Vivarium - Das Haus ihrer (Alp)Träume Blu-ray

Original Filmtitel: Vivarium (2019)

vivarium-de.jpg
Disc-Informationen
Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Deutsch DD 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
98 Minuten
Veröffentlichung:
12.06.2020
 
STORY
5
 
Bildqualität
7
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Eines der größten Ziele im Leben von vielen Menschen ist es, eine gemütliche Behausung in Form eines Eigenheimes zu finden und darin eine Familie zu gründen. Wie freut man sich doch darauf, endlich Herr seiner eigenen vier Wände zu sein - selbst, wenn diese in den meisten Fällen erst einmal der Bank gehören - und diese dann nach und nach mit Leben zu füllen. Zuschauer die solch eine Planung noch vor sich haben und in ihr den Sinn ihres Lebens sehen, sollten vermutlich eine großen Bogen um den hier vorliegenden Thriller mit Science-Fiction Elementen machen. Denn dieser Film ballt sämtliche negativen Erfahrungen, die man bei diesem Vorhaben nur sammeln kann, sodass man vermutlich plötzlich einen völlig anderen Blickwinkel auf seine eigene Lebensplanung bekommt. Das nachstehende Review widmet sich der Blu-ray Veröffentlichung aus dem Hause LEONINE und ergründet, was es genau mit der Zukunftsplanung zweier Menschen auf sich haben kann.

