Ghosts of War (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: Ghost of War

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Disc-Informationen
Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
 
STORY
9
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Der amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Eric Bress konnte Anfang der 2000er Jahre durch den Science-Fiction Thriller "The Butterfly Effect" auf sich aufmerksam machen und hiermit einen kleinen Independent-Hit landen. So schnell wie Bress jedoch auftauchte, verschwand er auch wieder von der Bildfläche. Mit dem Horrorfilm "Ghost of War" meldet er sich aber nun eindrucksvoll zurück und das ganz unscheinbar. Denn der Film hat doch einige Überraschungen zu bieten, die man ihm auf den ersten Blick nicht zugetraut hätte - und, so viel sei schon einmal verraten, das bezieht sich nicht nur auf die Kombination aus zweiten Weltkrieg und Spukgeschichte. Die Blu-ray erscheint nun im Vertrieb von Capelight Pictures bzw. der Al!ve AG und warum diese Fans von "Haunted House"-Thrillern ausdrücklich empfohlen werden kann, beschreibt das nun folgende Review.

Story

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Während der Wirren des zweiten Weltkrieges verschlägt es eine fünfköpfige Gruppe amerikanischer Soldaten in ein französisches Herrenhaus, welches sie bis zu ihrer Ablösung vor Plünderern bewachen soll. Das stattliche Gemäuer scheint auf den ersten Blick die purer Erholung von den kräftezehrenden Kämpfen an der Front zu bieten. Um so wunderlicher ist es daher, dass bei ihrem Eintreffen die dort wartenden Verbündeten nicht schnell genug das Anwesen verlassen können. Es dauert dann auch nicht lange, bis das Quintett den Grund für den schnellen Aufbruch findet: in dem Haus scheint es nämlich zu spuken. Durch das Tagebuch eines deutschen Soldaten erfährt die Gruppe dann, welche Gräueltaten die Nazis den Besitzern des Hause angetan habe. Deren gepeinigte Seelen haben es sich nun aber zur Aufgabe gemacht, den nachrückenden Einheiten, ganz gleich welcher Partei, das Leben wahrlich zur Hölle zu machen. Für die Soldaten beginnt erneut der Kampf ums Überleben, diesmal jedoch gegen übernatürliche Gegner.
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Die Genre-Kombination aus Geister- und Kriegsfilm, angesiedelt im zweiten Weltkrieg, ist sicherlich nicht ganz neu, dennoch aber recht unverbraucht, sodass man ihrer nicht unbedingt überdrüssig geworden ist. Hier hat sich Eric Bress, welcher sich erneut für Drehbuch und Regie zu verantworten hat, also wieder etwas eher Außergewöhnliches einfallen lassen. In seinem neusten Werk schickt er eine Gruppe amerikanische Soldaten in ein französisches Herrenhaus und lässt sie dort nicht nur gegen Nazis, sondern auch gegen übernatürliche Erscheinungen kämpfen. Das Team besteht dabei ebenfalls aus frischen und unverbrauchten Darstellern, wobei Fans von TV-Serien hier einige bekannte Gesichter wiederentdecken sollten: da wären zunächst Brenton Thwaites und Alan Ritchson, welche beide auch Hauptrollen in der DC-Comic-Serie "Titans" bekleiden. Mit Theo Rossi gesellt sich dann noch ein langjähriges Mitglied der "Sons of Anarchy" hinzu, sowie Kyle Gallner und Skyar Astin, welche ebenfalls in zahlreichen TV-Produktion Erfahrungen sammeln konnten. Diese fünf bilden auf den ersten Blick zunächst den üblichen Soldaten-Trupp der aus den typischen Charakteren "Haudrauf", "Psycho" oder "kluger Kopf der Gruppe" bestehen. Mit ihrem nicht immer ganz korrektem Verhalten gegenüber dem Gegner bahnt sie sich den Weg durchs Feindesland: hier fordert man eigentlich besiegte Nazis noch einmal zum Box-Kampf auf, klaut den getöteten Embleme und Goldzähne und sichert sich so ein paar ganz persönliche Andenken an den Krieg. Doch im Herzen sind es alles gute Männern, was sich vor allem ihn ihrem Verhalten gegenüber verfolgten Juden zeigt, denen sie mit wärmender Kleidung und einem Teil des erbeuteten "Gold-Fundes" zu Hilfe kommen. Ihr neuster Auftrag führt sie dann in ein französisches Herrenhaus, wo sie eine Gruppe Verbündeter ablösen soll, um wiederum auf ihre eigene Ablösung zu warten und das Haus vor Plünderern zu sichern. Ihre Ankunft wird schon sehnlichst erwartet, denn trotz prall gefüllter Speisekammer und jeder Menge Zimmern mit bequemen Betten können die Verbündeten das Haus nicht schnell genug verlassen. Die Neueingetroffenen sollen auch schnell den Grund für den eiligen Aufbruch herausfinden: denn kaum bricht die erste Nacht herein, scheint das Haus ein Eigenleben zu entwickeln - Stimmen in den Belüftungskanälen, sich selbst-öffnende Türen oder umkippende Gegenstände sind dabei erst der Anfang. In einem Tagebuch eines deutschen Soldaten kommen sie dem Geheimnis dann ein wenig auf die Schliche: die Besitzer des Anwesens wurden von den Nazis auf bestialische Weise ermordet und scheinen nun in Form von Geistern im Haus herum zu spuken. Als dann noch eine Patrouille Deutscher auf dem Anwesen anhält, scheinen die Geister endgültig entfacht zu werden und machen Jagd auf jeden, der sich im Haus befindet. Die Soldaten bekommen es nun mit einem Gegner zu tun, der durch seine übernatürlichen Kräfte unbesiegbar zu sein scheint…
