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The Reckoning (2020) (Limited Collector's Edition) Blu-ray

Original Filmtitel: The Reckoning (2020)

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Disc-Informationen
Uncut, 2 Discs, BD (1x), DVD (1x), enthält DVD Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Media Book
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
111 Minuten
Veröffentlichung:
28.05.2021
 
STORY
7
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Vor rund 20 Jahren begeisterte uns Filmemacher Neil Marshall mit seinem Horrorfilm "Dog Soldiers", legte drei Jahre später den ebenfalls hochbeachteten "The Descent - Abgrund des Grauens" nach und arbeitete in den letzten Jahren vornehmlich bei diversen Fernsehserien mit, bevor er sich dann 2019 an das Reboot der Comicfigur „Hellboy“ mit "Hellboy - Call Of Darkness" heranwagte. Nun bringt Capelight seinen neuesten Film "The Reckoning" auf den deutschen Markt, wahlweise als preiswerte Keep Case Version, oder aber im DVD/Blu-ray Disc Kombipack als Mediabookveröffentlichung, wobei die Kunden im Vorfeld über das Artwork abstimmen durften. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension.

Story

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Wir schreiben das Jahr 1665 und die gesamte Welt wird von der Pest heimgesucht. Doch Grace Haverstock (C. Kirk) plagen andere Sorgen. Nach dem Selbstmord ihres Mannes will der Vermieter ihr das Grundstück wegnehmen, sofern sie nicht dazu bereit ist, ihm sexuell gefügig zu sein. Da sich Grace weigert, bezichtigt der Vermieter sie der Hexerei, und für Grace beginnt ein Spießrutenlauf, aus dem es kein Entkommen gibt…Mit „The Reckoning“ kehrt Neil Marshall zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert einen historischen Horrorfilm, der, wie wir eingangs erfahren, zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht.
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Auch wenn der Trailer etwas anderes vermuten lässt, erweckt der Film tatsächlich den Anschein, als hätte sich die dargebotene Geschichte haargenau (oder zumindest zu großen Teilen) genau so zugetragen, denn auch wenn der Trailer unter Umständen etwas anderes suggeriert, bekommen wir hier keine Dämonen, echte Hexerei oder gar den Teufel zu sehen, jedenfalls nimmt er keinen direkten Einfluss auf das Geschehen, was dem Film auch deutlich besser zu Gesicht steht als es okkulter Hokuspokus vermocht hätte.Marshall übernahm derweil nicht nur die Regie, sondern schrieb auch am Drehbuch mit, produzierte den Film und war zudem als Cutter für den Schnitt verantwortlich, und man merkt dem Film auch an, dass hier alles „aus einer Hand“ kommt, und zwar aus einer Hand, die ihr Handwerk versteht. Seltene aber sauber platzierte Schockmomente, mit denen man kaum rechnet und die demzufolge eine grandiose und passende Wirkung entfalten, sorgen zudem für zusätzliches Adrenalin, wobei der Film dies eigentlich gar nicht nötig hätte, denn die erzählte Geschichte ist schlimm und tragisch genug, gerade weil wir wissen, dass sie sich so oder ähnlich tausendfach zugetragen hat.
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Zum Teil orientiert sich „The Reckoning“ dabei an den zahlreichen Vertretern des „Hexploitation“-Kinos, welches in den 1960er und 70er Jahren ihren Höhepunkt erreicht. Frühere Vertreter des Genres wie „Mark of the Devil“ oder „Der Hexenjäger“ mit Vincent Price in der Hauptrolle, setzten dabei primär auf die Zurschaustellung von Gräueltaten und nackter Haut, womit sie in gewisser Weise Vorläufer des heutigen „Torture Porn“-Kinos waren. Neil Marshall verzichtet indessen auf allzu offenherzige oder gar abstoßende Bilder, und lässt die Gewalt im Kopf des Zuschauers entstehen, während man bestenfalls die Auswirkungen der Folter an den geschundenen Leibern der Opfer zu sehen bekommt. Aber in „The Reckoning“ geht es auch gar nicht so sehr um die physische Gewalt, sondern um die Wunden, die all das in den Seelen der Opfer schlägt. Es geht nicht so sehr um religiösen Fanatismus, sondern um die Selbstbestimmung, um starke Frauen und um Ungerechtigkeit. In dieser Hinsicht zeigt der Film eine sehr starke Frau, die sich in einer von Männern dominierten Welt zur Wehr setzt, auch wenn sie dazu weder die körperliche Kraft, noch die Möglichkeit besitzt, sondern nur durch ihren Willen und etwas Glück über das Patriachat triumphiert. Der Einzige Vorwurf, den man dem Film machen kann, ist, dass die Hauptdarstellerin deutlich zu hübsch und gepflegt ist, wodurch ein wenig an Authentizität verloren geht. Aber das nennen wir an dieser Stelle einfach künstlerische Freiheit, und verschließen unsere Augen davor, zumal Charlotte Kirk dem Auge nun wirklich schmeichelt.
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Die bildhübsche Darstellerin auf ihre äußeren Werte zu reduzieren, wird ihr allerdings nicht im Geringsten gerecht, denn ihre Darstellung der gepeinigten und doch stets aufrechten und trotzigen Heldin, gelingt ihr tadellos und äußerst glaubwürdig. Ebenso glaubwürdig spielt Sean Pertwee als ihr Gegenpart auf, den man in der Rolle des fanatischen Inquisitors Moorcroft einfach nur hassen möchte. Ebenso wie Steve Waddington, der als niederträchtiger Gutsherr einfach nur herrlich abstoßend wirkt, aber leider zu wenig Zeit bekommt, um seine gesamte Kunst zu entfalten. All das macht „The Reckoning“ trotz einiger Logiklöcher zu einem unterhaltsamen und nachdenklich stimmenden Film, den man sich als historienbegeisterter Zuschauer und Horrorfan durchaus zu Gemüte führen sollte, auch wenn der Horroraspekt hier primär in der Tatsache besteht, dass sich solche Geschichten tatsächlich zugetragen haben.

