64 Minutes - Wettlauf gegen die Zeit Blu-ray

Original Filmtitel: Line of Duty (2019)

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
95 Minuten
Veröffentlichung:
18.06.2020
 
STORY
7
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
8
 
Ausstattung
5
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Die Zeit ist neben der Gesundheit eines der kostbarsten "Güter", die man auch nur schwerlich mit Geld kaufen kann. Zwar hat man mit einem prall gefüllten Bankkonto sicherlich noch die ein oder andere Möglichkeit, ein wenig Einfluss auf beide Kostbarkeiten zu nehmen, doch unter dem Strich ist man ihnen machtlos ausgeliefert. Das muss auch Aaron Eckhart in der Rolle eines Police-Officers feststellen, als die Uhr in einem Entführungsfall unerbittlich voranschreitet. Der Action-Thriller wurde durch Regisseur Steven C. Miller in Szene gesetzt, welcher sich schon durch einige gleichartige Genre-Beiträge, in denen unter anderem Bruce Willis und Sylvester Stallone im Rampenlicht standen, einen Namen machen konnte. Das folgende Review widmet sich der Blu-ray Umsetzung aus dem Hause Koch Media Home Entertainment und prüft, welche Hürden im Wettlauf gegen die Zeit zu nehmen sind.

Story

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Streifenpolizist Frank Penny (A. Eckhart) gilt in seiner Abteilung als Cowboy, da man ihm vorwirft, recht schnell den Finger am Abzug zu haben. So mischt er sich auch gegen den Willen seines Vorgesetzten Volk (G. Esposito) in die Verfolgung eines Verdächtigen ein. Als Frank diesen jedoch in Notwehr erschießt, droht der damit verbundene Entführungsfall aus dem Ruder zu laufen. Denn ausgerechnet Volks Tochter ist das Opfer in diesem Fall und soll nun innerhalb von 64 Minuten in einem abgesperrten Tank ertrinken. Frank setzt jedoch trotz Suspendierung alles daran, dies zu verhindern, auch wenn er sich dabei quer durch die Stadt einen Kampf mit Dean Keller (B. McKenzie) liefern muss - dem Bruder des von Frank getöteten Verdächtigen. Unfreiwillige Hilfe erhält Frank durch die Online-Reporterin Ava Brooks (C. Eaton), welche für eine Live-Show im Internet auf eigene Faust Polizei-Einsätze filmt. Das ungleiche Duo hat jedoch nur gemeinsam eine Chance den Aufenthaltsort von Volks Tochter zu finden, denn die Uhr im Nacken tickt immer schneller - es beginnt eine Jagd um Leben und Tod.
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Wie eingangs bereits erwähnt, fühlt sich Regisseur Steven C. Miller scheinbar besonders wohl im Action-Genre. Mit Filmen wie "First Kill" oder "Escape Plan 2: Hades" konnte er sich hier schon einen gewissen Namen machen. Sicherlich, in der großen Hollywood-Liga spielt er mit seinen bisherigen Arbeiten nicht, auch wenn er schon mit Actionstars wie Sylvester Stallone und Bruce Willis zusammenarbeitete. Wie der ein oder andere Zuschauer jedoch weiß, handelt es sich dabei eher um Beiträge, in denen man unbekannteren Jungdarstellern eine Bühne bietet und bei denen alteingesessene Film-Haudegen unterstützend zur Seite stehen. Ähnlich läuft es auch hier ab, wenn auch Aaron Eckhart hier deutlich mehr leistet, als Stallone und Willis zusammen. Den ganzen Film durch ist er in Bewegung und leistet sich packende Zweikämpfe, rasante Verfolgungsjagten zu Fuß, per Auto und im Helikopter. Für Abwechslung ist hier also gesorgt, paart man das Ganze auch noch mit einer Menge Schießereien. Eckhart macht seine Sache dabei sehr gut und überzeugt im Rahmen der klassischen Action-Handlung. Ja, richtig vermutet: wirklich etwas Neues erfindet man hier nämlich nicht - ein in Ungnade gefallener Cop mit eigener bewegter Vergangenheit, ein wahnsinniger Killer, der Vergeltung für seine Familie will und mittendrin noch eine hippe Bloggerin, die den Puls der Zeit vermitteln soll. Dennoch weiß die Geschichte zu unterhalten, auch wenn man alles schon mal in ähnlicher Form gesehen hat. Aber wie heißt es doch immer so schön: besser gut geklaut, als schlecht selber gemacht. Dabei liegt die Mischung aus Verbrechensbekämpfung und das permanente Online stellen von Handy-Videos gar nicht soweit ab von der Realität. Gerade bei den derzeit aktuellen Vorkommnissen