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An dieser Stelle soll nun der Spoiler-Gefahr wegen nicht weiter auf die Handlung eingegangen werden. Man kann sich aber sicher sein, dass der Film einige sehr gut durchdachte Überraschungen für seine Zuschauer bereithält und sich damit von seinen Genre-Kollegen positiv absetzt. Die Mischung aus Kriegsaction und Geister-Erscheinungen ist dabei sehr ausgewogen gelungen und lässt dabei zu keiner Zeit irgendwelche Längen aufkommen. Vielmehr wird die Handlung bewusst zwischendurch immer mal wieder etwas heruntergefahren, nur um im nächsten Moment wieder mit einem guten Jumpscare um die Ecke zu kommen. Zugegeben, nicht immer kommen diese völlig überraschend, dennoch verfehlen sie zumeist ihre Wirkung nicht. Dabei geizt der Film trotz einer Freigabe ab 16 Jahren nicht mit deftigen Szenen - Gorefans kommen hier durchaus auf ihre Kosten, denn bei einigen Explosionen und Hinrichtungen scheint die FSK einen guten Tag gehabt zu haben. Durch die zumeist handgemachten Effekte sieht dies auch sehr gut aus - nur einige wenige CGI-Effekte sind hier leider als ebensolche zu erkennen. Highlight des Films ist dann das Finale, dass vermutlich niemand in dieser Form wird kommen sehen. Hier hat sich Eric Bress wieder einen besonderen Kniff einfallen lassen und die Auflösung sehr überraschend in Szene gesetzt. Hin und wieder gibt es zwar das ein oder andere kleine Logikloch, doch dies sei nur am Rande erwähnt. Der Film hat wirklich mehr zu bieten, als der Trailer zunächst vermuten lässt. Zwar schwindet dadurch der Wiedersehenswert, dennoch wird einem der Film wahrscheinlich sehr positiv in Erinnerung bleiben. Fans von gut gemachten Spukgeschichten und zweiter Weltkriegsaction sollten hier voll auf ihrer Kosten kommen. Mag zwar vielleicht auch sein, dass nicht jedem die Auflösung gefallen wird, dennoch ist sie eigenständig und kommt vor allem ziemlich unerwartet. Mehr soll hier nun wirklich nicht mehr erzählt werden, denn sonst verliert der Film seine Wirkung. Für den kommenden Halloween-Filmabend sollte man sich den Titel aber definitiv einmal vormerken.

Bildqualität

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Während viele Produktionen die im zweiten Weltkrieg spielen noch auf analoge Aufnahmetechniken setzen oder digitale Produktionen im Nachhinein noch Filmkorn einfügen, um dem Film einen gewissen Look zu verpassen, setzt man hier auf eine rein digitale Präsentation, die gestochen scharfe und einen glasklare Bilder liefert. Das vom Krieg verwüstete Gelände wird dabei sehr detailliert dargestellt und lässt hier kleine Bruchstücke und Holzstrukturen in den Ruinen zum Vorschein kommen. Die Tiefenschärfe ist dabei durchweg sehr gut gelungen und bietet teils schon einen dreidimensionalen Effekt: die Wölbung im Fischgräten-Parkett, eine alte Schatztruhe im Keller oder die Verzierungen an Bilderrahmen oder aufwändig gearbeiteten Möbeln liefern hier immer wieder Anlässe zum Staunen. In den Close-Ups zeigen sich dann feine Härchen und Hautporen in den Gesichtern der Protagonisten, sowie Dreck- und Blutspritzer. Ein Gruselfilm lebt natürlich auch von seinen Szenen im Dunkeln, die hier ebenfalls sehr gut wiedergegeben werden: der gelungene Schwarzwert kann hier in der Regel Detailverluste vermeiden. Nur hin und wieder tritt ein leichtes digitales Rauschen auf, wenn ein wenig Nebel ins Spiel kommt. Auch ist schon mal der Randbereich etwas unscharf, wobei es sich hier auch um einen bewussten Effekt handeln kann, um den Fokus mehr auf das Bildzentrum zu legen. Die Kamera ist oft sehr nah an den Protagonisten dran und bietet auch länger Einstellungen, bei denen sie den Darstellern in kurzen "One-Shot" Abschnitten auf den Versen bleibt. Nein hier gibt es im Groß0en und Ganzen nicht viel zu beanstanden, weshalb man sich eine hohe Punktwertung zu Recht verdient hat.