Story

Vivarium-Reviewbild-01.jpg
Das junge Pärchen Gemma (I. Poots) und Tom (J. Eisenberg) ist auf der Suche nach einem bezahlbaren Eigenheim. In der Agentur der Yonder-Wohnanlagen scheinen sie fündig zu werden, zumindest scheint deren Angebot auf den ersten Blick lukrativ zu klingen. Auch wenn der Makler der Agentur etwas kauzig scheint, willigt man ein, gemeinsam zu einer Hausbesichtigung zu fahren. In der Wohnanlage angekommen muss man jedoch schnell feststellen, dass Individualität nicht gerade die Stärke der Agentur ist, sieht doch jedes der unzähligen Häuser auf dem riesigen Gelände gleich aus. Nicht gerade das, was sich Gemma und Tom für ihre Zukunft vorgestellt haben, weshalb man die Besichtigung abrupt abbricht und den Rückweg antritt. Doch wie sie es auch anstellen, aus dem verwinkelten Gelände scheint es kein Entkommen zu geben - alle Wege führen immer wieder zu "ihrem" Musterhaus Nr. 9. Der leere Tank ihres Wagens zwingt die beiden schließlich zu einer unfreiwilligen Übernachtung und als wäre das nicht schon genug, findet sich am nächsten Tag plötzlich ein Karton mit einem Baby vor dem Haus. Eine Nachricht darin fördert sodann eine schreckliche Aussicht zu Tage: nur wenn das Pärchen das Kind großzieht, soll es wieder von dem Gelände entlassen werden. Für Gemma und Tom beginnt damit der Alptraum ihres Lebens.
Vivarium-Reviewbild-02.jpg
Die kuriose Reise von Gemma und Tom, die wirklich hervorragend von Imogen Poots und Jesse Eisenberg gespielt werden, beginnt wie bei vielen anderen Menschen in der heutigen Zeit: auf ihrer Suche nach den eigenen vier Wänden landen sie dank der Werbung in der Agentur einer Immobilien-Firma. Hier werden sie schon sehnsüchtig von Makler Martin erwartet, welcher von Jonathan Aris verkörpert wird. Der wirklich sehr schräge Vogel hat aber seine Hausaufgaben gemacht und ist ziemlich penetrant, wenn auch auf die freundliche Art. So legt er sich richtig ins Zeug um seine potentiellen Kunden möglichst schnell zu einer Besichtigung vor Ort zu überreden. Gemma und Tom scheinen dafür auch die perfekten "Opfer" zu sein, gelingt es ihnen doch trotz Bedenken nicht, dem Makler eine Absage zu erteilen. Andererseits klingt das Angebot der Firma aber auch so verlockend, dass die beiden gerne über einen kauzigen Mitarbeiter hinwegsehen - was tut man nicht alles für seinen Traum. Doch dieser soll schneller zu einem Albtraum werden, als den beiden lieb ist. Zwar entpuppt sich das Häuschen als recht geräumig, doch die Klon-artige Wohngegend kommt bei keinem von beiden an. Also nichts wie raus hier und wieder ab nach Hause. Doch so einfach ist das nicht - zum einen ist Makler Martin plötzlich auf und davon, zum anderen schaffen es die beiden mangels Wegweiser nicht mehr aus dem Wohngebiet heraus. Immer und immer wieder dreht man sich im Kreis. Was zunächst noch schnell auf den mangelnden weiblichen Orientierungssinn und die schlechte Fahrweise der Partnerin geschoben wird, endet schnell in der Erkenntnis, dass es hier kein Entrinnen gibt. Dass man am nächsten Tag noch ein Kind vor die Füße gesetzt bekommt, setzt allem noch die Krone auf. Schnell stellt sich dann auch heraus, dass dieses kleine Würmchen nicht von dieser Welt zu kommen scheint, oder wie soll man sich sonst erklären, dass er für die Entwicklung vom Kind zum Mann nur einige Wochen braucht? Zudem hat der Junge ein "Talent", seine unfreiwilligen Eltern bis aufs Letzte zu tyrannisieren. Etwas, dass sowohl Gemma, wie auch Tom schnell an den Rand der Erschöpfung und damit auch nahe dem Wahnsinn bringt. Perfekt ist hier das Spiel der beiden Jungdarsteller Senan Jennings und Eanna Hardwicke gelungen, welche in den verschiedenen Altersphasen des Jungen zu sehen sind. Ein solches Familienleben hat sich das junge Pärchen sicher nicht gedacht und versucht fortan, aus ihrem Käfig auszubrechen.
Vivarium-Reviewbild-03.jpg
Apropos Käfig: bei dem Titelgebenden "Vivarium" handelt es sich der Erklärung nach um einen Behälter für lebende Tiere, welche man hauptsächlich für die Aufzucht benutzt. Als eben solcher entpuppt sich dann auch die vermeintliche Traumimmobilie, nur das hier die Menschen als Versuchstiere gehalten werden. Doch bis Gemma und Tom dies merken, stecken sie schon viel zu tief drin… An dieser Stelle soll der Spoiler-Gefahr wegen nicht weiter auf den Inhalt eingegangen werden. Der Film selbst ist ziemlich ruhig erzählt und geht nur mit sehr langsamen Tempo voran. Wirklich viel passieren tut zwischendurch nicht. Es scheint fast so, als wolle man den Zuschauer ebenso "einlullen", wie es mit den Protagonisten über die Zeit geschieht. Ähnlich dem "Täglich grüßt das Murmeltier" Effekt läuft jeder Tag nachher gleich ab. Aber nicht, weil der Tag immer wieder von neuem startet, sondern weil jeder Tag einfach nach die gleiche Routine, ja genau gesagt "Leere" mit sich bringt - was will man auch machen, wenn sonst nichts zu tun ist? Stellt sich anfangs noch eine gewissen Grund-Spannung ein, so sinkt diese in der Mitte fast auf null. Erst das Finale scheint dann endlich wieder Fahrt aufzunehmen, doch leider hinterlässt es einen derart faden Beigeschmack, den man in dieser Form nicht erwartet hätte. Im Prinzip lässt man den Zuschauer völlig unbefriedigt zurück. Hinzu kommen zwischendurch einige Logik-Löcher und viele Dinge, die man als gegeben hinnehmen muss. Warum manche Dinge so sind, wie sie sind, wird hier nicht weiter erklärt. Auch was es mit der Stadt auf sich hat, bleibt völlig im Argen. Sicherlich, mit ein wenig Phantasie kann man schon einige Anspielungen und Kritiken am wahren Leben erahnen: der Mensch isoliert sich immer mehr von seinen Mitmenschen, weiß nicht, wer sein Nachbar oder gar das eigenen Kind ist. Dazu entwickelt sich die Menschheit immer mehr dahin, Fertigprodukte aus Plastikverpackungen zu konsumieren, die man ihnen vor die Füße setzt. Da kann man wirklich schon mal den Lebensmut verlieren, wenn alles übertrieben wird, wie es hier bei Gemma und Tom passiert. Dennoch ist das ganze ziemlich überspitzt dargestellt und mangelt an Erklärungen. Soviel kann man sich nicht selbst zusammenreimen, wie es vielleicht von den Machern gewünscht ist. Dabei hätte der Film so viel Potential geboten - was hätte man nicht alles daraus machen können. Aber vielleicht ist es hier wirklich so, dass zu viele Köche den Brei verderben - zumindest könnte man diesen Eindruck gewinnen, nachdem man im Vorspann die Menge an Produktionsfirmen gesehen hat, welche an der Umsetzung dieses mäßigen Thrillers beteiligt war.