in den USA, die sich rund um Polizei-Gewalt und den damit einhergehenden überzogenen Eingriffen drehen, ist es teilweise schon recht merkwürdig, den Film anzuschauen. Gerade wenn die Seiten gewechselt werden und ein afroamerikanischer Kleinganove dem Polizisten mit dem Knie im Nacken sitzt und diesen damit zur Aufgabe fordert. Mit dabei stets die Kamera im Anschlag, welche das "wahre Leben" ungeschönt an seine Zuschauer liefert. Manipulierende Fernsehsender bekommen hier so ganz nebenbei auch noch einmal ihr Fett weg. Dabei muss man sich erst einmal ein wenig an die quirlige Online-Journalistin gewöhnen, welche hier von Courtney Eaton gespielt wird. Dass diese sich natürlich immer zur rechten Zeit, am rechten Ort befindet und hier auch ohne Probleme Polizei-Absperrungen umgehen kann, um dann noch hochmodernes Abhör-Equipment anzubringen, wirkt dann schon ein wenig überzogen - wenn auch nicht völlig unmöglich. Eine deutlich bessere Figur macht da doch schon Ben McKenzie als Antagonist, der sich hier einmal von einer völlig anderen Seite als für ihn üblich zeigt. Nicht mehr der Sonnyboy aus "O.C. California" oder der pflichtbewusste Polizist aus "Gotham", nein hier darf er mal so richtig die Sau rauslassen und alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist, umnieten.
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Womit man auch schon wieder beim zentralen Thema dieses Filmes ist: der Action. Diese ist wirklich recht gut gefilmt und dank vieler praktischer Effekte auch durchaus ansehnlich in Szene gesetzt. Wie man aus dem Bonus-Material erfahren kann, waren nur sehr wenige Stunt-Double erforderlich, da sich die Hauptdarsteller gerne selbst austobten. Seien es Schießereien oder Autoverfolgungsjagten, hier packte man alles rein, was in einen soliden Action-Thriller gehört. Charakter-Entwicklungen sucht man daher wieder vergebens, was aber auch nicht sonderlich schlimm ist, da dafür durch besagten Wettlauf eh keine Zeit bleibt. Über die Moral, was im Internet gezeigt werden darf oder soll, was die offiziellen Medien daraus machen und wie die Bevölkerung damit umgeht, da hält man sich ein wenig bedeckt und liefert nur einige Ansätze, ohne dabei allzu sehr Stellung zu beziehen. In der Regel befürwortet man dies jedoch, zumindest wollen einem dies die ständig eingeblendeten Kommentare der User weißmachen. Wenn am Ende dann sämtliche Follower auflaufen, um den Helden zur Hilfe zu eilen, dann schließt sich der Kreis und man erhält eine Variante, wofür das Internet alles gut sein kann. Von den schwarzen Schafen, die sich in der Realität dort ebenso tummeln, will man dann jedoch nichts wissen. Nun gut, zum Film passt es trotzdem, der einmal mehr gute Unterhaltung beim nächsten Männer-Filmabend inklusive Partnerinnen bringen sollte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Bildqualität

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Optisch macht die Hatz quer durch die Stadt einen sehr guten und zeitgemäßen Eindruck. Zwischendurch zwar immer mal wieder mit einigen Farbfiltern versehen, präsentiert sich das Bild jedoch sehr detailliert und kontrastreich. Einmal mehr kommt dies in den Close-Ups zur Geltung. Wie es sich für die Thematik der Internet-Videos gehört, sind zahlreiche Abschnitte aus Perspektive von Handy-Kameras oder Bodycams gefilmt, welche sich dann auch in Sachen Qualität von den Hauptaufnahmen unterscheiden. Da dies aber bewusst so als Stilmittel gewählt wurde, gibt es dafür keine Kritik - es verleiht dem Gezeigtem sogar teilweise an Authentizität. Da der Großteil des Films mitten am Tag spielt, hat auch der Schwarzwert leichtes Spiel, gibt es doch keine allzu großen Herausforderungen für ihn. Lediglich in einigen dunkleren Gebäude-Abschnitten kann er zeigen, was in ihm steckt und bewältigt dies mit Bravour. Kritik gibt es hingegen an einige CGI-Effekten, die deutlich als eben solche zu erkennen sind. Dies fällt insbesondere auf dem Dach eines brennenden Hauses auf, wo die Flammen nicht gerade sehr überzeugend gelungen sind. Ansonsten gibt es an der durchaus modernen Produktion jedoch keine weiteren nennenswerten Beanstandungen.