Bildqualität

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Das glasklare Bild befindet sich im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 auf der Disc und schaut im Großen und Ganzen hochwertig aus, bietet allerdings hie und da noch etwas Luft nach oben. Die Schärfe bewegt sich beinahe durchgängig auf einem soliden Niveau und bildet in Nahaufnahmen zahlreiche Details ab, ist in der Halbtotalen allerdings mitunter etwas weicher. Das gleiche gilt für Aufnahmen bei geringem Licht. Hier wirkt das Bild mitunter leicht verwaschen und milchig. Die Farben sind alles in allem sehr natürlich und sauber, allerdings ist auch hier wieder die Dunkelheit der Feind des Ganzen. Der Kontrast ist ebenfalls nicht ganz optimal eingestellt, gibt dunkle Flächen leicht zu hell wieder, verschluckt aber dennoch hie und da Details. Dennoch ist der Gesamteindruck überwiegend positiv.

Tonqualität

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Der Ton liegt in deutscher und englischer Sprachfassung jeweils in dts-HD Master 5.1 mit optional zuschaltbaren Untertiteln auf der Disc vor. Aufgrund der Thematik und der größtenteils räumlich begrenzten Kulissen ist keine ausufernde Surroundkulisse zu erwarten. Dennoch bekommen wir zahlreiche kleinere, wenn auch teilweise etwas diffuse Surroundelemente zu hören, etwa wenn diese oder jene Lokalität den Flammen zum Opfer fällt, oder aber der Kerker die arme Grace förmlich zu erdrücken scheint. Auch die wenigen, aber funktionalen Schockmomente verfehlen nicht ihre Wirkung, und die zurückhaltende, aber passende Musik von Komponist Christopher Drake tut ihr übriges. Die Dialoge sind jederzeit glasklar und gut verständlich, auch und vor allem wenn geflüstert wird.

Ausstattung

• Entfallene Szenen (OmU - 10:26 Min.) • Trailer (deutsch - 1:50 Min) Das Bonusmaterial ist mit einer Laufzeit von gerade einmal rund 12 Minuten mehr als übersichtlich ausgefallen. Zum einen bekommen wir eine Handvoll entfallener Szenen zu sehen, und zum anderen gibt’s den Trailer zum Film, nebst einigen anderen Trailern zu weiteren Titeln des Labels. Immerhin ist das Mediabook recht schick ausgefallen, allerdings handelt es sich beim Text im Booklet um nicht mehr als ein Interview aus dem Deadline-Magazin. Die ebenfalls im Set enthaltene DVD ist inhaltlich identisch mit der Blu-ray Disc.

Fazit

Das Bild der Blu-ray Disc lässt noch etwas Luft nach oben und säuft gerade in dunklen Szenen ein wenig ab, dennoch ist der Gesamteindruck unterm Strich eher positiv. Akustisch gibt es auch nicht viel zu meckern, allerdings bietet der Film genrebedingt ohnehin keine großartige Surroundkulisse. Das Bonusmaterial ist leider sehr dürftig und nichtssagend, auch hier hätte man gerne noch eine gute Schippe drauflegen können. Der Film hingegen überzeugt im Großen und Ganzen, verzichtet dabei sowohl auf allzu fantastische Elemente als auch auf übertriebene Folterszenen. Statt brutaler Blutmatscherei stehen hier die seelischen Qualen im Vordergrund, und auch wenn der Film einige Logikfehler aufweist, ist er erschreckend realistisch, und obendrein in gewisser Hinsicht leider auch sehr aktuell. (Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 04.06.2021

The Reckoning (2020) (Limited Collector's Edition) Blu-ray Preisvergleich

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1 Bewertung(en) mit ø 3,75 Punkten
 
STORY
4.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
5.0
 
EXTRAS
2.0

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Versionen

Diese Blu-ray ist ebenfalls in folgender Version erhältlich:

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