Bildqualität

Vivarium-Reviewbild-04.jpg
Die bildliche Umsetzung der Full HD-Fassung ist grundsolide gelungen - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Bild ist die meiste Zeit recht klar und detailliert, sofern man das bei den der auf das Nötigste reduzierten Wohngegend überhaupt sagen kann. Einige Unschärfen haben sich hier und da ins Bild geschlichen - vornehmlich in den Randbereichen, ab und an aber auch schon mal im Zentrum des Gezeigten. Die Farben, vor allem das überpräsente Grün, sind satt und kraftvoll in Szene gesetzt. Auf Dauer wirkt die sterile Gegend jedoch ziemlich dröge und langweilig, was vermutlich aber genauso gewollt ist. Warum man sich in der Wohnanlage aber wie in einem Studio bzw. einer riesigen überdachten Halle fühlt, warum es keine Wetterwechsel und keinen Wind gibt, bleibt genauso ein Geheimnis, wie vieles andere im Film. Sicherlich wird schnell klar, dass hier nichts mit rechten Dingen zugeht, aber warum dies von jetzt auf gleich, ohne das Passieren einer Barriere oder ähnlichem geschieht, wird nicht geklärt. Insofern muss man die sehr künstlerische Darstellung einfach als gegeben hinnehmen - schade, denn wie auch beim filmischen Inhalt, so verschenkt man auch bei der Optik viel Potential.

Tonqualität

Die Blu-ray bietet die folgenden Tonspuren: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Deutsch Dolby Digital 2.0 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
Vivarium-Reviewbild-05.jpg
Die äußerst ruhige Handlung bietet nur sehr wenige Gelegenheiten, sämtliche Lautsprecher eines Heimkino auszunutzen. Zu großen Teilen bleibt der Sound recht front-lastig und konzentriert sich auf die Dialoge zwischen den zwei bis drei Protagonisten. Nur sehr selten ertönen Schritte und Stimmen aus den umherliegenden Surround-Kanälen. Mangels Wettereffekten, Vögeln, Flugzeugen oder dem Treiben in der Nachbarschaft bleibt alles totenstill. Auch der Subwoofer bleibt, bis auf ein gelegentliches, bedrohliches Wummern außen vor. Dies gilt sowohl für die deutsche Synchronisation, wie auch für deren englisches Pendant. Die reduzierte Sound-Kulisse wird aber ebenso wie die spärliche Gestaltung des Handlungsortes bewusst so gewählt worden sein. Das man damit aber nicht bei allen Zuschauern auf Zustimmung stoßen wird, ist dabei vorprogrammiert.