Tonqualität

Folgende Tonspuren stehen zur Auswahl: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 Auch beim Ton bietet man ein solides Ergebnis, welches besonders in den Action-Szenen mit einer passenden Surround-Kulisse dienen kann. Die Kugeln schießen quer durch das Heimkino, die Flugroute des Helikopters kann jederzeit gut nachvollzogen werden. Trotz hektischem Treiben gehen die Dialoge dabei jedoch nie unter und sind somit jeder Zeit sehr gut zu verstehen. Ein wenig durchschlagskräftiger hätte es gerne beim Einsatz des Subwoofers zugehen können, greift dieser doch meist nur sehr dezent ins Geschehen ein. Explosionen und größeren Kalibern fehlt es dadurch am nötigen Druck. Die deutsche Synchronisation steht indes ihrem englischen Pendant in nichts nach, beide liefern in Sachen Pegel und Dynamik ein gleichwertiges Ergebnis.

Ausstattung

Die Blu-ray enthält folgende Bonus-Beiträge: - Audiokommentar von Regisseur Steven C. Miller - Originaltrailer (2:14 Min.) - Making Of (16:49 Min.) - Bildergalerie (2:22 Min.) - Trailer: Ride - Fahr um dein Leben, Crypto, Vox Lux, Cardinal - Staffel 3, Die Damaskus Verschwörung - Spion zwischen den Fronten, Deep Water
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Im Making Of schildert Regisseur Steven C. Miller worauf es ihm bei seinem neusten Werk ankam: Ein Film der Spaß machen soll, aber ebenso relevante Themen aufgreift. Hauptdarsteller Aaron Eckart fasst die Ereignisse noch einmal kurz zusammen und erzählt von seinen Vorbereitungen, zu denen er sich auch mit echten Polizisten und Mitgliedern einer S.W.A.T.-Einheit traf. Ebenso berichten Courtney Eaton und Ben McKenzie über ihre Beweggründe an dem Film teilzunehmen. Zentrales Thema sind dabei immer wieder Kameras in der Öffentlichkeit und die damit verbundenen sozialen Medien auf denen das gedrehte Material der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Im weiteren Verlauf widmet man sich noch den Stunt-Aufnahmen, wo man sehen kann, dass die Hauptdarsteller ihren Spaß daran hatten, einen Großteil der Stunts selbst zu übernehmen. Das Making Of zeigt zudem zahlreiche Ausschnitte aus dem Film und lockert diese immer wieder mit Interviews auf. Es ist insgesamt zwar kurz und knapp gehalten, manchmal auch etwas Werbe-lastig, unter dem Strich liefert man aber auch gute Eindrücke von den Dreharbeiten und einige interessante Hintergrundinfos. Das Feature verfügt dabei über deutsche Untertitel.

Fazit

Der "Wettlauf gegen die Zeit" präsentiert sich als grundsolider Actionfilm, der trotz bekannter Versatzstücke eine sehr gute Figur abgibt. Die sozialen Medien wurde gut mit eingebunden, auch wenn man hier zumeist nur auf die positiven Aspekte eingeht, welche diese Kommunikationsart mit sich bringt. Die Action ist hingegen sehr gut eingefangen und bietet dank zahlreicher Schießereien und Verfolgungsjagten verschiedenster Art immer wieder Abwechslung bei konstant hohem Tempo. Technisch gesehen liefert man sich weder beim Bild noch beim Tons grobe Schnitzer - während die Optik durchweg überzeugt und mit passenden Stilelementen versehen wurde, mangelt es dem Sound lediglich ein wenig an Tiefdruck - ansonsten gibt es hier eine sehr gute Verteilung der zahlreichen Effekte auf alle Lautsprecher des Heimkinos. Das Bonus-Material rundet den Film mit einem kurzen und knappen Making-Of ab, welches aber genügend Einblicke in die Dreharbeiten gibt und den Regisseur sowie die Hauptdarsteller zu Wort kommen lässt. Zu einem richtigen Blockbuster reicht es leider nicht, dennoch sollte man als Genre-Fan dem Film mal eine Chance geben. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989 Subwoofer: SVS SB-2000 Pro
geschrieben am 16.06.2020

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2 Bewertung(en) mit ø 3,13 Punkten
 
STORY
2.5
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
3.5
 
EXTRAS
2.5

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