minuten langes Video, welches die Dreharbeiten in Windeseile zusammenfasst und dabei kurze Interviews mit den beiden Hauptdarstellern zeigt, sowie Regisseur Souza und einige der Produzenten zu Wort kommen lässt, bildet den Hauptpunkt beim Bonus-Material. Viel Nennenswertes erfährt man hier nicht, meist wird nur das jeweilige Talent des anderen und die daraus resultierende gute Zusammenarbeit gelobt. Zum Abschluss gibt es dann noch ein paar Trailer aus dem Programm von Capelight Pictures.

Fazit

Mit nur mäßiger Spannung, dafür aber mit glaubhafter Darstellung, wird der Zuschauer Zeuge einer Nachtschicht eines Polizei-Duos in der amerikanischen Metropole Los Angeles. Die beiden Hauptcharaktere machen ihre Arbeit sehr gut, können aber auch nicht verhindern, dass man vom Inhalt her eine spannendere und vor allem zusammenhängende Geschichte erwartet hätte. Hier werden leider nur lose Einsätze geliefert, die vermutlich zeigen sollen, welche Achterbahnfahrt der Gefühle ein Einsatz in der Nacht sein kann. Technisch bietet vor allem das Bild tolle Einblicke ins Nachtleben von L.A., welches hier sehr detailliert dargestellt wurde. Beim Ton hingegen konzentriert man sich auf die Dialoge, weshalb man kein Effektfeuerwerk erwarten sollte - selbst in den Actionszenen bleibt es nämlich sehr ruhig. Das kann man auch vom Bonus-Material behaupten, welches lediglich aus einem kurzen Blick hinter die Kulissen und einigen Trailern besteht. Schade, insgesamt hätte dem Film noch mehr Spannung und Action zu einer besseren Wertung verholfen, so bleibt es jedoch nur bei einem soliden Durchschnitt. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 15.09.2020

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