Ausstattung

Der Bonus-Bereich ist recht sparsam bestückt: - Behind the Scenes (7:17 Min.) - Trailer (2:16 Min.) - Trailershow: The Gentlemen, 21 Bridges, 47 Meters Down: Uncaged, I Am Mother, Knives Out - Mord ist Familiensache, Countdown, The Lodge
Vivarium-Reviewbild-06.jpg
Im kurzen Making-Of geben Regisseur Lorcan Finnegan, die Hauptdarsteller Imogen Poots, Jesse Eisenberg und Jonathan Aris, sowie einige der beteiligten Produzenten knappe Einblicke in die Dreharbeiten. Sie erzählen, was sie dazu bewegte an dem Projekt mitzuwirken und was man persönlich von den anderen Kollegen hält. Alles recht kurz und knapp, dazu noch ziemlich informationslos. Leider bietet der Beitrag dann auch keine deutschen Untertitel, sodass es weniger sprachversierte Zuschauer wieder etwas schwerer haben werden.

Fazit

Nach anfänglicher Spannung driftet man spätestens ab der Mitte in die eintönige Belanglosigkeit ab. Eine Wendung zum Finale bringt dann zwar etwas Tempo, jedoch lässt man den Zuschauer komplett unbefriedigt zurück. Hier gibt es keine Erklärungen für das "Warum" und "Wieso", womit eine Menge Potential verschenkt wird. Dies geschieht auch bei der technischen Umsetzung, welche durch ihren bewusst reduzierten Stil sowohl beim Bild als auch beim Ton nur das Nötigste bietet. Mehr als das kann man dann auch vom Bonus-Material nicht behaupten, sodass unter dem Strich bei allem ein fader Beigeschmack bleibt. Hier hätte man aus allem mehr machen können und müssen, damit es für eine ausdrückliche Empfehlung reicht. Die kann hier leider nicht gegeben werden. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
5 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 12.06.2020

Vivarium - Das Haus ihrer (Alp)Träume Blu-ray Preisvergleich

15,49 EUR *

versandkostenfrei

jetzt kaufen
12,95 EUR *

Versandkosten unbekannt.

jetzt kaufen
12,98 EUR *

Versand 3,00 €

jetzt kaufen
12,99 EUR *

Versand ab 2,99 €

jetzt kaufen
13,64 EUR *

Versandkosten unbekannt.

jetzt kaufen
15,59 EUR *

Versand ab 1,99 €

jetzt kaufen
16,99 EUR *

versandkostenfrei

jetzt kaufen
18,80 CHF *

ca. 17,70 EUR

Versand ab 12,00 €

jetzt kaufen

Gebraucht kaufen

ab 10,99 EUR *

versandkostenfrei

jetzt kaufen
* Alle angegebenen Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Eventuelle anfallende Versandkosten wurden im Preisvergleich nicht berücksichtigt, beachten Sie hierzu die jeweiligen Shop AGBs. Kurzfristige Änderungen der Preise sind möglich. Bei Preisen, die aus Fremdwährungen errechnet wurden, kann es zu Abweichungen kommen. Beachten Sie weiterhin, dass bei Bestellungen außerhalb der EU zusätzlich Zollgebühren entstehen können.
Bewertung(en) mit ø 0,00 Punkten
 
STORY
0.0
 
BILDQUALITäT
0.0
 
TONQUALITäT
0.0
 
EXTRAS
0.0

Film suchen

Preisvergleich

12,79 EUR*
12,95 EUR*
12,98 EUR*
12,99 EUR*
13,64 EUR*

Preisüberwachung

Bitte registrieren Sie sich, um diese Funktion zu nutzen!

Blu-ray Sammlung

8 Mitglieder haben diese Blu-ray:

sowie weitere 5 Mitglieder

Diese Blu-ray ist 7x vorgemerkt.