Tonqualität

Die Blu-ray verfügt über folgende Tonspuren: • Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 • Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Neben dem schon sehr guten Bild macht auch die akustische Umsetzung eine wirklich gute Figur. Gleich von Beginn an liefert sie zahlreiche Surround-Effekte und versetzt so den Zuschauer mitten ins Kriegsgebiet. Schüsse peitschen durchs Heimkino, Flieger kreisen um einen herum. Wenn es dann später gruselig wird, kommen klassische Horror-Elemente wie hallende Tritte, flüsternde Stimmen oder ähnliches immer wieder aus den umherliegenden Lautsprechern und verleihen dem Film sehr viel an Atmosphäre. Schade, dass man hier nicht direkt auf einen modernen 3D-Sound gesetzt hat um dies noch mehr zu intensivieren. Besitzer einer Heimkino-Anlage könne hier aber mit dem Surround-Decoder "Neural:X" für Abhilfe sorgen, der bei diesem Film wieder sehr gute Arbeit leisten kann. Etwas schade ist es, dass hier der Subwoofer nicht noch kräftiger ins Geschehen eingreifen darf. Seine Leistung ist nur als solide einzustufen - hier hätte es gerne noch etwas tieffrequenter sein dürfen. Ein nennenswerter Unterschied zwischen der deutschen Synchronisation - hergestellt durch die Think Global Media GmbH, unter der Dialogregie von Heinz Burghardt - und dem englischen Originalton war nicht auszumachen. Beide bieten hier ein ebenbürtiges Erlebnis, was Pegelstärke und Dynamik betrifft.

Ausstattung

Der Bonus-Bereich bietet lediglich Trailer: • Deutscher Filmtrailer (2:23 Min.) • Trailershow ◦ I See You ◦ The Closet ◦ Polaroid ◦ Elizabeth Harvest Ein Making-Of, einige Interviews oder sonstige Eindrücke der Dreharbeiten sucht man hier leider vergebens. Schade, dabei hätte man bestimmt gerne gewusst, wie die Idee zum Film entstand, was die Darsteller von der eher ungewöhnlichen Kombination hielten und wie man den eine oder anderen Trick hinbekommen hat. Die Blu-ray wird in einem normalen blauen Amaray-Case geliefert und verfügt über ein Wendecover.

Fazit

Die Kombination aus Kriegsaction - angesiedelt im zweiten Weltkrieg - und "Haunted House" Horror wurde hier sehr erfrischend umgesetzt. Mit zahlreichen Jumpscares, einigen brutalen Gore-Effekten und einem völlig unerwartetem Finale unterhält der Film von der ersten bis zur letzten Minute. Zudem bietet man unverbrauchte Gesichter bei den Darstellern, welche die klassischen Rollenverteilungen in einer Militärgruppe sehr gut umsetzen konnten. Auch die technische Seite der Blu-ray kann sich sowohl in Sachen Bild, als auch beim Ton sehr gut sehen bzw. hören lassen: glasklare und detaillierte Bilder gepaart mit einem effektreichen Ton, der sämtliche Surround-Kanäle immer wieder passend mit einbezieht, zeugen hier von einer modernen Produktion, an der es nur marginale Beanstandungen gibt. Leider wird durch das Fehlen jeglichen Bonus-Materials die Gesamt-Wertung unnütz nach unten gezogen. Das hat der durchweg unterhaltsam Film nämlich wirklich nicht verdient, denn inhaltlich setzt man sich sehr positiv von Genre-Kollegen ab, was dann auch - wie eingangs bereits erwähnt - zu einer ausdrücklichen Empfehlung führt. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 06.11.2020

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